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29.09.2014 16:57

Vortrag von Dr. Annette Schleinzer über Madeleine Delbrȇl am Mittwoch, 24. September 2014 in Augsburg und am Donnerstag, 25. September 2014 in Kempten

Dr. Annette Schleinzer

„GOTT HAT MICH GEFUNDEN ...“

Madeleine Delbrêl (1904-1964) fand mit 20 Jahren zum Glauben. Im säkularisierten Umfeld der Pariser Arbeitervorstadt Ivry beschritt sie neue Wege, als Christin zu leben und Zeugnis zu geben. Poetin – Sozialarbeiterin – Mystikerin der ‚Straße: das sind nur drei der zahlreichen Attribute, die Madeleine Delbrêl kennzeichnen.

In ihrem Vortrag stellte Dr. Annette Schleinzer wichtige Stationen von Madeleine Delbrȇl vor, unterstrich diese mit prosaischen Texten und zeigte die weitreichende Wirkung von Madeleine Delbrȇl auf, die von französischen Bischöfen, in Vorbereitung auf das Zweite Vatikanische Konzil, als Beraterin angefragt wurde.

Nicht die Mission in fernen Ländern lag Madeleine Delbrȇl nahe, vielmehr sah sie ihre dringlichste Aufgabe darin, den christlichen Glauben im unmittelbaren Umfeld zu bezeugen: im atheistischen Milieu „Gott einen Ort zu sichern“. In diesem Sinne verstand sich Madeleine Delbrȇl und ihre Gefährtinnen als „Missionare ohne Schiff“. Auch 50 Jahre nach ihrem Tod geht von dieser Frau eine Faszination aus, die innovative und inspirierende Impuls für die Glaubensverkündigung heute vermitteln kann.