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Die Macht der Düfte und wie sie uns Menschen und das Leben beeinflussen

27.11.2017 17:12

Themenabend mit Professor Hanns Hatt im Akademischen Forum am Freitag, 24. November 2017

Prof. DDDr. Hanns Hatt, Universität Bochum

 

 

 

EINE NASENLÄNGE VORAUS ...

Im vollbesetzten Großen Saal des Hauses Sankt Ulrich lauschten die Teilnehmer den Ausführungen von Hanns Hatt, der am Freitag, den 24. November über die Macht der Düfte und wie sie unser Leben beeinflussen referierte. Ordnete man früher Düfte und das Riechorgan eher der Tierwelt zu, so weiß man es heute besser: Die Nase ist nach Worten des Bochumer Geruchsforschers ein unterschätztes Sinnesorgan. "Unser Wohlbefinden hängt ganz wesentlich von der Nase ab", sagt er. Die meisten Menschen wissen nicht, was die Nase alles kann und wofür sie wichtig ist. Schon längst nutzt dies die Wirtschaft, um über Düfte eine Marktbindung zu erzeugen. Das Gehirn analysiert jeden Geruch und speichert ihn ab, zusammen mit den dazugehörigen Bildern und Emotionen. "Wenn wir den Duft wieder aufrufen, wird auch die dazugehörige Stimmung wiederholt", sagt Hatt. Dies kann sogar so weit gehen, dass der Körperduft die Entscheidung für einen Partner beeinflusst.

Und Professor Hatt erklärte, wie Riechen eigentlich funktioniert, wie Duftstoffe die verschiedenen Zentren im Gehirn aktivieren und wie auch Riechrezeptoren außerhalb der Nase eine nicht zu unterschätzende Funktion ausüben, die bis zur Krebstherapie reichen können.