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PHILOSOPHIEREN. Die Sorge um die Menschlichkeit des Menschen

10.10.2017 18:20

Philosophisches Seminar im Haus Sankt Ulrich von Freitag, 6. Oktober bis Samstag, 7. Oktober 2017 mit Professor Hans Peter Balmer

Prof. Dr. Hans Peter Balmer

 

 

 

RICHTWERT HUMANITÄT

Das Thema „Richtwert Humanität. Die Sorge um die Menschlichkeit des Menschen“ ist hochaktuell und birgt eine gehörige Brisanz in sich. Es geht um Künstliche Intelligenz, die immer mehr unseren Alltag bestimmt: hörende und sprechende Roboter, lächelnde Pflegemaschinen, smarte Computer, die Bestseller schreiben, hochverfeinerte lernfähige Algorithmen, die in Millionstelsekunden komplexe Entscheidungen treffen und letztlich riesige vernetzte Rechenzentren, die alle digital verfügbaren Daten der Welt sammeln und auswerten. Eine Entwicklung, die der Philosoph Stefan Lorenz Sorgner als Transhumanismus bezeichnet.

Eine Gefahr für Menschen in Fleisch und Blut? Durchaus sagen nicht wenige! Das Risiko liegt darin, wo wir die Technologie allein lassen. Wenn der Mensch nur noch ein biochemischer Algorithmus ist - determiniert, steuerbar, berechenbar, manipulierbar.

Vor diesem Hintergrund stellte das Philosophische Seminar die Frage: „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ oder „Ob wir überhaupt (noch) sein wollen, sein werden“ (Hans Peter Balmer). In vier Einheiten wurde die Frage nach dem Menschen in verschiedenen Epochen der Philosophiegeschichte beleuchtet und mit gegenwärtigen Entwicklungen konfrontiert. Die griechisch-römische Antike, die Orientierung am Menschlichen und Göttlichen nahm; die Humanitätsstudien des Renaissance-Humanismus („Jeder Mensch trägt die gesamte Form des Menschseins in sich“); die Aufklärung und der Maßstab Menschlichkeit sowie der Anteil der Religion an der Menschwerdung des Menschen.