Mastodon

16.11.2015 17:32

Studiennachmittag zu neuen Kirchenbauten im Bistum Augsburg am 13. November 2015

Dr. Michael Schmid (Moderation), Prof. Dr. Winfried Haunerland, Dr. Sabine Klotz, Friedrich Koller (v. li)

Augsburg (16. November 2015). Zu einem Studiennachmittag über Kirchenbauten nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Bistum Augsburg hatte das Akademische Forum in Zusammenarbeit mit der Abteilung „Kirchliches Bauwesen und Kunst“ am Freitag, 13. November 2015 in das Haus Sankt Ulrich eingeladen.

Drei Referenten beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Professor Winfried Haunerland von der Universität München legt in seinem Vortrag „Liturgie als Bauherrin?“ die theologische Grundlage aus den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils und zeigte Konsequenzen aus dem erneuerten Liturgieverständnis für den Kirchenbau auf. Der Vortrag mündete in die Frage: Welchen Stil braucht Kirchenbau nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil?

Dr. Sabine Klotz, Mitarbeiterin an der Stabstelle „Kirchliches Bauwesen und Kunst“, stellte in ihrem Vortrag „Architektur des Glaubens zwischen Sakralität und Profanität“ ausgewählte neuere Kirchenbauten im Bistum Augsburg vor. Seit den 50er Jahren begann eine Zeit des Experimentierens die bis in die 70er Jahre zu einer Angleichung der Kirchenbauten an die Profanarchitektur führte (Mehrzweckkirchen). Seit den 90er Jahren wurde jedoch wieder mehr der sakrale Charakter von Kirchenbauten betont, bis dahin, dass man Kirchen – mehr oder weniger glücklich – nachträglich ausstattete.

Friedrich Koller, der im südbayerischen Raum zahlreiche Kirchen künstlerisch gestaltete, berichtete von seinem Leben als Bildhauer. In chronologischer Reihenfolge von 1967 bis 2006 stellte er seine künstlerischen Projekte vor, die sehr gut den Wandel in der künstlerischen Ausstattung von Kirchen spiegelten.