Heilige
Lebensdaten: geboren um 673 in Crediton, Wessex, gestorben am 5. Juni 754 bei Dokkum, Friesland Lebensgeschichte: Der vornehme Wynfreth (Winfried) wurde im Kloster erzogen und mit 30 Jahren zum Priester geweiht. Er hatte als Gelehrter bereits einen hervorragenden Ruf, als er mit etwa 40 Jahren als Missionar auf dem Kontinent zu wirken begann. Nach einer ersten, erfolglosen Missionsreise nach Friesland wandte er sich nach Rom, wo er von Papst Gregor II. den Auftrag bekam, in Germanien zu wirken. Wegen seiner Aussendung am Gedenktag des heiligen Bonifatius von Tarsus wurde er unter diesem Namen zum Glaubensboten Willibrord nach Friesland gesandt, von dem er sich allerdings bald wieder trennte, um im heutigen Hessen, Thüringen und Bayern zu missionieren. Mit Unterstützung des Papstes, der ihn zum Missionserzbischof und päpstlichen Vikar ernannte, und besonders der eroberungsfreudigen fränkischen Hausmeier gründete Bonifatius zahlreiche Niederlassungen und Klöster. Die Bistümer Regensburg, Passau, Würzburg und Erfurt sowie Eichstätt gehen auf ihn zurück, bestehende Bistümer wie Freising und Salzburg ordnete er neu und unterstellte sie fester der römischen Autorität. Bonifatius, der auffällig groß und wortgewaltig war, wurde 746 Bischof von Mainz und machte sich mit 80 Jahren erneut auf die Reise nach Friesland. Auf dem Weg zu einer christlichen Feier wurde er am 5. Juni 754 mit elf Begleitern bei Dokkum von heidnischen Räubern erschlagen. Verehrung: Schon gleich nach seinem Tod setzte die große Verehrung für den „Apostel der Deutschen“ ein. Seinem Wunsch entsprechend fand er seine letzte Ruhestätte in seinem Lieblingskloster Fulda, wo über seinem Grab regelmäßig die Deutsche Bischofskonferenz zusammenkommt. Ebenso geht das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, das sich vor allem um die Förderung der Seelsorge in der Diaspora kümmert, auf den Missionar und Organisator der Kirche in Deutschland zurück. Darstellung: in Bischofsgewändern, mit Kreuz, vom Dolch durchbohrten Buch, Kreuzstab oder Axt Patron: des Bistums Fulda und Thüringens, der Bierbrauer und Schneider Weitere Heilige des Tages:
Adalar, Bischof, Märtyrer
Felix von Fritzlar, Missionar, Märtyrer
Ferdinand von Portugal, der Standhafte, Kreuzfahrer, Märtyrer
Meinwerk, Bischof
Adalar, Bischof, Märtyrer
Felix von Fritzlar, Missionar, Märtyrer
Ferdinand von Portugal, der Standhafte, Kreuzfahrer, Märtyrer
Meinwerk, Bischof
Lebensdaten: geboren vermutlich in Rom, gestorben am 14. Mai 306 in Tarsus, Anatolien Lebensgeschichte und Legende: Bonifatius war der Sklave, Verwalter und Geliebte einer reichen Römerin namens Aglae (oder Aglaida), die, weil sie von ihrem dekadenten Lebensstil angeödet war, ihn nach Kleinasien sandte, wo gerade unter Kaiser Galerius eine Christenverfolgung wütete. Er solle Reliquien von diesen Märtyrern holen, von denen in Rom so viel Aufhebens gemacht wurde. In Tarsus erlebte Bonifatius, wie Christen grausam gefoltert und getötet wurden. Ihr Glaubenszeugnis und ihre Zuversicht im Sterben beeindruckten ihn so sehr, dass er sich unvermittelt selber als Christ bekannte. Sofort wurde er ergriffen und mit Hufen getreten, bis seine Knochen zum Vorschein kamen. Dann trieb man ihm spitze Rohrstöcke unter die Fingernägel und goss ihm kochendes Blei in den Mund. Schließlich tauchte man ihn in einen Kessel mit siedendem Pech, und als er immer noch lebte, schlug man ihm den Kopf ab. Seine Begleiter bargen den Leichnam und brachten Aglae so die verlangten Reliquien mit. Sie aber bekehrte sich, bestattete Bonifatius auf dem Aventin, errichtete über seinem Grab eine Kirche, verteilte ihren Besitz unter den Armen und zog sich für den Rest ihres Lebens in ein Kloster zurück. Verehrung/Brauchtum: Aus der Kirche über Bonifatius’ Grab entstand bereits im 4. Jahrhundert die Basilika Santi Bonifacio e Alessio, eine der Titelkirchen Roms. Winfried-Bonifatius, der Apostel der Deutschen, wählte diesen Namen wegen seiner Aussendung an seinem Gedenktag im Jahr 719. Bonifatius ist der Dritte der Eisheiligen, weswegen er trotz seines Verschwindens aus dem liturgischen Kalender immer noch bekannt ist. Darstellung: meist beim Martyrium in siedendem Pech Weitere Heilige des Tages:
Maria Dominica Mazzarello, Ordensgründerin
Michael Garicoits, Ordensgründer
Erembert von Toulouse, Bischof
Pachomius der Große, Mönchsvater
Maria Dominica Mazzarello, Ordensgründerin
Michael Garicoits, Ordensgründer
Erembert von Toulouse, Bischof
Pachomius der Große, Mönchsvater
Lebensdaten: geboren um 451 in Faughart bei Dundalk, Irland, gestorben am 1. Februar 525 in Kildare Lebensgeschichte: Brigid war die Tochter eines heidnischen Stammesfürsten namens Dubhthach und einer christlichen, vom heiligen Patrick getauften Sklavin namens Brocca, die an einen Druiden verkauft wurde, als sie mit Brigid schwanger war. Bereits als Kind heilte sie und speiste Arme auf wundersame Weise, und als ihr Vater sie als Dienstmagd an den Hof zurückholte, verschenkte sie sein juwelenbesetztes Schwert an einen Bettler. Um sie loszuwerden, oder weil er ihre Heiligkeit erkannte, entließ er sie schließlich in die Freiheit. Als Dubhthach sie aber verheiraten wollte, legte sie vor dem heiligen Wanderbischof Mél das Gelübde der Jungfräulichkeit ab – angeblich hätte Mél ihr aus Versehen die Bischofsweihe gespendet – und errichtete sich um 468 eine Mönchszelle in einer großen Eiche: Cell Dara, Kildare. Mit einigen Frauen, die von ihrer betenden Lebensweise angezogen wurden, entstand 480 ein Kloster, für das Brigid 513 die Regel des heiligen Caesarius von Arles übernahm. Das Kloster weitete sich bald zu einem Doppelkloster aus, wobei Brigid das Recht vorbehalten blieb, den Abt des Männerklosters zu ernennen. Dieses Recht ging für Jahrhunderte auf ihre Nachfolgerinnen über, was die Äbtissinnen von Kildare faktisch zu Oberen der irischen Klöster machte. Kildare wurde am Ende Bischofssitz und entwickelte sich zum religiös-kulturellen Zentrum, das auf die ganze Insel ausstrahlte. Nach ihrem Tod am 1. Februar 525 wurde ihr zu Ehren bis 1220 ein ewiges Licht, das „St. Brigidenfeuer“, unterhalten. Ihr Nonnenkloster bestand bis zu seiner Aufhebung unter König Heinrich VIII. 1540. Verehrung/Brauchtum: 878 wurden ihre Reliquien vor den Normannen in Sicherheit gebracht und im Grab von Patrick und Kolumban in Downpatrick beigesetzt. Ihr Schädel gelangte nach Portugal, weitere Reliquien nach Groß St. Martin in Köln. Späteren Legenden nach hat Brigida Haustiere geheilt, weswegen sie als Schutzheilige des Viehs verehrt wird. Seit 2023 wird in Irland ihretwegen der 1. Februar als gesetzlicher Feiertag begangen. Darstellung: als Äbtissin, mit Kuh, als Magd, Feuerflammen über dem Kopf Patronin: von Irland, des Geflügels, des Viehs und der Haustiere, der Kinder und Wöchnerinnen, gegen Unglück und Verfolgung Weitere Heilige des Tages:
Johanna Franziska von der Heimsuchung Michelotti, Ordensgründerin
Johanna Franziska von der Heimsuchung Michelotti, Ordensgründerin
Lebensdaten: geboren in Kärnten, gestorben am 27. Mai 1045 in Persenbeug an der Donau Lebensgeschichte: Bruno war ein Sohn des Herzogs von Kärnten, Neffe von Papst Gregor V. und Vetter von Kaiser Konrad II., der ihn als Hofkaplan zu sich holte und als Bote in heiklen Aufträgen beschäftigte. 1027 übertrug ihm der Salierkaiser die Leitung der italienischen Kanzlei und machte ihn 1034 zum Bischof von Würzburg. Auch unter dessen Sohn Kaiser Heinrich III. war Bruno diplomatisch tätig, zum Beispiel bei dessen Brautwerbung um Agnes von Poitou 1042. Als Inhaber des wichtigen Würzburger Bischofsstuhls legte er strengere Anforderungen an Moral und Bildung seiner Priester, vielleicht sogar mit einer eigenen Schrift gegen die Simonie (Kauf geistlicher Ämter), denn Bruno war einer der wenigen literarisch tätigen Bischöfe seiner Zeit und hat unter anderem einen großen Psalmenkommentar hinterlassen. Bruno legte 1040 den Grundstein für den Würzburger Kiliansdom, dessen Krypta anlässlich seiner eigenen Bestattung eingeweiht wurde, nachdem er 1045 tödlich verunglückt war: Als Mitglied der kaiserlichen Reisegesellschaft war er Gast bei einem Festmahl im heutigen Niederösterreich, als der Boden einstürzte und Bruno an seinen Verletzungen starb. Verehrung: Die Reliquien des heiligen Bischofs werden in der Krypta des Würzburger Doms verehrt. Darstellung: im Bischofsornat mit Trümmerstücken Weitere Heilige des Tages:
Augustinus von Canterbury, Bischof, Glaubensbote
Gertrud von Schaffgotsch, Ordensgründerin
Margareta Pole, Märtyrin
Augustinus von Canterbury, Bischof, Glaubensbote
Gertrud von Schaffgotsch, Ordensgründerin
Margareta Pole, Märtyrin
Lebensdaten: geboren um 1030 in Köln, gestorben am 6. Oktober 1101 in La Torre, Kalabrien Lebensgeschichte: Der Patriziersohn Bruno war Stiftsherr an St. Kunibert in Köln und vollendete seine theologischen Studien an der berühmten Domschule von Reims, deren Leitung er seiner Fähigkeiten wegen 1057 übernahm. Als Manassès de Gournay 1067 durch Ämterkauf Erzbischof von Reims wurde und Bruno zu seinem Kanzler ernannte, hinderte das Bruno nicht, ihn öffentlich der Simonie zu bezichtigen. Bruno musste ins Exil, schlug nach der Absetzung Manassès’ 1080 dessen Nachfolge als Erzbischof aus und bezog mit zwei Gefährten und der Erlaubnis des Benediktinerabts Robert von Molesme eine Einsiedelei in Burgund. 1085 zog er mit inzwischen sechs Gefährten zu seinem früheren Schüler, Erzbischof Hugo von Grenoble, der ihm ein Stück felsiges Land schenkte: die Cartusia, aus der die Große Kartause entstehen sollte. Bruno verfasste für die Kartäuser eine Ordensregel, die als einzige noch heute volle Geltung hat: strenge Askese, kein Fleischverzehr, absolutes Schweigen und Einsamkeit in der Zelle, Treffen nur zu gemeinsamen Gebetszeiten und zur Feier der heiligen Messe, genau geregelte Zeiten der Arbeit und des Gebets. 1090 forderte ihn Papst Urban II., auch er ein ehemaliger Schüler, als Berater an und trug ihm den Bischofssitz von Reggio in Kalabrien an. Bruno fühlte sich dieser Aufgabe nicht gewachsen und gründete 1092 mit Erlaubnis des Landesherrn Roger von Sizilien eine Kartause in La Torre in Kalabrien, das heutige Kloster San Stefano del Bosco in Serra San Bruno, wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte. Verehrung: In San Stefano di Bosco beerdigt, wurden seine Gebeine 1122 in die Ortskirche Santa Maria überführt. 1514 berief sich der Kardinalprotektor des Kartäuserordens auf eine Äußerung Papst Leos X. und erlaubte den Kult Brunos im Orden. 1674 bestätigte Papst Clemens X. Brunos Verehrung und weitete sie auf die ganze Kirche aus. Darstellung: als Kartäuser mit schweigegebietendem Zeigefinger am Mund, Totenschädel, Kreuz, Mitra oder sieben Sternen Patron: gegen Besessenheit und Pest Weitere Heilige des Tages:
Adalbero von Würzburg, Bischof
Maria Franziska Gallo, Ordensfrau, Mystikerin
Adalbero von Würzburg, Bischof
Maria Franziska Gallo, Ordensfrau, Mystikerin
Lebensdaten: geboren um 974 in Querfurt (Saalekreis), gestorben am 9. März 1009 in Sudauen Lebensgeschichte: Brun war über seinen Vater mit dem sächsischen Kaiserhaus verwandt und wurde nach seiner Ausbildung zum Kleriker an der Magdeburger Domschule als Domherr in die Hofkapelle Ottos III. aufgenommen. Im Reisegefolge des Kaisers in Rom trat er unter dem Eindruck des Märtyrertods des Prußenmissionars Adalbert von Prag († 997) in dessen Kloster SS. Bonifacio e Alessio ein und nahm den Mönchsnamen Bonifatius an – zu Ehren des Kirchenpatrons Bonifatius von Tarsus sowie des Germanenapostels Bonifatius. Unter dem Einfluss Romualds von Camaldoli und des griechischen Eremitenabts Neilos wurde er um 1001 Eremit in deren Klause bei Ravenna. Von dort sandte er seinen Freund Benedikt mit einem Gefährten nach Polen, wo ein Missionszentrum für Ostmitteleuropa entstehen sollte. Im Herbst 1002 ernannte ihn Papst Silvester II. in der Nachfolge Adalberts zum „Erzbischof der östlichen Heiden“ – die Weihe erhielt er erst zwei Jahre später. Nach einem Besuch bei König Stephan von Ungarn verbreitete er den Glauben bei den Széklern in Siebenbürgen und im Anschluss im Auftrag des Großfürsten Wladimir von Kiew bei den Petschenegen am unteren Dnjepr. 1008 sandte er von Polen aus eine Sondermission nach Schweden und traf Vorbereitungen für die Prußenmission. Anfang 1009 brach er selbst ins Gebiet der Jadwinger auf und erlitt am 9. März in Sudauen, dem Grenzland zwischen Preußen, Litauen und Russland, mit achtzehn Begleitern das Martyrium durch Prußen oder Litauer – sie wurden vermutlich enthauptet. Verehrung: Der polnische König und Herzog von Böhmen Bolesław soll den Heiden die Leichname abgekauft und bestattet haben – wo, ist unbekannt. Darstellung: mit abgeschlagenem Kopf oder abgeschlagener Hand, mit Esel als Reittier Patron: der polnischen Diözesen Łomża und Warmia sowie des litauischen Erzbistum Vilnius, einer der drei Nationalheiligen Ungarns Weitere Heilige des Tages:
Domenico Savio, Schüler Don Boscos
Eugenia Maria von Jesus, Ordensgründerin
Franziska von Rom, Ordensgründerin, Mystikerin
Gregor von Nyssa, Bischof, Kirchenvater
Domenico Savio, Schüler Don Boscos
Eugenia Maria von Jesus, Ordensgründerin
Franziska von Rom, Ordensgründerin, Mystikerin
Gregor von Nyssa, Bischof, Kirchenvater
Lebensdaten: gestorben am 22. November 230 in Rom Lebensgeschichte und Legende: Die junge Patrizierin Cäcilia wurde gegen ihren Willen verheiratet, ließ aber ihren Mann Valerianus in der Hochzeitsnacht den Engel sehen, der ihre Keuschheit bewachte, worauf er sich zum Glauben bekehrte und taufen ließ. Gemeinsam standen sie verfolgten Christen bei. Nach der Gefangennahme und Hinrichtung ihres Mannes mitsamt dessen Bruder Tiburtius sowie ihres Wärters Maximus, der sich ebenfalls bekehrt hatte, bestattete Cäcilia ihre Leichen. Auch das galt in der Zeit der Christenverfolgungen als Verbrechen. Cäcilia wurde gefasst, widerstand aber ebenfalls standhaft allen Drohungen. Ihr Vorbild beeindruckte und bekehrte über 400 Menschen, die Bischof Urban I. von Rom auf Cäcilias Bitte hin taufte. Schließlich ließ der römische Stadtpräfekt Cäcilia in siedend heißes Wasser setzen, was sie aber unbeschadet überstand. Daraufhin wurde sie zur Hinrichtung durch das Schwert geführt. Dreimal schlug der Henker zu, doch die „halsstarrige“ Cäcilia überlebte ihre Enthauptung um drei schmerzhafte Tage, die sie noch nutzte, um ihr Vermögen den Armen zu schenken. Verehrung und Brauchtum: Der Überlieferung nach soll die heutige Basilika S. Cecilia im römischen Trastevere das ursprüngliche Haus der Heiligen gewesen sein, wo seit dem 22. November 545 angeblich ihr Gedächtnis gefeiert wird. Seit 496 wird sie im Eucharistischen Hochgebet genannt. Die Kathedrale von Albi in Südfrankreich, wo sie seit dem 7. Jahrhundert verehrt wird, trägt ihren Namen. 821 wurde ihr vermuteter Leichnam aus einem Grab der Gens Caecili in der Calixt-Katakombe nach S. Cecilia verbracht. 1599 wurde dort ihr Grab geöffnet. Nach der Lage ihres erhaltenen Leichnams schuf der Augenzeuge Stefano Maderno die berühmte Liegefigur der Heiligen aus Marmor. Zur Patronin der Musiker und Instrumentenbauer wurde Cäcilia, weil sie der Legende nach bei ihrer unfreiwilligen Hochzeit selber die Orgel spielte und „Gott zugewandt im Herzen sang“. Für viele Komponisten war und ist es bis heute Ehrensache, zu ihrem Festtag Messen, Oden und Hymnen zu verfassen. Darstellung: bei ihrem Martyrium, liegend mit Halswunde, mit Orgel oder Geige und Engeln Patronin: von Albi, der Kirchenmusik, der Sänger und Musiker, der Dichter, der Instrumenten- und Orgelbauer Weitere Heilige des Tages:
Philemon von Kolossai, Paulusschüler, Bischof, Märtyrer
Salvatore Lilli, Ordenspriester, Märtyrer
Philemon von Kolossai, Paulusschüler, Bischof, Märtyrer
Salvatore Lilli, Ordenspriester, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 470 bei Chalon-sur-Saône, gestorben am 27. August 542 in Arles Lebensgeschichte: Caesarius war aus christlicher gallorömischer Familie in Burgund und wurde mit 18 Jahren Kleriker seines Heimatbischofs Sylvester. Von seinem 20. bis etwa 30. Lebensjahr lebte er auf der Klosterinsel Lérins, einem der bedeutendsten kulturellen, politischen und geistlichen Zentren Galliens, das orientalische Traditionen bewahrte und bis nach Irland weiterreichte. Weil er es mit der mönchischen Askese übertrieben hatte, wurde er nach Arles gesandt, wo ihn sein Verwandter, Bischof Aeonius, 499 zum Priester weihte und ihm die Leitung eines Klosters auf einer Rhôneinsel bei der Stadt anvertraute, für das Caesarius eine Mönchsregel schrieb. Ende 502 wurde er selber Bischof von Arles, wobei er sein Mönchsleben weiterführte und seinen Klerus disziplinierte. Er geriet mehrfach ins Visier der west- und der ostgotischen Herrscher, die als Arianer den katholischen Glauben nicht teilten und ihn des Verrats verdächtigten, doch er konnte sie jedesmal von seiner politischen Loyalität überzeugen. Nach der Eroberung Südfrankreichs durch die katholischen Franken nahm Caesarius’ politische Bedeutung zu. 514 übergab ihm Papst Symmachus in Rom das Pallium des Erzbischofs und ernannte Caesarius zum Apostolischen Vikar für Gallien und Spanien, in welcher Funktion er auf einer ganzen Serie von Synoden und Konzilien die Gnadenlehre des heiligen Augustinus durchsetzte. Er gründete mit dem Johanneskloster der Stadt das vermutlich älteste Nonnenkloster des Westens, setzte seine Schwester Caesaria als Äbtissin ein und verfasste für die Jungfrauen ebenfalls eine Regel. Caesarius starb nach 40jähriger Amtszeit und hinterließ neben den Klosterregeln und dogmatischen Traktaten gegen die Arianer und Semipelagianer über 200 Predigten, die auch konkrete Einblicke in das Leben der gallischen Christen mit durchaus noch praktiziertem Aberglauben und Heidentum wie Orakel und Naturkulten geben. Verehrung und Brauchtum: Caesarius wurde neben seiner Schwester in der Marienbasilika seines Frauenklosters bestattet, der heutigen Caesariusbasilika. Im 8. und 9. Jahrhundert wurde die Basilika von Normannen und Sarazenen verheert, seitdem finden sich Reliquien hinterm Hochaltar der Kirche Saint-Blaise und im Büstenreliquiar der Abteikirche von Maurs in der Auvergne. Am 27. August wurden früher in der Provence Pfirsiche geweiht, deren Kerne um den Hals getragen bei Fieber und gegen den bösen Blick halfen. Darstellung: als Bischof, beim Löschen eines Feuers durch sein Gebet Patron: gegen Feuergefahr Weitere Heilige des Tages:
Margareta von Bayern, Herzogin
Maria del Pilar Izquierdo Albero, Ordensgründerin
Monnica, Mutter des heiligen Augustinus
Margareta von Bayern, Herzogin
Maria del Pilar Izquierdo Albero, Ordensgründerin
Monnica, Mutter des heiligen Augustinus
Lebensdaten: geboren am 9. Januar 1894 in Göfis bei Feldkirch, gestorben am 13. November 1944 in Halle Lebensgeschichte: Karl Lampert war das jüngste von sieben Kindern einer Landwirtsfamilie und konnte mit der Unterstützung eines geistlichen Onkels das Gymnasium in Feldkirch besuchen. Nach der Matura 1914 trat er in das Fürsterzbischöfliche Priesterseminar in Brixen ein, wo seine Mitalumnen ihm seiner eleganten und gewandten Art wegen den Spitznamen „Carlobello“ gaben. Nach seiner Priesterweihe 1918 wurde Lampert Kaplan in Dornbirn-Markt, wo er erfolgreich unter den Jugendlichen sowie als Religionslehrer wirkte und seinem Bischof auffiel, der ihn 1930 zum Studium des Kirchenrechts nach Rom entsandte. Dort, wo er seine glücklichsten Jahre erlebte, änderte er die Schreibweise seines Vornamens in Carl ab. An der Römischen Rota, dem zweithöchsten Gerichtshof an der Kurie, spezialisierte er sich im kirchlichen Verwaltungs- und Gerichtswesen. 1935 beschloss er seine Studien mit dem Doktortitel und kehrte als Monsignore aus Rom zurück. Carl Lampert wurde als Offizial mit dem Aufbau des kirchlichen Gerichts in der Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch betraut und 1939 zum Provikar ihres Tiroler Teils ernannt. Wegen seines mutigen Eintretens gegen kirchenfeindliche Handlungen der Gauleitung wurde er mehrere Male von der Gestapo in Haft genommen. Nach der Ermordung des Pfarrers Otto Neururer im Konzentrationslager Buchenwald ignorierte Lampert die Anweisung, den Geistlichen anonym zu bestatten, und nannte in einer Todesanzeige den Sterbeort, weswegen er wegen „Verstoßes gegen die NS-Geheimhaltungsvorschriften“ 1940 selber ins KZ musste. 1941 entlassen und mit „Gauverbot“ in Tirol belegt, hielt er sich im Gau Pommern/Mecklenburg auf, wo er in die Fänge eines Spitzels geriet, der ihn mit einem Lügenprotokoll der Spionage „überführte“. Provikar Lampert wurde in drei Anläufen zum Tode verurteilt und am 13. November 1944 um 16 Uhr in Halle an der Saale mit dem Fallbeil enthauptet. Seine letzten Worte lauteten „Jesus Maria“. Verehrung: Die Urne mit Carl Lamperts Asche wurde zunächst in Halle beigesetzt und erst 1948 nach Göfis, seiner Heimatgemeinde, überstellt. Das 1998 eingeleitete Seligsprechungsverfahren kam am 13. November 2011 in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn, Lamperts erster Wirkungsstätte, mit einer feierlichen Messe zu ihrem Abschluss. Weitere Heilige des Tages:
Augustina Pietrantoni, Ordensfrau
Nikolaus I., Papst
Stanislaus Kostka, Ordensnovize
Augustina Pietrantoni, Ordensfrau
Nikolaus I., Papst
Stanislaus Kostka, Ordensnovize
Lebensdaten: geboren in Toledo, gestorben 1075 in Briviesca bei Burgos Lebensgeschichte und Legende: Casilda war die Tochter des Emirs al-Mamun von Toledo, der damaligen Hauptstadt des muslimischen Spanien – anderen Überlieferungen nach hieß ihr Vater Ben Cannon und war Wesir von Cuenca. Das Mädchen war bekannt für ihre großzügige Hilfe, die sie auch den christlichen Gefangenen im Kerker erwies. Eines Tages wurde sie dabei überrascht, wie sie den Christen zu essen brachte. Als man sie durchsuchte, geschah wie bei Elisabeth von Thüringen bzw. bei Elisabeth von Portugal ein Wunder: Das Brot, das sie in ihren Kleidern verbarg, hatte sich in Rosen verwandelt. Als Casilda an Blutfluss erkrankte und kein Arzt ihr helfen konnte, reiste sie auf Anraten ihrer gefangenen Freunde nach San Vicente del Valle, wo ein wundertätiger Quell zahlreiche Pilger anzog und Heilung versprach. Tatsächlich genas Casilda, worauf sie sich zum Christentum bekehrte, jedoch ohne Aufsehen zu erregen. Sie empfing die Taufe und lebte als Einsiedlerin nahe bei der Quelle. Den Erzählungen nach verstarb sie mit hundert Jahren in ihrer Einsiedelei, und gleich nach ihrem Tod wurden Wunder bekannt, die mit ihr in Zusammenhang gebracht wurden. Verehrung: Casilda wurde in der Kirche San Vicente von Briviesca bestattet und gilt als eine der beliebtesten Heiligen Spaniens. 1750 wurden ihre Gebeine erhoben und die Kirche um ein Hospital erweitert, um die vielen Pilger zu ihrem Grab aufzunehmen. Darstellung: als junge Frau beim Blumenwunder Patronin: von Briviesca und Burgos, Helferin bei Unfruchtbarkeit und gegen Blutfluss Weitere Heilige des Tages:
Hugo von Rouen, Bischof
Konrad von Salzburg, Bischof
Thomas von Tolentino, Missionar, Märtyrer
Waltraud, Äbtissin
Hugo von Rouen, Bischof
Konrad von Salzburg, Bischof
Thomas von Tolentino, Missionar, Märtyrer
Waltraud, Äbtissin