5. Tag der Archive in Augsburg
Der vom VDA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare veranstaltete 5. Tag der Archive war auch in Augsburg durchaus ein Erfolg. Rund 200 Besucher kamen am 6. März ins neue „tim“. Beteiligt waren das Staatsarchiv Augsburg, das Stadtarchiv Augsburg, das Universitätsarchiv Augsburg und das Archiv des Bistums Augsburg.
Wie schon bei den vorher gehenden Tagen war es auch diesmal das Ziel, im Rahmen einer konzertierten, deutschlandweiten Aktion ein breiteres Publikum mit spannenden Angeboten in die Archive zu locken. Durch den Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat sich die Wahrnehmung der Archive in der Öffentlichkeit deutlich verstärkt.
Die Augsburger Archive entschieden sich für eine Präsentation im neuen Augsburger Textilmuseum, das über ein umfangreiches Stoffmusterarchiv, welches als nationales Kulturgut einzustufen ist, verfügt. Die beteiligten Archive hatten sich auf die Themen „Bestandserhaltung“ und „(Textil-)Industrie“ geeinigt. Dies war durch den Standort auch insofern vorgegeben, als das neue Stadtarchiv direkt neben dem „tim“ entstehen soll.
Auf Plakaten wies das Stadtarchiv auf die derzeitigen Gebäude-Probleme, wozu bekanntlich auch der Befall mit Ungeziefer zählt, hin und stellte –ebenso wie die anderen beteiligten Archive- seine Aufgaben dar. Eine kleine Ausstellung mit interessanten Exponaten zum Textilgewerbe ergänzte die Präsentation.
Ebenfalls einige Stücke zur Augsburger Textilindustrie zeigte das Staatsarchiv, das zudem seine Siegelrestaurierung vorstellte.
Das Universitätsarchiv ging auf das Thema Digitalisierung ein. Ergänzend wurde eine Computerpräsentation vorgeführt.
Das Archiv des Bistums Augsburg illustrierte ein Gedicht zum Thema Bestandserhaltung mit entsprechenden Bildern, zeigte eine Zusammenstellung eigener
Plakatentwürfe und beschäftigte sich mit der einstigen Brauerei des Priesterseminars Dillingen. Dankenswerter Weise hatte dazu eine zum Priesterseminar Passau gehörende Brauerei ein kleines Kontingent Freibier zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden Bücher und Postkarten mit Abbildungen aus Beständen des Archivs des Bistums Augsburg verkauft und Besuchern von ihnen mitgebrachte, schwer lesbare Texte in alter Schrift vorgelesen.
Film- und powerpoint-Präsentationen rundeten die Darstellung ab.
Mag auch das schlechte Wetter etliche Interessierte vom Besuch abgehalten haben, so war es den beteiligten Archiven doch möglich, ihr Anliegen zu vermitteln, dass sie Schatzhäuser der und Kompetenzzentren für Geschichte sind.