St. Peter und Paul

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul im Ortsteil Unterwindach, seit 1400 mit dem älteren Patronat St. Sylvest, wurde ab 1663 grundlegend umgestaltet und dabei das Langhaus erhöht und verlängert sowie die Rundfenster ausgebrochen. Auf einen ursprünglich gotischen Bau weisen die gestuften Strebepfeiler am Langhaus und der Turm an der Nordseite des Chores.

Die Ausstattung in reichen barocken Formen stammt von 1699 (Jahreszahl am Chorbogen):

Im Altarraum gute Stuckdekoration aus schweren Akanthusranken und Fruchtbündeln von Johann Schmuzer (der Stuck im Schiff ist modern); drei stuckierte Altäre mit gedrehten Säulen.
Das vorzügliche Choraltarblatt mit den Aposteln Petrus und Paulus ist 1603 datiert; die beiden Seitenaltarbilder (St. Sebastian und St. Johann von Nepomuk) in duftigen Farben aus der Mitte des 18. Jhs. Antependium und Tabernakel aus bemaltem Holz wurden 1955 aus Tutzing angekauft; es handelt sich um wertvolle und seltene Arbeiten der italienischen Renaissance um 1580. Ein bemerkenswertes Bild aus der 2. Hälfte des -16. Jhs. an der Nordwand des Langhauses soll von dem berühmten Christoph Schwarz aus Ingolstadt gemalt worden sein. Über den beiden Nebenaltären 2 barocke Leinwandbilder: nördlich die Begegnung Jesu mit Petrus, südlich die Bekehrung des hl. Paulus; über den Seitenportalen gemalte Supraporten in kräftigen Stuckrahmen. Am Chorbogen hängt eine kleine Muttergottesfigur aus der 2. Hälfte des 17. Jhs. Die Kirche wurde 1978 letztmals gut restauriert, wobei der Wessobrunner Chorstuck eine Buntfassung erhielt und die braune Außenfassung, insbesondere die Eckquaderung etwas pompös ausgefallen ist.