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Vor 100 Jahren: Mord in Hinterkaifeck

31.03.2022 15:52

Vor 100 Jahren wurden in Hinterkaifeck sechs Menschen ermordet - der Fall bewegt noch heute.

Erlaubnis des Amtsgerichts Schrobenhausen zur Beerdigung der ermordeten Cäcilie Gruber, ABA, Pf 243/195

In der Nacht vom 31. März zum 1. April 1922 ereignete sich eine grässliche Bluttat in der Einöde Hinterkaifeck bei Waidhofen im Bistum Augsburg. Sie zählt wohl zu den bekanntesten Morden in Deutschland – zum einen vermutlich wegen der Zahl von sechs Ermordeten, zum anderen weil der Mörder nie gefunden wurde, was sich auch kaum mehr ändern dürfte. Die Tat hat ihren Niederschlag in zahlreichen Büchern -auch in romanhafter Fassung-, Filmen, Webseiten und einem Wikipedia-Eintrag gefunden, wo denn die verschiedensten Spekulationen dazu beleuchtet werden.

Obwohl sich das Sterbebuch von Waidhofen mit den Einträgen für die Mordopfer noch vor Ort in der Pfarrei befindet, so sind doch im Archiv des Bistums Augsburg zu den ermordeten Personen Informationen vorhanden, wie etwa Geburts- und Trauungseinträge oder die Erlaubnis zur Beerdigung der Toten.

Text: Erwin Naimer; Fotos: Christoph Meierfrankenfeld

Viktoria Gruber/Gabriel (ermordet 1922) wird vom Pfarrer wegen ihres unehelichen Kindes (ermordet 1922) ermahnt, ABA 243, 181
Karl Gabriel (gefallen 1914) und Viktoria Gruber (ermordet 1922) heiraten am 4. April 1914, ABA Matrikeln Waidhofen 7
Schulnoten der Viktoria Gruber/Gabriel (ermordet 1922), ABA Pf 243