Unsere Kirchenorgel in "St. Georg"

Hier erfahren Sie Interessantes über unsere Orgel!

Kurzgeschichte

 

Orgelprospekt

Unsere Orgel stammt aus dem Jahre 1963 und wurde von der Orgelbaufirma Gebrüder Sandtner aus Steinheim - unter teilweiser Verwendung  von Teilen der bis dahin vorhandenen Steinmeyer-Orgel aus dem Jahre 1922 - erbaut. Aus diesem Vorgängerinstrument sind noch Teile des Prospektes, der Blasebalg, sowie etliche Register ganz oder teilweise vorhanden. Standort der Orgel ist die obere Westempore.

   

 

Spieltisch

Aus dem Jahre 1963, also der jetzigen Orgel, stammen der Spieltisch, die Windladen (elektro-pneumatische Kegelladen), sowie die gesamte elektrische Spiel- und Registeranlage. Ebenso stammt die Mehrzahl der Orgelpfeifen aus dieser Bauphase.

 

 

  

  

Nachträglich eingebaute Register

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde durch die Orgelbaufirma Adolf Sandtner aus Steinheim im Schwellwerk eine zusätzliche Windlade mit den Registern Quinte 1 1/3' und Cimbel 1/2' (III) eingebaut. 

 

      

 

 

Orgelprospekt

Die Prospektpfeifen sind allesamt stumm und uneinheitlicher Herkunft. Die ursprüngliche Prospektwindladen sind noch vorhanden, jedoch ohne Funktion.

 

 

 

 

  

Der Zahn der Zeit nagt an der Orgel 

Bereits im Februar im Jahre 2007 wurde durch den Orgelsachverständigen der Diözese Augsburg H. H. Pater Stefan U. Kling festgestellt, dass die Orgel in die Jahre gekommen ist und sie neben starker Verschmutzung auch erhebliche  technische, sowie klangliche Mängel aufweist.

Im Herbst des Jahres 2009 wurden dann von verschiedenen Orgelbaufirmen Angebote eingeholt, um im Detail das Ausmaß und den Kostenrahmen der notwendigen Orgelsanierung zu ersehen.

Als am 01.10.2010 dann unser heutiger Kirchenmusiker Andreas Latzko angestellt wurde, wurde es ernst mit der Orgelsanierung. Es wurden in mehreren Sitzungen beraten über die richtige Orgelbaufirma, über den Erwerb der notwendigen Gelder in Form von Orgelpfeifen-Patenschaften, Spenden, Zuschüsse, und und und. Im Frühjahr 2011 wurden schließlich sämtliche im Jahre 2009 eingeholte Angebote der Orgelbaufirmen durch diese aktualisiert und neu unterbreitet.

So konnte dann die passende Orgelbaufirma ausgewählt werden, und der Auftrag wurde schließlich im Sommer 2011 an die Orgelbaufirma Hubert Sandtner aus Dillingen vergeben, welche unmittelbar im Anschluss daran mit den Arbeiten begann.

 

Was wurde gemacht?
  • Zerlegen der gesamten Orgel und Reinigen sämtlicher Teile.
  • Imprägnieren aller von Anobien befallenen Holzteile, verschließen der Ausfuglöcher mit Wachs oder Cellulose.
  • Durchsicht und Reparatur der Holz- und Metallpfeifen: Ausformen der Deformierungen und Reparieren der beschädigten Körperenden und Körper. Ablaugen und neu spritzen der Prospektpfeifen mit Aluminiumbronze.
  • Überholung der Windladen sowie der Spiel- und Registratur. Ersetzen der schon defekten und bereits porösen Bälgchen zur Erreichung einer möglichst hohen Funktionssicherheit. Überprüfung aller Schwachstrommagnete an den Windladen.
  • Gründliche Überholung des Spieltisches und Versetzung desgleichen in die Mitte der Empore. Überholung ausgeschlagener Klaviaturen und der Klaviaturbeläge sowie aller elektrischen Teile im Spieltisch. Erneuerung des Notenpults sowie Neuanschaffung einer höhenverstellbaren Orgelbank.
  • Entfernung unschöner Elektroinstallationen am Spieltisch und am Orgelgehäuse und dezente Neuverlegung derselben.
  • Schreinerische und kirchenmalerische Instandsetzung des Orgelgehäuses.
  • Überholung des Blasebalgs und der Windanlage. Abdichten aller windführenden Teile.
  • Zusammenbauen, Nachintonieren und Stimmen des gesamten Werkes.

 

Nach Abschluss der Arbeiten konnte dann am 20. November 2011 die generalsanierte Orgel in einem festlichen Gottesdienst zelebriert von H. H. Generalvikar Harald Heinrich aus Augsburg, H. H. Pfarrer Bernd Reithemann, sowie H. Diakon Fernando und musikalisch umrahmt vom Kirchenchor mit der Orgelsolomesse von W. A. Mozart für Chor, Orgel und Orchester eingeweiht und wieder ihrem Dienst übergeben werden.

   

Disposition

Hauptwerk                  

Schwellwerk                 

Pedal                                

Prinzipal 8'

Gedeckt 8'

Subbass 16'

Gemshorn 8'

Quintade 8'

Oktavbass 8'

Weidenpfeife 8'

Prinzipal 4'

Quintbass 5 1/3'

Oktave 4'

Flöte 4'

Choralbass 4'

Rohrflöte 4'

Sesquialter 2 2/3' (II)

Bassmixtur 4' (IV)

Quinte 2 2/3'

Waldflöte 2'

Fagott 16'

Oktave 2'

Quinte 1 1/3'

 

Mixtur 1 1/3' (IV-VI)

Scharf 1' (IV)

 

Trompete 8'

Cymbel 1/2' (III)

 

 

Rohrschalmey 8'

 

 

Regal 8'

 

 

Tremulant

 

 
Koppeln 

Spieltisch

I. Man. - Pedal                                        

II. Man. - Pedal

II. Man. - I. Man.     

II. Man. - I. Man. (Superoktav)

  

Spielhilfen

Eine freie Kombination

Zungeneinzelabsteller

Sämtliche Koppeln als Druckknöpfe, sowie als Tritte

Crescendo als Walze  -->  Tritt: Crescendo ab

Schweller im II. Manual als Balanciertritt

Tutti als Tritt

Tremulant im II. Manual als Tritt

 

15.07.2017 - Andreas Latzko, Kirchenmusiker