Maria am Wege

Hier hören Sie das Glockenläuten von Maria am Wege:

ZUR GESCHICHTE:

Windach ist seit 1886 eine selbständige Pfarrei; früher gehörte es zu Eresing. Das Pfarrzentrum "Maria am Wege" wurde in den Jahren 1968-71 nach Plänen von Prof. Josef Wiedemann, München, erbaut.

  • 20.10.1968 erster Spatenstich
  • 23.11.1969 Grundsteinlegung und Glockenweihe durch H.H. Joh. B. Rigel, Bischöfl. Finanzdirektor.
  • 27.06.1971 Weihe der Kirche durch den Diözesanbischof Dr. Josef Stimpfle, Augsburg. Am 2. Juli. Patrozinium der Kirche ist das Fest "Mariä Heimsuchung"

KURZBESCHREIBUNG:

Wer die Kirche betritt, sieht sich in einem Raum, dessen warme Atmosphäre vom Holz des Zeltdaches bestimmt wird. Grundriss ist ein unregelmäßiges Zwölfeck, mit Ausweitungen für die Sakramentskapelle (Werktagskirche), die Beichtstühle und die Sakristei.

Die 12 Betonpfeiler, die das Dach tragen, erinnern an die 12 Apostel, die Grund- pfeiler der Kirche Jesu Christi. Der Ziegelboden senkt sich leicht zur Mitte hin, wo der Altar steht. Die Stätte des eucharistischen Opfers Christi ist Mittelpunkt der Kirche. Über dem Altar hängt eine Messingscheibe, wie eine große Hostie, in der das Altarkreuz eingelassen ist.

Wenden wir uns links zur Sakramentskapelle. Nahe dem Portal steht der Taufstein, ein runder Brunnen aus Granit, in dessen Mitte ein Chromnickelstahlbehälter eingefügt ist, den das Wasser bis zum Überlaufen füllt (Zeichen der überfließenden Gnade Gottes). Hinter dem Taufstein steht ein Leuchter für die Osterkerze, mit einem Steinfragment (aus der Normandie), das vorne den Gekreuzigten mit Maria zeigt; seitlich ist ein Engel zu erkennen, der seine Hände schützend auf einen Betenden legt.

Ein schmaler Gang führt direkt auf den Tabernakel zu. Ewiges Licht und Kerze erinnern an die Gegenwart Christi im allerheiligsten Altarssakrament. Eine Kniebank ladet ein zum stillen Gebet. Der Tabernakel besteht aus einem vergoldeten Bronzezylinder, der in eine segmentförmig geöffnete Granitsäule eingefügt ist.

Neben dem Seitenaltar erhebt sich ein bäuerliches Kreuz aus Südtirol (18. Jh.)
Die Kirche ist der Muttergottes geweiht, darum steht Ihr Bildnis im Blickfeld des Hauptraumes. Die Marienstatue aus Holz, in Farbe gefasst, ist eine sitzende Mutter mit dem Kind. Das frühe, bäuerliche Werk, um 1250, stammt aus der Gegend.

Rechts hinter dem Hauptaltar steht der Ambo (romanisch). Zwei Steinplatten, im stumpfen Winkel zusammengefügt, zeigen die Propheten Micha und Daniel, in einem Torbogen stehend; Verkünder des Gotteswortes im Alten Bund.
Die Orgel wurde 1976 aufgestellt, ein Werk der Firma Anton Staller, Grafing, mit 31 Registern, verteilt auf drei Manuale und Pedal.

An der Rückwand sehen wir den Kreuzweg in 17 Bildern. „Ein Bauer aus Greifenberg (+ 1988), Max Raffler, hat ihn eigens für Windach gemalt, in leuchtenden, kraftvollen Landschaften. Raffler malte seit seinem zehnten Lebensjahr, meist mit Wasserfarben; jedes Papier, das ihm in die Hände kam, war ihm recht dazu. Alles, was er erlebt, spielt sich in seiner heimatlichen Landschaft und Umgebung ab, so auch das Leiden unseres Herrn. Die Kraft seiner Darstellung, der echtes Erleben und unreflektierte Schau vorausgeht, hat ihn weit über seine Heimatgrenzen hinaus berühmt gemacht.“ (H. Winterholler)


Die Pfarr- und Autobahnkirche "Maria am Wege" ladet ein zur stillen Rast in der Nähe des Herrn und seiner Mutter Maria. Alle unsere Wege sind Sinnbild unseres Lebensweges, der letztlich ein Weg des Glaubens ist. "Auch die selige Jungfrau ging den Pilgerweg des Glaubens. Sie leuchtet als Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes dem wandernden Gottesvolk voran. (II. Vatikan. Konzil).
So dürfen wir in unseren Anliegen zu ihr kommen und uns bei ihr verstanden und geborgen wissen.

Technische Daten:

Höhe der Kirche mit Kreuz: 27,5 m

Fläche der Kirche mit Sakristei: 744 qm

500 Sitzplätze

100 Notsitze auf der Mauerbank

Höhe des Glockenträgers: 16,30 m

5 Glocken aus der Glockengleßerei Czudnochowsky, Erding:

Christusglocke 1804 kg

Marienglocke 1120 kg

Josefsglocke 775 kg

Johannesglocke 494 kg

und Annaglocke 351 kg