Heilige
Lebensdaten: geboren am 28. Mai 1848 in Auw, Aargau, gestorben am 19. Mai 1924 in Cartagena, Kolumbien Lebensgeschichte: Verena Bütler war das vierte von acht Kindern alteingesessener Bauern und fasste bereits mit 15 Jahren den Entschluss, sich vollständig Gott zu weihen. 1867 trat sie in Altstätten in das Kapuzinerkloster Maria Hilf ein und nahm den Ordensnamen Maria Bernarda an. 1880 wurde sie zur Oberin gewählt und zweimal in diesem Amt bestätigt. Die erfolgreiche Klosterleiterin erreichte 1888 für sich und sechs Schwestern die Erlaubnis, ein Filialkloster in Chone/Ecuador zu errichten, wo sie sich der Jugenderziehung, Familienbetreuung und Krankenpflege widmeten. 1892 entstand aus dem Filialkloster die Kongregation der Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf, die sich durch Schul- und Klostergründungen in Ecuador und Kolumbien und bis nach Brasilien ausbreitete. Nach Kolumbien flüchtete dann die Kongregation, als Ecuador 1895 begann, den Besitz und die Einrichtungen der Kirche zu verstaatlichen, und ließ sich in Cartagena nieder. Die unermüdlich tätige M. Bernarda, die auch eine große Beterin war, hinterließ nach ihrem Tod mit 76 Jahren zahlreiche Briefe und Aufzeichnungen, die ein reiches geistliches Leben offenbaren. Verehrung: Die Kongregation breitete sich im 20. Jahrhundert nach Südamerika auch in Österreich aus. 1995 sprach Papst Johannes Paul II. M. Bernarda selig, 2008 erfolgte an ihr durch Papst Benedikt XVI. die erste Heiligsprechung einer Schweizerin. Patronin: von Cartagena Weitere Heilige des Tages:
Pudens, Pudentiana und Praxedis, Wohltäter
Crispinus von Viterbo, Mönch
Alkuin, Abt
Yves Hélory, Priester, Offizial
Pudens, Pudentiana und Praxedis, Wohltäter
Crispinus von Viterbo, Mönch
Alkuin, Abt
Yves Hélory, Priester, Offizial
Lebensdaten: geboren am 3. Dezember 1875 in Ohlau (Oława, Niederschlesien), gestorben am 5. November 1943 in Hof (Saale) Lebensgeschichte: Der Kaufmannssohn Bernhard Lichtenberg studierte in Innsbruck und Breslau Theologie, wurde 1899 zum Priester geweiht und war im Anschluss mehr als 40 Jahre lang als Seelsorger in Berlin tätig, zuletzt als Dompropst an der Kathedrale St. Hedwig – Berlin war 1930 als Bistum errichtet worden. In der Weimarer Republik war er Vertreter der katholischen Zentrumspartei zuerst in Charlottenburg, dann in Wedding, und legte sich ab 1926 mit Joseph Goebbels an, dem Gauleiter der NSDAP und späteren Reichspropagandaleiter. Lichtenberg trat öffentlich gegen die Nationalsozialisten ein, die 1933 erstmals seine Wohnung durch die Gestapo durchsuchen ließen. 1935 übergab er in der (in seinem Sprengel gelegenen) Kanzlei des Preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring einen Beschwerdebrief über den Terror in den Konzentrationslagern. Nach der „Reichskristallnacht“ 1938 betete und predigte er öffentlich für verfolgte Juden mit den Worten: „Was gestern war, wissen wir nicht, was morgen ist, wissen wir nicht, aber was heute geschehen ist, das haben wir erlebt: Draußen brennt der Tempel – das ist auch ein Gotteshaus!“ Ab dann betete er täglich für alle vom Unrechtsregime Verfolgten. In enger Abstimmung mit Bischof Konrad Graf von Preysing unterstützte Lichtenberg mit dem „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat“ jüdische Mitbürger sowie andere Verfolgte und gab für sie auch eigene Kleidung ab. 1941 protestierte er in einem Brief an Reichsgesundheitsführer Conti gegen die Ermordung kranker und behinderter Krankenhausinsassen („Euthanasieprogramm“). Kurz darauf wurde er denunziert, von der SS verhaftet und wegen „Kanzelmissbrauchs“ sowie „Vergehen gegen das Heimtückegesetz“ zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach der Haftstrafe im Zuchthaus Tegel und im Durchgangslager Berlin-Wuhlheide wurde der schwer herz- und nierenkranke Dompropst jedoch nicht entlassen, sondern ins KZ Dachau überstellt – das er nicht erreichte: Lichtenberg starb auf einem Zwischenhalt in Hof. Verehrung: Bernhard Lichtenberg, der in der Krypta der Berliner Hedwigskathedrale ruht, wurde 1996 gemeinsam mit Karl Leisner von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. 2004 ehrte ihn die Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechten unter den Völkern“. Seit 2014 findet jährlich an seinem Gedenktag eine überdiözesane Wallfahrt zu seinem Grab statt. Weitere Heilige des Tages:
Emmerich von Ungarn, Königssohn
Emmerich von Ungarn, Königssohn
Lebensdaten: geboren um 1090 in Fontaines-lès-Dijon, gestorben am 20. August 1153 in Clairvaux bei Troyes Lebensgeschichte und Bedeutung: Bernhard war von mittlerem burgundischen Adel und erhielt eine gediegene Ausbildung in der Schule der Stiftsherren von Châtillon-sur-Seine. Mit etwa 16 Jahren verlor er seine Mutter, was ihm das weltliche Leben vergällte. 1112 trat er gemeinsam mit 30 Freunden und Verwandten in das Reformkloster von Cîteaux ein, empfing 1115 die Priesterweihe und wurde mit zwölf Mitbrüdern zur Klostergründung in einer abgelegenen Lichtung namens Clairvaux entsandt. Trotz oder wegen seiner strengen Disziplin zog Abt Bernhards Kloster tausende Männer an, darunter auch den eigenen Vater und seine fünf Brüder, so dass von den 343 Zisterzienserklöstern europaweit, die es 1153 gab, 166 auf Clairvaux zurückgingen. Bernhard brachte nicht nur den Zisterzienserorden zur Blüte. In seinen geistlichen Schriften begegnet er als Vertreter einer monastischen Theologie und mystischen Schriftauslegung, die in einem gewissen Spannungsverhältnis zur scholastischen, rationalen Theologie der aufkommenden Universitäten steht. Ohne ihn wäre die Frömmigkeitsgeschichte, was den leidenden Christus, das Herz Jesu und das Unbefleckte Herz Mariens betrifft, anders verlaufen. Bernhard trat mit einer beunruhigenden Energie sowohl in kirchlichen als auch politischen Konflikten auf. Er ermahnte Bischöfe und Päpste, beriet durch eine umfangreiche Korrespondenz viele Fürsten, reiste rastlos predigend oder in diplomatischem Dienst durch ganz Frankreich bis nach Italien, Flandern und an den Rhein. Bernhard, der fünfmal seine Bischofsernennung ablehnte, redigierte 1129 die Ordensregel der Tempelritter, wobei ihm der Spagat zwischen religiösem Auftrag und Schwertgebrauch nur durch den ephemeren Begriff eines „heiligen“ Krieges gelang. Nachdem sein Schüler Eugen III. Papst geworden war, predigte er 1147 erfolgreich den zweiten Kreuzzug nach Jerusalem und erlebte dessen Scheitern folgerichtig als seine größte Niederlage. 1153 erlag er seinem schweren Magenleiden. Verehrung: Bernhards Grab in Cluny existiert nicht mehr, sein Haupt wird im Domschatz von Troyes aufbewahrt. 1174 wurde er heiliggesprochen, 1830 zum Kirchenlehrer erhoben. Darstellung: als Mönch mit Bienenkorb, mit dem Teufel an der Kette, Kreuz, Totenkopf, Leidenswerkzeugen oder Rosenkranz, vom Gekreuzigten umarmt (Amplexus) Patron: der Zisterzienser, von Burgund, Ligurien, Genua und Gibraltar, Helfer bei Kinderkrankheiten, Besessenheit, Tierseuchen, Gewitter und Unwetter, der Bienen, Imker, Wachszieher und Helfer in der Todesstunde Weitere Heilige des Tages:
Samuel, Prophet
Maria de Mattias, Ordensgründerin
Georg Häfner, Priester, Märtyrer
Samuel, Prophet
Maria de Mattias, Ordensgründerin
Georg Häfner, Priester, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 8. September 1380 in Massa Marittima (Toskana), gestorben am 20. Mai 1444 in L’Aquila Lebensgeschichte: Bernardino, ein Spross der bedeutenden Familie degli Albizzeschi, wurde nach dem frühen Tod seiner Eltern von Verwandten in Siena erzogen und erhielt eine gediegene Ausbildung. Während einer Pestepidemie pflegte er seine Mitbürger bis zur Aufopferung der eigenen Gesundheit, verzichtete dann auf sein Erbe und trat 1402 in das Sieneser Kloster der Franziskanerobservanten ein. Nach seiner Priesterweihe wirkte er auf Geheiß seiner Oberen als Volksprediger in Siena und Pavia, bis er 1411 an der Pest erkrankte, knapp überlebte und sich anschließend jahrelang ausschließlich dem Gebet und der Meditation widmete. Ab 1416 zog er als Bußprediger durch ganz Oberitalien, wo seine Predigten gegen den Sittenverfall bis zu 30.000 Zuhörer fanden. Im Anschluss an seine Worte landeten häufig Spiegel, Kosmetika, Würfel und sogar Schachspiele auf dem Scheiterhaufen. Besonders scharf wandte er sich gegen den Geldwucher und klagte öffentlich auch die Unmoral der anwesenden Mächtigen an. Um den ganz Italien zerreißenden Streit zwischen Welfen und Ghibellinen, respektive zwischen „Päpstlichen“ und „Kaiserlichen“, zu schlichten, ließ Bernhardin die entsprechenden Wappen abhängen und stattdessen den Namen Jesu auf einem Schild mit dem griechischen Christusmonogramm IHS verehren. Er war so ungeheuer erfolgreich, dass Neider ihn mehrfach der Ketzerei beschuldigten, die Päpste ihn jedoch unterstützten und ihn sogar dreimal zum Bischof ernennen wollten. Kaiser Sigismund rühmte sich, sein Freund zu sein. Ab 1438 war Bernhardin Generalvikar der Franziskanerobservanten. 1442 legte er dieses Amt nieder und nahm seine Predigtreisen wieder auf, seiner Schwäche wegen jedoch auf einem Esel reitend. Auf dem Weg nach Neapel erkrankte er und verstarb in L’Aquila. Verehrung: L’Aquila bereitete ihm ein glanzvolles Begräbnis und richtete eigens ein Observantenkloster für sein Grab ein, an dem sich die Wunder häuften. Seinen Silberschrein stiftete König Ludwig XI. von Frankreich. Bereits 1450 heiliggesprochen, ist er bis heute ein in ganz Italien volkstümlicher Heiliger. Darstellung: als hagerer Franziskaner, mit einer Sonnenscheibe mit der Inschrift IHS, der Heiligen Schrift oder drei Bischofsmitren Patron: von Massa Marittima, der Wollweber, Helfer gegen Brust-und Lungenkrankheiten, Blutungen, Heiserkeit Weitere Heilige des Tages:
Bartholomäus Holzhauser, Priester, Volksmissionar, Gründer
Elfriede von Mercien, Reklusin
Bartholomäus Holzhauser, Priester, Volksmissionar, Gründer
Elfriede von Mercien, Reklusin
Lebensdaten: geboren um 960 im Leinegau (bei Göttingen), gestorben am 20. November 1022 in Hildesheim Lebensgeschichte: Bernward stammte aus der sächsischen Pfalzgrafenfamilie und kam nach seiner Ausbildung in der Hildesheimer Domschule als Notar an den ottonischen Hof. 983 als Priester erwähnt, war er ab 987 der Erzieher König Ottos III. und wurde 993 durch den Mainzer Erzbischof Willigis auf den wichtigen Hildesheimer Bischofssitz geweiht. Bernward entfaltete eine umfassende Bautätigkeit, indem er den Dombezirk befestigen und ein Burgensystem gegen die einfallenden Normannen und angrenzenden Slawen errichten ließ. Er erneuerte das geistliche Leben der Diözese durch Impulse der cluniazensischen Reform, stiftete Klöster, organisierte die Armenfürsorge und gründete Werkstätten, um Hildesheim in zwei Jahrzehnten zum europäischen Kunstzentrum zu machen. Von seinen Reisen, Feldzügen und Gesandtschaften nach Flandern, Rom und Frankreich inspiriert, entstanden bis zu seinem Tod einzigartige Bau- und Kunstwerke wie die frühromanische Michaeliskirche, die bronzene Bernwardstür des Hildesheimer Doms, das Bernwardskreuz zur Aufbewahrung einer Kreuzreliquie sowie das monumentale Holzkruzifix für seine Schwester Judith, der Äbtissin des Stifts Ringelheim, und nicht zuletzt ein prachtvoll illuminiertes Evangeliar. An Michaeli des Jahres 1022 weihte Bernward die noch unvollendete Abteikirche St. Michael, die er zu seiner Grablege bestimmt hatte, trat an Martini desselben Jahres selber in das Benediktinerkloster ein und verstarb dort am 20. November. Verehrung: Bischof Bernward wurde in der Krypta der Michaeliskirche bestattet, ruht aber heute in der Magdalenenkirche. In der evangelischen Michaeliskirche können der Sarkophag und die Grabplatte besichtigt werden, die Bernward mitgestaltet haben soll. Ab 1150 liturgisch in Hildesheim verehrt, wurde Bernward 1192 als erster Sachse heiliggesprochen. Darstellung: mit dem Bernwardskreuz und Silberschmiedewerkzeugen Patron: des Bistums Hildesheim und der Goldschmiede Weitere Heilige des Tages:
Edmund von Ostanglien, König, Märtyrer
Felix von Valois, Einsiedler, Ordensgründer
Edmund von Ostanglien, König, Märtyrer
Felix von Valois, Einsiedler, Ordensgründer
Lebensdaten: gestorben 757 auf dem Rupertsberg bei Bingen Lebensgeschichte: Bertha war Hildegard von Bingen nach die Tochter eines „großen Fürsten“ in Lothringen und einer Mutter „aus fernen Landen“. Sie wurde mit dem heidnischen Fürsten Robolaus verheiratet, der bei Bingen lebte, und bekam einen Sohn, der auf den Namen Rupert hörte. Als dieser drei Jahre alt war, wurde Robolaus, überdies ein Ehebrecher, im Kampf gegen Christen getötet, worauf Bertha mit ihrem Sohn und dem Priester Wigbert auf den heutigen Rupertsberg zog. Sie erbaute eine kleine Kirche und führte „mit vielem Wachen und Fasten“ ein zurückgezogenes Leben, gab den Bedürftigen von ihrem Vermögen und sammelte nach und nach andere Menschen um sich, die ihrem Beispiel folgten. Um 732 starb ihr Sohn mit 20 Jahren im Ruf der Heiligkeit und wurde in der Rupertsberger Kirche bestattet. In der Vita Sancti Ruperti schreibt Hildegard: „Die selige Witwe Bertha aber führte nach dem seligen Abschied ihres Sohnes ein heiliges, bußfertiges Leben, und alles, was sie hatte, gab sie zu Gottes Dienst an dem Grab ihres Sohnes und überreichte den Brüdern, die daselbst den Gottesdienst verrichteten, alle notwendigen Dinge und Nahrung, denn nach dem Tod ihres Sohnes hat sie in Fasten, Almosengeben und Gebet, 25 Jahr, die sie noch gelebt hat, um der Liebe Gottes Willen Gutes getan und große Arbeit ausgestanden. Danach ward sie krank und gab Gott, dem sie allezeit angehangen, ihre Seel auf und wurde in das Grab ihres Sohnes begraben.“ Verehrung: Das Kirchlein auf dem Rupertsberg wurde zur Wallfahrtsstätte und stand noch, als Hildegard dort 1151 ein Kloster gründete. Als es 1632 zerstört wurde, gelangten die Reliquien von Mutter und Sohn nach Eibingen bei Rüdesheim, wo Berthas Haupt in der Hildegardskirche aufbewahrt wird. Andere Reliquien wurden 1814 nach Bingen zurückgebracht, wo sie in der Kapelle auf dem Rochusberg verehrt werden. Weitere Heilige des Tages:
Francisco Esteban Lacal und Gefährten, Märtyrer
Gregor III., Papst
Giacomo della Marca, Ordenspriester, Volksprediger
Francisco Esteban Lacal und Gefährten, Märtyrer
Gregor III., Papst
Giacomo della Marca, Ordenspriester, Volksprediger
Lebensdaten: geboren um 1303 bei Uppsala, gestorben am 23. Juli 1373 in Rom Lebensgeschichte: Birgitta Birgersdotter, die Tochter eines Großgrundbesitzers und Reichsrats, war über ihre Mutter mit dem schwedischen Königshaus verwandt und hatte schon als Kind Marien- und Christusvisionen. Statt ins Kloster zu gehen, wurde sie aber mit 13 Jahren mit Ulf Gudmarsson aus ebenso einflussreicher Familie verheiratet und lebte 20 Jahre lang als Ehefrau und Mutter von acht Kindern auf der Burg Ulvåsa am Vätternsee. In ihrer Sorge um die ledigen Mütter von Östergötland werden sowohl ihre Nächstenliebe als auch ihr Freimut deutlich. 1335 zur Oberhofmeisterin der 15jährigen schwedischen Königin Blanche berufen, unternahm sie 1339 mit ihrem Mann eine Pilgerreise zum Grab des heiligen Olav nach Trondheim, zwei Jahre danach dann eine zum über 3000 Kilometer entfernten Jakobusgrab in Compostela. Kurz nach ihrer Rückkehr verstarb Ulf in der Zisterzienserabtei Alvastra. Birgitta lebte als Drittordensschwester des heiligen Franziskus weiter am königlichen Hof, als ihre Visionen zunahmen und sie als „Braut“ Christi den Auftrag erhielt, einen Orden zu gründen. Nach 1346 gründete sie auf einem Gut in Vadstena (Vätternsee), das König Magnus Eriksson reich dotierte, den Orden des Allerheiligsten Erlösers, der später nach ihr Birgittenorden genannt wurde. Birgitta schrieb inspiriert von ihren Visionen eine Ordensregel für Gemeinschaften von Priestern und Nonnen in Doppelklöstern und zog 1349 mit ihrer Tochter Katharina nach Rom, um die Anerkennung ihres Ordens zu erwirken. Doch erst im Jahr 1370 bestätigte Papst Urban V. eine stark verkürzte Ordensregel. Birgitta äußerte sich freimütig zum unmoralischen Lebenswandel besonders des schwedischen Adels und Klerus, versuchte im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England zu vermitteln und die Päpste zur Rückkehr von Avignon nach Rom zu überzeugen. Zurück von einer Pilgerfahrt ins Heilige Land, starb sie 1373 in ihrem klösterlichen Haus an der Piazza Farnese in Rom. Verehrung: Birgittas Tochter Katharina überführte 1374 ihre Gebeine nach Vadstena und betrieb die Verbreitung des Ordens sowie die Heiligsprechung ihrer Mutter, die 1391 – nicht zuletzt aufgrund ihrer ungeheuer einflussreichen Visionen – erfolgte. 1396 wurde Birgitta Patronin ihrer Heimat und 1999 zusammen mit Katharina von Siena und Edith Stein von Papst Johannes Paul II. zur Patronin Europas erklärt. Ein Birgittenkloster gab es bis Dezember 2016 im oberbayerischen Altomünster. Darstellung: als Nonne mit Buch, Feder, Herz oder kniend vor einem Kreuz Patronin: von Schweden und Europa, der Pilger, für einen friedlichen Tod Weitere Heilige des Tages:
German von Jesus und Maria Pérez Jiménez und Gefährten, Märtyrer
Johannes Cassian, Mönch, Klostergründer
German von Jesus und Maria Pérez Jiménez und Gefährten, Märtyrer
Johannes Cassian, Mönch, Klostergründer
Lebensdaten: geboren um 150, gestorben im Juni 177 in Lyon Lebensgeschichte: Blandina war eine Sklavin, die gemeinsam mit ihrer Herrin und weiteren 46 Personen, darunter auch Bischof Pothinus, Opfer einer lokalen Christenverfolgung in der Regierungszeit Kaiser Mark Aurels wurde. Eusebius von Cäsarea († um 340) hat bei der Abfassung seiner Kirchengeschichte einen Brief der Christen in Lyon an ihre Glaubensbrüder in Kleinasien verwendet, der vielleicht auf den heiligen Irenäus von Lyon als Augenzeugen zurückgeht. In diesem wird das Martyrium der 48, allen voran das des über 90jährigen Pothinus am 2. Juni, detailliert beschrieben. Die auffallend zierliche und tapfere Blandina, die stets beteuert hatte: „Ich bin Christin. Ich habe nichts Unrechtes getan“, wurde vergebens gefoltert, um dem Glauben abzuschwören. Sie erlitt das Maryrium im Amphitheater als Letzte. Im Bericht heißt es: „Und nachdem die heilige Blandina als letzte von allen wie eine tüchtige Mutter ihre (geistigen) Kinder ermuntert und sie siegreich zum König vorausgeschickt hatte, musste auch sie noch alle Kämpfe der Kinder durchkosten, um dann, froh und jubelnd über das Ende, zu ihnen zu eilen. Es war, als wenn sie nicht den wilden Tieren vorgeworfen, sondern zu einem Hochzeitsmahle geladen worden wäre. Nachdem sie gegeißelt, den wilden Tieren vorgeworfen und geröstet worden war, steckte man sie zuletzt in ein Netz und warf sie einem Stiere vor. Als sie vom Tiere wiederholt emporgeschleudert worden war, wofür sie infolge ihrer unerschütterlichen Hoffnung auf das, was sie glaubte, und infolge ihres Verkehres mit Christus gar kein Empfinden mehr hatte, wurde auch sie getötet. Selbst die Heiden mussten zugeben, dass bei ihnen noch nie ein Weib so viele Qualen in solcher Weise erduldet hatte.“ Blandina und die anderen Märtyrer wurden verbrannt, ihre Asche in der Rhône versenkt. Verehrung: Das Martyrium von 177 gilt als Gründungsmoment der Kirche Galliens. Papst Johannes Paul II. besuchte 1986 das ausgegrabene Amphitheater von Lyon. Blandina ist eine romanische Kapelle in der Basilika Saint-Martin d’Ainay gewidmet, die Église Sainte-Blandine in der Lyoner Innenstadt wurde 1869 eingeweiht. Darstellung: mit Stieren, an einen Pfahl gebunden mit wilden Tieren zu ihren Füßen, mit einem Netz Patronin: von Lyon, der Dienstmägde Weitere Heilige des Tages:
Erasmus, Bischof, Märtyrer
Eugen I, Papst
Johannes Pelingotto, Einsiedler
Marcellinus und Petrus, Märtyrer
Stephan von Hälsingland, Bischof, Märtyrer
Erasmus, Bischof, Märtyrer
Eugen I, Papst
Johannes Pelingotto, Einsiedler
Marcellinus und Petrus, Märtyrer
Stephan von Hälsingland, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: gestorben um 316 in Sebaste, heute Sivas, Türkei Lebensgeschichte und Legende: Der Arzt Blasius wurde seiner Sanftmut und Frömmigkeit wegen zum Bischof von Sebaste, der Hauptstadt der damaligen römischen Provinz Armenien, gewählt. Zuvor soll er in einer Waldhöhle ein Einsiedlerleben inmitten von Tieren geführt haben, die ihm dienten. Um 316 wurde er unter Kaiser Licinius zum Foltertod verurteilt, weil er sich geweigert hatte, seinem Glauben abzuschwören und das Kaiseropfer darzubringen. Im Kerker rettete er einem Knaben das Leben, der eine Fischgräte verschluckt hatte. Blasius’ Haut wurde von eisernen Wollkämmen zerfetzt, man versuchte ihn zu ertränken, schließlich wurde er enthauptet. Verehrung/Brauchtum: Blasius’ Verehrung als Viehpatron ist im Osten seit dem 6. Jahrhundert bezeugt. Im Westen wird er seit dem 9. Jahrhundert als Patron der Ärzte und Wollweber und seit dem 14. Jahrhundert als einer der 14 Nothelfer verehrt. Seine Reliquien ruhen seit 855 in St. Blasien im Schwarzwald. Aus dem 16. Jahrhundert stammt der Brauch des Blasiussegens. Mit zwei gekreuzten Kerzen wird dem Gläubigen der Segen erteilt: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen.“ Darstellung: mit Waldtieren, einem Schweinskopf, gekreuzten Kerzen oder bei seinem Martyrium; im Osten zusammen mit den Kirchenvätern Patron: von Dubrovnik, von Maratea und 80 weiteren Städten in Italien, der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Wollhändler, Schuhmacher, Schneider, Gipser, Weber, Gerber, Bäcker, Maurer, Hutmacher, Blasmusikanten, Haustiere, Pferde, Helfer gegen Halsleiden, Husten, Blasenkrankheiten, Blutungen, Geschwüre, Koliken und Zahnschmerzen und für eine gute Beichte, einer der 14 Nothelfer Weitere Heilige des Tages:
Alojs Andritzki, Priester, Märtyrer
Ansgar, Bischof, Glaubensbote
Helena Maria Stollenwerk, Ordensgründerin
Alojs Andritzki, Priester, Märtyrer
Ansgar, Bischof, Glaubensbote
Helena Maria Stollenwerk, Ordensgründerin
Lebensdaten: geboren 1221 in Bagnoregio bei Viterbo, gestorben am 15. Juli 1274 in Lyon Lebensgeschichte: Als Giovanni da Fidanza geboren, soll Bonaventura seinen Namen von Franz von Assisi erhalten haben: Als seine Mutter diesem den Jungen brachte, um ihm zu zeigen, wie sein Segen das schwerkranke Kind geheilt hatte, rief Franziskus aus: „O buona ventura – Welch glückliche Fügung!“ Sein Vater, ein Arzt, schickte ihn zum Studium nach Paris, wo er 1243 in den Franziskanerorden eintrat und selber an der Universität zu lehren begann. 1257 wurde er gemeinsam mit Thomas von Aquin zum Doktor der Theologie promoviert. Im selben Jahr wurde Bonaventura Generalminister des Ordens, den ein Streit zwischen den Parteigängern einer endzeitlichen, radikalen Armut (Spiritualen) und denen einer gemäßigten Entwicklung sowie Wissenschaft (Konventualen) zu zerreißen drohte. Bonaventura überarbeitete die Ordensstatuten und beseitigte die Missverständnisse innerhalb des Ordens, indem er die einzig authentische Biographie des heiligen Franziskus veröffentlichte und konkurrierende einziehen ließ. Einen 1265 angebotenen Bischofssitz lehnte er ab, um sich in Paris der Verteidigung der neuen, misstrauisch beäugten Bettelorden zu widmen. Dort entstanden aus Universitätspredigten einige Werke, die zusammen mit seinen früheren Vorlesungen zu den theologischen Höhepunkten des Mittelalters zählen. 1271 wurde nach einer langen Sedisvakanz und auf seinen Rat hin Gregor X. zum Papst gewählt, der Bonaventura zum Kardinalbischof von Albano ernannte und ihn mit der Vorbereitung des Zweiten Konzils von Lyon betraute, das die Wiedervereinigung der lateinischen mit der byzantinischen Kirche zu beraten hatte. Kurz vor dem erfolgreichen Abschluss des Konzils starb Bonaventura am 15. Juli 1274 in Lyon. Verehrung: Als 1434 seine Gebeine in die neue Franziskanerkirche übertragen wurden, die heute seinen Namen Saint-Bonaventure trägt, war sein Haupt vollständig erhalten, was seine Verehrung sehr gefördert hat. 1482 wurde Bonaventura heiliggesprochen und 1588 zum Kirchenlehrer erhoben. Darstellung: als Franziskaner, als Bischof, mit Kardinalshut am Baum, Kruzifix, mit Engel und Hostie Patron: von Lyon, der Franziskaner, Arbeiter, Theologen, Lastenträger, Seifensieder und Kinder Weitere Heilige des Tages:
Donald von Ogilvy, Einsiedler
Egino, Abt
Rosalia von Palermo, Einsiedlerin
Rudolf Lunkenbein, Ordenspriester, Märtyrer
Donald von Ogilvy, Einsiedler
Egino, Abt
Rosalia von Palermo, Einsiedlerin
Rudolf Lunkenbein, Ordenspriester, Märtyrer