Mastodon

Heilige

Lebensdaten: geboren in Antiochien, gestorben Ende des 2. Jahrhunderts in Ravenna Lebensgeschichte und Legende: Apollinaris war laut Petrus Chrysologus der Gründungsbischof von Ravenna und starb als Märtyrer. Legenden aus dem 7. Jahrhundert machten aus ihm einen Begleiter des heiligen Apostels Petrus, der ihn von Rom nach Ravenna entsandt hätte. Von dort vertrieben, hätte er auf der anderen Seite des Adriatischen Meeres in Dalmatien den Glauben verkündigt. Nach drei Jahren nach Ravenna zurückgekehrt, wäre er mit einer Keule erschlagen worden. Besonders die Legenda aurea schmückt seine Vita um zahlreiche Wundererzählungen aus. Verehrung: 549 wurde über seinem Grab beim Hafen von Ravenna die prachtvolle Basilika Sant’Apollinare in Classe eingeweiht, in Ravenna selbst trägt auch die ehemalige Hofkirche des Gotenherrschers Theoderich Sant’Apollinare Nuovo seinen Namen, seit im 9. Jahrhundert die Reliquien dorthin in Sicherheit gebracht wurden. Bis 1874 verblieben die Hauptreliquie und ein rechter Arm im Dom von Ravenna, dann kehrten sie zum Ort seines Martyriums nach Classe zurück. Wichtige Reliquien wurden in der Apollinariskirche oberhalb von Remagen verehrt, einem ehemals bedeutenden Wallfahrtsort, sowie in der Düsseldorfer Kirche St. Lambertus, die sie von Remagen erhielt. Die weltberühmte Apollinarisquelle hat ihren Namen von einer Statue des Schutzheiligen im Weinberg ihres Entdeckers. Darstellung: als Bischof mit Hirtenstab, mit Ähren, Keule oder Kreuz Patron: von Ravenna, der Emilia Romagna, von Remagen und Düsseldorf, der Nadelmacher, des Weines und des Wassers, Helfer bei Kopfleiden, Epilepsie, Gallen- und Nierensteinen, Geschlechtskrankheiten und Gicht   Weitere Heilige des Tages:
Bernhard von Hildesheim, Bischof
Elias, Prophet des Alten Testaments
Margareta von Antiochien, Märtyrin, Nothelferin
Lebensdaten: geboren am 5. November 1837 in Goch, Niederrhein, gestorben am 15. Januar 1909 in Steyl, Niederlande Lebensgeschichte: Arnold, das zweite von elf Kindern eines Fuhrmanns, betete jeden Abend mit seiner tieffrommen Mutter den Rosenkranz, wurde Messdiener und schaffte den Sprung aufs Bischöfliche Gymnasium. Nach dem Studium der Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften in Münster und Bonn wurde er 1861 zum Priester der Diözese Münster geweiht und arbeitete zunächst als Lehrer am Gymnasium. Als Diözesandirektor des Gebetsapostolats engagierte er sich sehr für die Überwindung der Kirchenspaltung in Deutschland und erkannte die Bedeutung der Presse auch für den Glauben. Mit der heute noch existierenden Illustrierten „Die Stadt Gottes“ und dem „Kleinen Herz-Jesu-Boten“, in denen er weltliche und viele Nachrichten aus der Mission veröffentlichte, erreichte er hohe Auflagen. Immer stärker nahm er auch die Probleme der Weltkirche in den Blick. Durch die Gründung eines Missionszentrums wollte er die deutschsprachigen Katholiken an der Verbreitung des Glaubens bei den „Heiden“ beteiligen, und als sich niemand dazu bereitfand, übernahm er diese Aufgabe selber. Am 8. September 1875 gründete Arnold Janssen im niederländischen Dorf Steyl an der Maas das erste Missionshaus der späteren „Gesellschaft des göttlichen Wortes“, kurz „Steyler Missionare“. Auf deutschem Boden war eine solche Gründung wegen des gerade tobenden Kulturkampfes nicht möglich. Zwei Frauenorden folgten: die Steyler Missionsschwestern und die Steyler Anbetungsschwestern. Bereits 1879 machten sich die ersten Missionare – darunter Josef Freinademetz – nach China auf. Auf der ganzen Welt dienen die Steyler Missionare Gott und den Menschen nach Janssens Prinzip „Erst heilen, dann belehren und dann erst taufen“. Die Gelder für seine Missionsprojekte erwirtschaftete die Steyler Missionsdruckerei. Er starb in seinem Mutterhaus in Steyl mit 71 Jahren am 15. Januar 1909. Verehrung: Papst Johannes Paul II. sprach Arnold Janssen am 5. Oktober 2003 heilig. Heute gehören zur Steyler Ordensfamilie über 10.000 Frauen und Männer aus rund 70 Nationen. Ausspruch des hl. Arnold: „Wenn wir alles tun, was in unseren Kräften steht, dann tut Gott das Übrige.“   Weitere Heilige des Tages:
Francisco Fernández de Capillas, Märtyrer
Maurus, Abt
Lebensdaten: gestorben nach 800 in Düren-Arnoldsweiler Lebensgeschichte und Legende: Arnold, je nach Lesart aus Griechenland (Graecia) oder aus Graz (Graetia) stammend, war der Überlieferung nach Sänger und Harfenspieler am Hof Karls des Großen und stand sehr in dessen Gunst. Als er im Gefolge des Kaisers durch den herrschaftlichen Bürgewald ritt, von dem die Bauern kein Holz zu nehmen wagten und deswegen Hunger litten, erbat er sich vom Monarchen so viel Wald, wie er während einer Rast umreiten könne. Der Kaiser gewährte ihm die Bitte und ordnete eine Pause an, doch Arnold hatte listigerweise für frische Pferde an jeder Ecke des Waldes gesorgt, so dass er ihn in Windeseile ganz umreiten konnte. Karl der Große hielt sein Versprechen: Arnold erhielt den Hambacher Forst mit seinen 20 Dörfern, schenkte ihn den Bewohnern weiter und lebte selber dort bis zu seinem Tod. Begraben wurde er in Ginnizweiler, das später nach ihm Arnoldsweiler hieß. Verehrung/Brauchtum: Die Verehrung Arnolds steht in Zusammenhang mit der Kaiser Karls, der 1165 heiliggesprochen wurde: 1168 taucht zum ersten Mal der Ortsname „Weiler des heiligen Arnold“ (wilre sancti Arnoldi) auf. Seine Lebensgeschichte stammt aus dem 14. Jahrhundert. 1886 wurde sein Kult für das Erzbistum Köln anerkannt, im Bistum Aachen wird er mit einem Gedenktag geehrt. Die Arnoldusoktav, die ab 1891 um den 18. Juli herum gefeiert wurde, existiert noch heute als (verkürzte) Arnolduswoche der Region Düren und der Bürgewaldgemeinden. Darstellung: als Ritter mit Harfe oder Zither Patron: der Musiker, Organisten und Instrumentenbauer, Helfer für einen guten Tod   Weitere Heilige des Tages:
Arnulf von Metz, Bischof
Answer, Abt, Märtyrer
Bruno von Asti, Bischof, Abt
Lebensdaten: geboren 295 in Alexandria, gestorben am 2. Mai 373 ebendort Lebensgeschichte: Der hochgebildete Athanasius stammte aus einer bereits christlichen Familie, hatte noch die Zeit der Verfolgungen gekannt und pflegte Kontakte zu den Mönchsvätern in der Thebäischen Wüste. 318 wurde er Diakon des Patriarchen Alexander von Alexandrien und begleitete ihn 325 zum Konzil von Nizäa, das ganz im Zeichen der Bekämpfung des Arianismus stand: Gegen die Irrlehre, derzufolge Jesus letztlich nur ein Geschöpf wäre, hielt das Konzil die Wesensgleichheit Christi, des Sohnes Gottes, mit dem Vater fest. 328 wurde er selber Patriarch von Alexandrien und geriet wegen seiner entschiedenen Gegnerschaft zum Arianismus in kirchliche und politische Schwierigkeiten: Weil unzählige Bischöfe und auch der Kaiser der Irrlehre anhingen, Athanasius aber im rechten Glauben keine Kompromisse kannte, wurde er mehrfach abgesetzt, vertrieben und verbannt. Insgesamt 17 Jahre seiner Amtszeit verbrachte er im Exil, das ihn unter anderem nach Rom und bis nach Trier führte. Mit seinen zahlreichen Schriften wurde Athanasius zu einem bis heute einflussreichen Theologen, der unser Verständnis von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus sowie von der Einheit und Gleichheit von Vater und Sohn auch sprachlich geprägt hat. Unter seinen Werken ragt noch einmal die Vita des Mönchsvaters Antonius hervor, die entscheidend zur Verbreitung des Mönchtums beigetragen hat. Er starb 373 in Alexandrien. Verehrung: Gregor von Nazianz legte ihm den Ehrennamen „Säule der Kirche“ zu, und die Ostkirche hat ihn immer als Vater der Orthodoxie, des rechten Glaubens, verehrt. Die katholische Kirche erhob ihn erst 1568 zum Kirchenlehrer. Darstellung: als Greis mit langem Bart, in bischöflichem Gewand mit Buch oder Schriftrolle Patron: gegen Kopfschmerzen   Weitere Heilige des Tages:
Sigismund von Burgund
Zoë, Märtyrin
Josef Maria Rubio y Peralta, Ordenspriester
Lebensdaten: geboren am 13. November 354 in Thagaste, Numidien (heute Souk Ahras, Algerien), gestorben am 28. August 430 in Hippo Regius (heute Annaba, Algerien) Lebensgeschichte: Über Augustinus’ Leben sind wir durch seine Bekenntnisse, der ersten Autobiographie der Literaturgeschichte, sehr gut unterrichtet. Sohn eines heidnischen Beamten und einer christlichen Mutter namens Monnica, wurde er christlich erzogen, lehnte aber die Bibel ab, wandte sich der platonischen Philosophie zu und schloss sich der damals modischen Sekte der Manichäer an, deren dualistisches Weltbild ihn überzeugte. Er wurde in Karthago zum Rhetoriker ausgebildet und bekam in dieser Zeit von seiner Geliebten Floria einen Sohn mit Namen Adeodatus. Seine Professorenkarriere führte ihn über Rom nach Mailand, der damaligen Hauptstadt des Römischen Westreichs, wohin ihm seine Mutter nachreiste. Unter ihrem Einfluss verstieß er nach 15 Jahren seine Maitresse und wandte sich wieder dem Christentum zu, vor allem aber wegen des heiligen Bischofs Ambrosius, der ihn mit seiner neuplatonisch inspirierten Lehre und Schriftauslegung ungeheuer beeindruckte. In der Osternacht des Jahres 387 empfing er von Ambrosius die Taufe und gründete nach dem Tod Monnicas eine klösterliche Gemeinschaft in seiner nordafrikanischen Heimatstadt Thagaste. Als Augustinus 391 im etwa 100 Kilometer entfernten Hippo einen Freund besuchte, klagte gerade Bischof Valerius in schlechtem Latein über den Priestermangel und die Bedrängnis durch Irrlehren, worauf die Menge kurzerhand Augustinus ergriff, der umgehend zum Priester geweiht wurde. In Hippo gründete Augustinus im Garten der Hauptkirche ein Kloster, für das er die erste Mönchsregel der westlichen Kirche schrieb. Seine Predigten und Glaubensunterweisungen, gepaart mit seiner umfassenden Bildung und seiner souveränen Rhetorik, ließen ihn in Streitgesprächen gegen die Sekten und bei innerkirchlichen Streitigkeiten als Sieger hervorgehen. 395 wurde er selber Bischof von Hippo. Er starb 430 während der Belagerung der Stadt durch die Vandalen an Fieber und hatte bis dahin ein Werk verfasst, das ihn zum bis heute maßgeblichen Lehrer der Christenheit macht. Verehrung: Augustinus’ Gebeine wurden von Afrika nach Sardinien gerettet und ruhen heute in der Basilika San Pietro in Ciel d’Oro in Pavia. 1298 wurde er per Volksakklamation kanonisiert und zum Lehrer der Kirche erklärt. Er ist mit Ambrosius, Hieronymus und Gregor dem Großen einer der vier Kirchenväter der lateinischen Kirche. Viele Ordensgemeinschaften leben nach seiner Regel, in der Theologie sind seine Werke bis heute unverzichtbar. Darstellung: als Bischof mit flammendem oder durchbohrtem Herzen, mit Kreuz, Buch Patron: der Theologen, Buchdrucker und Bierbrauer, Helfer für gute Sehkraft   Weitere Heilige des Tages:
Elmar von Lüttich, Glaubensbote, Bischof
Ghebre Michael, Ordenspriester, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 530, gestorben am 26. Mai 604 in Canterbury Lebensgeschichte: Augustinus war Prior des Andreasklosters, das Papst Gregor der Große auf dem römischen Haus seiner Familie gegründet hatte und ihm persönlich gehörte. 595 entsandte Gregor ihn mit 40 Mönchen und Gefährten zu König Æthelberht von Kent nach Südengland. Beda Venerabilis erzählt, Papst Gregor habe auf dem römischen Sklavenmarkt blonde Sachsen aus Britannien bemerkt und darauf beschlossen, sie zu missionieren. Vielmehr antwortete Gregor mit der Englandmission Augustins auf eine Einladung Æthelberhts. Dieser, wiewohl selber Heide, war mit der Merowingerin Bertha verheiratet, die aus der fränkischen Heimat einen Bischof mit nach Kent gebracht hatte. Die Franken teilten den Glauben Gregors und unterstützten den Kurs der römischen Kirche, während die Lombarden in Norditalien arianisch, das heißt antitrinitarisch glaubten und von Schottland und Irland aus der Einfluss des keltischen Christentums in Britannien zunahm. England bot sich als Chance. Gregor hielt auf Augustinus große Stücke: Dieser lebte nach der Regel des heiligen Benedikt, die Gregor überliefert hat, war ein guter Verwalter des päpstlichen Eigenklosters und obendrein in den Augen Gregors, dieses Titanen der Schriftauslegung, „bibelkundig“. Der erste Missionsanlauf scheiterte jedoch kläglich: Kaum eine Tagesstrecke nach Beginn der Reise machten die Mönche halt und schickten Augustinus nach Rom zurück, um den Papst von dem Vorhaben abzubringen, das ihnen Angst machte. Gregor schrieb ihnen einen Ermutigungsbrief und schickte sie wiederum los. Sie reisten mit Unterstützung der fränkischen Könige und Bischöfe, die ihnen Dolmetscher und weitere Priester stellten, durch das heutige Frankreich – unterwegs soll Augustinus die Bischofsweihe erhalten haben – und kamen 597 in Canterbury an, wo ihnen die Martinskirche zugewiesen wurde. Am Pfingstsonntag desselben Jahres ließ sich König Æthelberht von Augustinus taufen, und in dessen Gefolge wurden Tausende seiner Männer Christen. Augustinus erbaute eine Abtei mit Klosterschule und organisierte eine Kirchenprovinz um Canterbury, der er ab 601 als Erzbischof vorstand. Diplomatisch ungeschickt, blieben seine missionarischen Erfolge aber auf Kent beschränkt. Kurz vor seinem Tod weihte er seinen Begleiter Laurentius zu seinem Nachfolger. Verehrung: Augustinus, der „Apostel Englands“, wurde in der später nach ihm benannten Abtei St. Augustinus bestattet, die eine große Rolle bei der Kontinentalmission des 8. und 9. Jahrhundert spielte. Nach der normannischen Eroberung von 1066 wurde sein Kult aktiv betrieben und mit dem des Kirchenvaters Augustinus von Hippo verbunden. Sein Grab wurde 1538 während der englischen Reformation zerstört und erst 2012 in der St Augustine’s Church von Ramsgate wiederhergestellt. Dennoch blieb Canterbury das christliche Zentrum der englischen Kirche, und der jeweilige Erzbischof ist traditionell der Primas des Landes.   Weitere Heilige des Tages:
Bruno von Kärnten, Bischof
Gertrud von Schaffgotsch, Ordensgründerin
Margareta Pole, Märtyrin
Lebensdaten: geboren 1746 in der Provinz Guizhou, Südwestchina, gestorben am 27. Januar 1815 in Chengdu, Provinz Sichuan Lebensgeschichte: Zhao Rong war laut seiner Seligsprechungsakte ein Taugenichts und wurde mit etwa 20 Jahren Aufseher in einem Landgefängnis. Als 1772 eine Christenverfolgung ausbrach, befand sich unter seinen Gefangenen Jean-Martin Moyë von der Pariser Missionsgesellschaft, der ihn tief beeindruckte. Nach dessen Freilassung besuchte ihn Zhao Rong und ließ sich schließlich am 28. August 1776 auf den Namen des Tagesheiligen Augustinus taufen. Moyë unterwies ihn weiter im Glauben, brachte ihm das Lesen bei und sogar Latein. Am 10. Mai 1781 wurde er vom Apostolischen Vikar der Provinz Sichuan François Pottier zum Priester geweiht und wirkte sehr erfolgreich unter der Landbevölkerung. Er blieb immer nur drei Tage in einem Dorf – bevor die christenfeindlich eingestellte Obrigkeit auf ihn aufmerksam werden konnte – und predigte am liebsten über die Passion Jesu. Nach Moyës Weggang 1784 und Pottiers Tod 1792 war Augustinus Zhao Rong Mitarbeiter des Missionsbischofs und Apostolischen Vikars Gabriel-Taurin Dufresse, der 1803 in Sichuan heimlich die erste chinesische Synode abhielt: mit 13 von 17 chinesischen Priestern und zwei französischen Missionaren für ein Gebiet mit inzwischen 40.000 Christen, zu denen jährlich 2- bis 3.000 hinzukamen. Christsein war allerdings verboten: Ausländern drohte die Todesstrafe, bestenfalls die Ausweisung aus China, einheimische Christen wurden deportiert und in die Sklaverei verkauft. 1815 nahm die Christenverfolgung systematische Ausmaße an. Dufresse wurde gefasst und enthauptet, Zhao Rong starb am 27. Januar im Gefängnis an den Folgen seiner Folter. Verehrung: Augustinus Zhao Rong ist der erste Priester Chinas, der das Martyrium erlitt. Seine Seligsprechung unter Papst Leo XIII. erfolgte unter den zwölf Gefährten Gabriel-Taurin Dufresses. Papst Johannes Paul II. sprach ihn am 1. Oktober 2000 als „Augustinus Zhao Rong und seine 119 Gefährten“ mit dem gemeinsamen Gedenktag aller chinesischen Märtyrer am 9. Juli heilig.   Weitere Heilige des Tages:
Léon-Ignace Mangin, Ordenspriester, Missionar, Märtyrer
Veronica Giuliani, Äbtissin, Mystikerin
Lebensdaten: gestorben 306 in Nikomedien, heute İzmit (Türkei) Lebensgeschichte und Legende: Der Legenda aurea nach war Barbara die schöne und kluge Tochter eines reichen Kaufmanns namens Dioskur und traf sich in der Zeit der Verfolgungen unter Kaiser Maximinus Daia heimlich mit Christen. Um sie von diesen fernzuhalten, sperrte Dioskur sie in einen Turm, in dem Barbara jedoch drei Fenster als Bild der Dreifaltigkeit anbrachte und auf geheimnisvolle Weise die Taufe empfing. Weil alles Reden und Drohen nichts nützte und Barbara sich nicht vom Glauben abbringen ließ, sondern auch verkleidet einen Fluchtversuch machte, zerrte sie ihr eigener Vater schließlich vor den römischen Statthalter Marcianus, der sie zum Tod verurteilte. Sie wurde nackt ausgezogen und öffentlich ausgepeitscht, verstümmelt und mit Fackeln verbrannt, bis ihre Haut in Fetzen vom Körper hing, doch Barbara ertrug die Martern, als „hätten sie nur Straußenfedern gestreichelt“. Zuletzt ergriff Dioskur selbst das Schwert und schlug seiner Tochter den Kopf ab, worauf ihn augenblicklich ein Blitz vom Himmel zerschmetterte. Verehrung und Brauchtum: Barbaras Reliquien gelangten im 11. Jahrhundert von Konstantinopel nach Venedig, Sevilla, Oviedo und Kiew. Wegen ihrer Standhaftigkeit und wegen des Turms avancierte Barbara zur Patronin der Bergleute, zur Schutzfrau der Artilleristen wegen des Blitzes – diese Berufsgruppen feiern den Gedenktag ihrer Nothelferin, der die Kalenderreform von 1969 überlebt hat, aufs feierlichste. Im Libanon und in Syrien gedenken die Kinder ihrer Flucht und ziehen am Barbaratag verkleidet und bettelnd von Haus zu Haus. In den „Barbarazweigen“, die bis Weihnachten in einer Vase zum Blühen gebracht werden, hat sich ein alter Orakelbrauch erhalten. Darstellung: bei ihrem Martyrium, mit Turm, Kelch, Hostie oder Schwert, mit Margareta von Antiochien und Katharina von Alexandrien Patronin: der Bergleute, Bauarbeiter und Dachdecker sowie der Artilleristen, der Gefangenen, Glockengießer und weiterer Berufe, Nothelferin, für eine gute Sterbestunde, gegen Feuer, Gewitter, Fieber und die Pest   Weitere Heilige des Tages:
Adolph Kolping, Priester
Christian von Preußen, Bischof
Johannes von Damaskus, Priester, Kirchenlehrer
Osmund von Salisbury, Bischof
Lebensdaten: gestorben 61 in Salamis, Zypern Lebensgeschichte: Der griechischsprachige Levit Jose, Barnabas genannt, stammte von Zypern und gehörte zu den 72 Jüngern Jesu, die Jesus seit der Taufe im Jordan gefolgt waren. In der Apostelgeschichte heißt es, dass er sein Gut verkaufte und das Geld den Aposteln überließ. Vielleicht hatte er Paulus schon von gemeinsamen Studientagen gekannt, jedenfalls war er es, der Paulus nach dessen Bekehrung aufnahm und der Jerusalemer Gemeinde als Apostel der Heiden empfahl. Als Barnabas ausgesandt wurde, die Gemeinde in Antiochia zu betreuen, nahm er Paulus mit, und auch später waren sie gemeinsam unterwegs: Sie reisten 51 miteinander zum Apostelkonzil nach Jerusalem und kamen von dort nach Antiochia zurück. Nach Meinungsverschiedenheiten wegen der Frage der Verbindlichkeit des jüdischen Gesetzes für die Heidenchristen und darüber, ob Johannes Markus mit auf die zweite Missionsreise genommen werden sollte, trennten sich ihre Wege. Barnabas reiste mit Markus nach Zypern, wo er viele Jahre das Evangelium verkündete und Kranke durch Auflegen des Matthäusevangeliums heilte, das er bei sich trug. Der Legende nach soll er auch in Rom gepredigt und sogar den späteren Bischof Clemens I. getauft haben. In Mailand soll Barnabas dann selber Bischof gewesen sein. Nach örtlicher Überlieferung wurde er allerdings auf Zypern gesteinigt. Verehrung: Reliquien des heiligen Barnabas werden in Köln, Andechs, Prag, Toulouse und Namur verehrt. In Mailand feiert man sein Fest bereits seit dem 5. Jahrhundert. Darstellung: mit Evangelienbuch, Stein oder Ölzweig, häufig mit dem Apostel Paulus zusammen Patron: von Zypern, Mailand, Florenz und Logroño, der Weber, Böttcher und Küfer, Helfer bei Steinschlag, Hagel, Streit und Traurigkeit   Weitere Heilige des Tages:
Aleydis von Schaerbeek, Mystikerin
Hildegard Burjan, Wohltäterin
Johannes González von Sahagún, Mystiker
Jolenta von Gnesen, Äbtissin
Lebensdaten: geboren in Galiläa, gestorben um 70 in Albayrak, Türkei Lebensgeschichte und Legende: Bartholomäus taucht im Neuen Testament in den Apostellisten auf (siehe Mk 3,14–19) und wird traditionell mit Nathanaël identifiziert, den Jesus einen echten Israeliten nennt, einen „Mann ohne Falschheit“ (Joh 1,47). Das etwas geheimnisvolle Wort Jesu, er habe Nathanaël „unter dem Feigenbaum gesehen“, wurde dahingehend gedeutet, dass er ein Schriftgelehrter gewesen sei. Jedenfalls erkennt er Jesus sofort: „Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!“ Ein anderer Überlieferungsstrang setzt ihn mit dem Bräutigam der Hochzeit in Kana gleich. Bartholomäus war Zeuge der Himmelfahrt Christi (siehe Apg 1,13) und soll als Wanderprediger bis nach Indien gelangt sein, wo er eine hebräische Abschrift des Matthäusevangeliums hinterließ. Das Martyrium erlitt er aber in Armenien: Als er die Königstochter von Besessenheit heilte und sich fast die ganze Familie darauf zum Christentum bekehrte, ließ sich der Bruder des Königs von Götzenpriestern aufhetzen, Bartholomäus zu beseitigen. Ihm wurde bei lebendigem Leib die Haut abgezogen, dann wurde er kopfüber gekreuzigt. Über der Stätte seines Martyriums erhebt sich ein heute verfallendes, armenisches Bartholomäuskloster. Um die an seinem Grab einsetzenden Wunder zu verhindern, wurden seine Gebeine in einem Bleikasten im Meer versenkt, trieben jedoch trotzdem bis zu den Liparischen Inseln bei Sizilien, wo ihnen eine Kirche errichtet wurde. Verehrung/Brauchtum: Bartholomäus’ Gebeine kamen im 9. und 10. Jahrhundert über Benevent nach Rom und ruhen heute in der Kirche S. Bartolomeo all’isola. Im 13. Jahrhundert empfing der Frankfurter Dom seine Hirnschale und trägt seitdem seinen Namen. Auch im Kloster Andechs werden Reliquien verehrt. Die größte Verehrung genießt er freilich als Glaubensbote der Armenier. Zahlreiche Märkte und Feste an seinem Festtag wie der Barthelmarkt in Oberstimm bei Ingolstadt haben mit der Vorbereitung des Winters und der Weihnachtszeit zu tun. Darstellung: meist bei seinem Martyrium oder mit abgezogener Haut, mit Schindmesser, sonst mit Buch, Schriftrolle, Fahne, Pilger- oder Kreuzstab Patron: von Frankfurt, Maastricht, Altenburg und Pilsen, des Bistums Lüttich und der Liparischen Inseln, der Metzger, Buchbinder, Schneider und Gerber sowie vieler weiterer Berufe, Helfer gegen Nervenleiden, Zuckungen und Hauterkrankungen   Weitere Heilige des Tages:
Émilie de Vialar, Mystikerin, Ordensgründerin
Jeanne-Antide Thouret, Ordensgründerin
María Miguela Desmaisières, Ordensgründerin