06:40:57
06:40:57
06:40:57

"Liebstes Bild" von Erzbischof Karl Braun

18.05.2017

Karl Braun: „Liebstes Bild“ : Bruder Theophilus und das Ottobeurer Gnadenkreuz. – Lindenberg i. Allgäu : Kunstverlag Josef Fink, 2017. 1. Aufl. – 48 S., Abb.; 5,- €.

Erzbischof em. Karl Braun entfaltet in einer kleinen Schrift über das Ottobeurer Gnadenkreuz eine Leidens- und Kreuzestheologie vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Im Zentrum der prachtvollen Klosterbasilika von Ottobeuren steht der Kreuzaltar mit einem romanischen Christkönig. Das spätromanische Gnadenbild stammt aus dem 12. Jahrhundert und hing in der Barockzeit in der Totenkapelle des Benediktinerklosters. Der Einsiedler Bruder Theophilus Maria Miller wirkte als Klausner über 40 Jahre in Markt Rettenbach, später in Bad Wurzach. Er setzte sich für die Instandsetzung des beschädigten Kreuzes ein und erreichte, dass es in der neu erbauten Abteikirche auf dem Kreuzaltar seinen Platz erhielt.

Ausgehend von der Geschichte dieses seit Jahrhunderten verehrten Gnadenbildes schildert der in Kempten geborene frühere Bischof von Eichstätt und Erzbischof von Bamberg die Entwicklung der Kreuzesfrömmigkeit, angefangen bei den Mystikern des Mittelalters bis hin zur Glaubensgewissheit eines Alfred Delp im 20. Jahrhundert. Vom Verlag Josef Fink gut ausgestattet, bietet das Büchlein einen guten Zugang zum tieferen Verständnis des Gnadenkreuzes von Ottobeuren.