„Grundfragen der Arbeitsmarkttheorie- und Politik im Zeitalter nach Corona“

02.10.2020 10:13

Gespräch und Austausch über Grundfragen der Arbeitsmarkttheorie- und Politik im Zeitalter nach Corona zu zwei zentralen Themenschwerpunkten „Bericht zur Lage auf dem Arbeitsmarkt nach Corona“ und „Bedingungsloses Grundeinkommen“ zwischen Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger, Leiter der Arbeitsgruppe Sozialpolitik der Deutschen Bischofskonferenz.

Foto: Nicolas Schnall / pba

Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger, Leiter der Arbeitsgruppe Sozialpolitik der Deutschen Bischofskonferenz trafen sich am Rande der Herbstvollversammlung der Bayerischen Bischofskonferenz zu einem regelmäßigen Jour Fixe über Grundfragen der Arbeitsmarkttheorie- und Politik. Im Zeitalter nach Corona waren es vor allem hochinteressante Informationen über die Lage auf dem Arbeitsmarkt und Spezialthemen wie etwa Bedingungsloses Grundeinkommen.

 

„Der Austausch mit Weihbischof Dr. Anton Losinger ist eine wertvolle Möglichkeit die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und die gesellschaftlichen Grundfragen aus verschiedensten Perspektiven zu beleuchten und gemeinsame Ansätze zu entwickeln, die Herausforderungen der Weiterentwicklung zum Sozialstaat zu diskutieren und Ansätze für die Zukunft zu entwickeln“ betont Ralf Holtzwart aus der Perspektive der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit.

 

Weihbischof Losinger entgegnet, dass insbesondere sozialpolitische, sozialethische und arbeitsmarktpolitische Überlegungen im Kontext der Kirche nur möglich sind auf der Grundlage solider und präziser Daten wie sie von der Bundesagentur für Arbeit bei diesem regelmäßigen Jour Fixe zur Sprache kommen und zuverlässig geliefert werden. „Die Katholische Kirche ist nach wie vor ein Gradmesser für die Wertegemeinschaft in unserer Gesellschaft und ein wertvoller Partner für die Kalibrierung der Ansätze zur Weiterentwicklung unseres Sozialstaates. Deswegen ist die Diskussion mit der Bischofskonferenz unverzichtbar um die Einordnung der Ideen in die Gesamtgesellschaft vornehmen zu können“ sagt Holtzwart. Mit gewisser Spannung blicken beide Gesprächspartner auf die kommende Woche, wenn am Tag der Deutschen Einheit die neue Enzyklika von Papst Franziskus erscheint mit dem Titel „Tutti fratelli“. Nicht nur der Gedanke der Sozialpartnerschaft auf der arbeitsmarkttheoretischen und politischen Ebene, sondern überhaupt der Kontext der Brüderlichkeit und des Sozialen Kitts unserer Gesellschaft ist ein gemeinsames und verbindendes Element.