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Heilige

Lebensdaten: geboren am 21. September 1882 auf der Insel San Pedro, Yuriría, Mexiko, gestorben am 10. März 1928 in Cortázar, Mexiko Lebensgeschichte: Mateo Elías Nieves del Castillo kam in einer frommen Bauernfamilie zur Welt und wollte schon als Kind Priester werden. Mit zwölf Jahren starb er um ein Haar an Tuberkulose, kurze Zeit später wurde sein Vater bei einem Raubüberfall ermordet, weswegen Mateo Elías die Schule verlassen und seine Familie unterstützen musste. 1904 wurde er trotz seiner unzureichenden Bildung in das neueröffnete Seminar der Augustiner in Yuriría aufgenommen. Zusätzlich erschwerten ihm seine schwachen Augen das Studium. Als er seine Gelübde ablegte, nahm er den Ordensnamen Elías del Socorro (von der immerwährenden Hilfe) an. 1916 wurde er zum Priester geweiht und trat eine Stelle als Pfarrvikar in Cortázar an, einem heruntergekommenen Ort mit 3000 Einwohnern, denen er neben geistlicher auch materielle Hilfe zukommen ließ, soweit er konnte. Als 1926 eine blutige Christenverfolgung in Mexiko einsetzte, verbarg er sich in einer Höhle und betreute seine Pfarrangehörigen nachts. Nach 14 Monaten wurde er jedoch gemeinsam mit zwei Bauern verhaftet und gab sich als Priester zu erkennen. Er übergab dem Armeehauptmann, der das Erschießungskommando am Straßenrand befehligte, seine Uhr, segnete die Soldaten und sagte das Glaubensbekenntnis auf. Seine letzten Worte waren: „Es lebe Christus, der König!“ Verehrung: Papst Johannes Paul II. sprach den Märtyrer 1997 selig.   Weitere Heilige des Tages:
John Ogilvie, Ordenspriester, Märtyrer
Gustav, Einsiedler
Lebensgeschichte: Elisabeth stammte aus dem Geschlecht Aarons und war mit dem Priester Zacharias verheiratet. Die beiden führten ein rechtschaffenes, gottesfürchtiges Leben. Doch es wollte sich kein Nachwuchs einstellen, was damals als Zeichen dafür galt, dass Gott sich abgewandt hatte. Sooft Zacharias Tempeldienst hatte und im Heiligtum seine Gebete verrichtete, bat er Gott um dieses Geschenk. Mittlerweile waren beide schon sehr betagt, als Zacharias wieder einmal im Tempel betete. Da erschien ihm der Erzengel Gabriel, der ihm die Geburt eines Sohnes verhieß. Er sollte der Wegbereiter des Messias werden und Johannes heißen. Zacharias konnte nicht glauben, was er hörte, was zur Folge hatte, dass er stumm wurde. Kurz darauf wurde Elisabeth tatsächlich schwanger. Nach etwa sechs Monaten bekam sie Besuch von ihrer Verwandten Maria, der zwischenzeitlich ebenfalls der Engel erschienen war und ihr die Empfängnis des Gottessohnes durch Heiligen Geist verheißen hatte. Als die beiden Frauen sich begrüßten, hüpfte das Kind in Elisabeths Leib, und sie erkannte, wen sie vor sich hatte. Sie sprach: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,44). Nach diesem Gruß, der ins Ave Maria eingegangen ist, brach Maria in ihr Magnifikat aus. Maria blieb bei Elisabeth und half ihr im Haus und die Geburt vorzubereiten. Als Elisabeth von einem Sohn entbunden wurde, kamen die Nachbarn und Freunde, und als bei der Beschneidung am achten Tag nach dem Namen des Kindes gefragt wurde, waren alle erstaunt, dass es Johannes heißen sollte, obwohl der Name in der Familie ganz unüblich war. Doch Zacharias bestätigte die Namensgebung auf einem Schreibtäfelchen, und augenblicklich konnte er wieder sprechen und lobte und pries Gott mit prophetischen Worten. Mehr ist über das Leben der Eltern Johannes’ des Täufers nicht bekannt. Eine Schrift aus dem 3. Jahrhundert berichtet noch, dass Zacharias im Tempel getötet wurde. Verehrung: Seit dem 28. Oktober 415 ist die Verehrung Zacharias’ in Konstantinopel durch eine Kirchenweihe greifbar. Ein Teil seines Hauptes wird in der Lateranbasilika in Rom verehrt. Dort feiert man sein Gedenken am 6. November. Auch im Stift Stams wird ein Kopfreliquiar verehrt. Zacharias’ Lobgesang (Lk 1,68–79), nachdem er seine Stimme wiedergefunden hatte, ist als Benedictus Bestandteil der Laudes, des Morgengebets der Kirche. Darstellung: Zacharias: als Priester mit Weihrauchfass, mit Schrifttafel bei der Geburt Johannes’, bei seiner Ermordung; Elisabeth: bei der Heimsuchung Mariens, bei der Geburt ihres Sohnes Patronat Elisabeths: der Brettschneider   Weitere Heilige des Tages:
Guido Maria Conforti, Bischof, Ordensgründer
Padre Pio, Ordenspriester, Mystiker
Lebensdaten: geboren am 18. Juli 1880 bei Bourges, gestorben am 9. November 1906 in Dijon Lebensgeschichte: Die Offizierstochter Marie-Joséphine-Élisabeth Catez kam am 18. Juli 1880 in einem Militärlager zur Welt. Ihr ungestümes Temperament stand im Widerspruch zur tiefen Liebe, die sie für Jesus empfand, weswegen sie beschloss, ihre heftigen Neigungen zu besiegen. Die sehr musikalische und lebensfrohe Jugendliche gewann mit 13 Jahren einen ersten Preis am Konservatorium und wurde Pianistin. Jedoch reifte in ihr auch der Wunsch nach einem geistlichen Leben. Sie fühlte sich immer mehr in den Karmel berufen. Als sie 21 wurde, stimmte schließlich auch die Mutter zu, und ihr großer Traum konnte sich erfüllen. 1901 trat sie mit dem Ordensnamen Elisabeth von der Dreifaltigkeit in den Karmel von Dijon-Flavignerot ein. Dort jedoch plagten sie seelische und körperliche Leiden. Trotzdem wollte sie ein „Lobpreis der Herrlichkeit Gottes“ werden, „der uns so sehr geliebt hat“. In vielen Briefen beschrieb sie ihren inneren Weg durch Dunkelheiten und mystische Gnaden. Ihre berühmteste literarische Hinterlassenschaft ist das Gebet zur heiligsten Dreifaltigkeit, der sie ihr ganzes Leben weihte: „Schenk Frieden meiner Seele, mach sie zu deinem Himmel, zu deiner geliebten Wohnung und dem Ort deiner Ruhe. Gib, dass ich dich dort nie allein lasse, sondern ganz da bin, ganz wach in meinem Glauben, ganz anbetend, ganz ausgeliefert an dein schöpferisches Handeln.“ Ihre unheilbare Krankheit, eine Nebenniereninsuffizienz, mündete in einen neunmonatigen Todeskampf, während dem sie trotz unerträglicher Schmerzen immer wieder von der Freude sprach, sich Gott hingeben zu dürfen. Am 9. November 1906 erfüllte sich mit ihrem irdischen Tod ihr Lebensziel: die Vereinigung mit der göttlichen Dreifaltigkeit. Verehrung: 1984 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen, wurde Elisabeth von der Dreifaltigkeit 2016 von Papst Franziskus heiliggesprochen. Ihre Gebeine werden in der Kirche Saint-Michel in Dijon verehrt. Dort gibt es auch ein kleines Museum mit Gegenständen aus ihrem Leben.   Weitere Feste und Heilige des Tages:
Weihetag der Lateranbasilika
Gabriel Ferretti, Ordenspriester
Theodor von Euchaïta, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 4. Januar 1271 in Saragossa, gestorben am 4. Juli 1336 in Estremoz Lebensgeschichte: Isabel war die Tochter des späteren Königs Peter III. von Aragón und seiner Frau Konstanze von Sizilien. Ihren Namen erhielt sie nach ihrer Großtante Elisabeth von Thüringen. Das außergewöhnlich fromme Kind betete täglich das Brevier, fastete regelmäßig und erlaubte sich keine Vergnügungen. Mit elf Jahren wurde sie mit dem zukünftigen König Dinis von Portugal verheiratet, einem bedeutenden Troubadour, Universitätsgründer und Erbauer des noch jungen Königreichs – sowie furchtbaren Schwerenöter. Neben ihren eigenen zwei gab es noch ein halbes Dutzend unehelicher Kinder. Isabel behielt ihr strenges religiöses Leben bei und verwendete die Einkünfte ihrer reichen Morgengabe sowie die Dienste ihrer Hofdamen zu karitativen Zwecken. Während der großen Hungersnot von 1293 ließ sie Getreide austeilen. Sie sorgte für Pilger, schenkte armen jungen Frauen ihre Mitgiften, stellte die Erziehung verarmter Adliger sicher und stattete Hospize und Klosterprojekte mit Mitteln aus – was alles der äußerst lebenslustige Hof argwöhnisch beobachtete und zu Verleumdungen verleitete. Auf diese Zeit geht die legendarische Anekdote zurück, wonach Dinis im Januar Rosen statt des zu Recht vermuteten Brotes für Arme in ihrem Tragekorb aufdeckte. Isabel war am politischen Leben beteiligt und soll ihren Teil zum Vertrag von Alcañices über die künftigen Landesgrenzen (1297) sowie zum Friedensschluss zwischen Aragón und Kastilien (1303) beigetragen haben. 1323 verhinderte sie durch ihr persönliches Auftreten auf dem Feld eine Schlacht zwischen ihrem Mann und ihren Sohn, der einen Bürgerkrieg um seine Thronfolge entfacht hatte. Zweimal pilgerte sie nach Santiago de Compostela. Nach dem Tod Dinis’ 1325 zog sie sich als Franziskaner-Terziarin in das von ihr gestiftete Klarissenkloster von Coimbra zurück. 1336 tauchte sie trotz ihres Alters wieder auf einem Schlachtfeld auf und vermittelte bei Estremoz einen Frieden zwischen ihrem Sohn und dem König von Kastilien. Die Anstrengungen führten allerdings ihren baldigen Tod herbei. Verehrung: Isabel wurde nicht bei ihrem Mann, sondern in ihrem Kloster bestattet, heute Santa Clara-a-Nova von Coimbra. Sie wurde 1516 selig- und 1625 heiliggesprochen. Portugal hat sie als Friedensstifterin und Wohltäterin in Erinnerung behalten. Darstellung: als Königin mit Pilgerstab im Franziskanerinnenhabit, beim Rosenwunder, als Friedensstifterin, beim Verteilen von Almosen Mitpatronin: des Bistum Tenerife   Weitere Heilige des Tages:
Bertha von Blangy, Äbtissin, Terziarin
Ulrich von Augsburg, Bischof
Werner von Wiblingen, Abt
Lebensdaten: geboren 1129 bei Köln, gestorben am 18. Juni 1164 in Strüth-Schönau/Taunus Lebensgeschichte: Elisabeth wurde mit zwölf Jahren von ihrer ansonsten nicht näher bekannten rheinischen Adelsfamilie den Benediktinerinnen von Schönau in Obhut gegeben und wurde mit 17 Jahren dort eingekleidet. Die ohnehin kränkliche und schwache Frau war so streng gegen sich selbst, dass ihre Freundin Hildegard von Bingen sie in einem Brief ermahnte, es nicht zu übertreiben. Tatsächlich erkrankte Elisabeth 1152 und durchlitt eine schwere Krise, nach der sie ekstatische Visionen durchlebte, die ihr Bruder Egbert, Mönch und späterer Abt des Männerkonvents Schönau, in lateinischer Sprache niederschrieb. Bis 1159 entstanden unter seiner Führung ihr Buch der Gotteswege sowie eine Schrift Über die Auferstehung der seligen Jungfrau Maria. Als besonders wirkungsvoll stellte sich das Buch der Offenbarung der Heiligen Schar der Kölnischen Jungfrauen heraus, mit dem sie die Verehrung der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen beförderte. Ab 1157 leitete Elisabeth den Frauenkonvent als Meisterin. „Die Müdigkeit deiner Knie, die Schürfwunden auf der Haut deines zarten Leibes, erlitten durch die rauhe Kleidung … die unglaublich kärgliche Nahrung und die zahllosen Opfer deiner Gebete“, wie ihr Bruder in ihrem Nachruf schrieb, waren nicht ganz unschuldig an ihrem Tod mit 35 Jahren. Verehrung: Elisabeth von Schönau, die zu Lebzeiten bekannter war als Hildegard von Bingen, wurde bald als Heilige verehrt und im 15. Jahrhundert in eine eigene Kapelle umgebettet. 1584 wurde sie in das Heiligenverzeichnis aufgenommen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Gebäude des 1606 aufgelösten Konvents mit dem Grab Elisabeths verwüstet. Nur die Schädelreliquie blieb erhalten und wurde 1900 auf dem rechten Seitenaltar der heutigen Pfarrkirche aufgestellt. Ausspruch der hl. Elisabeth: „Vollbringe das Werk des Herrn, wie du es bis jetzt getan hast; denn der Herr setzte dich als Arbeiterin in seinen Weingarten.“   Weitere Heilige des Tages:
Gregor Barbarigo, Bischof
Maria Dolorosa von Brabant, Einsiedlerin, Märtyrin
Lebensdaten: geboren am 7. Juli 1207 auf Burg Sárospatak, Ungarn, gestorben am 17. November 1231 in Marburg Lebensgeschichte: Elisabeth war die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. und der Gräfin Gertrud von Andechs-Meranien. Mit vier Jahren kam sie zur Erziehung und späteren Verheiratung an den kultivierten Thüringer Hof und wurde zehn Jahre später mit dem regierenden Landgrafen Ludwig vermählt. Ihre außerordentlich glückliche Ehe war mit drei Kindern gesegnet und von gleichen Interessen geprägt, weswegen das berühmte Rosenwunder jeder Grundlage entbehrt. Ohnehin geht die legendarische Anekdote, wonach der argwöhnische Ehemann Rosen statt des (zu Recht) vermuteten Brotes für Arme in ihrem Tragekorb aufdeckte, auf Elisabeth von Portugal zurück. 1223 kamen die Eheleute durch den Laienbruder Rodeger mit der franziskanischen Armutsbewegung in Berührung, und im selben Jahr gründeten sie ein Hospital in Gotha. Elisabeth verschenkte ihre kostbaren Kleider, ging barfuß zur Messe, spann Wolle für die Armen, besuchte Kranke und wusch Tote – für den Hof schlichtweg entwürdigende Tätigkeiten. Als sie während einer Hungersnot 1226 im ganzen Land die Kornkammern öffnen ließ, wurde sie heftig kritisiert, doch Ludwig hieß ihre Maßnahme ausdrücklich gut. Nachdem er 1227 auf dem Kreuzzug verstorben war, verzichtete Elisabeth auf allen ihren Besitz und bezog einen Schweinestall bei Eisenach, wo sie mit ihren Hofdamen fast verhungert wäre, weil auch das Volk sie für irre hielt. Erst als ihre Familie mütterlicherseits sich einmischte, erhielt sie von ihrem Schwager Heinrich Raspe eine Abfindung, die Elisabeth 1228 zum Bau eines Kranken- und Aussätzigenspitals in Marburg benutzte – in unmittelbarer Nähe ihres Beichtvaters Konrad, der ihr nur noch mehr Entsagungen abverlangte, darunter auch die Trennung von ihren Kindern, wobei sie Konrads strenge Weisungen häufig „mit frommer List umging“, um weiter großzügig sein zu können. Als bloße Spitalmagd wirkte Elisabeth unter Leprakranken, Krüppeln und Sterbenden, bis nach drei Jahren ihre Kräfte aufgebraucht waren und sie mit nur 24 Jahren starb. Verehrung: Elisabeth wurde in ihrem Franziskusspital begraben, dessen Kapelle der Deutsche Orden nach ihrer Heiligsprechung 1235 zur ersten gotischen Kirche des Landes erweiterte, der heutigen Elisabethkirche. Im 15. Jahrhundert war die Wallfahrt zu ihrem Grab eine der größten in ganz Europa geworden. 1539 ließ der protestantisch gewordene Landgraf Philipp I. von Hessen den Schrein mit ihren Reliquien zerstören, um ihren Kult zu beenden. Geborgene Reliquien werden im Wiener Elisabethinenkloster verehrt. Darstellung: mit Rosenkorb oder bei Werken der Barmherzigkeit  Patronin: von Hessen und Thüringen, der Caritas, des Deutschen Ordens, der Bäcker, Bettler, Kranken und Armen, der unschuldig Verfolgten, der Witwen und Waisen    Weitere Heilige des Tages:
David von Augsburg, Ordenspriester, Mystiker
Mechthild von Hackeborn, Ordensfrau, Mystikerin
Lebensdaten: wirkte von 892 bis 832 v. Chr. im Nordreich Israel Lebensgeschichte: Elischas Geschichte schildert das 2. Buch der Könige im Alten Testament. Er stammte aus der Gegend südlich des Sees Genezareth und war der Sohn des Saphat. Der Prophet Elias machte ihn auf Anweisung des Herrn zu seinem Nachfolger und warf ihm seinen Mantel über. Elischa wirkte während der Regierungszeit von drei Königen und brachte die traditionelle Prophetenopposition im Nordreich mit ihrem radikalen JHWH-Kult zu ihrem Höhepunkt. Elischa begünstigte die Entmachtung des Königs durch die Salbung eines anderen, der die rechtmäßige Dynastie und die kanaanitischen Baalspriester beseitigen ließ. Verehrung: Elischa ist der wundermächtigste aller Propheten des Alten Testaments und daher auch der volkstümlichste im Judentum. Besonders die Rettung einer mittellosen Witwe durch wunderbare Ölvermehrung und die Heilung des aussätzigen syrischen Feldherrn Naaman, auf die sich Jesus im Lukasevangelium bezieht (4,27), sowie die Erweckung des toten Sohnes einer Sunamiterin haben die Phantasie der Maler beflügelt. Reliquien des Propheten Elischa befinden sich im koptischen Makarioskloster in der Sketischen Wüste, etwa 90 Kilometer nordwestlich von Kairo. Darstellung: als Prophet bei seinen Wundertaten, oder mit einem Bären, einem schwimmenden Beil oder einem doppelköpfigen Adler auf seiner Schulter   Weitere Heilige des Tages:
Gottschalk der Wende, Märtyrer
Hartwig von Salzburg, Bischof
Lebensdaten: geboren in Aquitanien (Südwestfrankreich), gestorben 652 oder um 685 in Kleinhelfendorf (Gemeinde Aying, Oberbayern) Lebensgeschichte: Emmeram könnte ursprünglich Bischof von Poitiers gewesen sein und machte sich mit etwa 50 Jahren als Wanderbischof nach Ungarn auf, um unter den Awaren den christlichen Glauben zu verkünden. Unterwegs auf der Donau hielt ihn der Agilolfingerherzog Theodo gastfreundlich auf, den Glauben in Regensburg tiefer einzupflanzen. Nach drei Jahren segensreichen Wirkens vertraute sich ihm die Herzogstochter Uta an, die von ihrem Geliebten ein Kind erwartete. Emmeram ließ sich zu ihrem Schutz als Kindsvater ausgeben und reiste nach Rom ab, um den Sachverhalt zu klären. Nach drei Tagen stellte ihn der Herzogssohn Lantpert in Isinisca an der Via Julia, wo der Bischof gerade die heilige Messe feierte, ließ ihn an eine Leiter binden und Körperteil für Körperteil verstümmeln. Zuletzt wurde Emmeram enthauptet. Verehrung: Emmerams Leichnam wurde zuerst in Aschheim bestattet und nach Offenbarwerden seiner Unschuld von Herzog Theodo nach Regensburg übertragen und in der Kapelle St. Georg und Afra niedergelegt. 752 wurden die Gebeine erhoben und in der Krypta der künftig bedeutenden Abtei St. Emmeram beigesetzt. Sein Kult jedoch wurde von dem des heiligen Erhard verdrängt. Darstellung: als Bischof mit Leiter, bei seinem Martyrium Patron: des Bistums Regensburg   Weitere Heilige des Tages:
Mauritius, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 306 in Nisibis (heute Nusaybin, Türkei), gestorben am 9. Juni 373 in Edessa (heute Şanlıurfa, Türkei) Lebensgeschichte: Ephräm kam in einer christlichen Familie im mesopotamischen Nisibis zur Welt, wo neben der rasch wachsenden Ortskirche das Heidentum noch hauptsächlich präsent war, zahlreiche christliche Sekten miteinander konkurrierten und auch eine große jüdische Gemeinde zu Hause war. Er war Schüler des charismatischen Bischofs Jakob, einem Mitunterzeichner der Konzilsformeln von Nizäa (325), der ihn als jungen Mann taufte und zum Diakon sowie Lehrer bestellte. Ephräm schloss sich den „Bundessöhnen“ an, einer Vorform des syrischen Mönchtums, deren Mitglieder zu Hause nach den evangelischen Räten der Armut, Ehelosigkeit und des Gehorsams lebten, ansonsten aber in der Gemeinde ausgesprochen aktiv waren, verzichtete auf jeden weiteren Aufstieg innerhalb der Kirche und erwarb sich unter Jakobs Nachfolger, Bischof Vologeses, den Ruf eines Meisters in Askese und theologischer Bildung. Ephräm war von der griechisch-philosophischen Glaubensbegrifflichkeit, die sich weltweit durchsetzen sollte, fast gänzlich unberührt und verwendete vielmehr eine Ausdrucksweise, die im aramäischen Sprachraum verbreitet war und eher vom jüdisch-rabbinischen Denken herstammte. Für seine vielen singbaren Hymnen (Madrasche) und metrischen Glaubensunterweisungen (Memre) – Ephräm soll drei Millionen Verse verfasst haben – griff er unter anderem auf die Verkündigungsmethode des vielleicht gnostischen, jedenfalls heterodoxen Bardesanes († 222) zurück, den Vater des syrischen Kirchenlieds, dessen Werke Ephräm kannte. Es heißt, Ephräm habe seine Glaubensdichtungen von Frauen- und Kinderchören öffentlich vortragen lassen. Von ihm sind neben den 400 erhaltenen Hymnen und Reden auch viele Prosawerke exegetischen und dogmatischen Inhalts bekannt. Nachdem Nisibis vielfach von den Persern angegriffen und belagert wurde und 363 schließlich fiel, zog Ephräm zusammen mit vielen Flüchtlingen nach Edessa, wo unter dem Schutz des Römischen Reichs das religiös-philosophische Leben sowie das christliche Sektenwesen unter anderem aus Arianern, Markioniten und Gnostikern blühte. Ephräm nahm seine Lehrtätigkeit nach bewährter Methode wieder auf und begründete oder entwickelte die „Schule der Perser“, an der neben Theologie auch Medizin unterrichtet wurde. Etwa zehn Jahre nach seiner Ankunft in Edessa starb Ephräm an der Pest, die er sich bei der Pflege Kranker zugezogen hatte. Verehrung: Ephräm, die „Harfe des Heiligen Geistes“, wie sein häufigster Ehrentitel lautet, hat ein gewaltiges Werk hinterlassen, aus dem bereits zu seinen Lebzeiten griechische Übersetzungen gefertigt wurden. Sein Einfluss reicht weit in die Traditionen der byzantinischen Kirchen hinein. Er gilt als bedeutendster syrischer Dichter und wird in der theologischen Literaturwissenschaft in einem Zuge mit Dante genannt. Wenngleich er im eigentlichen Sinne kein Mönch war, verehrt ihn die orientalische Tradition als solchen. 1920 erhob ihn Papst Benedikt XV. auch für das lateinische Christentum zum Kirchenlehrer.   Weitere Heilige des Tages:
Anna Maria Taigi, Mystikerin
José de Anchieta, Ordenspriester, Missionar
Kolumban der Ältere, Klostergründer, Glaubensbote
Liborius von Le Mans, Bischof
Lebensdaten: geboren in Antiochia, gestorben um 303 in Formia, Golf von Neapel Lebensgeschichte und Legende: Erasmus wurde der Legenda aurea nach in Antiochien geboren und floh während der Diokletianischen Christenverfolgung in das Libanon-Gebirge, wo er sieben Jahre lang als Einsiedler lebte und von einem Raben gespeist wurde. Ein Engel forderte ihn auf, in die Metropole zurückzukehren und dort seinen Glauben zu bekennen, worauf er festgenommen und gefoltert wurde. Nachdem er auf wundersame Weise dem Kerker entkommen war, zog er nach Illyricum (das heutige Kroatien), wo er unzählige Bekehrungen zum christlichen Glauben bewirkte, bis er erneut verhaftet und der Folter unterzogen wurde: Man trieb ihm Pfriemen unter die Fingernägel, verbrannte ihn mit glühenden Eisen und warf ihn in einen Kessel mit siedendem Öl. Der Erzengel Michael höchstpersönlich befreite ihn und führte ihn nach Formia am Tyrrhenischen Meer, wo er noch sieben Jahre als Bischof wirkte und dann eines friedlichen Todes starb. Einer späteren Überlieferung nach starb er als Märtyrer durch Ausdärmen. Verehrung: Erasmus’ Grab, das bereits Papst Gregor der Große im 6. Jahrhundert erwähnte, wurde 842, nach der Zerstörung Formias durch die Sarazenen, ins nahe Gaeta verbracht, wo sich der Dom S. Eramo erhebt. Weil bei der Überfahrt nach Italien ein Blitz den Schiffsmast traf, Erasmus aber sein Gebet nicht unterbrach, wurde er ab etwa 1300 zum Patron der Seeleute, die nach ihm elektrische Entladungen auf den Schiffen das Elmsfeuer nannten. Von diesem Patronat rührt die Seilwinde als sein Attribut, die später als Darmwinde sein Martyrium beschrieb. Von den Därmen wiederum leitet sich das Patronat über alle Saitenspielinstrumente ab. Darstellung: als Bischof, bei seinem Martyrium durch Ausdärmen, mit Darm- bzw. Seilwinde oder mit Nägeln unter den Fingernägeln Patron: von Gaeta, Santeramo in Colle und Formia (Kampanien), Fort Saint Elmo (Malta), der Seeleute und Geiger, bei Koliken, Magenkrämpfen und Bauchweh, der Gebärenden, einer der 14 Nothelfer   Weitere Heilige des Tages:
Blandina, Märtyrin
Eugen I., Papst
Johannes Pelingotto, Einsiedler
Marcellinus und Petrus, Märtyrer
Stephan von Hälsingland, Bischof, Märtyrer