Heilige
Lebensdaten: geboren am 23. April 1522 in Florenz, gestorben am 2. Februar 1590 in Prato, Toskana Lebensgeschichte: Alessandra oder Lessandra Ricci wurde in einer der einflussreichsten Florentiner Familien geboren. Sie verlor mit vier Jahren ihre Mutter und wurde nach der Wiederverheiratung ihres Vaters in die Obhut der Benediktinerinnen von Monticelli bei Florenz gegeben. Zurück im Elternhaus, entschloss sich die Neunjährige fürs Ordensleben und besuchte zur Orientierung die Dominikaner-Terziarinnen von San Vincenzo in Prato, die ein Onkel als Beichtvater betreute. Im üblichen Vermählungsalter von 13 Jahren trat sie dem Konvent mit dem Ordensnamen Caterina bei. Die schwächliche und charakterlich schwierige Ordensfrau erfuhr in San Vincenzo eine gediegene Ausbildung, wurde jedoch häufig krank und entzog sich wegen wiederkehrender mystischer Erlebnisse ihren häuslichen Aufgaben, wodurch sie den Unmut ihrer Mitschwestern erregte. Ihre außerordentliche Religiosität wandte sich der Gestalt Girolamo Savonarolas zu: Das Gedächtnis des Dominikaner-Bußpredigers, der 1498 als Ketzer verbrannt worden war, lebte in San Vincenzo durch seine Predigten und Schriften, eine Fingerreliquie, das berühmte Porträt von Fra Bartolommeo und das Halseisen seiner Hinrichtung fort. Caterina glaubte, Savonarola in Visionen zu begegnen, schrieb ihm ihre Heilung zu und geriet 1541 schließlich in eine Ekstase, bei der Christus ihr Herz mit dem Seinen austauschte. Ihre Entrückungen intensivierten sich: Zwölf Jahre lang verlor sie an jedem Donnerstagmittag bis Freitagnachmittag das Bewusstsein, erlebte die Passion Jesu innerlich mit und begleitete das Geschehen mit Wort- und Gefühlsausbrüchen. Untersuchungen des Dominikanerordens und eines von Papst Paul III. eigens entsandten Kardinals bestätigten die Echtheit dieses Phänomens. 1554 endeten diese Schauungen, die sie jedes Mal wie geschunden zurückließen, auf ihr eigenes inständiges Gebet, doch bis dahin hatten so viele Menschen und besonders Florentiner Adelige dieser Sensation beigewohnt, dass Caterina als wundermächtige Heilige galt. Nachdem sie ab 1552 auch mehrfach zur Priorin gewählt wurde und diesen Dienst energisch versah, wurde sie zu einer gefragten Ratgeberin der Florentiner Oberschicht. Sie übte direkt auf Besucher und durch Korrespondenz über Jahrzehnte einen großen Einfluss auf die Metropole bis hin zum großherzoglichen Hof der Medici aus, zumal sie das Andenken Savonarolas aller politischen Spitzen und Polemiken entkleidete. Mit ihren literarisch bemerkenswerten Briefen, die eine tiefe, dabei doch heitere Spiritualität, große innere Kraft, weibliches Einfühlungsvermögen und eminent praktischen Sinn verbanden, wurde sie unter anderem auch Gesprächspartnerin dreier künftiger Päpste sowie heiligmäßiger Zeitgenossen wie Maria Magdalena Pazzi, Karl Borromäus und Philipp Neri. Sie starb nach langer Krankheit am 2. Februar 1590. Verehrung: Wegen ihrer geistlichen Nähe zu Savonarola wurde sie erst 1732 selig- und 1746 heiliggesprochen, wobei die Päpste selber aktiv wurden. Caterinas unverwester Leichnam ruht in der ehemaligen Dominikanerkirche Santi Vincenzo e Caterina de’ Ricci von Prato. Savonarolas Seligsprechungsprozess wurde 1998 eingeleitet. Darstellung: als Dominikanerin mit Lilie, bei ihren Visionen wie der Umarmung durch den Gekreuzigten Weitere Heilige und Feste des Tages:
Darstellung des Herrn – Mariä Lichtmess
Alfred Delp, Ordenspriester, Märtyrer
Burkhard von Würzburg, Bischof
Maria Katharina Kasper, Ordensgründerin
Darstellung des Herrn – Mariä Lichtmess
Alfred Delp, Ordenspriester, Märtyrer
Burkhard von Würzburg, Bischof
Maria Katharina Kasper, Ordensgründerin
Lebensdaten: geboren am 19. Januar 1813 in Giuliano di Roma (Latium), gestorben am 6. Mai 1887 in Kairo Lebensgeschichte: Costanza Domenica Antonia Troiani verlor mit fünf Jahren ihre Mutter unter tragischen Umständen und wurde im Klarissenpensionat im nahegelegenen Ferentino erzogen. Dort trat sie 1829 mit dem Namen M. Katharina von der heiligen Rosa von Viterbo in den Klarissenorden ein und wurde Sekretärin der Äbtissin. 1845 ging der Beichtvater des Klosters, P. Modena, als Prediger nach Ägypten, wo er auf die Entsendung von Missionsschwestern für die Mädchenerziehung drängte. Sechs Schwestern, darunter die Äbtissin und Sr. Caterina, schifften sich 1859 schließlich nach Ägypten ein, wobei die Oberin seelisch erkrankte und Caterina die Leitung der Gruppe übernehmen musste. In Kairo eröffneten die Schwestern eine Schule und ein Pensionat besonders für arme Mädchen und entfalteten eine fruchtbringende seelsorgerische Tätigkeit. Als das Mutterhaus in Ferentino trotzdem beschloss, die Mission in Ägypten einzustellen, entschied sich M. Caterina fürs Bleiben und für die Gründung einer neuen Einrichtung. 1868 erfolgte mit der Zustimmung Roms die Gründung der Kongregation der Franziskaner-Missionarinnen von Ägypten, deren Generaloberin Caterina bis zu ihrem Tode blieb. Begünstigt von großzügigen Spenden hochgestellter Persönlichkeiten wie des Vizekönigs von Ägypten oder des Kaisers Franz Joseph nahmen sich die Schwestern der versklavten farbigen Mädchen und der vielen Findelkinder an, kauften Kinder frei und eröffneten weitere Häuser in Ägypten sowie in Mailand, Jerusalem und auf Malta. 1887 wurde Mutter Caterina ernstlich krank und verstarb am 6. Mai im Ruf der Heiligkeit, betrauert von Menschen aller Religionen und Stände. Verehrung: 1895 traten die ehemaligen Mitschwestern von Ferentino geschlossen den Franziskaner-Missionarinnen bei. 1950 benannte sich die Kongregation in Franziskaner-Missionarinnen vom Unbefleckten Herzen Mariens um, in deren Mutterhaus in Rom, Via Caterina Troiani, die Ordensgründerin ruht. Sie wurde am 14. April 1985 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Der Orden hat sich besonders in Afrika, Asien, Lateinamerika und den USA verbreitet. Weitere Heilige des Tages:
Antonia, Märtyrin
Britto von Trier, Bischof
Gundula, Märtyrin
François de Montmorency-Laval, Bischof
Antonia, Märtyrin
Britto von Trier, Bischof
Gundula, Märtyrin
François de Montmorency-Laval, Bischof
Lebensdaten: geboren am 2. Mai 1806 in Fain-lès-Moutiers, gestorben am 31. Dezember 1876 in Paris Lebensgeschichte und Bedeutung: Zoë, so ihr Geburtsname, kam am 2. Mai 1806 als das achte von zehn Kindern in einer einfachen Landfamilie in Burgund zur Welt. Mit 24 Jahren trat sie mit dem Ordensnamen Catherine ins Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) in der Pariser Rue du Bac ein. Während ihres Noviziats erschien ihr die Gottesmutter und bat sie um die Prägung einer Medaille mit der Aufschrift: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen“ – 24 Jahre vor dem Dogma der Unbefleckten Empfängnis. Catherine bewahrte ihr Leben lang absolutes Stillschweigen über diese Erscheinung und vertraute sich einzig ihrem Beichtvater an, dem Lazaristenpater Jean-Marie Aladel, der die Medaille 1832 prägen ließ. Seither werden dieser weltweit verbreiteten „Wundertätigen Medaille“ zahllose Wunder zugesprochen. Catherine arbeitete 40 Jahre lang verborgen im Hospiz ihres Ordens im tristen Pariser Vorort Reuilly bis zu ihrem Tod am 31. Dezember 1876. Verehrung und Brauchtum: Als 1933 zur Seligsprechung ihr feuchtes Grab in Reuilly geöffnet wurde, fand man ihren Leichnam unverwest, selbst die Farbe ihrer Augen war noch zu erkennen. Sie wurde in einen Glasschrein umgebettet und im Mutterhaus der Vinzentinerinnen in der Rue du Bac bestattet, wohin bis heute eine rege Wallfahrt führt. 1954 wurde sie heiliggesprochen. Im Wappen Papst Johannes Pauls II. lassen sich Motive der Wundertätigen Medaille erkennen. Weitere Heilige des Tages:
Silvester I., Papst
Jean-François Régis, Ordenspriester, Missionar
Melania die Jüngere, Wohltäterin, Klostergründerin
Silvester I., Papst
Jean-François Régis, Ordenspriester, Missionar
Melania die Jüngere, Wohltäterin, Klostergründerin
Lebensdaten: geboren am 8. Mai 1828 in Bekaa Kafra, Nordlibanon, gestorben am 24. Dezember 1898 in Annaya, Nordlibanon Lebensgeschichte: Youssef Antoun Makhlouf kam im höchstgelegenen Dorf des Libanon in einer frommen Bauernfamilie zur Welt. Zwei seiner Onkel waren Einsiedler im Antoniuskloster von Qozhaya. Als Kind hütete er die Ziegen seines früh verstorbenen Vaters und verbrachte viel Zeit im Gebet in einer kleinen Höhle. Mit 23 Jahren verließ er über Nacht seine Familie und wanderte zum Kloster Unserer Lieben Frau von Maïfouk. Er weigerte sich, seiner bald nachgereisten Familie zu begegnen, und verabschiedete sich von seiner Mutter durch die verschlossene Tür mit den Worten: „Mutter, wir sehen uns im Himmel wieder.“ 1852 schickte ihn sein Abt ins Maronkloster von Annaya, wo er dem Mönchsorden der Maronitischen Kirche beitrat, den sogenannten „Baladiten“ (von arabisch „baladiyah – Landmönche“). Sein Ordensname Charbel, latinisiert Sarbelius, ist der eines der ersten Märtyrer der Kirche von Antiochien. Nach seinen ewigen Gelübden wurde er zum Studium ins Kloster der heiligen Cyprian und Justinus nach Kfifan bei Batroun geschickt. Nach seiner Priesterweihe 1859 in Bkerke, dem Sitz des maronitischen Patriarchen, kehrte er nach Annaya zurück, wo er 16 Jahre lang zurückgezogen im Gebet lebte. 1875 bezog er eine abgelegene Einsiedelei, die er nur noch selten und nur auf Geheiß seiner Oberen verließ. Seinen Tagesablauf prägten die Anbetung des Allerheiligsten, kleine Handarbeiten und das unablässige Gebet, gekrönt von einer tief innerlich erlebten Eucharistiefeier. Den ratsuchenden Gläubigen, die er im klösterlichen Gehorsam empfing, antwortete er in knappen, prägnanten Sätzen, die an die der Mönchsväter und -mütter des 3. und 4. Jahrhunderts erinnern. Am 16. Dezember 1898 erlitt er beim liturgischen Gebet „O Vater der Wahrheit“ einen Schlaganfall. Diese Worte wiederholte er unablässig bis zu seinem Tod, der ihn während der Weihnachtsvigil am 24. Dezember ereilte. Verehrung: Charbel wurde der Ordenstradition entsprechend ohne Sarg direkt in der Erde bestattet. Eigenartige Lichtphänomene um sein Grab lockten bald so viele Beter an, dass es geöffnet wurde. Insgesamt vier Exhumierungen, in deren Verlauf Ärzte ausbleibende Totenstarre sowie einen blutigen Schweiß konstatierten, der zuletzt auch aus einem eingemauerten Zinksarg in der Klosterkapelle drang, unzählige Gebetserhörungen und zuletzt anerkannte Wunderheilungen auf seine Fürbitte führten schließlich 1965 zur Seligsprechung durch Papst Paul VI. – im Petersdom, drei Tage vor dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils und in Anwesenheit zahlreicher Konzilsväter. Derselbe Papst nahm 1977 auch Charbels Heiligsprechung vor. Das Kloster Annaya ist heute seinetwegen ein vielbesuchter Wallfahrtsort – auch für Muslime. Weitere Heilige des Tages:
Christina von Bolsena, Märtyrin
Christina von Belgien, Mystikerin
Christophorus, Märtyrer
Christina von Bolsena, Märtyrin
Christina von Belgien, Mystikerin
Christophorus, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 15. September 1858 in Straßburg, gestorben am 1. Dezember 1916 in Tamanrasset, Algerien Lebensgeschichte: Charles Eugène Vicomte de Foucald, 1858 in Straßburg in wohlhabenden Verhältnissen geboren, verlor mit sechs Jahren seine Eltern und wurde von den Großeltern erzogen. Bereits in seiner Jugendzeit führte er ein in jeder Beziehung ausschweifendes Leben, das er auch als Offizier der französischen Armee nicht aufgab, weswegen er unehrenhaft entlassen wurde. Bei einer Expedition durch Nordafrika, die ihm große wissenschaftliche Anerkennung einbrachte, beeindruckten ihn die stille Erhabenheit der Wüste und vor allem der Glaube der Muslime, die in der „ständigen Gegenwart Gottes“ lebten. Charles bekehrte sich zum Glauben seiner Kindheit und wollte Gott sein Leben schenken. 1890 trat er nach einer Pilgerreise ins Heilige Land in ein syrisches Trappistenkloster ein, doch das Leben dort war ihm nicht arm und einfach genug. Danach verbrachte er drei Jahre bei den Klarissen in Nazareth, Gott im Gebet und in niederen Arbeiten dienend. Während dieser Zeit erkannte er seine Berufung zum Priester. Er kehrte zum Theologiestudium nach Frankreich zurück, wurde 1901 zum Priester geweiht und betreute im Anschluss französische Soldaten in der nordafrikanischen Wüste, wo er sich auch gegen die Sklaverei einsetzte. 1905 zog er zu den Tuareg nach Tamanrasset in Algerien, wo er in der Hoffnung auf Gefährten für eine neue Gemeinschaft eine Einsiedelei errichtete. Er fühlte sich zu den Ärmsten der Armen gerufen, um ihr Leben zu teilen, um sie zu verstehen und für sie da zu sein. Der Verzicht auf direkte Missionierung und das aufrichtige Interesse für die Menschen seiner Umgebung – er erarbeitete unter anderem ein Wörterbuch ihrer Sprache – brachten ihm den Respekt der Tuareg ein. Doch am Abend des 1. Dezember 1916 wurde der „Kleine Bruder Charles von Jesus“, wie er sich nannte, bei einem Überfall erschossen. Verehrung: Charles’ Leichnam wurde nackt verscharrt und erst 1929 in der Oase El Golea würdig bestattet. Sein Wunsch, eine neue Gemeinschaft zu gründen, erfüllte sich im Jahr 1933 mit der Gründung der „Kleinen Brüder Jesu“; sechs Jahre später folgten die „Kleinen Schwestern Jesu“, die nach seinem Vorbild unter den Menschen leben, meist einen weltlichen Beruf ausüben und durch ihr Leben die Frohe Botschaft in ihre Umgebung hineintragen. Fast 20 weitere Gemeinschaften berufen sich auf seine Spiritualität. 2005 wurde Charles de Foucauld in Anwesenheit zahlreicher Tuareg von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen. Seine Heiligsprechung erfolgte am 15. Mai 2022 durch Papst Franziskus. Weitere Heilige des Tages:
Blanca, Königin
Edmund Campion, Ordenspriester, Märtyrer
Marinus, Glaubensbote
Natalia von Nikomedien, Wohltäterin
Blanca, Königin
Edmund Campion, Ordenspriester, Märtyrer
Marinus, Glaubensbote
Natalia von Nikomedien, Wohltäterin
Lebensdaten: geboren in Zentralanatolien, gestorben 361 in Bodbe, Georgien Lebensgeschichte: „Die Christin“, wie man sie in Unkenntnis ihres wirklichen Namens rief, war der Überlieferung nach eine Sklavin oder Kriegsgefangene aus Kappadokien, die in Konstantinopel durch ihr Vorbild an Frömmigkeit, Nächstenliebe und Tapferkeit viele zum Glauben bekehrte. Ihr gelang die Flucht ins heutige Georgien, wo sie als Heilerin in einer Hütte lebte. Als es ihr glückte, die todkranke Königin Nana zu heilen, und nachdem König Mirian III. in einer Notlage erfolgreich Christianas Gott angerufen hatte, erklärte der König um das Jahr 330 das Christentum zur Religion seines Volkes und forderte Missionare aus Konstantinopel an. Nino, wie Christiana in Georgien genannt wird, lebte und starb als Einsiedlerin in Bodbe, wo ihr zu Ehren eine Kirche errichtet wurde. Verehrung: Christiana wird von der georgisch-orthodoxen Kirche als „Apostelgleiche“ und als „Erleuchterin Georgiens“ verehrt. Ihre früheste Erwähnung fand sie um das Jahr 400, um 960 taucht ihr Name als Nino auf. Über ihrem Grab erhebt sich das Kloster Ninozminda, das mit der Taufquelle daneben einer der heiligsten Plätze des ganzen Landes ist. Das Weinrebenkreuz mit den charakteristisch herabhängenden Armen, das die Heilige der Überlieferung nach mit ihrem eigenen Haar zusammengebunden hatte, wurde im Mittelalter mit dem georgischen Kronschatz in einem Bergkloster versteckt, von persischen Eroberern aber entdeckt und nach Armenien gebracht, wo Nino unter dem Namen Nune als Missionarin Armeniens verehrt wird. Der russische Zar Alexander I. gab das Weinrebenkreuz 1801 an Georgien zurück, wo es seitdem in der Sioni-Kathedrale in Tiflis aufbewahrt wird. Die katholischen „Schwestern der heiligen Kindheit Jesu und Mariä“ haben seit ihrer Gründung 1807 Christiana zur Patronin. Darstellung: mit Weinrebenkreuz, das von einer Locke zusammengehalten wird Patronin: von Georgien Weitere Heilige des Tages:
Maria Crocifissa di Rosa, Ordensgründerin
Carlo Steeb, Priester, Ordensgründer
Virginia Centurione Bracelli, Wohltäterin, Ordensgründerin
Maria Crocifissa di Rosa, Ordensgründerin
Carlo Steeb, Priester, Ordensgründer
Virginia Centurione Bracelli, Wohltäterin, Ordensgründerin
Lebensdaten: geboren um 1435 in Osteno bei Porlezza am Luganer See, gestorben am 13. Februar 1458 in Spoleto Lebensgeschichte: Agostina Camozzi wurde von ihrem Vater, einem Bader, früh mit einem Holzschnitzer verheiratet, der aber bald darauf starb. Die junge Witwe wurde die Geliebte eines Ritters namens Giorgio di Milano, der in einem Söldnerheer diente, bekam von ihm einen Sohn, der gleich zwei Grafen zu Taufpaten hatte, Giacomo Piccinino sowie Giovan Francesco della Mirandola, und genoss in Como ein Leben in Luxus – bis der Tod ihres Kindes und die Ermordung des Ehemanns, den Giorgio für sie ausgesucht hatte, die große Wende brachten. Sie bekehrte sich, sagte der Welt ab und trat mit dem Namen Christina in den Dritten Orden der Augustinerinnen ein. Von da an führte sie ein geistliches Wanderleben, zog von Stadt zu Stadt, tat Buße und verrichtete Werke der Nächstenliebe. Die Menschen verehrten sie bald als Heilige und suchten bei ihr Rat und Hilfe. Oft musste sie vor ihrer Popularität fliehen, um allein mit Gott zu sein und den Armen, die ihren Beistand wirklich nötig hatten, zu dienen. Eine Frau namens Galizia lud sie zu sich nach Spoleto ein. Auch dort kümmerte sie sich um die Kranken und Hilfesuchenden, doch sie fastete so stark, dass sie schon mit 22 Jahren starb. Verehrung: An ihrem Grab im Augustinerkloster San Nicolò in Spoleto geschahen viele Wunder, die ihrer Fürsprache zugesprochen wurden. Seit der Aufhebung des Klosters 1803 werden ihre Gebeine in der Basilika San Gregorio Maggiore in Spoleto verehrt. 1834 wurde ihr Kult durch Papst Gregor XVI. bestätigt. Christina wird häufig mit der Augustinerin Cristina Semenzi aus Calvisano bei Brescia verwechselt, die ebenfalls in San Gregorio Maggiore bestattet war. Deren medizinhistorisch aufschlussreiche Mumie wurde 2015 nach einer eingehenden Untersuchung wieder nach Calvisano gebracht, wo diese Cristina seit 1512 als Patronin verehrt wird. Weitere Heilige des Tages:
Adolf von Osnabrück, Bischof
Jordan von Sachsen, Ordensgeneral
Adolf von Osnabrück, Bischof
Jordan von Sachsen, Ordensgeneral
Lebensdaten: gestorben um 250 Lebensgeschichte und Legende: Der Überlieferung nach wurde Christophorus in der Regierungszeit von Kaiser Decius während einer Christenverfolgung enthauptet, seine Verehrung bezeugt eine Kirche in Chalkedon (Istanbul) aus dem Jahr 454. Auf orthodoxen Ikonen erscheint der Riese Christophorus manchmal mit einem Hundekopf, um seine ursprünglich größtmögliche Fremdheit zu unterstreichen. Er wurde unter dem Namen Reprobus („der Verworfene“) von römischen Truppen in Nordafrika gefangengenommen und zwangsverpflichtet, nahm den Glauben der Christen an, das heißt, er wurde „Christusträger“, und erlitt deswegen in Antiochien oder Lykien (Türkei) das Martyrium. Anfang des 11. Jahrhunderts kompilierte Walter von Speyer die verschiedenen Überlieferungen eines menschenfressenden Ogers zu der Heiligenlegende, die durch die Legenda aurea von Jacobus de Voragine große Verbreitung fand: Ein furchterregender Riese namens Offerus suchte den mächtigsten Herrscher, um nur ihm zu dienen, doch er fand keinen, der nicht vor einem noch mächtigeren gezittert hätte. Ein Einsiedler erzählte ihm von der unbegrenzten Macht Gottes, der er sich als Fährmann unterwerfen solle. Als er einmal ein Kind über den Fluss trug, wurde es unerträglich schwer und offenbarte sich als der Heiland, der die Last der ganzen Welt getragen hat. Von diesem Kind erhielt der Riese den Namen Christophorus. Verehrung: Der Christophoruskult verbreitete sich vom byzantinischen Reich aus über Italien nach West- und Nordeuropa, wo er besonders in Pestzeiten gegen einen plötzlichen („un-versehenen“) Tod angerufen und zu einem der 14 Nothelfer wurde. Wer den Heiligen morgens ansehe, sei für den Tag geschützt, weswegen sein Bildnis an und in unzähligen Kirchen zu finden ist. Seine Verehrung als Patron der Reisenden ist jüngeren Datums. 1962 wurde er aus dem römischen Heiligenkalender gestrichen, wobei sein Gedenktag teils regional erhalten blieb. Er wurde ins Martyrologium Romanum von 2001/2004 wieder aufgenommen Darstellung: als Riese mit Jesuskind auf der Schulter, durch einen Fluss watend Patron: von Braunschweig, Hildesheim, Stuttgart, Werne, Würzburg und Vilnius, gegen einen unvorbereiteten Tod, der Seeleute, Reisenden, Lastträger, Kraftfahrer und Luftschiffer Weitere Heilige des Tages:
Charbel Makhlouf, Ordenspriester, Einsiedler
Christina von Bolsena, Märtyrin
Christina von Belgien, Mystikerin
Charbel Makhlouf, Ordenspriester, Einsiedler
Christina von Bolsena, Märtyrin
Christina von Belgien, Mystikerin
Lebensdaten: geboren am 2. Februar 1641 in Saint-Symphorien-d’Ozon bei Lyon, gestorben am 15. Februar 1682 in Paray-le-Monial Lebensgeschichte: Claude, der Sohn eines königlichen Notars, wurde sehr religiös erzogen und trat mit 17 Jahren sein Noviziat im Jesuitenkolleg von Avignon an, obwohl dem feinfühligen und kunstsinnigen jungen Mann „die Aussicht auf das Leben, das ihn erwartete, eine furchtbare Abneigung“ einflößte, wie er selber bekannte. Nach ersten Studien und Ordensgelübden sowie dem Einsatz als Studienpräfekt – er unterrichtete am Kolleg Grammatik und Literatur – wurde er nach Paris entsandt, wo er seine theologischen Studien abschloss und zeitweise auch als Hauslehrer der Kinder des Finanzministers Colbert tätig war. Nach seiner Priesterweihe kehrte er als Lehrer an seine ehemalige Schule zurück, dem Dreifaltigkeitskolleg von Lyon, und machte sich mit seinen klaren und zuverlässigen Ausführungen einen Namen als Prediger. La Colombière, der während seines Tertiats das private Gelübde abgelegt hatte, die Ordensregel auf das Penibelste zu beachten, wurde 1674 zum Superior der Jesuitenniederlassung in Paray-le-Monial ernannt. Als Beichtvater der Visitantinnen im benachbarten Heimsuchungskloster machte er die Bekanntschaft der Novizin und Mystikerin Margareta Maria Alacoque, der er mit Hilfe der Unterscheidungslehre des heiligen Ignatius von Loyola half, ihre Herz-Jesu-Visionen als echt zu erkennen. Auch er wurde zu einem glühenden Verehrer des Herzens Jesu. 1676 wurde La Colombière Hofprediger der katholischen Herzogin von York, der künftigen englischen Königin – auch sie gewann er für das Herz des Erlösers. Seine Stellung als Kaplan am Königshof nutzte er unentwegt, um die von der katholischen Kirche abgefallenen Untertanen ihrer Majestät wieder mit Rom zu versöhnen, was ihm vielfach auch gelang. Allerdings zog er sich in dieser Zeit auch ein Lungenleiden zu. Die höchste Protektion verhinderte dann auch nicht seine Einkerkerung, als nach der „Aufdeckung“ des papistischen Titus-Oates-Komplotts gegen den König wiederum eine Katholikenverfolgung einsetzte. Knapp der Hinrichtung entgangen, wurde er des Landes verbannt und kehrte gesundheitlich schwer angeschlagen nach Lyon zurück, wo er noch zwei Jahre als Spiritual junge Jesuiten betreute. Am ersten Fastensonntag 1682 starb er in Paray-le-Monial, kurz nach seinem 41. Geburtstag. Verehrung: Claude La Colombière ruht in einer nach ihm benannten Kapelle unweit des Heimsuchungsklosters von Paray-le-Monial. Er wurde 1929 von Papst Pius XI. selig- und 1992 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Weitere Heilige des Tages:
Siegfried von Schweden, Glaubensbote, Bischof, Märtyrer
Siegfried von Schweden, Glaubensbote, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: gestorben Ende des 3. Jahrhunderts in Karthago Lebensgeschichte: Im sogenannten Martyrologium des Pseudo-Hieronymus (entstanden im 5. Jahrhundert) wird eine Märtyrin namens Cornelia genannt. Als zwischen den Jahren 250 und 300 die kaiserlich angeordneten Christenverfolgungen tobten, wurde sie in Karthago (beim heutigen Tunis) zusammen mit sechs Gefährten – Anesius, Felix, Theodulus, Portus, Abdas und Valeria – gefangengenommen und getötet. Spätere Ausschmückungen ihres Martyriums geben auch ihre Todesart an: Sie wurde von Löwen zerfleischt. Verehrung: Cornelias Gedenktag wird seit jeher am 31. März begangen. Dargestellt wird sie als junge Märtyrin mit Palme (als antike Siegespalme Zeichen für die Auferstehung, häufig ein Erkennungszeichen für Märtyrer), wobei diese Darstellungen auch zwei andere Märtyrinnen namens Cornelia bezeichnen können, die das Martyrologium ebenfalls nennt – mit noch weniger Einzelheiten. Ein Kirchenfenster der St.-Johannes-Kathedrale im niederländischen ’s-Hertogenbosch zeigt sie mit Schwert und Palme, geht allerdings auf eine Stifterin namens Cornelia im 19. Jahrhundert zurück. Zweifelhaft ist, dass sich Reliquien der Heiligen in der Kathedrale St. Vincent in Saint-Malo in der Bretagne befinden. Bei Formello am Nordrand von Rom gab es vom 8. bis zum 14. Jahrhundert ein Kloster Santa Cornelia, an das heute nur noch eine lange Straße erinnert. Weitere Kirchen sind ihr nicht gewidmet, auch ist mit ihr kein besonderes Patronat verbunden. Die berühmteste Trägerin des Sippennamens der Cornelier war die Mutter der sogenannten „Gracchen“ Tiberius und Gaius, die eine bedeutende politische Rolle im alten Rom gespielt haben. Von dieser Cornelia, die um das Jahr 100 v.Chr. gestorben ist, wird überliefert, dass sie keinen Schmuck trug, denn ihre beiden Söhne waren ihr einziger Schmuck. Sie galt als Inbegriff der tugendhaften Matrone und war die einzige Frau, der im antiken Rom jemals eine Statue errichtet wurde. Darstellung: mit Schwert und Palme Weitere Heilige des Tages:
Balbina, Märtyrin
Benjamin, Diakon, Märtyrer
Heinrich Thyssen, Ordenspriester
Balbina, Märtyrin
Benjamin, Diakon, Märtyrer
Heinrich Thyssen, Ordenspriester