Hinweise für Familienforscher im Archiv des Bistums Augsburg
Die Pfarrmatikeln sind hier online verfügbar.
Für Ihre Familienforschung beachten Sie bitte die folgenden Punkte:
1. Allgemeine Hinweise zur Familienforschung
In der Regel werden nur Kirchenbücher vor dem Stichjahr 1876 vorgelegt. Ab diesem Zeitpunkt sind die jeweiligen Standesämter bzw. die kommunalen Archive für Auskünfte zuständig. Am ergiebigsten sind im 19. Jahrhundert die Heiratseinträge, da aus ihnen fast immer die Geburtsdaten der Ehepartner mit Angabe der Eltern bzw. deren Herkunftsorte hervorgehen. Der Herkunfts- bzw. letzte Wohnort des Ehepartners muss jedoch nicht unbedingt mit dem Geburtsort identisch sein.
Viele Pfarreien führen im 19. Jahrhundert die meist nach Hausnummern geordneten sog. Familienbücher, die manchmal zusätzliche Informationen zu einzelnen Familien enthalten. Sterbeeinträge sind ohne alphabetisches Namenregister meist nur mit großem Zeitaufwand zu ermitteln. Verheiratete Frauen und Witwen sind manchmal unter ihrem Mädchennamen aufgeführt (häufiger im Allgäu). Nicht selten verzogen die Eltern im Alter zu ihren Kindern in auswärtige Pfarreien, in denen dann auch die Sterbeeinträge zu finden sind.
Sie haben die Möglichkeit, zum Zwecke der Familienforschung im Internet (siehe oben) zu forschen. Natürlich können Sie auch externe Firmen oder Privatpersonen mit entsprechenden Forschungsaufgaben beauftragen.
Untenstehend finden Sie eine Übersicht von Dienstleistern, die – in der Regel gegen Entgelt – die Bearbeitung von Anfragen zur Familienforschung übernehmen. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird nur in unregelmäßigen Zeitabständen aktualisiert. Mit der Aufnahme in die Übersicht ist keine Empfehlung verbunden, ein Anspruch auf Aufnahme in die Übersicht besteht nicht. Das Archiv des Bistums Augsburg übernimmt keinerlei Gewähr für die Qualität und die Preiswürdigkeit der angebotenen Dienste. Für die Inhalte und die Richtigkeit privater Forschungsergebnisse ist die jeweils beauftragte Privatperson oder Firma verantwortlich. Das Archiv des Bistums Augsburg ist nicht verpflichtet, die Forschungstätigkeit beauftragter Privatpersonen oder Firmen zu überwachen oder fachlich zu begleiten.
Ein Vertragsverhältnis kommt ausschließlich zwischen dem Auftraggeber und der beauftragten Person bzw. Firma zustande. Vertragsbedingungen und Preise unterliegen allein der Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Der Auftragnehmer übernimmt die gesamte Durchführung der Arbeiten einschließlich der Bestellung von Reproduktionen aus Matrikeln, der Versendung und der Rechnungsstellung. Zahlungen und evtl. Reklamationen sind ausschließlich an den Auftragnehmer und nicht an das Archiv des Bistums Augsburg zu richten.
Für die Bearbeitung von Familienforschungsanfragen durch die Auftragnehmer gelten die von der kirchlichen Archivordnung festgelegten Schutzfristen. Zu beachten ist, dass für die Zeit ab 1876 bei den Kommunalarchiven bzw. den Standesämtern Standesamtsregister existieren, für die in der Regel kürzere Schutzfristen gelten.
Auskünfte aus Einträgen, die noch den Schutzfristen unterliegen, erteilt das Archiv des Bistums Augsburg nur in Fällen von Erbenermittlung in gerichtlichem Auftrag.
Die Ausstellung von amtlichen Urkunden und Beglaubigungen erfolgt weiterhin durch das Archiv des Bistums Augsburg.
Diese Regelung tritt zum 1.10.2016 in Kraft.
Personen und Firmen, die Aufträge zur Familienforschung im Archiv des Bistums Augsburg übernehmen: (Stand: 2026)
Agnes Blasczyk
Eismannsberger Weg 10
86316 Friedberg
E-Mail: ablasczyk@gmx.de
Monika Lutzenberger
Kilianstraße 4
86153 Augsburg
E-Mail: monika.lutzenberger@t-online.de
Edgar Hubrich
Merowingerstr. 10 b
91301 Forchheim
E-Mail: info@genealogie-hubrich.de
Andreas Sauer
Schellingstr. 153 A
80797 München
E-Mail: info@andy-sauer.de
Michael Mautner
Elektrastr. 34
81925 München
E-Mail: ahnen@michael-mautner.com
Andreas Strauß
Haslangstr. 28
80689 München
E-Mail: recherche@ahnenforschung-strauss.de
Weitere Anbieter unter: www.berufsgenealogie.net
2. Pfarrmatrikellisten
Um Übersichten zu Eintragsarten und Laufzeiten zu erhalten, wählen Sie bitte auf der Startseite „Website des Bistums Augsburg - Pfarrmatrikeln“. Hier finden Sie Listen zu allen digitalisierten Matrikeln.
a) Abkürzungen in den Filmlisten:
T | Taufen |
G | Geburten |
H | Heiraten |
S | Sterbefälle |
Spons. | Sponsalien (Verlöbnisse) |
F | Firmungen |
-R | Register (alphabetisch) |
SB | Seelenbeschrieb |
FB | Familienbuch |
FBl. | Familienblätter |
abg. | abgedeckt |
Abschr. | Abschrift |
achron. | achronologisch (Daten nicht in der richtigen zeitlichen Reihenfolge) |
Dupl. | Duplikat |
ff. | folgende |
HONB | Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, München 1951ff. |
m.L. | mit Lücken |
masch. | maschinenschriftlich |
Nachtr. | Nachträge |
o.J. | ohne Jahr |
Or./Orig. | Original |
Titelbl. | Titelblatt |
[Quadrat] | Titelblatt am Anfang |
unehel. | unehelich geboren |
Zw./Zweitschr. | Zweitschrift |
(1, 2, 3, ...) | Bandzahl in Klammern: Band nicht im Archiv des Bistums |
(901, 902, 903, ...) | Bandzahlen über 900: zusätzlich verfilmte Archivalien aus dem Pfarrarchiv |
b) Alphabetische Namensregister
Wichtig sind nach wie vor die alphabetischen Namensregister, sofern diese angelegt wurden.
Es empfiehlt sich, den/die gesuchten Namen mit der Seitenzahl zu notieren und dann zum Bild mit der angegebenen Seite zu navigieren.
Ältere Namensregister vor 1900 können mitunter Lücken aufweisen, sind also nicht unbedingt zuverlässig.
c) Pfarrei- bzw. Filialzugehörigkeit
Soweit dies ermittelt werden konnte, geben die Pfarrmatrikellisten darüber Aufschluss, zu welchen Zeiten sich die Pfarreizugehörigkeit geändert hat. In diesem Fall sind die Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträge in der benannten Nachbarpfarrei zu finden. Name und Sitz der Pfarrei richten sich in der Regel nach dem Stand von 1875, so ist z.B. Augsburg-Pfersee unter Pfersee zu finden.
3. Qualität der Digitalisate
Bitte beachten Sie generell, dass die Lesequalität der Digitalisate unmöglich besser sein kann als die des Originals. Leider ist in einigen Fällen die Qualität der Kopien nicht optimal (bisweilen zu hell oder zu dunkel).