Heilige
Lebensdaten: geboren um 1560 in Amberg, gestorben am 23. Mai 1621 in Neapel Lebensgeschichte: Bartholomäus Bauer war der musikalisch begabte Sohn eines Amberger Küfermeisters und verließ offenbar infolge konfessioneller Streitigkeiten zwischen Lutheranern und Calvinisten um 1577 seine Heimatstadt. In Rom soll ihn ein Kardinal in den katholischen Glauben eingewiesen haben, worauf Bartholomäus konvertierte und nach Amberg zurückreiste, um auch seine Familie zu bekehren – was jedoch zum völligen Zerwürfnis und seiner überstürzten Flucht zurück nach Italien führte. Bauer, latinisiert Agricola, trat dem Franziskanerorden bei und wirkte um 1590 als Komponist und Kirchenmusiker in verschiedenen Klöstern. Nach Jahren als Novizenmeister unter anderem in Assisi wurde er in Neapel zum Priester geweiht. Dort betreute er als Seelsorger ab 1619 die Franziskaner-Tertiarinnen, die sich im „Spital der Unheilbaren“ der Krankenpflege der Ärmsten widmeten, besuchte Gefangene und wirkte in der Stadt und im Umland trotz eines offenen Fußes als Volksprediger, dessen Aufmerksamkeit gerne den Kindern galt. Er starb 1621 im Ruf der Heiligkeit im Kloster San Lorenzo Maggiore in Neapel. Verehrung: Ein wahrer Triumphzug gab dem beliebten Seelsorger das letzte Geleit. Das 1625 eingeleitete Seligsprechungsverfahren wurde vor kurzem von den Diözesen Regensburg und Neapel sowie den Franziskaner-Minoriten wiederaufgenommen. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Grab in San Lorenzo Maggiore wurde 1987 wieder eingerichtet und ist traditionell ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Weitere Heilige des Tages:
Johannes Baptista de Rossi, Priester
Johannes Baptista de Rossi, Priester
Lebensdaten: geboren 330 in Caesarea, heute Kayseri, Türkei, gestorben am 1. Januar 379 ebendort Lebensgeschichte: Basilius war das Kind einer christlichen Familie mit zahlreichen Heiligen und Märtyrern. Nach einem gründlichen Studium sowohl der christlichen Schriftsteller als auch der antiken Literatur und Wissenschaften sowie ausgedehnten Reisen zu Klöstern und Einsiedlereien, auf denen er das Mönchsleben kennenlernte, traf er seinen lebenslangen Freund und Vertrauten Gregor von Nazianz, mit dem gemeinsam er eine Mönchsgemeinschaft plante. Sie widmeten sich nicht nur dem Gebet, der Askese und der körperlichen Arbeit, sondern betrieben darüber hinaus sorgfältige theologische Studien. Die ausführliche Mönchsregel, die Basilius verfasste, trägt seinen Namen und ist in der Orthodoxie bis heute in Geltung. Trotz der Verurteilung der arianischen Irrlehre, derzufolge Christus letztlich nur ein Geschöpf ist, durch das Konzil von Nizäa im Jahr 324 hatten sich weithin arianische Bischöfe mit Unterstützung des Kaisers durchgesetzt. Inmitten dieser Wirren wurde Basilius 370 zum Metropoliten (Erzbischof) von Caesarea und bewahrte durch seinen Einsatz ganz Kleinasien davor, der Häresie komplett zum Opfer zu fallen. Seine Abhandlung „Über den Heiligen Geist“ floss direkt in das Dogma vom Heiligen Geist als Person der göttlichen Dreifaltigkeit ein, und Basilius prägte als erster die trinitätstheologische Formel „Ein Wesen – drei Personen“. Basilius der Große, wie er trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung schon zu Lebzeiten genannt wurde, schuf in Caesarea mit seinem eigenen Vermögen und mit Hilfe von Schenkungen den Stadtteil Basilias, in dem er Spitäler, Waisen- und Armenhäuser, Altenheime sowie ein Aussätzigenasyl ansiedelte. Er starb 379 mit nur 49 Jahren. Verehrung/Brauchtum: Basilius, sein Bruder Gregor von Nyssa und sein Freund Gregor von Nazianz sind die drei „großen Kappadokier“, denen die Christenheit viel an theologischer Einsicht verdankt. Basilius, der in der West- wie in der Ostkirche als Kirchenvater verehrt wird, gilt mit Gregor von Nazianz und Johannes Chrysostomus als Hierarch der Orthodoxie und ist im Osten im Zusammenhang mit volkstümlichen Neujahrsbräuchen sehr beliebt. Darstellung: als Mönch mit Büchern und Totenkopf Patron: der Kinder und der ostkirchlichen Mönche, der Armen und Kranken, der Seefahrer Weitere Heilige des Tages:
Gregor von Nazianz, Bischof, Kirchenlehrer
Dietmar, Bischof
Gregor von Nazianz, Bischof, Kirchenlehrer
Dietmar, Bischof
Lebensdaten: geboren um 672 bei Sunderland, Nordostengland, gestorben am 26. Mai 735 in Jarrow am River Tyne Lebensgeschichte: Beda – sein Name ist äußerst selten – muss seinem späteren Umgang nach aus einer angesehenen, vermutlich adligen Familie gestammt haben. Mit sieben Jahren wurde er als Oblate ins Kloster Monkwearmouth gegeben, wo er vom Abt Benedict Biscop, der eine riesige Bibliothek besaß, erzogen wurde. 682 folgte Beda seinem anderen Erzieher Ceolfrith nach Jarrow und half dort bei der Gründung einer neuen Abtei. Zehn Jahre später, mit 19 Jahren, wurde Beda vom Bischof von Hexham zum Diakon geweiht – das Unterschreiten des Mindestalters von 25 Jahren war vielleicht seinen außerordentlichen Geistesgaben oder dem Umstand geschuldet, dass der Konvent fast vollständig einer Seuche zum Opfer gefallen war. Mit 30 Jahren wurde Beda zum Priester geweiht und verfasste erste Lehrbücher für den Unterricht an der Klosterschule. Er lehrte Dichtkunst und soll selber ein begnadeter Rezitator sowohl lateinischer als auch volkssprachlicher Verse gewesen sein, sowie Grammatik, Orthographie und Geschichte, letztere Disziplin auf sehr hohem Niveau: Beda betrieb für sein bedeutendstes Werk, die „Kirchengeschichte des englischen Volkes“ ab der Zeit der römischen Eroberung, intensive Quellenkunde und wertete auch heidnische Autoren aus. Besonders dieses Werk, für das er bis nach Rom recherchieren ließ, machte ihn berühmt und trug ihm den Ehrentitel „Vater der englischen Geschichtsschreibung“ ein, den er bis heute trägt. Beda verfügte nicht nur über ein immenses Wissen in den Bereichen der Mathematik und Astronomie, sondern setzte auch wissenschaftliche Standards, indem er die Ergebnisse anerkannter Autoritäten wie zum Beispiel Isidor von Sevilla nachrechnete und zu teils anderen Resultaten gelangte. Das führte unter anderem zu einer Anschuldigung vor seinem Bischof, weil er das gemeinhin akzeptierte Alter der Welt um gleich tausend Jahre jünger ansetzte. Als Beda einmal wiederum von Bischof Wilfrith einbestellt wurde, um sich Vorwürfen zu stellen, verlagerte sich die Diskussion auf Schilderungen des Lebens und der Verehrung der heiligen Äbtissin Æthelthryth von Ely, deren Berater Wilfrith gewesen war, denn Beda war auch ein unermüdlicher Verfasser von Heiligenviten. Er übernahm die Zeitrechnung von Dionysius Exiguus (um 530) und setzte damit die Zählung der Jahre ab bzw. vor Christi Geburt durch, wie wir sie heute kennen. Er berechnete den richtigen Ostertermin auf Jahrhunderte und bemerkte bereits den Kalenderfehler, der erst 1582 unter Papst Gregor XIII. behoben werden sollte. Zu den rund 60 Werken des schon zu Lebzeiten unstrittig größten Gelehrten seiner Zeit, die alle erhalten sind, weil sie eifrig kopiert wurden, gehören auch einflussreiche Bibelkommentare. Beda führte eine umfangreiche Korrespondenz und besuchte auch seine Briefpartner wie Ecgberht von York kurz vor dessen Erhebung zum Erzbischof oder die Mönche von Lindisfarne. Dieses Kloster keltischer Tradition war erst infolge der Synode von Whitby (664) vom iroschottischen zum römischen Kurs gewechselt, dem Beda weiter zum Durchbruch verhalf, besonders, was den abweichenden Ostertermin betraf. Beda schritt jedoch dann ein, wenn die Iroschotten als Ketzer denunziert wurden, wo die Umsetzung länger brauchte. An Ostern 735 litt Beda wiederholt an Atemnot, seine Füße schwollen an, und bettlägerig diktierte er einem Schreiber namens Wilberht die letzten Seiten seiner Übersetzung des Johannesevangeliums. Er starb am Himmelfahrtstag, das „Ehre sei dem Vater …“ auf den Lippen. Verehrung: Bedas sterbliche Überreste ruhen seit dem 11. Jahrhundert in der Kathedrale von Durham und darin in der Galilee Chapel, nachdem sein Grab während des Klostersturms von 1541 geplündert wurde. Seinen Beinamen „Venerabilis – Ehrwürdig“ trägt er seit dem 9. Jahrhundert. Der Legende nach erhielt er ihn, als Steine, die seine Predigt gehört hatten, ihn so ansprachen, oder der Verfasser seines Epitaphs habe ihn eines Morgens so eingemeißelt vorgefunden. 1899 sprach ihn Papst Leo XIII. offiziell heilig und erhob ihn zum Kirchenlehrer. Unter König Ludwig I. von Bayern wurde er in die Ruhmeshalle Walhalla bei Regensburg aufgenommen. Darstellung: mit seinem Geschichtswerk, mit Schreibfeder oder Lineal, mit Birett Patron: der englischen Schriftsteller und Historiker, von Jarrow und dem County Tyne and Wear Weitere Heilige des Tages:
Gregor VII., Papst
Maria Magdalena von Pazzi, Ordensfrau, Mystikerin
Gregor VII., Papst
Maria Magdalena von Pazzi, Ordensfrau, Mystikerin
Lebensdaten: geboren 1526 in San Fratello bei Messina/Sizilien, gestorben am 4. April 1589 in Palermo Lebensgeschichte: Benedetto Manasseri war der Sohn äthiopischer Sklaven, die nach Sizilien verschleppt worden waren, dort den christlichen Glauben annahmen und vor ihrem Lebensende die Freiheit erhielten. Wie die meisten Bauern besuchte er keine Schule und war vollkommen ungebildet, doch er fiel wegen seiner Wohltätigkeit und seiner natürlichen Würde dem Oberen einer Eremitengemeinschaft auf, die auf dem nahegelegenen Monte Pellegrino nach der Franziskusregel lebte. Benedikt schloss sich auf Einladung dieser Gemeinschaft an, die er später auch leitete. Als Papst Pius IV. 1564 alle unabhängigen Einsiedeleien auflöste und deren Angehörige sich neue Gemeinschaften suchen mussten, zog Benedikt ins Franziskanerkloster Santa Maria di Gesù bei Palermo, wo er zunächst in der Klosterküche arbeitete. Bald wies man ihm jedoch das Amt des Novizenmeisters zu und wählte ihn schließlich zum Guardian des Klosters, obwohl er weder Ordenspriester war noch lesen und schreiben konnte. Er führte im Kloster eine strengere Regel ein und wurde zu einem vielgefragten Ratgeber, dem auch die Gabe der Heilung nachgesagt wurde. Gegen Ende seines Lebens gab er sein Amt auf und kehrte in seine Klosterküche zurück, wo er viel Zeit für Gebet und Meditation hatte. Bei seinem Tod am 4. April 1589 versammelten sich unzählige Menschen und gaben ihm das letzte Geleit. Verehrung: Der spanische König Philipp III. ließ ihm ein prachtvolles Grab in der Klosterkirche errichten. 1713 wählte ihn Palermo zum Stadtpatron. 1783 wurde Benedikt „der Mohr“, wie er wegen seiner Hautfarbe genannt wurde, selig-, 1807 heiliggesprochen. In den USA und in Lateinamerika wird er als Patron der Afroamerikaner verehrt. Patron: der Afroamerikaner und von Palermo Weitere Heilige des Tages:
Eva von Lüttich, Reklusin
Heinrich Richter, Priester, Märtyrer
Isidor von Sevilla, Bischof, Kirchenlehrer
Konrad von Weißenau, Propst
Eva von Lüttich, Reklusin
Heinrich Richter, Priester, Märtyrer
Isidor von Sevilla, Bischof, Kirchenlehrer
Konrad von Weißenau, Propst
Lebensdaten: geboren am 26. März 1748 in Amettes (Pas-de-Calais), gestorben am 16. April 1783 in Rom Lebensgeschichte: Benoît-Joseph Labre war das älteste von 15 Kindern eines Landwirts und zeigte früh schon Anzeichen eines so tiefen Glaubens, dass ihn seine Eltern mit zwölf Jahren in die Obhut seines Onkels und Taufpaten gaben, der Pfarrer in einem Nachbarort war. Doch statt sich dem Lateinstudium zu widmen und sich aufs Priesterseminar vorzubereiten, griff der Jugendliche zu den vielen Erbauungsbüchern im Pfarrhaus und entwickelte eine so rigoristische und skrupulöse Frömmigkeit, dass er die heilige Kommunion nicht mehr zu empfangen wagte und in ein Kloster einzutreten wünschte. Mit 18 Jahren klopfte er an einer benachbarten Kartause an, wo man ihn jedoch seiner Jugend wegen nicht aufnahm. Einen längeren Aufenthalt in der nächstgelegenen Kartause beendete der Prior mit Hinweis auf seine labile Gesundheit, seine Ängste und seinen Hang zu exzessiver Strenge – Benoît-Joseph fehle die Berufung zum Kartäuser. Ähnliches widerfuhr dem jungen Mann bei den Trappisten und zuletzt im Zisterzienserkloster Sept-Fons, das ihn „wegen seiner geistlichen Leiden, die um seinen Kopf fürchten lassen“, wieder aus dem Noviziat entfernte. Nachdem er überall abgewiesen worden war, fand Benoît-Joseph seine Berufung schließlich in einem Leben als Bettler und Pilger – zu einer Zeit, als Wallfahrten als unnütz galten und Pilger von der „aufgeklärten“ Gesellschaft schief angesehen wurden. Er wanderte von Heiligtum zu Heiligtum und legte zwischen 1770 und 1774 etwa 30.000 Kilometer durch Frankreich, Spanien, die Schweiz und Italien zurück, wobei er sich mit dem mageren Ergebnis seines Bettelns nicht nur demütig zufriedengab, sondern alles immer gleich mit anderen teilte oder es ihnen ganz überließ. Auf seinen Pilgerreisen erwarb er sich so nach und nach den Ruf der Heiligkeit. Schließlich ließ er sich in Rom nieder, wo er einige Jahre in den Ruinen des Kolosseums gelebt haben soll und wo ihm zahlreiche mystische Gnadenerweise zuteil wurden. Er trat dem franziskanischen Drittorden bei und legte zur vollkommenen Abtötung des Fleisches das Gelübde ab, sich nicht mehr zu waschen – Labres Geruch und Befall mit Ungeziefer waren sprichwörtlich, wobei er Läuse und Flöhe seinen „lebendigen Bußgürtel“ nannte. Völlig entkräftet von den Reisestrapazen und nächtelangem Beten starb er am Mittwoch der Karwoche 1783 im Haus des Fleischers Zaccarelli, der den 35jährigen bewusstlos auf den Stufen der Kirche Santa Maria ai Monti liegend gefunden hatte. Die Nachricht seines Todes verbreiteten die römischen Kinder mit dem Ruf „È morto il santo – der Heilige ist tot!“, und sein Begräbnis gestaltete sich zu solch einem Menschenauflauf, dass Papst Pius VI. seine Korsische Garde einschreiten ließ. Verehrung: Gleich nach seinem Tod wurden 136 auf seine Fürbitte zurückgehende Heilungswunder amtlich festgehalten, und sein Seligsprechungsverfahren wurde eröffnet. Es kam erst 1860 durch Papst Pius IX. zur Vollendung, weil ihn die rigoristischen Jansenisten für sich reklamierten. 1881 wurde er von Papst Leo XIII. heiliggesprochen. Benoît-Joseph Labre ruht im linken Seitenschiff der Kirche Santa Maria ai Monti unter einem Marmoraltar, auf dem er liegend abgebildet ist. Patron: der Junggesellen, der Bettler und Obdachlosen, der Pilger, der Unangepassten Weitere Heilige des Tages:
Bernadette Soubirous, Seherin, Ordensfrau
Magnus von Orkney, Märtyrer
Bernadette Soubirous, Seherin, Ordensfrau
Magnus von Orkney, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 750 im Languedoc, gestorben am 11. Februar 821 in Kornelimünster bei Aachen Lebensgeschichte: Witiza war der Sohn eines westgotischen Grafen, der für den fränkischen Hausmeier Karl Martell ein Gebiet in Südwestfrankreich erobert und sich dort niedergelassen hatte. Er diente als Ritter unter König Pippin dem Kleinen und Karl dem Großen. Bei einem Feldzug musste er mitansehen, wie sein Bruder ertrank. Nach diesem Ereignis quittierte er den Dienst, wurde Mönch und nahm den Ordensnamen Benedikt an. Nach zehn Jahren im Kloster St. Seine bei Dijon bezog er mit einigen Anhängern sein Erbgut Aniane bei Montpellier, das er zuerst der strengen Basilius-Regel unterstellte, dann – nachdem ihn viele Gefährten verlassen hatten – der Regel des heiligen Benedikt. Das Kloster zählte bald 300 Mönche und galt als Vorbild für das ganze Frankenreich. König Ludwig der Fromme, dem an der Vereinheitlichung des geistlichen Lebens gelegen war, machte Benedikt zum Generalabt des ganzen Frankenreiches. Als Kaiser berief Ludwig ihn in sein neu gegründetes Modell-Kloster Marmoutier in Lothringen und später in das Kloster Inda, heute Kornelimünster bei Aachen. Von dort aus übte Benedikt, der auch ein wichtiger kaiserlicher Berater war, großen Einfluss durch die Ausbildung von Mönchen für das ganze Reich aus, und das Skriptorium der Reichsabtei wirkte mit der sogenannten karolingischen Minuskel für die ganze Epoche stilbildend. Auf der Aachener Synode 816/817 setzte Benedikt die Benediktinerregel als einzig gültige für alle Klostergemeinschaften im Frankenreich durch. Am 11. Februar 821 verstarb der „erste große Mönchsvater aus germanischem Stamm“ in Kornelimünster. Verehrung: Sein Grab in Aachen wurde nie gefunden; in seiner Heimat Südfrankreich wird er als Fürsprecher verehrt. Darstellung: als Abt, gelegentlich neben einem Feuer Weitere Heilige und Feste des Tages:
Unsere Liebe Frau in Lourdes
Gregor II., Papst
Paschalis I., Papst
Theodor Babilon, Märtyrer
Unsere Liebe Frau in Lourdes
Gregor II., Papst
Paschalis I., Papst
Theodor Babilon, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 480 in Norcia (Umbrien), gestorben am 21. März 547 in Montecassino Lebensgeschichte: Benedikt erhielt wie seine Zwillingsschwester Scholastika die hervorragende Erziehung, die Kindern von Gutsbesitzern entsprach, und zog zur weiteren Ausbildung nach Rom. Dort trieb ihn aber die Sittenlosigkeit der Stadt und besonders seiner Mitstudenten in die Flucht nach Affile in den Sabiner Bergen, wo er sich einer Einsiedlergemeinschaft anschloss. Die Suche nach noch mehr Einsamkeit führte ihn zu einer Höhle bei Subiaco, die er drei Jahre nicht verließ. Die Mönche des nahegelegenen Klosters Vicovaro, die ihn mit Essen versorgten, machten ihn zu ihrem Vorsteher, doch als er ihre Gemeinschaft nach seinen Vorstellungen umzugestalten begann, versuchten sie ihn zu vergiften. Im Tal von Subiaco gründete Benedikt eine Eremitengemeinschaft nach dem Vorbild des ägyptischen Mönchsvaters Pachomius mit zwölf Klöstern zu je zwölf Mönchen. Dazu kam der Konvent seiner Schwester Scholastika. 529 zog er mit einigen Gefährten auf den Berg Cassinium, wo er das Kloster Montecassino errichtete und die Benediktsregel verfasste, mit der Benedikt die älteren Überlieferungen besonders der ägyptischen und griechischen Mönche und Väter für die westliche Kirche erschlossen hat. Benedikt beschränkte seine Sorge nicht auf seine geistliche Familie, sondern stand den Menschen der Umgebung in ihren Nöten bei – von denen es in der Zeit der Völkerwanderung mit durchziehenden Volksmassen genug gab. Der Überlieferung nach starb er am Gründonnerstag des Jahres 547, stehend am Altar und mit erhobenen Armen. Verehrung: Papst Gregor der Große, der nach der Benediktsregel lebte, verfasste um 590 die erste Biographie des Mönchsvaters und entsandte Benediktiner nach England. Ab dem 7. Jahrhundert war seine Verehrung im ganzen Abendland verbreitet. Sein Gedenktag am 11. Juli geht auf die angebliche Übertragung seiner Gebeine aus dem bereits zerstörten Grab nach Frankreich zurück. Reliquien Benedikts befinden sich unter anderem in den Klöstern Benediktbeuren, Metten und Einsiedeln. Bei der Wiedererrichtung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Abtei Montecassino erhob Papst Paul VI. Benedikt zum Patron von Europa. Darstellung: im schwarzen Habit mit Kelch und Schlange, Rabe mit Brot, Regelbuch, Pelikan, mit seiner Zwillingsschwester Scholastika Patron: des abendländischen Mönchtums, von Europa, der Lehrer, Bergleute, Kupferschmiede, Höhlenforscher, Schulkinder und Sterbenden, Helfer bei Fieber, Entzündungen, Vergiftungen, Steinleiden und gegen Zauberei Weitere Heilige des Tages:
Olga, Großfürstin
Oliver Plunkett, Erzbischof, Märtyrer
Rahel, Frau Jakobs
Olga, Großfürstin
Oliver Plunkett, Erzbischof, Märtyrer
Rahel, Frau Jakobs
Lebensdaten: gestorben 424 in Persien Lebensgeschichte: Der Diakon Benjamin wirkte als Missionar im heutigen Iran und geriet in den religiösen und politischen Konflikt zwischen dem persischen Sassanidenreich mit dem Zoroastrismus als Staatsreligion und dem christlichen Oströmischen Reich. 422 wurde er gefangengenommen und kam erst nach einer Intervention des römischen Botschafters wieder frei, unter der Auflage jedoch, nicht mehr zu predigen und über seinen Glauben zu schweigen. Als er seine Verkündigung trotzdem wiederaufnahm, ließ ihn der persische Großkönig Bahram V. festnehmen und unter der Folter hinrichten. Ihm wurden Dornen unter die Finger- und Zehennägel getrieben, zum Schluss wurde er gepfählt. Darstellung: als Diakon mit einem Dornenzweig in der Hand Weitere Heilige des Tages:
Balbina, Märtyrin
Cornelia, Märtyrin
Heinrich Thyssen, Ordenspriester
Balbina, Märtyrin
Cornelia, Märtyrin
Heinrich Thyssen, Ordenspriester
Lebensdaten: geboren um 1010 bei Hildesheim, gestorben am 16. Juni 1106 in Meißen Lebensgeschichte: Benno, Sohn einer sächsischen Adelsfamilie, war ein Zögling Bernwards von Hildesheim, wurde um das Jahr 1040 zum Priester geweiht und war Stiftskanoniker in Goslar. 1066 wurde er von König Heinrich IV. auf den Bischofsstuhl von Meißen gesetzt. Weil er sich 1073 aus dem Sachsenkrieg heraushalten wollte, beschuldigte ihn der König des Hochverrats und ließ ihn sogar ins Gefängnis stecken. Als 1077 der Investiturstreit um das Recht, Bischöfe einzusetzen, zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII. eskalierte, stellte sich Benno auf die Seite des Papstes und unterstützte die Gegenkönige Heinrichs. 1085, nachdem er Papst Gregor VII. besiegt, einen Gegenpapst eingesetzt hatte und zum Kaiser gekrönt worden war, ließ Heinrich IV. Benno absetzen und durch einen neuen Bischof ersetzen. Doch ausgerechnet durch Vermittlung des Gegenpapstes Clemens III. konnte Benno 1088 wieder sein Bistum in Besitz nehmen. Ab dieser Zeit war Benno weitaus kooperativer, arbeitete mit dem Kaiser an dessen „Gottesfrieden“ mit und konnte im Zuge der Ostexpansion des Reiches auch sein Bistum erweitern. Weil er dabei die Slawen an Elbe und Ostsee missioniert haben soll, wird Benno auch „Apostel der Wenden“ genannt. Von Benno ist noch bekannt, dass er 1097 Urban II. als rechtmäßigen Papst und Kaiseropponenten unterstützte Er starb 1106 mit 96 Jahren und wurde im Meißener Dom beigesetzt. 1270 wurden seine Gebeine erhoben, und ab dem 14. Jahrhundert wurde seine Heiligsprechung betrieben. Als diese 1524 erfolgte, verfasste Martin Luther eigens die Streitschrift „Wider den neuen Abgott und alten Teufel, der zu Meißen soll erhoben werden“. Nach der Einführung der Reformation in Meißen gelangten Bennos Gebeine 1576 nach München, wo sie seitdem in der Frauenkirche verehrt werden. Legende: Als Benno seines Bischofsamtes enthoben war und Meißen verlassen musste, warf er den Domschlüssel in die Elbe, um den Kaiserlichen den Zutritt zu verwehren. Bei seiner Rückkehr fand er den Schlüssel zwischen den Kiemen eines Fischs auf seinem Teller wieder. Verehrung/Brauchtum: Benno ist vor allem in Bayern als großer Fürsprecher unvergessen. In München wird sein Gedenktag alljährlich groß mit einer Reliquienprozession gefeiert, früher gehörte für die Münchener auch ein eigens gebrautes Starkbier dazu, und im Bayerischen Wald trägt das Volksfest von Bodenmais seit 1705 seinen Namen und ehrt den Heiligen mit einer Prozession. Darstellung: im Bischofsgewand, meist mit Fisch und Schlüssel Patron: des Bistums Dresden-Meißen, von München und Altbayern, der Tuchmacher, Helfer gegen Pest, Unwetter und Dürre Weitere Heilige des Tages:
Maria Theresia Scherer, Generaloberin
Quirinus von Tegernsee, Märtyrer
Maria Theresia Scherer, Generaloberin
Quirinus von Tegernsee, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 7. Januar 1844 in Lourdes, gestorben am 16. April 1879 in Nevers Lebensgeschichte: Bernada Sobeirons war das älteste von sechs Kindern einer ärmlichen Müllerfamilie und wuchs in feuchten, baufälligen Häusern auf, weswegen sie dauerhaft an Asthma erkrankte. Sie war vollkommen ungebildet und sprach und verstand nur den örtlichen Dialekt Bigourdan. Am 11. Februar 1858 begegnete ihr beim Holzsammeln nahe der Grotte Massabielle zum ersten Mal eine weißgekleidete Frau, die sie 18mal wieder traf, wobei „die Dame“ sie ansprach, sie dabei siezte und ihr unter anderem sagte: „Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, sondern in der anderen.“ Auf ihr Geheiß grub Bernadette eine Quelle aus, die sich sehr bald als heilkräftig erwies. Als sie sich ihrem Pfarrer anvertraute und dieser Bernadette aufforderte, die Erscheinung nach ihrem Namen zu fragen, gab die Dame in Weiß zur Antwort: „Que soy era Immaculada Councepciou – Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“ Vier Jahre zuvor erst hatte Papst Pius IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis feierlich verkündet, wovon Bernadette unmöglich wissen konnte. Die Menschen fingen an, dem Mädchen zu glauben, und bald begleiteten sie an die 10.000 zur Grotte. Am 18. Januar 1862 wurde die Marienerscheinung offiziell bestätigt. Für Bernadette war nun ein normales Leben kaum noch möglich. Schließlich trat sie 1866 mit dem Ordensnamen Marie-Bernard in das Kloster Saint-Gildard der Barmherzigen Schwestern in Nevers ein, wo sie es nicht gut hatte, weil ihre Novizenmeisterin und spätere Oberin sie für eine Schwindlerin hielt. Sie erkrankte an Knochentuberkulose, konnte ab Ende 1878 ihre „weiße Kapelle“, wie sie ihr Bett nannte, nicht mehr verlassen, und starb am 16. April 1879 mit nur 35 Jahren. Verehrung: Bernadette wurde von Papst Pius XI. 1925 selig- und am 8. Dezember 1933, dem Hochfest Immaculata, heiliggesprochen. Ihr unverwester Leichnam wird in einem Glasschrein in der Kapelle des Klosters in Nevers verehrt. Reliquien befinden sich auch in Lourdes, wo jährlich bis zu einer Million Pilger aus aller Welt bei der Gottesmutter Hilfe suchen. Weitere Heilige des Tages:
Benedikt Josef Labre, Pilger, Mystiker
Magnus von Orkney, Märtyrer
Benedikt Josef Labre, Pilger, Mystiker
Magnus von Orkney, Märtyrer