Filialkirchen Kardorf

Filialkirche St. Nikolaus in Kardorf
Vom linken Illerufer aus weithin sichtbar steht die Kardorfer St.-Nikolaus-Kirche auf einer Terrasse am östlichen Ufer. Im Dorf fällt als erstes die Wehrmauer aus der Zeit um 1300 auf, welche Friedhof und Kirche noch auf drei Seiten umgibt. Sie schützte um diese Zeit eine Vorgängerin der heutigen Kirche, die etwa die Fläche des heutigen Chors überbaute. Das Kloster Rot, zu dem das Dorf nach der Reformation gehörte, baute die jetzige Kirche und weihte sie im Jahre 1730 dem heiligen Nikolaus. Der Hochaltar mit seinen gedrechselten Säulen trägt über dem Tabernakel, scheinbar von zwei mächtigen Engelfiguren gehalten, die Kopie eines Innsbrucker Maria-Hilf-Bildes. Ein weiterer Engel blickt von oben auf das Bild von Joachim und Anna, den Eltern der Muttergottes. Links flankiert eine Statue des hl. Sebastian, rechts St. Nikolaus den Altar. Das Deckenfresko des Langhauses stellt die Verklärung des Kirchenheiligen „ein grosser vor bitter bei Gott“ dar.
 Die Filialkirche gehört seit Anfang des 20. Jahrhunderts zur Pfarrei Illerbeuren (vorher zu Steinbach) und somit auch zur Pfarreiengemeinschaft Legau-Illerwinkel.