Heilige
Lebensdaten: geboren vor 605 v.Chr. in Jerusalem, gestorben nach 536 in Babylon Lebensgeschichte: Daniel wurde mit drei anderen, vornehmen Jungen nach Babylon verschleppt, um dort unter dem Namen Beltschazar („Baal beschütze den König“) zum Sternendeuter ausgebildet zu werden. Obwohl Daniel an den Reinheitsgeboten des Bundesvolks festhielt, avancierte er am Hof von König Nebukadnezzar zum favorisierten Zeichen- und Traumdeuter, weil er seine Weisheit von Gott hatte. Als sich Daniels Gefährten weigerten, das Götzenbild des Herrschers anzubeten, wurden sie in einen Feuerofen geworfen und wunderbar errettet. Nach der persischen Eroberung des Landes wurde Daniel unter König Darius zu einem der Verwalter des Reichs, fiel aber in Ungnade: Er wurde in eine Löwengrube geworfen, weil er nach Jerusalem hin zu Gott gebetet hatte, statt sich an den König zu wenden. Doch auch er blieb unbeschadet. Später unter König Kyrus wurde der „Gott Daniels“ im ganzen Reich verehrt. Besonders bildmächtig wurden zwei Episoden im alttestamentlichen Buch Daniel: die Rettung der zu Unrecht beschuldigten Susanna („im Bade“) sowie die Deutung der geheimnisvollen Zeichen, die bei einem Festmahl an der Wand erscheinen: „Mene mene tekel u-parsin“ (Dan 5,25). Die endzeitliche Vision vom „Menschensohn“, dem alles unterworfen wird (Dan 7,13), kehrt in den Bilderreden Jesu wieder. Nach Flavius Josephus wurde Daniel in Ekbatana im Partherreich bestattet, anderen Überlieferungen nach im persischen Susa. Auch Kirkuk und Samarkand beanspruchen, seine Gebeine zu verwahren. Verehrung/Brauchtum: Daniels Vision vom Stein, der sich ohne Zutun von Menschen von einem Berg löst und Götzenbilder zerschmettert (Dan 2,34), wurde in orthodoxen Hymnen zu einer Metapher für die Menschwerdung Gottes aus Maria der Jungfrau. Wegen der Löwengrube machte man Daniel zum Patron der Bergleute. In Nördlingen trägt der 90 Meter hohe Turm der St.-Georgs-Kirche seinen Namen. Dahinter steht der Vers: „Und der König erhöhte Daniel und … machte ihn zum Fürsten über das ganze Land“ (Dan 2,48). Darstellung: mit Löwen, Bergmannswerkzeugen oder Gestein Patron: der Bergleute Weitere Heilige des Tages:
Laurentius von Brindisi, Ordenspriester, Kirchenlehrer
Victor von Marseille, Bischof, Märtyrer
Laurentius von Brindisi, Ordenspriester, Kirchenlehrer
Victor von Marseille, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 7. September 1876 in Ferté-Saint-Cyr (Loir-et-Cher), gestorben am 28. Februar 1936 in Auteuil, Paris Lebensgeschichte: Daniel Brottier stammte aus einfachen Verhältnissen und trat nach seiner heiligen Erstkommunion ins Knabenseminar von Blois ein. Ab seinem 13. Lebensjahr litt er an einer chronischen Krankheit, die zumeist mit heftigen Kopfschmerzen einherging. 1899 wurde er zum Priester geweiht und als Lehrer im angesehenen Kolleg von Pontlevoy eingesetzt. Doch es zog ihn in die Ferne. Deshalb trat er in die „Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist unter dem Schutz des Unbefleckten Herzens Mariens“, den Spiritanerorden, ein, wo er 1903 seine Gelübde ablegte. Der Orden schickte ihn als Kaplan in die senegalesische Hauptstadt Dakar, wo er sich vor allem um hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche kümmerte. Doch seiner Gesundheit wegen musste er 1911 wieder nach Frankreich zurückkehren. Von dort aus setzte er sich mit dem Sammeln von Spenden für den Bau einer Kathedrale in Dakar ein und wurde dafür zum in Frankreich residierenden Generalvikar des Bischofs von Dakar ernannt. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, meldete er sich freiwillig als Militärgeistlicher und verbrachte den gesamten Krieg an vorderster Front, ohne jemals verwundet zu werden – fünfmal ausgezeichnet, erhielt er 1918 die Ehrenlegion. 1923 wurde seine Kongregation mit der Leitung des Waisenhauswerks für Lehrlinge in Auteuil, einem Stadtteil von Paris, betraut. P. Daniel Brottier machte bis 1936 aus dieser Anstalt, die er mit 70 Jugendlichen und turmhohen Schulden übernommen hatte, eine vorbildliche Einrichtung mit 1400 Kindern in zehn Häusern. An der von ihm maßgeblich vorangetriebenen Einweihung der Kathedrale von Dakar am 2. Februar 1936 konnte er seiner angeschlagenen Gesundheit wegen nicht teilnehmen. Er verstarb am 28. Februar 1936. Verehrung: Am 25. November 1984 wurde Daniel Brottier von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Weitere Heilige des Tages:
Romanus, Einsiedler, Klostergründer
Silvana, Märtyrin
Romanus, Einsiedler, Klostergründer
Silvana, Märtyrin
Lebensdaten: geboren am 15. März 1831 in Limone sul Garda, gestorben am 10. Oktober 1881 in Khartum, Sudan Lebensgeschichte: Daniele war das einzige überlebende von acht Kindern einer frommen Zitronenarbeiterfamilie und erhielt in der Schule des Priesters Nicola Mazza den Anstoß zur Afrikamission, der er sich 18jährig mit einem Gelübde verpflichtete. 1854 zum Priester geweiht, kaufte er in Ostafrika Kinder frei und brachte sie zur Erziehung nach Verona. 1864 entwarf er einen Plan zur Evangelisierung Zentralafrikas, der unter anderem die Verkündigung des Evangeliums durch Afrikaner und die Befreiung aus der Sklaverei festhielt. 1867 fand er Gelegenheit, Papst Pius IX. sein Programm vorzustellen, gründete in Verona eine Missionsgemeinschaft, aus der die „Söhne des Heiligsten Herzen Jesu“ hervorgingen, und eröffnete seine erste Niederlassung in Kairo. 1868 schlug er aus Treue zum Papst eine nationale Ehrung aus und bereiste halb Europa, um Förderung seiner Missionsvorhaben zu erhalten. Er nahm als Berater des Bischofs von Verona am Ersten Vatikanischen Konzil teil und erntete dort das Wohlwollen der Konzilsväter und des Papstes für seine Projekte. 1872 gründete er die Schwesterngemeinschaft der „Frommen Mütter für Afrika“, später „Comboni Missionsschwestern“ genannt. Ein Jahr später reiste er selbst nach Khartum und wurde dort Bischof und Apostolischer Vikar für Zentralafrika. Unter schwierigsten Bedingungen bereiste er die von ihm ins Leben gerufenen Missionsstationen und traf sich mit den örtlichen Stammesführern, um über die Abschaffung der Sklaverei zu verhandeln. 1877 und 1878 verlor der heutige Sudan infolge von Naturkatastrophen und Hungersnot die Hälfte seiner Bevölkerung, darunter auch viele Mitarbeiter Combonis. Dazu kamen immer wieder Rückschritte und Schwierigkeiten, die man Comboni von Europa aus bereitete, wo seine Evangelisierungspläne auf Unverständnis stießen. Anfang Oktober 1881 wurde er von einem starkem Fieber befallen, dem er am 10. Oktober in Khartum erlag. Verehrung: Daniele Comboni wurde 1996 selig- und 2003 heiliggesprochen. Sein Geburtshaus in Limone kann bis heute besichtigt werden. Die Ordensgemeinschaften der „Söhne des Heiligsten Herzens Jesu“ und der „Comboni Missionsschwestern“ haben über 4000 Mitglieder auf der ganzen Welt. Weitere Heilige des Tages:
Gereon von Köln, Märtyrer
Paulinus von York, Bischof
Viktor von Xanten, Märtyrer
Gereon von Köln, Märtyrer
Paulinus von York, Bischof
Viktor von Xanten, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 1200 in Augsburg, gestorben am 19. November 1272 ebendort Lebensgeschichte und Bedeutung: David stammte dem Namen nach sicher aus Augsburg und muss eine sehr gediegene Ausbildung genossen haben. Um 1220, noch zu Lebzeiten des heiligen Franziskus, schloss er sich den Minderbrüdern als eines der ersten deutschen Ordensmitglieder an. Bald zum Theologielehrer bestellt, wirkte er an der Ausbildung der Novizen in Magdeburg und ab 1240 in Regensburg. Als Wanderprediger bereiste er mit Berthold von Regensburg Süddeutschland und war an der Inquisition der Waldenser in Bayern beteiligt. 1246 ist er als Visitator der Kanonissenstifte Ober- und Niedermünster in Regensburg bezeugt. Offenbar war er als Seelenführer bei den Klarissen und Franziskanerterziaren geschätzt. Ab 1250 wirkte er vom Augsburger Barfüßerkloster aus als Volksprediger. David gilt als der größte Mystiker des Franziskanerordens und war der erste Mystiker, der seine Werke auf Deutsch verfasste. Sein Hauptwerk De exterioris et interioris hominis compositione – Von der äußerlichen und innerlichen Beschaffenheit des Menschen entstand aus seiner Ausbildungstätigkeit und wurde in seinem und anderen Orden als Novizenleitbuch verwendet; es fußt auf den von David solide beherrschten, maßgeblichen mystischen Autoren von der christlichen Spätantike bis zum 12. Jahrhundert und hatte mit seinem dreifachen Weg des Aufstiegs zum geistlichen Leben bedeutenden Einfluss auf spätere geistliche Strömungen wie die Devotio moderna. Auch im Schwabenspiegel, der Augsburger Rechtssammlung von 1268, ist sein Einfluss nachzuweisen. Verehrung: Bruder David wurde in der Franziskanerkirche Zu den Barfüßern bestattet – wo genau, ist allerdings unbekannt. Der beliebte Prediger wurde im Volk als Heiliger verehrt, geriet aber, da er nie kanonisiert wurde, in Vergessenheit. Seine Schriften wurden für Werke von Bernhard von Clairvaux oder Bonaventura gehalten und erst im 19. und 20. Jahrhundert als seine erkannt und gewürdigt. Weitere Heilige des Tages:
Elisabeth von Thüringen, Landgräfin
Mechthild von Hackeborn, Ordensfrau, Mystikerin
Elisabeth von Thüringen, Landgräfin
Mechthild von Hackeborn, Ordensfrau, Mystikerin
Lebensdaten: geboren um 520 an der Bucht von St. Brides, Wales, gestorben am 1. März 601 im heutigen St. David’s, Wales Lebensgeschichte: David (Dewi) lebte als Einsiedler und strenger Asket in den Bergen von Wales. Die Legenden und Überlieferungen, die aus ihm einen Adligen, gar den Onkel des Tafelrundenkönigs Artus machen, dienten der Zurückweisung der Ansprüche der englischen Krone und des Erzbistums Canterbury. David gründete Mönchsniederlassungen, die er einer strengen Regel unterwarf: Die Mönche mussten den Pflug ohne Zugtiere selber ziehen, durften nur Wasser und Brot mit Salz und Kräutern zu sich nehmen, Besitz war verboten. Er verfasste ein Bußbuch, das bis ins 8. Jahrhundert hinein auch auf dem Kontinent verbreitet war. Besonders sein Kloster Mynyw (Menevia) hatte großen Einfluss auf die Entwicklung des Mönchtums in Wales. Auf einer Pilgerreise ins Heilige Land empfing er die Bischofsweihe und trat nach seiner Rückkehr nach Wales 560 und 569 auf zwei Synoden gegen die Selbsterlösungslehre der Pelagianer auf. Er starb am 1. März 601 in Menevia, das später in St. David’s umbenannt wurde. Verehrung/Brauchtum: David wurde 1120 von Papst Callistus II. kanonisiert. Bis zur Reformation war Davids Grab ein bedeutender Wallfahrtsort: Zweimal dorthin zu pilgern entsprach einer Reise nach Rom. Am St. David’s Day, dem walisischen Nationalfeiertag, werden traditionell Paraden abgehalten. Der größten in Cardiff wohnt stets der Thronfolger, der Prinz von Wales, bei. Die Waliser schmücken ihre Hüte mit einem Lauch, weil David ihn bei einer Schlacht als Erkennungszeichen empfohlen hatte. Darstellung: als Bischof auf einem Hügel stehend mit einer Taube auf der Schulter Patron: von Wales Weitere Heilige des Tages:
Johanna Maria Bonomo, Äbtissin, Mystikerin
Theresia Eustochium Verzeri, Ordensgründerin
Johanna Maria Bonomo, Äbtissin, Mystikerin
Theresia Eustochium Verzeri, Ordensgründerin
Lebensdaten: gestorben um 304 in Sirmium, heute Sremska Mitrovica, Serbien Lebensgeschichte und Legende: Demetrios ist einer der meistverehrten Heiligen in der Ostkirche. Wahrscheinlich wurde er um 304 während der Diokletianischen Christenverfolgung vom Mitkaiser Maximinus Daia in Sirmium ermordet. Der Legende nach war Demetrios ein hoher senatorischer Offizier, der inmitten der grausamen Christenverfolgung seinen Glauben bekannte, von seinen Männern verraten und verhaftet wurde. Als man ihn Maximinus Daia vorführte, schaute der gerade den Gladiatorenspielen in der Arena zu und befahl, Demetrios hinter Gitter zu sperren. Nun sollte ein Mutiger gefunden werden, der es mit einem scheinbar unbesiegbaren Gladiator namens Lyaeos aufnehmen sollte. Ein ebenfalls christlicher Freund des Demetrios mit Namen Nestor stellte sich der Aufgabe, allerdings nicht, ohne vorher den Segen seines eingesperrten Freundes zu erbitten. Und tatsächlich besiegte er ohne größere Mühe den Gladiator. Maximinus Daia war so erzürnt, dass er Nestor augenblicklich hinrichten lassen wollte. Doch ein Diener hinterbrachte ihm, dass wohl ein Zauber des verhafteten Christen den Sieg möglich gemacht hatte. Daraufhin ließ der Kaiser Demetrios töten. Verehrung/Brauchtum: Von Sirmium wurden Demetrios’ Gebeine im 5. Jahrhundert nach Thessaloniki verbracht, wo sie in der Kirche Hagios Demetrios sehr verehrt werden. Weil aus seinem Schrein ein heilsames, wohlriechendes Öl fließt, wird Demetrios auch „der Myrrheverströmende“ genannt. Allein in Griechenland, wo er als Bruder des heiligen Georg gilt, sind ihm über 200 Kirchen geweiht. Am 26. Oktober erweist traditionell der griechische Premierminister dem Großmärtyrer seine Reverenz durch einen Besuch in Saloniki. Darstellung: als senatorischer Offizier Patron: von Konstantinopel, Saloniki, Bukarest, Venedig, der Soldaten Weitere Heilige des Tages:
Amandus von Straßburg, Bischof
Lucian, Märtyrer
Amandus von Straßburg, Bischof
Lucian, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 1201, gestorben am 10. Juni 1236 in Bologna Lebensgeschichte: Diana von Andalò stammte ausgerechnet aus der adligen Familie der Carbonesi, die sich der Ansiedlung der Dominikaner in Bologna 1218 am meisten widersetzt hatte. Sie führte das ganz und gar weltliche Leben der Großgrundbesitzer, bis sie Reginald von St. Gilles begegnete, unter dessen Einfluss sie sich bekehrte und Dominikanerin zu werden wünschte. 1221 begegnete sie dem heiligen Dominikus und bat ihn um Mithilfe bei der Gründung eines Frauenklosters. Um ihrer Bitte zu entsprechen, ließ er die Arbeiten am Männerkonvent eigens unterbrechen. Währenddessen war Dianas Familie alles andere als begeistert über ihre Entscheidung, sich einem Bettelorden anzuschließen, und schloss sie zu Hause ein. Beim vergeblichen Versuch, sie mit Gewalt aus dem Augustinerinnenkloster von Ronzano zu zerren, wohin sie sich geflüchtet hatte, soll Diana sogar eine Rippe gebrochen worden sein. 1223 konnte mit Hilfe Jordans von Sachsen, des zweiten Ordensgenerals der Predigerbrüder, ihre Familie umgestimmt und das Kloster St. Agnes in Bologna errichtet werden, dem Diana bis zu ihrem Tod am 10. Juni 1236 als Priorin vorstand. Sie war federführend bei der Anpassung der Ordensregel an die Bedürfnisse eines Frauenklosters tätig und führte mit Jordan von Sachsen eine der berühmtesten geistlichen Brieffreundschaften des Mittelalters. Verehrung: Papst Leo XIII. bestätigte 1888 ihre Verehrung als Selige. Weitere Heilige des Tages:
Eustachius Kugler, Provinzial
Heinrich von Bozen, Tagelöhner
Maurinus von Köln, Abt, Märtyrer
Olivia, Märtyrin
Eustachius Kugler, Provinzial
Heinrich von Bozen, Tagelöhner
Maurinus von Köln, Abt, Märtyrer
Olivia, Märtyrin
Lebensdaten: gestorben Anfang des 4. Jahrhunderts in Augsburg Lebensgeschichte und Legende: Dionysius, einigen Überlieferungen nach auch Zosimus genannt, ist laut ihrer Martyriumsgeschichte der Onkel der heiligen Afra gewesen. Wie seine Nichte Afra und seine Schwester Hilaria bekehrte sich Dionysius nach der Begegnung mit Bischof Narcissus von Gerona, der über die Alpen nach Augsburg geflohen war. Narcissus weihte ihn auch zum Priester und bestimmte ihn zum ersten Bischof für Augsburg. Dionysius starb ebenso wie seine Nichte Afra und seine Schwester Hilaria den Märtyrertod auf dem Scheiterhaufen. Verehrung: Seit dem 11./12. Jahrhundert wird Dionysius in den Augsburger Bischofslisten geführt, seitdem ist auch die Verehrung seiner Reliquien belegt. Am 26. Februar 1258 erhob Papst Alexander IV. feierlich die Reliquien des ersten Augsburger Bischofs, dessen Gedenktag seither an diesem Tag begangen wird. Darstellung: im Bischofsornat mit aufgeschlagenem Buch in der Hand Weitere Heilige des Tages:
Gerlinde, Reklusin
Ottokar von Tegernsee, Laienbruder, Klostergründer
Gerlinde, Reklusin
Ottokar von Tegernsee, Laienbruder, Klostergründer
Lebensdaten: gestorben um 250 auf dem Pariser Montmartre Lebensgeschichte und Legende: Dionysius war einer von sechs Glaubensboten, die der römische Bischof Fabian 245 nach Gallien entsandte, und wurde Bischof von Lutetia, dem heutigen Paris. Seiner Predigttätigkeit machte der römische Statthalter durch Enthaupten alsbald ein Ende – es war die Zeit der Christenverfolgungen. Eine Kirche über seinem Grab beim „Vicus Catulliacus“ acht Kilometer nördlich der Seine ist Anfang des 6. Jahrhunderts belegt. Dionysius’ Heiligenlegende aus der Karolingerzeit verlegt sein Martyrium wie das seiner Gefährten Eleutherius und Rusticus auf den Montmartre (von lateinisch „Mons Martyrum – Märtyrerberg“). Dionysius hob sein Haupt vom Boden auf, nahm es unter den Arm und übergab es sechs Kilometer weiter einer frommen adligen Frau namens Catulla. Verehrung: Über dem Grab des Heiligen ließ der Merowingerherrscher Dagobert I. Anfang des 7. Jahrhunderts die Abtei und Basilika Saint-Denis errichten, die in der Folge zur Grablege der Könige Frankreichs wurde. In der Karolingerzeit wurde Bischof Dionysius mit dem einzigen Zuhörer des heiligen Paulus auf dem Athener Areopag gleichgesetzt (Apg 17,34) und dann mit dem ungeheuer einflussreichen mystisch-philosophischen Autor Pseudo-Dionysius Areopagita (Ende des 5., Anfang des 6. Jahrhunderts). Die Abteikirche Saint-Denis wurde von Abt Suger unter dem Einfluss von dessen Schriften als erste gotische Kirche erbaut (erstes Kreuzrippengewölbe ab 1140). Darstellung: mit abgeschlagenem Kopf Patron: von Paris und Frankreich, einer der 14 Nothelfer, Helfer bei Geisteskrankheiten, Zwist, gegen Tollwut, Besessenheit, Kopfschmerzen Weitere Heilige des Tages:
Abraham und Sarah, Stammeltern des Volkes Israel
Emanuela Theresia von Bayern, Ordensfrau
Johannes Leonardi, Priester, Ordensgründer
John Henry Newman, Ordenspriester
Gunther von Niederaltaich, Laienbruder, Einsiedler
Abraham und Sarah, Stammeltern des Volkes Israel
Emanuela Theresia von Bayern, Ordensfrau
Johannes Leonardi, Priester, Ordensgründer
John Henry Newman, Ordenspriester
Gunther von Niederaltaich, Laienbruder, Einsiedler
Lebensdaten: geboren um 1170 in Caleruega bei Burgos, gestorben am 6. August 1221 in Bologna Lebensgeschichte: Domingo stammte aus wohlhabender Familie und kam mit fünf Jahren in die Obhut eines verwandten Priesters, der ihn unterrichtete. Mit 14 Jahren nahm er das Studium der Freien Künste in Palencia auf, dem sich das der Theologie anschloss. Während einer Hungersnot verkaufte er seine kostbaren Bücher, um Notleidenden zu helfen. 1196 Regularkanoniker an der Kathedrale von El Burgo de Osma geworden, reiste Dominikus Anfang des 13. Jahrhunderts mit seinem Bischof Diego de Acebo durch Südfrankreich, wo die Katharerbewegung der Kirche die ganze Bevölkerung abspenstig machte. Die Erfolge der Irrlehrer beruhten weniger auf ihrer leibfeindlichen, dualistischen Weltanschauung, als auf ihrem hohen Bildungsstand, ihrer straffen Organisation, der direkten Ansprache und dem asketischen Lebensstil – was Dominikus kurzerhand übernahm. Er gründete mit Bischof Diego eine Missionsstation nahe Toulouse und zog ab 1206 von dort aus im päpstlichen Auftrag und mit immer zahlreicher werdenden Begleitern durch die Städte und Dörfer. Sie lebten nur von Almosen, suchten die öffentliche Auseinandersetzung mit den Häretikern und predigten leidenschaftlich und überzeugend die Lehre der Kirche. 1215 gründete Dominikus in Toulouse den „Orden der Predigerbrüder“ und unterstellte ihn einer überarbeiteten Augustinus-Regel, in deren Mittelpunkt Armut und Studium festgeschrieben standen. 1216 bestätigt, verbreitete sich der Dominikanerorden rasend schnell in ganz Europa, zählte 1220 bereits an die 70 Konvente und war mit eigenen Professoren an den Universitäten von Paris und Bologna vertreten. Dominikus bereiste die Klostergründungen in Spanien, Frankreich und Italien und predigte selbst unermüdlich und mit großem Erfolg. 1221 starb er während einer Missionsreise in Bologna, wo das zweite Generalkapitel seines Ordens stattfand. Es wird erzählt, dass er im Bett eines Mitbruders starb, weil er kein eigenes hatte. Verehrung: Dominikus wurde 1234 heiliggesprochen und ruht in der nach ihm benannten Basilika in Bologna. Darstellung: im Dominikanerhabit mit Buch, Lilie, Stein, Sperling, Stab, Rosenkranz oder Stern, schwarzweißem Hund Patron: der Dominikaner, der Provinz Burgos und des Bistums Osma-Soria, der Dominikanischen Republik, von Bologna, Madrid und Córdoba, der Schneider, Helfer gegen Hagel und Fieber Weitere Heilige des Tages:
Altmann von Passau, Bischof
Cyriacus, Märtyrer, Nothelfer
Mary MacKillop, Ordensgründerin
Altmann von Passau, Bischof
Cyriacus, Märtyrer, Nothelfer
Mary MacKillop, Ordensgründerin