Kirche

Thomas Wechs, von 1953 bis 1962 Kirchenbaumeister der Diözese Augsburg, entwarf ein Gotteshaus mit 56 Metern Länge, 24 Meter Breite und 16 Metern Höhe. Allein schon durch die Größe erregte es in der damaligen Zeit Aufsehen.

Neben den herkömmlichen Baumaterialien verwendete Wechs bewusst auch Beton. Architektur und Ausstattung dieser neuen Kirche waren Ausdruck einer nüchternen, sachlichen Lebenseinstellung. Nach Leid und Not der Vertreibung konzentrierte man sich in Neugablonz bald wieder auf den Neuanfang, welcher dann auch so gut gelungen ist.

Es entstand nach den Plänen von Thomas Wechs eine Kirche mit 800 Sitzplätzen und 1200 Stehplätzen.

Am 27. April 1957 wurde die Herz Jesu Kirche durch Bischof Dr. Joseph Freundorfer geweiht, Weihnachten 1957 läuteten erstmals die drei, von der Firma Perner in Passau gegossenen Glocken.

Mit einem Gewicht von 950 kg ist die Marienglocke die größte Glocke. Auf ihr steht:
„Du Mutter der Vertriebenen, Dir war unsere Heimat geweiht, sei uns auch hier unsere Helferin und bitte für uns bei Gott“

Die zweite Glocke mit einem Gewicht von 600 kg ist dem heiligen Nepomuk geweiht. Der Text auf der Glocke lautet:
„Hl. Johannes von Nepomuk, Du Schutzherr unserer Heimat, bitte für uns!“

Die Inschrift der mit 400 kg kleinsten Glocke gedenkt der Verstorbenen:
„Ihr Gefallenen und Toten unserer Heimat, ihr bleibt unvergessen!“ 

  

Lassen Sie sich beim virtuellen Gang durch die Kirche begleiten von einigen persönlichen Eindrücken unserer Gemeindemitglieder.

  

"...ich freue mich über den Klang der Glocken im Turm..."

" An unserer Kirche Herz-Jesu gefällt mir der äußere Eindruck mit den hohen schlanken Fenstern und dem weithin sichtbaren Turm..."

  

Blick zum Altar

" Ganz vorne in der Bank hat man den besten Blick auf das Kreuz..."

" Im Inneren gefällt mir die karge Ausstattung, die dem großen Raum Ausdruck gibt. Es hindert nichts den freien Blick auf das Zentrum des Raumes: den Altarraum und die große schwebende Gestalt des auferstandenen Christus. Am liebsten bleibe ich am Anfang des Hauptgangs stehen und lasse erst diesen grandiosen Eindruck auf mich wirken..."

" In der entspannenden Helligkeit fühle ich mich sehr wohl..."

" Mich bewegt immer wieder die Sachlichkeit der Herz Jesu Kirche. Die Konzentration auf das Wichtigste für uns Christen, den Heiland. Durch helles Licht und Schatten in der Apsis meistens noch hervorgehoben, lenkt uns nichts von ihm ab."

" Mir gefällt das Kreuz in der Apsis, wenn es Schatten wirft und den Eindruck erweckt, man ist auf Golgotha..."

" Mein Lieblingsplatz ist links in der vorderen Mitte, wo ich schon als Kommunionkind gesessenen bin..."

" ...der Schattenwurf zeigt immer auch zwei Schacher, zwei hingerichtet Menschen. Auch Schuldige gehen nicht verloren..."

"...ich sitze gerne im hinteren Drittel unserer Kirche und lasse die schlichte Schönheit der Apsis mit dem Rundbogen auf mich wirken...besonders schön ist es, wenn in der Osterzeit das gelbweisse Band wie ein Finger nach oben zeigt..."

" Der Altarraum ist sehr schön gestaltet. Er lädt zur Ruhe, zur Andacht und zum Gebet ein..."

" Mir gefällt der Raum als solcher mit Lichteinfall in der Apsis."

   

   

 

Bronzefigur Christi

   

  

Mosaik am linken Ambo

  

"...mir gefallen die Mosaiken am Hochaltar und am Volksaltar..."

   

Blick zur Orgel

    

"...am schönsten ist es, wenn das Sonnenlicht durch die zartgefärbten Fenster fällt..."  

" Mir gefällt das wenige und schöne Mobiliar - nicht überladen..."

  

  

Josefskapelle: Josef mit Jesuskind

" Ich mag die Josefskapelle sehr gerne, da ich den heiligen Josef sehr verehre. Dort kann ich ihm immer alles anvertrauen..."

  

  

Andenkentafel an die Opfer im Lager Riederloh

"Wir zünden fast jeden Sonntag an der Gedenktafel drei Kerzen an...wir mögen diesen Platz im hinteren Teil der Kirche..."  

 

 

Maria mit dem Jesuskind

  

    

  

  

Crescentia-Ecke

"... in der Crescentia-Ecke verweile ich am liebsten, dort fühle ich mich geborgen..."