Damit Europa menschlich bleibt
Ein Fischernetz - viele Wünsche: Beim Europatag präsentierten sich am 9. Mai auf dem Augsburger Rathausplatz der Diözesanrat der Katholiken zusammen mit der Solidaritätsaktion Renovabis. Auf Streifen konnten die Standgäste ihre Wüsche anbringen und in ein hoch aufragendes Netz einflechten. Dieses wurde dann zur bundesweiten Eröffnung der Pfingstaktion des Mittel- und Osteuropahilfswerkes in den Augsburger Dom gebracht und von Bischof Dr. Bertram Meier im feierlichen Gottesdienst gewürdigt.
Auch dieses Jahr bot sich den Besuchern auf dem Platz vor dem Augsburger Rathaus ein buntes Europatag-Angebot. Ob Volksgruppen, Organisationen, Parteien, das Hilfswerk Renovabis oder der Diözesanat der Katholiken: Gemeinsam ging es allen Beteiligten darum, den europäischen Gedanken zu vertiefen und Frieden untereinander zu stiften. Am gut besuchten gemeinsamen Stand von Diözesanrat und Renovabis bückten sich Klein und Groß zu einem Osteuropa-Länderpuzzle und schrieben Jung und Alt ihre Anliegen für ein geeintes Europa auf Streifen, um diese anschließend in ein Fischernetz zu flechten. In kurzen und intensiven Gesprächen war die Sorge um die Zukunft, das Klima und die Demokratie angesichts von Rassismus und Ausgrenzung deutlich zu vernehmen. Eine lang verweilende Besucherin brachte es so auf den Punkt: "Wir müssen lernen, einander mehr zuzuhören. Dann brauchen wir Zeit, darüber nachzudenken. Das Handeln kommt erst ganz zum Schluss!"