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Vortrag und Begegnung

Salesianerbruder Lothar Wagner informiert über Ebola, misshandelte Kinder und eine vergessene Jugend

29.10.2015 09:33

An vorderster Front kämpft der deutsche Salesianerbruder Lothar Wagner gemeinsam mit seinen Mitbrüdern in Sierra Leone gegen das tödliche Ebola-Virus und setzt sich für betroffene „Ebolakinder“ ein. Über seine Arbeit in einem der ärmsten Länder der Welt spricht Bruder Lothar nun in einem Vortrag am Mittwoch, 4. November, um 19.30 Uhr im Haus St. Martin (Spitaltor 4) in Kaufbeuren. Er und sein Team vom Sozialzentrum Don Bosco Fambul, dessen Arbeit die Diözese Augsburg vor einem Jahr über den Hilfsfonds Eine Welt mit 20.000 Euro unterstützt hat, helfen vor Ort, wo und wie sie nur können: Sie organisieren Hilfslieferungen, nehmen verlassene Kinder auf und leisten die so dringend notwendige Seelsorge. Dabei haben er und seine Mitstreiter auch Zugang zum Zentralgefängnis der Hauptstadt Freetown, um dort die „Knastkinder“ zu befreien. Selbst nachts ist er auf den Straßen unterwegs, um verlassene Kinder wieder nach Hause zu führen. Nicht ungefährlich ist sein Einsatz für ausgebeutete Mädchen und gegen die organisierte Kriminalität.

Sein Heimatkloster steht in Benediktbeuern. Der 42-jährige Salesianer Don Boscos hat dort Sozialpädagogik und Theologie studiert. Eine wichtige Zeit für sein heutiges Tun, sagt der Salesianerbruder. Eine Studienfreundin von ihm ist Sr. M. Daniela Martin aus dem Crescentiakloster, die in der Pfarreiengemeinschaft Kaufbeuren arbeitet und die Arbeit von Bruder Lothar in Sierra Leone unterstützt. „Ich freue mich sehr, dass uns Bruder Lothar in Kaufbeuren besucht. Für mich ist es ein Zeichen der Freundschaft und der gemeinsamen Sorge für Kinder und Jugendliche weltweit, wenn wir ihn bei uns haben.“ Unterschiedliche Gruppierungen der Pfarreien und Verbände aus Kaufbeuren und weit darüber hinaus haben in den letzten Jahren die Arbeit im Jugendzentrum Don Bosco Fambul in Sierra Leone durch Spenden gefördert. Allein im letzten Jahr konnten aus Kaufbeuren über 8.000 Euro für die Einrichtung überwiesen werden.

Mehr Informationen über den Einsatz von Bruder Lothar und den aktuellen Stand im Kampf gegen Ebola finden Sie auf den Seiten von Don Bosco Mission.

Der Eintritt zu der von der Pfarreiengemeinschaft Kaufbeuren organisierten Veranstaltung ist frei. Um Spenden für die Arbeit des Sozialzentrums Don Bosco Fambul in Sierra Leone wird gebeten.