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Katholikentag 2018

Ganzheitlich gelungener Auftritt in Münster

16.05.2018

„Eine gute Atmosphäre“ erlebte das Team des Diözesanrats auf dem 101. Katholikentag in Münster. Die Vorsitzende Hildegard Schütz berichtete von guten Gesprächen am Stand, wo es freilich auch kritische Stimmen gegeben habe. Themen seien bspw. der derzeit in der Öffentlichkeit diskutierte Kreuzerlass in Bayern und die Kommunionspendung für evangelische Ehepartner gewesen.

Leibliche Grundlage für manches gute Gespräch, so berichtete Standleiter Ernst Schmidhuber, seien die mittlerweile schon traditionellen Angebote an die Gäste gewesen, Allgäuer Käse und Karlsbader Oblaten zu einer Tasse Kaffee zu probieren. Insbesondere der Käse sei „bombastisch“ angekommen. Zusammen mit dem benachbarten Stand des Bistums Görlitz sei der Augsburger Bistumsstand der einzige gewesen, der auch etwas Salziges angeboten habe: die Görlitzer boten Spreewaldgurken an. Diese Gemeinsamkeit mit Görlitz ist nicht die Einzige: Bischof Konrad Zdarsa war dort 2007 Bischof geworden und wechselte 2010 nach Augsburg.

Mitten im Team: Vorsitzende Hildegard Schütz (Foto: Roswitha Böck)
Mitten im Team: Vorsitzende Hildegard Schütz (Foto: Roswitha Böck)

Ganz neu war der Standhintergrund, die Silhouette der Bischofsstadt Augsburg mit Blick auf das Alpenpanorama, welche die Pressestelle mit drei Rollups erstellt hatte. Neu im Team waren damit auch der Leiter der Pressestelle Dr. Karl-Georg Michel und Redakteurin Maria Steber. Der Stand des Diözesanrats war nämlich erstmals in Münster offizieller Stand des Bistums Augsburg.

Stand für Gespräche bereit: Weihbischof Florian Wörner (Foto: Roswitha Böck)
Stand für Gespräche bereit: Weihbischof Florian Wörner (Foto: Roswitha Böck)

Einen Besuch am Stand seines Bistums richtete sich demnach auch Weihbischof Florian Wörner ein, der mit vielen Besuchern des Katholikentags dort intensive Gespräche führte. Eine weitere „Attraktion“ am Stand war der Besuch von Tobias Gayer, der als Rapper „To Flyer“ das Musikprojekt „credoRAP – Sinnphonien zum Sonntagsevangelium“ live vorstellte. Dieser musikalische Beitrag stammte von der bistumseigenen Homepage credo-online. 

Standleiter Ernst Schmidhuber (rechts) stellt Tobias Gayer mit credoRAP vor (Foto: Roswitha Böck)
Standleiter Ernst Schmidhuber (rechts) stellt Tobias Gayer mit credoRAP vor (Foto: Roswitha Böck)

Schon länger dabei ist eine bewährte spirituelle Standteilnehmerin, Maria Knotenlöserin aus der Augsburger Kirche St. Peter am Perlach, mittlerweile weltberühmt durch die Verbreitung des Bildes durch Papst Franziskus. Auch am Stand in Münster war ihr Bild präsent und bot den Katholikentagsteilnehmern die Möglichkeit, in ein eigens mitgebrachtes weißes Band ihre persönlichen Gebetsanliegen als „Lebensknoten“ einzubringen. In einer eigenen Andacht werden Diözesanratsmitglieder diese Knoten der Fürsprache der Gottesmutter empfehlen und vor Gott bringen, natürlich in St. Peter am Perlach und – schon angefragt – mit Weihbischof Florian Wörner.

Besucher strömen zum Stand (Foto: Roswitha Böck)
Besucher strömen zum Stand (Foto: Roswitha Böck)

Für das Katholikentagsmotto „Suche Frieden“ hatten sich die Teilnehmer aus dem bayerisch-schwäbischen Bistum etwas ganz besonderes ausgedacht: sie stellten ihren Gästen die Frage, wer denn den Frieden weltweit bewirken könne. Ganz unterschiedlich fielen natürlich die Antworten aus: die Politiker, die Mächtigen, die Wirtschaft oder die Öffentlichkeit … Manch einer kam auch auf seinen eigenen, persönlichen Einsatz zu sprechen, alle jedoch bekamen einen Spiegel überreicht, auf dessen Außenseite die Frage stand: „Wer kann auf der Welt Frieden stiften?“. Und wer den Spiegel öffnete, der sah sich selbst als Werkzeug des Friedens im Spiegel. Darauf schlossen sich nach Ernst Schmidhuber weitere interessante Gespräche an, wie denn Frieden geschaffen werden könne. Schmidhuber vertritt die „Gemeinschaft Katholischer Soldaten“ (GKS) im Diözesanrat der Katholiken. Mit von der Partie waren außerdem die stv. Vorsitzenden Sieglinde Hirner und Max Weinkamm sowie die Vorstandsmitglieder Roswitha Böck, Ulrike Dreher, Marlene Hammer, Lothar Roser und Wedigunda Zillner.

So sorgten die verschiedenen Aspekte am Augsburger Stand – Kulinarisches, Nachdenkliches, Spirituelles und Persönliches – für einen ganzheitlich gelungenen Auftritt des diözesanen Teams, dessen Bischofsstadt nicht umsonst die Friedensstadt Augsburg ist.                                                                                               Michael Widmann