Vor 5 Jahren: Bischofsweihe ist „kein Maskenball“
Vor 5 Jahren wurde Bertram Meier zum Bischof von Augsburg geweiht. Ursprünglich war dafür der 21. März 2020 angedacht, aufgrund der damals geltenden Corona-Maßnahmen musste die Feierlichkeit jedoch verschoben werden. Von Papst Franziskus zum Apostolischen Administrator ernannt, besaß er aber auch ohne Weihe de facto bereits alle für seine tägliche Arbeit notwendigen Vollmachten eines Bischofs. Am 6. Juni schließlich konnte die Weihe nachgeholt werden, allerdings war die Zahl der zugelassenen Gäste deutlich begrenzt.
Der Bischof nahm in seiner Dankesrede (hier nachlesbar) Bezug auf die ungewöhnlichen Umstände seiner Weihe, indem er sagte: „Heute ist kein Maskenball, sondern ein Glaubensfest.“ Dies bezog sich auf die Tatsache, dass viele der liturgischen Teilnehmer und Ehrengäste während der Feierlichkeit die vorgeschriebenen Masken tragen mussten. Diese fielen farblich verschieden aus, einige Personen trugen sie allerdings in den traditionellen Bistumsfarben Rot und Weiß.
Zwei dieser Masken, die bei der Weihe von Bertram Meier zum Einsatz kamen (RE 020), befinden sich in der sogenannten Realiensammlung des Archivs des Bistums Augsburg. Dieses verwahrt als „Gedächtnis der Kirche von Augsburg“ nicht nur die schriftliche Überlieferung der Diözese, sondern durch ausgewählte Objekte auch eine gegenständliche. Der zwischen Kirchengeräten oder Siegeln vergleichsweise eher ungewöhnlich erscheinende Gegenstand dokumentiert somit die jüngsten Ereignisse im Bistum Augsburg.