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Hirtenworte

Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2017

05.03.2017

Liebe Schwestern und Brüder in Christus!

Das gab es wohl seit Jahrhunderten nicht mehr! Dass der Bischof von Augsburg das heilige Weihnachtsfest nicht in seiner Kathedrale feiern konnte.
Sie wissen, warum. Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag musste ein ganzer Stadtteil evakuiert werden. Dazu gehörten auch der Dom und das Bischofshaus. Nach einem ersten Schreck musste ich an die Unzähligen denken, die mit einem Schlag Haus, Lebensgrundlage und Lebensperspektive verloren haben, und gerade noch mit dem nackten Leben davongekommen sind.

Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2016

13.02.2016

„Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein, mach mich zu einem deiner Tagelöhner." (Lk 15,18f) 

Als sich der zu diesem Zeitpunkt noch verlorene Sohn diese Worte zurechtlegte, ist er noch weit weg von zu Hause. Dann aber, als er zu Hause angekommen ist, lässt ihn der Vater gar nicht ausreden. Der Vorschlag des Sohnes, ihn zum Tagelöhner zu machen, kommt gar nicht mehr zur Sprache. Noch in der Ferne hat er sich das Bekenntnis überlegt, hat sorgfältig zusammengestellt und auswendig gelernt, was er dem Vater sagen wollte. Dabei hat er noch nicht einmal alle Einzelheiten seiner Vergehen aufgezählt. Dann erst brach er auf.

Liebe Schwestern und Brüder,

als Kinder haben wir gelernt, welche fünf Stücke zum Empfang des Bußsakramentes gehören: Gewissenserforschung – Reue – Vorsatz – Sündenbekenntnis – und, so hieß es damals, Genugtuung. Oder wie immer sie sonst noch genannt worden sind. Im Aufbruch und Entschluss des verlorenen Sohnes waren sie allesamt schon anfanghaft enthalten.

Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2015

23.02.2015

 

Gemeinsam soll um die Anliegen der Diözese, vor allem um die geistlichen Berufe gebetet werden. Der Bischof bittet zudem alle Priester darum – vor allem die Pfarrer in den Dekanaten des Augsburger Stadtgebietes – den Gottesdienst in ihren Gemeinden weiter zu empfehlen und Gläubige zur hl. Messe mitzubringen.

 

Liebe Mitbrüder im geistlichen Dienst,
liebe Schwestern und Brüder in der Weite unseres Bistums!

Mit diesen Worten auf der Homepage unseres Bistums habe ich im Jahr 2012 zum Gebet um geistliche Berufungen in den Augsburger Dom eingeladen. Schon im Dezember 2011 hatte ich diesen gemeinsamen Gottesdienst, der immer am ersten Donnerstag eines Monats stattfindet, neu eingeführt. Dabei habe ich auf Traditionen zurückgegriffen, die mit dem monatlichen Triduum Priesterdonnerstag, Herz-Jesu-Freitag, Herz-Mariä-Samstag in unserem Bistum, aber auch in anderen Bistümern schon längere Zeit bestehen.

Hirtenwort von Bischof Konrad Zdarsa zum neuen Gotteslob: "Ein Buch der Einheit"

08.03.2014

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Nun ist es doch noch eher in allen Pfarrgemeinden eingetroffen: das neue GOTTESLOB für unser Bistum Augsburg. Viele nämlich waren zunächst enttäuscht, dass wegen technischer Probleme unser lang erwartetes Gebet- und Gesangbuch zum Beginn des neuen Kirchenjahrs nicht geliefert werden konnte. Dabei hätte es so gut gepasst – hinein in die Zeit von Advent und Weihnachten, die wir wie keine andere mit Musik und Gesang verbinden.

Hirtenwort zur österlichen Bußzeit im Jahr des Glaubens 2013

15.03.2013

Liebe Schwestern und Brüder!

„In der täglichen Ausübung unseres apostolischen Hirtenamtes geschieht es oft, dass bisweilen Stimmen solcher Personen unser Ohr betrüben, die da meinen, in den heutigen Verhältnissen der menschlichen Gesellschaft nur Untergang und Unheil zu erkennen … Wir aber sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten, die immer das Unheil voraussagen, als ob die Welt vor dem Untergang stünde. In der gegenwärtigen Entwicklung der menschlichen Ereignisse … muss man viel eher einen verborgenen Plan der göttlichen Vorsehung anerkennen.“

Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2012

25.02.2012

Liebe Schwestern und Brüder!

Die Zukunft der Kirche unseres Bistums stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Schon in der Vergangenheit haben viele der Verantwortlichen für das kirchliche Leben, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, eingehend darüber nachgedacht und sich auf vielfältige Weise tatkräftig für den Fortgang des kirchlichen Lebens eingesetzt. Für allen diesen Einsatz an Zeit, Kraft und Mühen, aber auch für ihre Begeisterung möchte ich ihnen ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott zurufen.

Aber jeder von uns weiß, dass die Herausforderungen, die an uns gestellt sind, keineswegs geringer geworden sind. Ja, es gibt dafür Anzeichen in Kirche und Gesellschaft, die uns veranlassen, uns erst recht auf die Wurzeln und die Kraft unseres katholischen Glaubens zu besinnen. Es wird notwendig sein, Vertrautes und Gewohntes mutig zu überdenken, die Kräfte zu bündeln, Strukturen zu vereinfachen und neue Wege zu beschreiten. Dazu möchte ich alle herzlich einladen. Wie keine andere Zeit des Kirchenjahres, scheint mir die österliche Bußzeit dafür besonders geeignet zu sein.

Hirtenwort zum Hochfest Christkönig 2011

20.11.2011

Liebe Schwestern und Brüder,

in diesem zu Ende gehenden Kirchenjahr sind wir katholische Christen reich beschenkt worden. Es ist mir gar nicht möglich, alles aufzuzählen. Aber aus der vielfältigen Feier des Kirchenjahres, den zahlreichen Gottesdiensten und Feiern anlässlich denkwürdiger Ereignisse in den Gemeinden ragen die diözesanen und überdiözesanen Ereignisse heraus. Ich denke dabei an die Ulrichswoche in unserem Bistum, den Weltjugendtag in Madrid und den Besuch des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., in unserem Land. Seine geistliche Botschaft wird uns noch sehr lange beschäftigen müssen.

Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2011

13.03.2011

„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“ i 

Liebe Schwestern und Brüder!

Ganze achtmal schallt uns dieses Wort aus dem Buch der Offenbarung des Johannes entgegen. Wir wissen, dass darauf keineswegs nur Worte des Lobes und der Erbauung, sondern auch Sätze harscher Kritik folgen. Insgesamt aber erweist sich das Buch der Offenbarung des Johannes als eine ausgesprochene Trostbotschaft für die frühchristlichen Gemeinden in schwerer Zeit.