Religiöses Buch des Monats

 

Als „Religiöses Buch des Monats“ benennen der Borromäusverein, Bonn, und der Sankt Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.

01.02.2021 10:39 Wer schon einmal versucht hat, die Bibel ganz zu lesen – von „Im Anfang schuf“, den ersten Worten des Buches Genesis, bis zu „Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen“, dem letzten Satz der christlichen Bibel aus der Offenbarung des Johannes, wer also schon einmal versucht hat, die Bibel von vorne bis hinten zu lesen, weiß, wie schwierig das sein kann – und wie spannend gleichzeitig. Viele ihrer Texte – ein „Durcheinander aus Erzählung, Predigt, Gesetzestext, Dichtung, Stammbäumen“, wie Christian Nürnberger sehr treffend aufzählt, sind ohne eine Art Reiseführer kaum zu verstehen.
> Artikel lesen
14.01.2021 07:50 Johannes Eckert
Was sucht ihr?
Frag-würdige Einsichten ins Johannesevangelium Gottes Frag-Würdigkeit „Kommt und folgt mir nach!“ Mit dieser sehr direkten, kaum eine Widerrede zulassenden Aufforderung beruft Jesus seine ersten Jünger in den Evangelien des Markus und des Matthäus. Auffallend anders wird die Jünger-Berufung jedoch im Evangelium nach Johannes geschildert, dort wendet sich Jesus den zwei Jüngern des Täufers Johannes, die von diesem an Jesus verwiesen werden, nicht mit einer Aufforderung, vielmehr mit einer Frage zu: „Was sucht ihr?“ 
> Artikel lesen
02.12.2020 09:39 Hubert Ettl: Abenteuer des Glaubens Erkundungen in unwegsamem Gelände Erkundungen zum „Wagnis Glauben“ Glauben ist ein Wagnis. Wer sich darauf einlässt, verlässt den mess- und berechenbaren Sektor. Das führt immer häufiger dazu, dass die Gottesfrage in unserer Gesellschaft nicht mehr ernstgenommen wird. Umso wichtiger ist es für die Christen, Rechenschaft davon abzulegen, wie der Glaube sich vor der Vernunft verantworten lässt. Hubert Ettl unternimmt dazu 24 „Erkundungen“, wie er die Kapitel seines Buches nennt.
> Artikel lesen
12.11.2020 09:17 Walter Kasper / Gerog Augustin (Hg.) Christsein und die Corona-Krise Das Leben bezeugen in einer sterblichen Welt Corona-Krise aus dem Glauben deuten Das Corona-Virus hat unser aller Leben in den letzten Monaten geprägt, in kürzester Zeit entwickelte es sich weltweit zu einer dramatischen Herausforderung für Politik und Wirtschaft. Im Unterschied zu Staat und Gesellschaft sind Religion und Kirche jedoch nicht nur im direkten Umgang mit der Pandemie gefragt, sondern vor allem auch darüber hinaus in der Deutung dieses Ereignisses und seiner Konsequenzen für unser zukünftiges Leben.  
> Artikel lesen
07.10.2020 12:09 Joanna Maria Otto Galilei: Darwin, die Kirche und ich. Die Antwort auf die Frage, wie ich als Naturwissenschaftlerin an Gott glauben kann. Paulinus Verlag, 2020, 16,00 € Das spannungsreiche Miteinander von Glaube und Wissenschaft Am Anfang waren das Wort und der „Urknall“ (vor etwa 13,8 Milliarden Jahren); Gott schuf Adam aus dem Staub der Erde und der Mensch ist aus dem Prozess der Evolution hervorgegangen. Haben Sie bei den beiden „Und“ gestutzt?
> Artikel lesen
07.09.2020 11:09 Was bewegt im 21. Jahrhundert noch immer manche Frauen und Männer dazu, ihr Leben ganz Gott zu weihen? Die Journalistin und Autorin Stephanie Mende hat 16 Nonnen und Mönche besucht und mit ihnen Gespräche geführt über das Ordensleben und über ihre Beweggründe, sich für gerade diese Lebensform zu entscheiden, die doch so gar nicht mehr in eine moderne Gesellschaft zu passen scheint.
> Artikel lesen
28.07.2020 10:21 Heike Helmchen-Menke: Ins Leben begleiten. Religionssensibel durch den Familienalltag   PATMOS VERLAG, 2020 Familie als Ort der religiösen Erfahrung
 
Die Familie ist der Ort, an dem Kinder ihre ersten religiösen Erfahrungen machen. Ein Tischgebet, ein Segen zum Einschlafen, ein Kreuz an der Wand, vielleicht auch durch den mehr oder weniger regelmäßigen Gottesdienstbesuch. Die Freiburger Theologin Heike Helmchen-Menke beschreibt in diesem Buch, wie Familien die religiöse Seite des Alltags gestalten können. Dazu brauche es vor allem Zeit und ein offenes Ohr bei den Eltern – wie überhaupt in der Erziehung, die in erster Linie Beziehungsarbeit ist. Zeit zu haben und nicht nur nach Takt und Plan zu leben, sei für Kinder (und für Eltern gleichermaßen!) wichtig. Zeit zu haben bedeutet, die Möglichkeit zu haben, über Träume, Wünsche, Ängste zu sprechen. Viele solcher Gespräche ergeben sich nebenbei, indem Eltern von sich erzählen. Daraus ergeben sich ganz von alleine Anknüpfungspunkte, die auch die religiöse Dimension des Lebens sichtbar werden lassen. 
  
> Artikel lesen
29.06.2020 10:21 Reinhard Marx: Freiheit   Freiheit – ein hohes Gut, auch in der Religion Freiheit ist für den modernen Menschen ein hohes Gut – das haben nicht erst die Proteste gegen die durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen an den Tag gebracht. Der Bedeutungsverlust der Religionen in der pluralen Gesellschaft ist deshalb nicht zuletzt auch dadurch bedingt, dass Freiheit und Religion von vielen Menschen heute geradezu als Gegensätze betrachtet werden. Der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx sieht das jedoch ganz anders, wie schon sein Wahlspruch als Bischof zeigt: "Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit" (2 Kor 3,17). Sein neues Buch widmet er nun genau diesem Thema, das gewissermaßen zu seinem Lebensthema geworden ist.  Der lange Weg zur Freiheit.
> Artikel lesen
27.05.2020 11:09 Die Welt nach der Corona-Krise wird eine andere sein, war in den letzten Wochen häufiger zu lesen. Aber wie sollte sie aussehen? Nur Mundschutz zu tragen und mindestens 1,50 m Abstand zu anderen Menschen zu halten, was jetzt als „neue Normalität“ ausgegeben wird, reicht dazu ja wohl nicht. Aber wie soll sie aussehen? Und was haben die Christen dazu beizutragen? Der Jesuit Jörg Alt präsentiert in seinem Buch die Vision einer sozial gerechteren und ökologisch nachhaltiger gestalteten Zukunft auf Grundlage der katholischen Soziallehre.
> Artikel lesen
23.04.2020 10:03 Ruhe und Unruhe im Glauben

„Gott macht unruhig“ – mit dem Titel seines Buches bezieht sich der junge Benediktinerpater Philipp Meyer aus Maria Laach natürlich auf das berühmte Zitat des heiligen Augustinus, nach dem unser Herz unruhig ist, bis es Ruhe findet in Gott. Aber müsste dann ein Mönch und Priester nicht vielmehr Ruhe in Gott gefunden haben? Doch ganz so leicht ist es eben mit dem Glauben auch nicht immer, und deshalb spricht der Autor im Untertitel auch ganz ehrlich von der „Dynamik“ seines Glaubens.
> Artikel lesen