Heilige
Lebensdaten: geboren in Rom, gestorben im Juni 253 in Civitavecchia Lebensgeschichte: Der römische Priester Cornelius wurde 251 zum Bischof von Rom gewählt, als die aussichtsreicheren Kandidaten nach der Christenverfolgung des Kaisers Decius im Kerker saßen. Sein Konkurrent Novatian warf ihm vor, sich eine heidnische Opferbescheinigung erschlichen zu haben und deswegen unwürdig zu sein, und ließ sich zum Gegenbischof weihen – das erste Papstschisma war ausgebrochen. Die Entscheidung brachte die Frage, wie mit denjenigen umgegangen werden sollte, die während der Christenverfolgung öffentlich vom Glauben abgefallen waren. Novatian verfolgte mit einigen nordafrikanischen Bischöfen einen unnachgiebigen Kurs, während Cornelius und sein Unterstützer Cyprian von Karthago statt des sicheren Martyriums für alle lieber Buße und Vergebung forderten. Auf einer Synode in Rom mit 60 Bischöfen wurden Novatian und seine Anhänger aus der Kirche ausgeschlossen. Briefe, mit denen sich Cornelius die Unterstützung wichtiger Bischofssitze sicherte, geben detaillierten Aufschluss über die Zusammensetzung der römischen Kirche zur damaligen Zeit. In der Millionenstadt lebten damals etwa 30.000 bis 50.000 Christen. Neben 46 Priestern waren sieben Diakone und über 100 Träger niederer Weihen liturgisch und seelsorgerisch tätig. Als unter Kaiser Gallus die Christenverfolgungen wieder einsetzten, wurde Cornelius nach Centumcellae, dem heutigen Civitavecchia, verbannt, wo er im Juni 253 eines natürlichen Todes starb. Verehrung/Brauchtum: Cornelius, der mit Cyprian im Ersten Eucharistischen Hochgebet genannt wird, wurde in der Calixtus-Katakombe bestattet und ab dem 9. Jahrhundert besonders im Rheinland verehrt, wo ihn eine hübsche Legende zum Patron der Liebenden stilisiert: Als in Neuss ein junger Künstler eine Corneliuskapelle ausschmückte und sich in die Tochter des Hauses verliebte, wollte der Vater nur dann in die Hochzeit einwilligen, wenn der abgebildete Papst selbst dem zustimme, was die Statue alsbald tat. Wichtige Reliquien befinden sich im Aachener Kornelimünster sowie in der Kölner Severinskirche. Cornelius gehört zusammen mit den heiligen Quirinus, Hubertus und Antonius zu den Vier Heiligen Marschällen. Sein Gedenktag am 16. September hängt mit der Niederlegung seiner Gebeine zusammen. Zum Viehpatron wurde Papst Cornelius wegen des lateinischen „cornu – Horn“, Epilepsie hieß nach ihm die „Kornelkrankheit“. Darstellung: als Papst mit Tiara und Horn Patron: der Bauern, der Liebenden, des Hornviehs, gegen Krämpfe, Ohren- und Nervenleiden sowie Epilepsie Weitere Heilige des Tages:
Cyprian von Karthago, Bischof, Märtyrer
Ninian, Glaubensbote, Bischof
Cyprian von Karthago, Bischof, Märtyrer
Ninian, Glaubensbote, Bischof
Lebensdaten: geboren am 20. Oktober 1682 in Kaufbeuren, gestorben am 5. April 1744 ebendort Lebensgeschichte: Anna Höß war das sechste von acht Kindern eines Webers und einer heilkundigen Mutter. Ihr Schutzengel hatte der 14jährigen das Franziskanerinnenkloster als Berufung gezeigt, doch ihrem Eintritt stand die fehlende Mitgift entgegen. Ausgerechnet der evangelische Bürgermeister von Kaufbeuren half ihr dadurch, dass er für ein versprochenes Grundstück ihre Aufnahme verlangte, worauf die Schwestern die Oberin überstimmten und Anna mit dem Ordensnamen Maria Crescentia ins Kloster eintrat. Die Oberin betrachtete ihre Aufnahme als persönliche Niederlage und ließ die schwächliche Crescentia die schwersten und unsinnigsten Arbeiten verrichten, wie zum Beispiel Wasser in einem Sieb zu holen – doch das Sieb hielt und wird bis heute gezeigt. Crescentia wurde von Visionen und chronischen Zahn- und Kopfschmerzen gequält, die ihr Gesicht entstellten und ihr den Ruf einbrachten, eine Hexe zu sein. Alles Leid erduldete sie als Stufe zum Himmel und beeindruckte damit über das Kloster hinaus. Nachdem die Oberin abgesetzt wurde, übernahm sie den Dienst an der Klosterpforte und wurde 1717 Novizenmeisterin, wodurch sie für viele Jahre den Ordensnachwuchs prägte. 1741 wurde sie schließlich selber zur Oberin gewählt und führte das Kloster so erfolgreich, dass neben seiner langfristigen Existenzsicherung noch viel für die karitativen Aufgaben übrig war. Mit bis zu 1500 Briefen im Jahr führte Crescentia eine umfangreiche Korrespondenz mit Ratsuchenden, unter denen sich so hohe Persönlichkeiten wie der Kölner Erzbischof Kurfürst Clemens August von Bayern fanden. Sie starb am Ostersonntag des Jahres 1744. Verehrung: Seit ihrem Tod machten unzählige Pilger Kaufbeuren zu einem geistlichen Zentrum Bayerisch-Schwabens. 1900 seliggesprochen, erfolgte ihre Heiligsprechung erst 2001 durch Papst Johannes Paul II. Das Grab der heiligen Crescentia wird von bis zu 70.000 Menschen im Jahr besucht. Ausspruch der hl. Crescentia: „Ein geistlicher Mensch sollte sich nicht allzu sehr um die Zukunft sorgen, sondern seine Sorge soll sein, wie er im Augenblick Gott lieben und ihm nach Kräften dienen könnte.“ Darstellung: im Ordensgewand mit einem Kruzifix in der Hand, manchmal mit Sieb oder Taube Weitere Heilige des Tages:
Juliana von Lüttich, Ordensfrau, Mystikerin
Katharina Tomás, Mystikerin
Vinzenz Ferrer, Ordenspriester, Volksprediger
Juliana von Lüttich, Ordensfrau, Mystikerin
Katharina Tomás, Mystikerin
Vinzenz Ferrer, Ordenspriester, Volksprediger
Lebensdaten: geboren am 30. Juli 1869 bei Totatiche, Bundesstaat Jalisco, Mexiko, gestorben am 25. Mai 1927 in Colotlán, Jalisco Lebensgeschichte: Cristóbal Magallanes Jara kam auf einer kleinen Ranch zur Welt, die später nach dem Namenspatron seines früh verstorbenen Vaters San Rafael hieß. Mit Unterstützung seines älteren Bruders und Vormunds Gorgonio, dem Gemeindeschreiber ihres Heimatorts Totatiche, besuchte er neben der Feldarbeit die Schule und trat 1888 mit der Förderung geistlicher Gönner in das Priesterseminar von Guadalajara ein. 1899 zum Priester geweiht, wirkte er als Kaplan, Vizerektor einer Schule und als Pfarrvikar, bis er 1909 erkrankte und als Co-Adjutor in seine Heimatpfarrei versetzt wurde. Im Gemeindesprengel von Totatiche war ihm neben seiner seelsorgerlichen und katechetisch-schulischen Arbeit die Besserung der Lebensverhältnisse ein Anliegen. Er gründete im Sinne der Soziallehre der Kirche Genossenschaften für die Bauern, half bei der Einrichtung von Werkstätten und war maßgeblich am Bau eines Stauwehrs für die Wasserbewirtschaftung der Felder sowie an der elektrischen Versorgung der Getreidemühlen beteiligt. Magallanes versuchte sich an der Mission unter den Huicholen und bezog diese Ureinwohner Mexikos in seine sozialen Projekte mit ein, wo es möglich war. Bis 1925 hatte der Pfarrer ein Waisenhaus gegründet und Land erworben, das arme Bauern parzellenweise zu moderaten Preisen pachten konnten. Als die religiöse Verfolgung seitens der Regierung ausbrach und die Arbeit des Erzbistums Guadalajara behindert wurde, kam zu seinen Gründungen ein Auxiliar-Seminar für Priesterkandidaten hinzu, das bis heute besteht. Trotz Magallanes’ Aufrufe an die Bevölkerung, auf Gewalt zu verzichten, brach 1926 ein Aufstand der Cristeros im Städtchen aus, der Regierungstruppen in die Region bewegte und den Pfarrer als Rädelsführer verdächtig machte. Am 21. Mai 1927 wurden Cristóbal Magallanes und sein Vikar Agustín Caloca Cortés festgenommen. Pfarrangehörige versuchten vergeblich, die Offiziere von der Friedensliebe ihres Geistlichen zu überzeugen, indem sie Exemplare seiner Rosenkranzzeitschrift vorzeigten. Nach Colotlán vor den befehlshabenden General verbracht, wurden sie am 25. Mai vor dem Rathaus füsiliert, nachdem sie einander noch die Absolution gespendet hatten. Verehrung: Cristóbal Magallanes liegt in der Kirche von Totatiche begraben und wurde 1992 seliggesprochen. Am 21. Mai 2000 nahm Papst Johannes Paul II. seine Heiligsprechung sowie die von 24 mexikanischen Geistlichen, die zwischen 1915 bis 1929 aus Hass auf das Christentum ermordet wurden, vor und setzte ihren gemeinsamen Gedenktag am 21. Mai fest. Weitere Heilige des Tages:
Franz Jägerstätter, Märtyrer
Hermann Josef von Steinfeld, Ordenspriester, Mystiker
Karl Eugen von Mazenod, Bischof, Gründer
Franz Jägerstätter, Märtyrer
Hermann Josef von Steinfeld, Ordenspriester, Mystiker
Karl Eugen von Mazenod, Bischof, Gründer
Lebensdaten: geboren um 210 in Karthago beim heutigen Tunis, gestorben am 14. September 258 ebendort Lebensgeschichte: Thascius Caecilius Cyprianus stammte aus einer begüterten berberischen Familie mit römischem Bürgerrecht und führte nach eigenem Bekunden in seiner Jugend ein ausschweifendes Leben. Er wurde zum Rhetor ausgebildet und betätigte sich als rechtskundiger Redner, bis er sich unter dem Einfluss eines alten Priesters, dessen Namen Caecilius er aus Dankbarkeit annahm, zum Christentum bekehrte und 245 taufen ließ. Er gab einen Teil seines Vermögens an die Armen von Karthago und wurde bald nach seiner Taufe zum Diakon und zum Priester geweiht. 248 wurde er zum Bischof von Karthago gewählt – zur Freude der Armen, aber zum Unmut vieler bewährter Kleriker seiner Heimatstadt. Als 250 eine Christenverfolgung unter Kaiser Decius wütete, versteckte sich Cyprian und leitete die karthagische Gemeinde von ferne durch Briefe, was ihm angesichts der zahlreichen Märtyrer als Abfall vom Glauben angelastet wurde. Mit Bischof Cornelius von Rom, dem ähnliches widerfuhr, verlangte Cyprian statt des sicheren Martyriums für alle Buße und Vergebung unter der Aufsicht des Bischofs für die, die während der Verfolgung dem Glauben abgeschworen hatten. Später, während einer großen Pestepidemie, ermahnte er die Christen zu brüderlicher Hilfe auch an ihren nichtgläubigen Mitbürgern. Nach Abebben der Verfolgung sah sich Cyprian schismatischen Bewegungen gegenübergestellt. Die Frage nach der Gültigkeit gespendeter Taufen durch „Lapsi – Abgefallene“ weitete sich ab 255 zum sogenannten „Ketzertaufstreit“ aus, in dessen Zuge Cyprian die Kirche Nordafrikas auf drei Synoden zu einer strengen Haltung verpflichtete: Die Taufen der Häretiker und Schismatiker seien ungültig, weil diese Sünder nicht zur kirchlichen Heilsgemeinschaft unter dem rechtmäßigen Ortsbischof gehören und keine Gnade weitergeben können. Deswegen müssen Anhänger von Irrlehren bei ihrer Versöhnung mit der Kirche wieder getauft werden. In diesem Zusammenhang prägte Cyprian die berüchtigte Formulierung „Extra Ecclesiam salus non est – Außerhalb der Kirche kein Heil“. Mit Bischof Stephan I. von Rom geriet er über diese Frage in einen erbitterten Streit, der nur durch seinen Tod nicht weiter eskalierte. Als eine neuerliche Verfolgung unter Kaiser Valerian ausbrach, entzog sich Cyprian nicht wieder dem Zugriff, sondern bekannte sich vor dem römischen Statthalter zum Glauben und wurde Ende August 257 interniert und anschließend unter Hausarrest gestellt. Ein Jahr später ließ ihn der nachfolgende Prokonsul zum Tod verurteilen und öffentlich enthaupten. Verehrung: Cyprian, der mit Cornelius im Ersten Eucharistischen Hochgebet genannt wird, wurde in der privaten Krypta des Prokurators Macrobius Candidianus bestattet, über der eine Basilika mit einer mensa Cypriani zu seinem Gedenken entstand. Nach der Zerstörung durch die Vandaleneinfälle im 5. Jahrhundert gerieten seine Reliquien nach Compiègne und nach Aachen ins Kornelimünster. Darstellung: als Bischof mit Schwert und Schriftrolle oder Buch Patron: gegen die Pest Weitere Heilige des Tages:
Cornelius, Papst
Ninian, Glaubensbote, Bischof
Cornelius, Papst
Ninian, Glaubensbote, Bischof
Lebensdaten: gestorben an einem 16. März um 304 in Rom Lebensgeschichte und Legende: Cyriacus, einer der Diakone oder sogar der Erzdiakon von Papst Marcellinus, war in der Zeit der Christenverfolgungen zur Zwangsarbeit am Bau der Diokletianthermen verurteilt worden. Er wurde von Kaiser Diokletian freigelassen, nachdem er dessen Tochter Artemia von Besessenheit geheilt hatte, und nahm auch an der Tochter des Perserkönigs einen Exorzismus vor. Nach seiner Rückkehr nach Rom wurde er dennoch vom Mitkaiser Maximian ergriffen, gefoltert und – je nach Überlieferung – zusammen mit bis zu 18 Gefährten an einem 16. März um 304 enthauptet. Verehrung: Dem Kalenderbuch des Jahres 354 nach (dem sogenannten „Chronographen“) wurden die Märtyrer am 8. August in einen Friedhof am siebten Meilenstein der Via Ostiensis umgebettet, der später nach Cyriacus hieß. Auch die Kirche in den Diokletianthermen trug Ende des 5. Jahrhunderts seinen Namen. Seit dem 10. Jahrhundert werden die Reliquien in verschiedenen Kirchen der Stadt verehrt. 847 gelangten seine Gebeine nach Neuhausen (Worms), Reliquien kamen unter anderem nach Altorf im Elsass und nach Bamberg. Vom rheinpfälzischen Lindenberg aus, wo er als Einsiedler gelebt haben soll, wird er als Weinpatron geehrt. In Bayern wurde er als Viehpatron vom hl. Leonhard abgelöst. Darstellung: als Diakon mit Rituale, mit Teufel oder Drachen an Kette, mit der besessenen Kaisertochter, mit Schwert oder Palme Patron: von Cirié (Turin), Bottrop und Naumburg, der Kathedrale S. Ciriaco in Ancona, gegen Besessenheit, böse Geister, Skrupel, Versuchungen; Viehpatron in Schwaben, Weinpatron in der Pfalz; einer der 14 Nothelfer Weitere Heilige des Tages:
Altmann von Passau, Bischof
Dominikus, Ordensgründer
Mary MacKillop, Ordensgründerin
Altmann von Passau, Bischof
Dominikus, Ordensgründer
Mary MacKillop, Ordensgründerin
Lebensdaten: geboren 827 – 815 in Thessaloniki, gestorben am 14. Februar 869 in Rom – am 6. April 885 in Mähren Lebensgeschichte: Konstantin und sein Bruder Michael waren der jeweils jüngste und der älteste Sohn des byzantinischen Statthalters von Thessaloniki im Norden des Oströmischen Reichs. Neben Griechisch beherrschten sie auch die slawische Umgangssprache. Während Michael in die Fußstapfen des Vaters trat und Statthalter im slawischen Gebiet wurde, ging Konstantin nach Konstantinopel, wo er nach einem umfassenden Studium Bibliothekar der Patriarchalhochschule wurde und Theologie lehrte. 856 verließ er die von Hofintrigen geschüttelte Hauptstadt und begab sich in ein Kloster, in das sich mittlerweile auch sein Bruder mit dem Mönchsnamen Methodius von seinem Amt zurückgezogen hatte. Da es von den Brüdern heißt, sie hätten sich gemeinsam den „Schriften“ gewidmet, könnten sie damals bereits die glagolitische Schrift für die slawischen liturgischen und theologischen Texte erarbeitet haben. 860 beantwortete Konstantinopel das Ersuchen der Chasaren um einen Glaubensboten mit der Entsendung der beiden Brüder. Sie hatten bei dem Turkvolk nördlich des Schwarzen Meeres Erfolg und fanden überdies auf der Krim die Reliquien des heiligen Papstes Klemens. 863 führte sie eine neue Mission ins Mährerreich, um dem Volk in dessen eigener Sprache den christlichen Glauben zu erklären. Dort, im fränkisch-päpstlichen Jurisdiktionsbereich, stießen die Brüder jedoch auf den Widerstand des Klerus, der trotz des Unverständnisses der Bevölkerung auf rein lateinische Gottesdienste beharrte. Nur in den drei Sprachen der Kreuzesinschrift Jesu dürfe das Christentum gelehrt werden. Dagegen wandten die Brüder ihr neues Alphabet an, gründeten eine Schule und verbreiteten den Glauben in der slawischen Sprache. 868 wurde wegen der Auseinandersetzungen mit den fränkischen Bischöfen eine Reise nach Rom nötig, um den Papst von ihrer Mission zu überzeugen. Dieser empfing die Brüder und die Reliquien seines Vorgängers Klemens in einer Prozession, segnete die mitgebrachten liturgischen Bücher und weihte die Brüder sowie die mitgereisten Schüler zu Priestern und Diakonen. Konstantin wurde zum Bischof erhoben, erkrankte jedoch, trat mit dem Namen Kyrillos in eines der griechischen Klöster Roms ein und starb. Methodius kehrte als Erzbischof nach Mähren und Pannonien zurück und wirkte vor allem als Übersetzer vom Griechischen in die slawische Schriftsprache. Mit dem Nomokanon verfasste er das älteste slawische Gesetzbuch. Verehrung: Die Weiterentwicklung ihres Alphabets, das zu Ehren Konstantins das kyrillische heißt, erlaubte den slawischen Völkern den Anschluss an die griechische Kultur und wurde zum Identitätsmerkmal von Ländern wie Serbien, Bulgarien und Russland, denen die Brüder als „Apostelgleiche“ gelten. Auch in Tschechien und in der Slowakei werden sie sehr verehrt. 1980 erhob sie Papst Johannes Paul II. zu Schutzpatronen Europas. Patrone: Europas Weitere Heilige des Tages:
Johannes Baptist von der Empfängnis, Ordensgründer
Valentin von Terni, Bischof, Märtyrer
Johannes Baptist von der Empfängnis, Ordensgründer
Valentin von Terni, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 375 in Theodosiou (heute al-Mahalla al-Kubra) im Nildelta, gestorben am 27. Juni 444 in Alexandria Lebensgeschichte: Cyrill wurde in der Obhut seines Onkels Theophilus erzogen, der 384 Patriarch von Alexandrien wurde und ihm eine gründliche Ausbildung zuteilwerden ließ. Cyrills spätere Schriften verraten eine umfassende Kenntnis des klassischen Fächerkanons und der theologischen Literatur. Unsicher ist, ob er in der Nitrischen Wüste die asketische Lebensweise der Einsiedler kennengelernt hat. 403 gehörte er zum Gefolge seines Onkels bei der „Eichensynode“, auf der Theophilus Johannes Chrysostomus, den Patriarchen von Konstantinopel, verurteilen und absetzen ließ – ein Triumph der Alexandriner über die Rivalen der Kaisermetropole. 412 setzte sich Cyrill nach Straßenschlachten gegen einen Konkurrenten durch und folgte seinem Onkel im Amt nach. 415 stand Cyrill inmitten eines Konflikts zwischen den immer noch zahlreichen Anhängern des Heidentums, der größten jüdischen Gemeinde der antiken Welt und den gewaltbereiten Mitgliedern der miteinander konkurrierenden theologischen Schulen. Es kam zu einer Serie von wechselseitigen Aufständen, Zerstörungen und Plünderungen, bei denen zuletzt ein christlicher Mob aus Mönchen aus der Nitrischen Wüste und rechtgläubigen Stadtschlägern (Parabolani) auch die Philosophin Hypatia ermordete. Der Regionalpräfekt Orestes quittierte sein Amt und überließ Cyrill de facto die Bischofsstadt. 428 endete der Burgfrieden mit der Reichshauptstadt, als Nestorius, ein Mönch antiochenischer Ausrichtung, zum Patriarchen von Konstantinopel gewählt wurde, ganz in der Tradition seiner Schule die Bedeutung der Menschheit Christi unterstrich und die Gottesmutter Maria statt „Gottesgebärerin“ (Theotókos) „Mutter Christi“ nannte. Cyrill erreichte die Absetzung Nestorius’ und entfaltete in einer umfangreichen Korrespondenz an Nestorius selbst, an den Kaiser und an den Bischof von Rom die später vom Konzil von Ephesus (431) bestätigte christologische Einheit der göttlichen und der menschlichen Naturen in der Person Christi. Dabei unterstrich er die Notwendigkeit, den Glauben des Volkes Gottes zu bewahren: Die Christen Alexandriens liebten den Titel der Gottesmutter und feierten dessen feierliche dogmatische Verkündigung mit tagelangen Festen. Cyrill, der sich im Anschluss mit der antiochenischen Schule zu verständigen suchte und radikaleren Parteigängern Einhalt gebot, verfasste zahlreiche und weitverbreitete Schriften wie Kommentare zu biblischen Büchern, dogmatische Werke gegen den antitrinitarischen Arianismus und eine Widerlegung des antichristlichen Pamphlets Gegen die Galiläer des Kaisers Julian Apostata. Verehrung: Cyrill wird wegen der Pflege der kirchlichen Tradition und des Erbes seines Vorgängers Athanasius im griechischen Osten als „Hüter der Genauigkeit“ und „Siegel der Väter“ verehrt. 1882 rief ihn Papst Leo XIII. mit Cyrill von Jerusalem zum Kirchenlehrer auch der westlichen Kirche aus. Darstellung: als Bischof mit Taube auf der Schulter oder zu Füßen der Muttergottes Weitere Heilige des Tages:
Hemma von Gurk, Stifterin
Sampson, Priester, Krankenpfleger
Wilhelm von der Sann, Pilger
Siebenschläfer
Hemma von Gurk, Stifterin
Sampson, Priester, Krankenpfleger
Wilhelm von der Sann, Pilger
Siebenschläfer
Lebensdaten: geboren um 315 in Jerusalem, gestorben am 18. März 386 ebendort Lebensgeschichte: Cyrill war von Haus aus Christ und genoss eine hervorragende Ausbildung sowohl in christlicher als auch in griechisch-heidnischer Literatur. Maximus von Jerusalem weihte ihn um das Jahr 348 zum Priester, und Cyrill wurde sein Nachfolger als Bischof. Geweiht wurde er von Bischof Acacius von Cäsarea, der dem arianischen Irrglauben anhing, wonach Jesus Christus letztlich nur ein Geschöpf wäre. Ob sich Cyrill erst als Bischof auf die antiarianische Seite des Konzils von Nizäa (325) schlug oder wegen des Ehrenvorrangs Jerusalems mit Acacius überwarf, ist nicht ganz klar. Fest steht, dass die theologischen sowie macht- und kirchenpolitischen Auseinandersetzungen, in die Cyrill verwickelt war, bis zum kaiserlichen Hof getragen wurden und Cyrill drei Verbannungen eintrugen: Er verbrachte beinahe die Hälfte seiner Amtszeit im Exil und hatte bei seiner Rückkehr jedes Mal Schwierigkeiten, seine unrechtmäßigen „Nachfolger“ loszuwerden. 381 nahm er am Konzil von Konstantinopel teil, auf dem sich Acacius endlich dem Glaubensbekenntnis von Nizäa unterwarf und Cyrill als rechtmäßiger Bischof von Jerusalem bestätigt wurde. Als seinen Nachfolger auf dem Bischofssitz von Jerusalem konnte Cyrill seinen Neffen Gelasius durchsetzen, was für seinen großen Einfluss spricht. Er starb am 18. März 386. Cyrill ist ein wichtiger historischer Zeuge für die altkirchliche Eucharistielehre und gebrauchte als Erster den Begriff der „Wandlung“ von Brot und Wein in Leib und Blut Christi. Von ihm bzw. aus der Tradition der Jerusalemer Grabeskirche stammt wohl auch die ursprüngliche Messliturgie. Von Jerusalem trugen Pilger diese Liturgie in die ganze Welt. Überliefert sind von Cyrill zahlreiche Ansprachen über die Taufe und die Eucharistie sowie Katechesen für Taufbewerber, die seinen Ruf als bedeutenden Theologen begründen. Verehrung: Cyrill wird in der Ostkirche von jeher als Kirchenvater verehrt, 1883 erklärte Papst Leo XIII. ihn zum Kirchenlehrer der Westkirche. Ausspruch des hl. Cyrill: „Die Hoffnung auf die Auferstehung ist die Wurzel jeder guten Handlung.“ Weitere Heilige des Tages:
Eduard von England, König, Märtyrer
Narcissus von Gerona, Bischof, Märtyrer
Eduard von England, König, Märtyrer
Narcissus von Gerona, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 305 in Rom, gestorben am 11. Dezember 384 ebendort Lebensgeschichte: Damasus kam als Sohn eines spanischen Klerikers in Rom zur Welt und begleitete als Diakon seinen Bischof Liberius in das vom Kaiser verfügte Exil. Nach Liberius’ Tod 366 wurde Damasus zu seinem Nachfolger bestimmt, stieß in Rom aber auf einen Konkurrenten mit Namen Ursinus, gegen den er sich erst nach jahrelangen, auch gewalttätigen Auseinandersetzungen durchsetzen konnte – eine Schlacht um eine Kirche forderte über hundert Todesopfer. Kaum mit Hilfe des Kaisers fest installiert, hatte er sich des Leitungsanspruchs des Patriarchen von Konstantinopel als Hauptstadtbischof zu erwehren und betonte den Unterschied zwischen der weltlichen und religiösen Autorität. In diesem Zusammenhang war er der erste Bischof von Rom, der sich auf die Nachfolge der heiligen Petrus und Paulus berief und den Vorrang des „Apostolischen Stuhls“ – so die Formulierung, die erstmals bei ihm begegnet – mit dem Felsenwort „Du bist Petrus, und auf diesem Felsen …“ (Mt 16,18) begründete. Damasus erreichte von den Kaisern sowie von einberufenen Synoden die Oberhoheit über alle kirchlichen Streitfälle und das Bestätigungsrecht über Bischofsernennungen, wodurch der in Gallien grassierende Arianismus und andere Irrlehren effektiv bekämpft werden konnten. Wegen seines Machtanspruchs über Italien hinaus gilt er als der erste tatsächliche Papst. Damasus ließ die Katakomben als Pilgerstätten herrichten, versah die Märtyrergräber mit selbstverfassten, kunstvollen Epigrammen, drängte Griechisch als Liturgiesprache zurück und beauftragte Hieronymus mit der Bibelübersetzung ins Lateinische, der bis ins 20. Jahrhundert maßgeblichen „Vulgata“. Er starb am 11. Dezember 384 in Rom. Darstellung: mit Tiara und Bibel Patron: gegen Fieber Weitere Heilige des Tages:
Maria von den Wundern Jesu, Ordensfrau, Klostergründerin
Arthur Bell, Ordenspriester, Märtyrer
Maria von den Wundern Jesu, Ordensfrau, Klostergründerin
Arthur Bell, Ordenspriester, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 3. Januar 1840 in Ninde (Gemeinde Tremelo), Belgien, gestorben am 15. April 1889 auf Molokai, Hawaii Lebensgeschichte: Jozef de Veuster war das siebte Kind eines Maishändlers und trat 1859 in das belgische Mutterhaus der Arnsteiner Patres (französisch Picpus-Missionare genannt) in Löwen ein, wo er den Ordensnamen Damian annahm. 1863 reiste er als Ersatz für seinen erkrankten Bruder Auguste als Missionar auf die Sandwich-Inseln und wurde in Honolulu zum Priester geweiht. Er wirkte neun Jahre unermüdlich als Seelsorger, Katechet und Erbauer von Kapellen auf Hawaii und ließ sich am 10. Mai 1873 auf einer Halbinsel von Molokai aussetzen, wo bis zu 800 Leprakranke isoliert und ohne jegliche Versorgung lebten. De Veuster versorgte die Ausgestoßenen als Geistlicher und als Arzt und errichtete eine echte Gemeinde mit einer Krankenstation, einer Schule und einem Waisenhaus. 1881 wurde er für sein Wirken mit der höchsten hawaiianischen Auszeichnung bedacht. 1884 wurde seine Ansteckung mit Lepra festgestellt, wobei diese Krankheit noch vielfach mit der Syphilis in Zusammenhang gebracht wurde und Pater de Veuster sich dementsprechend verleumdet fand. Trotz der sich schnell verschlimmernden, damals noch tödlich verlaufenden Krankheit setzte der „Apostel der Leprakranken“ seine Tätigkeit bis unmittelbar vor seinem Tod 1889 fort. Verehrung: De Veusters selbstlose Arbeit in der Leprakolonie wurde durch den Einsatz des Schriftstellers Robert Louis Stevenson weltweit bekannt, der in einer literarischen Fehde über Lepra aufklärte und die protestantischen Missionare als Neider und Verleumder entlarvte. De Veusters Leichnam wurde 1936 im Mutterhaus seines Ordens in Löwen beigesetzt. 1995 wurde Pater Damian von Papst Johannes Paul II. selig- und 2009 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen. 2005 wurde er in Flandern in einer großen Umfrage zum größten Belgier aller Zeiten gewählt. Patron: der Leprakranken, der Aidskranken, sofern sie wie Aussätzige behandelt werden Weitere Heilige des Tages:
Cäsar von Bus, Priester, Stifter
Nidgar von Augsburg, Bischof
Cäsar von Bus, Priester, Stifter
Nidgar von Augsburg, Bischof