Heilige
Lebensdaten: geboren um 640 in Aquitanien (Südwestfrankreich), gestorben um 710 in Regensburg Lebensgeschichte: Erhard war ein Chor- bzw. Landbischof ohne festgelegten Sprengel im südgallischen Erzbistum Narbonne. Um 680 verließ er vermutlich aufgrund des Andrangs der Araber aus Spanien seine Heimat und tauchte im Elsass auf, wo er einer legendarischen Lebensbeschreibung des 11. Jahrhunderts nach sieben Klöster gründete und die blinde Herzogstochter Odilia durch die Taufe heilte. Um 690 erreichte er den Hof der Agilolfinger in Regensburg und wurde von Herzog Theodo gemeinsam mit Bischof Rupert in Salzburg zum Aufbau einer eigenen bayerischen Kirchenorganisation eingesetzt. Beigesetzt wurde er nach segensreichem Wirken in der Krypta des späteren Klosters Niedermünster, dessen Brunnen er mit bloßen Händen gegraben haben soll. Verehrung/Brauchtum: Papst Leo IX., ein Verwandter Odilias, erhob 1052 feierlich die Gebeine Erhards, an dessen Grab sich zahlreiche Gebetserhörungen ereigneten. Heute liegen sie in einem metallenen Schrein an der Nordseite der Niedermünsterkirche. Das Kopfreliquiar wird den Gläubigen am 8. Januar aufgelegt. Reliquien von Erhard werden auch in Goslar verehrt. Um den Festtag am 8. Januar fand bis zum 18. Jahrhundert der Erhardimarkt beim Regensburger Dom statt. In Bayern und in der Steiermark, wo Erhard als Bauern- und Viehpatron gilt, wird geweihtes Erhardibrot unter das Viehfutter gemischt oder zum Essen verzehrt. Darstellung: mit zwei Augen auf Evangeliar, mit Axt Patron: des Bistums Regensburg, der Bauern und des Viehs, der Schuster, Schmiede und Bäcker, in Salzburg der Armen und Kranken, Helfer gegen Augenleiden und gegen die Pest Weitere Heilige des Tages:
Severin, Mönch, Glaubensbote
Severin, Mönch, Glaubensbote
Lebensdaten: geboren um 1120 in Västergötland, gestorben am 18. Mai 1160 in Uppsala Lebensgeschichte: Erik Jedvardsson war über seine Frau mit der dänischen, der norwegischen und mit der früheren schwedischen Herrscherdynastie verschwägert und wurde um 1150 selber König von Schweden, wobei „Schweden“ große Teile Skandinaviens umfasste und Erik sich bis zu seinem Tod noch gegen zwei Konkurrenten auf den Thron behaupten musste. Seiner Heiligenlegende aus dem 13. Jahrhundert nach zeichnete sich Erik durch bescheidene Lebensweise, Sorge um die Armen und Unterdrückten und den Verzicht auf Steuererhebungen aus. Gesichert ist, dass er durch Klostergründungen und die Einberufung eines Kirchentags in Linköping die Christianisierung des weithin noch heidnischen Landes voranbrachte. Um 1155 unternahm er einen Kreuzzug nach Finnland, wo er gemeinsam mit Bischof Henrik das Bistum Uppsala begründete. Wie Bischof Henrik erlitt auch Erik später das Martyrium: Er wurde an Christi Himmelfahrt 1160 in der Dreifaltigkeitskirche von Östra Aros, dem heutigen Uppsala, vom dänischen Thronkonkurrenten Magnus Henriksson getötet. Verehrung: König Erik wurde im Dom von Alt-Uppsala bestattet. Bei der Erhebung seiner Gebeine im Zuge der Übertragung des Bistumssitzes nach Östra Aros entsprang 1273 eine Quelle an der Nordseite des neuen Doms, was für jede damalige Heiligenverehrung ausschlaggebend war. Sein Kult wurde von den Dominikanern und Franziskanern bzw. den Erzbischöfen von Uppsala sowie von den schwedischen Herrschern betrieben. Seine Reliquien ruhen seit 1574 in einem vergoldeten Schrein im evangelisch gewordenen Dom, sein Gedenktag am 18. Mai wanderte mit der Liturgiereform auf den Todestag des dänischen Königs Knud, ebenso wie der des norwegischen Königs Olav. Darstellung: im Königsornat mit Kirchenmodell vor dem Altar Patron: von Schweden Weitere Heilige des Tages:
Anton Kowalczyk, Ordensmann, Missionar
Engelbert Kolland, Ordenspriester, Märtyrer
Knut von Dänemark, König, Märtyrer
Olav von Norwegen, König, Märtyrer
Anton Kowalczyk, Ordensmann, Missionar
Engelbert Kolland, Ordenspriester, Märtyrer
Knut von Dänemark, König, Märtyrer
Olav von Norwegen, König, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 510 in Lovenjoel, gestorben 590 in Meldert, Brabant Lebensgeschichte und Legende: Ermelindis entstammte einer edelfreien Familie und sollte standesgemäß verheiratet werden, doch sie entzog sich dem elterlichen Willen und der Aufdringlichkeit ihrer Verehrer, indem sie mit Hilfe eines Engels aus dem Elternhaus floh. Sie ließ sich in der Gegend von Beauvechain als Einsiedlerin in einem Wald nieder, um ein Leben nur für Gott zu führen. Doch selbst dort war sie vor den Männern nicht sicher: Nachdem zwei Freier ihr aufgelauert hatten und die junge Frau nur durch deren Tod errettet wurde, versteckte sie sich in Meldert, wo sie nach einem Leben der Buße und des Gebets auch verstarb. Der Legende nach verschied sie unbemerkt. Daher begruben sie Engel und nahmen ihre Seele in den Himmel fort. Verehrung und Brauchtum: An Ermelindes Grab entsprang eine heilkräftige Quelle. Weil der fränkische Hausmeier Pippin dort ein Kloster errichten ließ, wurde sie mit den Karolingern in Verbindung gebracht. Die Reliquien der ersten belgischen Heiligen ruhen in einem Schrein der Sint-Ermelindiskerk in Meldert, der alle 50 Jahre der öffentlichen Verehrung ausgesetzt wird. An jedem Pfingstdienstag findet dort eine Prozession zu ihren Ehren statt. Ermelindis wird auch im niederländischen Moergestel verehrt, wo 2008 ein Park mit ihrem Namen eröffnet wurde. In München wurde ein Mädchenwohnheim der Don Bosco-Schwestern nach ihr benannt. Darstellung: als vornehme Büßerin Patronin: bei Augenkrankheiten, Fieber und Leiden der Gliedmaßen Weitere Heilige des Tages:
Berengar, Abt
Ferrutius, Märtyrer
Narcissus von Jerusalem, Bischof
Berengar, Abt
Ferrutius, Märtyrer
Narcissus von Jerusalem, Bischof
Lebensdaten: lebte im 5. Jahrhundert v. Chr. in Persien Lebensgeschichte: Esther oder Hadassa (hebräisch „Myrte“), die Hauptfigur des gleichnamigen alttestamentlichen Buches, stammte von den Juden ab, die im 6. Jahrhundert v. Chr. von König Nebukadnezzar aus Jerusalem ins Babylonische Exil verschleppt worden waren. Sie lebte als Pflegetochter bei ihrem Vetter Mordechai, der am Hof des persischen Königs Artaxerxes in Susa diente, und wurde dessen Königin. Als der persische Regierungschef Haman aus Hass auf Mordechai die Vernichtung aller Juden im Königreich plante, vereitelte Esther dieses Vorhaben. Sie fastete gemeinsam mit den jüdischen Exilanten, und an dem Tag des Massakers, den das Losorakel bestimmte, wurden statt der Juden ihre Feinde getötet. Brauchtum: Diese Errettungsgeschichte feiern die Juden mit dem ausgelassenen Purimfest (vom hebräischen pûrim, „Lose“), an dem sich Kinder wie im Karneval verkleiden. Beim Verlesen des Buches Esther in der Synagoge übertönt lautes Getöse den Namen des Judenhassers Haman. Strenggläubige Männer haben sich an dem Tag zu betrinken, bis sie seinen Namen und den Mordechais nicht mehr auseinanderhalten können. Darstellung: in königlichen Gewändern mit Diadem Weitere Heilige des Tages:
Madeleine-Sophie Barat, Ordensgründerin
Dagmar, Königin
Franz Pfanner, Abt, Ordensgründer
Madeleine-Sophie Barat, Ordensgründerin
Dagmar, Königin
Franz Pfanner, Abt, Ordensgründer
Lebensdaten: geboren 292, gestorben am 10. Dezember 304 in Mérida, Spanien Lebensgeschichte, Legende und Verehrung: Eulalia stammte aus einer vornehmen christlichen Familie, die sich in der Zeit der Christenverfolgungen unter den Kaisern Maximian und Diokletian aufs Land zurückgezogen hatte. Eulalia stahl sich aber von zu Hause fort und setzte sich beim kaiserlichen Statthalter Dacian in Mérida für ihre Glaubensgenossen ein; dabei zerstörte sie ein Götzenbild. Die Zwölfjährige wurde zuerst mit heißem Öl gefoltert und dann lebendig in einen brennenden Ofen geworfen. Der Legende nach entstieg ihre Seele als weiße Taube in den Himmel, während Schnee ihren Leichnam bedeckte. Der heute noch meistverehrten Märtyrin Spaniens, deren Biographie sich mit der der heiligen Eulalia von Barcelona vermischt, widmeten bereits Augustinus von Hippo und Gregor der Große Predigten. In Mérida ist der Ofen noch zu sehen, in dem sie ums Leben kam. 780 wurden ihre Reliquien nach Oviedo gebracht, um sie vor dem muslimischen Ansturm zu bewahren. Eulalia wird auch in Frankreich sehr verehrt, wo 880 mit der Eulalia-Sequenz – „Ein schönes Mädchen war Eulalia, schön war ihr Leib, schöner noch ihre Seele“ – der älteste französische Text entstand. Darstellung: mit Miniaturofen und Tauben Patronin: der Diözese Perpignan-Elne, von Mérida, Oviedo, Totana und Palacios de la Sierra, der Wöchnerinnen und Reisenden, gegen Ruhr und Unglück Weitere Heilige und Feste des Tages:
Angelina, Äbtissin
Unsere Liebe Frau von Loreto
Angelina, Äbtissin
Unsere Liebe Frau von Loreto
Lebensdaten: geboren am 2. März 283 auf Sardinien, gestorben am 1. August 371 in Vercelli, Piemont Lebensgeschichte: Eusebius wurde auf Sardinien geboren und übersiedelte noch als Kind mit seiner Mutter und einer jüngeren Schwester nach Rom. Verschiedentlich heißt es, sein Vater wäre als Märtyrer gestorben und seine Mutter hätte den Namen Restituta getragen. In Rom gehörte er später als Lektor dem Klerus der Stadt an und könnte bereits einer geistlichen Gemeinschaft angehört haben oder sogar Haupt einer solchen gewesen sein. Jedenfalls muss er einen hervorragenden Ruf genossen haben, denn als er um 340 vom römischen Bischof Julius nach Vercelli entsandt wurde, wählten ihn die Christen dort zu ihrem Bischof, „sobald sie ihn gesehen hatten, ohne ihn vorher je kennengelernt zu haben, wobei sie sogar ihre Mitbürger vergaßen“, schrieb Ambrosius von Mailand über ihn. Eusebius richtete sich als erster abendländischer Bischof mit seinem Klerus in einer mönchsähnlichen Gemeinschaft ein, die stark auf die Stadt ausstrahlte und bedeutende Bischofsgestalten für ganz Norditalien hervorbrachte. 355 geriet er mit seinem festen Bekenntnis zum Glauben des nizänischen Konzils an die volle Gottheit Jesu Christi in Konflikt zur Politik des Kaisers Constantius II., der den simpleren Arianismus als reichsweite Einigungsformel zu instrumentalisieren trachtete. Als Eusebius auf einer Synode seine Zustimmung zur Verurteilung des rechtgläubigen Patriarchen Athanasius von Alexandrien verweigerte, wurde er nach Skythopolis (Nordisrael) und anschließend über Kappadokien bis in die ägyptische Thebaïs verbannt und durchgängig misshandelt. Als der neue Kaiser Julian Apostata („der Glaubensabtrünnige“) 361 die Verbannung der rechtgläubigen Bischöfe aufhob, weil er kein Interesse am Christentum als Reichsideologie hatte, nahm Eusebius an einer alexandrinischen Synode teil und reiste in deren Auftrag ins syrische Antiochien, wo er das Schisma des Patriarchen Meletius beilegen helfen sollte – vergebens. Eusebius kehrte in sein Bistum zurück, wo er ab 363 in enger Zusammenarbeit mit Hilarius von Poitiers den Arianismus in der Westkirche bekämpfte. Seine eigene Kirche leitete er dabei durch sein eigenes Beispiel: „mit der Strenge des Fastens“ (Ambrosius). Der Legende nach hätten ihn seine Glaubensgegner zu Tode gesteinigt. Verehrung: Eusebius ruht in einer eigenen Kapelle der nach ihm benannten Kathedrale von Vercelli. Wegen der Einführung der „vita communis – des gemeinsamen Lebens“ gilt er bei den Augustiner-Chorherren und -Chorfrauen zusammen mit Augustinus als Gründungsgestalt. Patron: von Vercelli und des Piemont Weitere Heilige des Tages:
Gerhard Hirschfelder, Priester, Märtyrer
Pierre-Julien Eymard, Priester, Ordensgründer
Gerhard Hirschfelder, Priester, Märtyrer
Pierre-Julien Eymard, Priester, Ordensgründer
Lebensdaten: gestorben um 118 Lebensgeschichte und Legende: Nach einer griechischen Vita aus dem 5. bis 7. Jahrhundert war Placidas einer der besten Generäle des Kaisers Trajan. Bei der Jagd stellte er einen majestätischen Hirschen mit einem Kruzifix im Geweih, der ihn folgendermaßen ansprach: „Placidas, warum verfolgst du mich? Glaube an mich: Ich bin Christus.“ Placidas ließ sich auf den Namen Eustachios taufen, seine Frau erhielt den Namen Theopiste („Gottgläubige“), seine Söhne hießen Agapios („Liebevoller“) und Theopistos. Die Gottesstimme im Hirschen hatte ihm Leiden vorausgesagt, das zur Prüfung über ihn hereinbrach: Er verlor Haus, Land und Vermögen. Als die Familie sich nach Ägypten zurückziehen wollte, um abgeschieden in Armut zu leben, konnte sie die Überfahrt nicht bezahlen, worauf der Schiffskapitän die Männer über Bord warf und die schöne Theopiste einbehielt. An Land fielen die Söhne scheinbar wilden Tieren zum Opfer, wurden aber lediglich vom Vater und voneinander getrennt. In der Zwischenzeit hatte der Kaiser nach seinem Feldherren suchen lassen. Eustachios wurde gefunden, wieder in seinen Rang eingesetzt und mit der Aushebung neuer Truppen zur Landesverteidigung betraut. Zwei besonders tüchtige junge Männer machte er zu seinen Adjutanten. Nach einem glorreichen Sieg über die Barbaren kehrten die drei Offiziere bei einer armen Frau ein. Im abendlichen Gespräch erkannten alle vier Familienmitglieder einander wieder. Trajans Nachfolger Hadrian jedoch duldete nicht, dass sich die Familie hartnäckig dem kaiserlichen Götzenopfer verweigerte; doch die Löwen, denen er sie vorwerfen ließ, legten sich ihr zu Füßen. Erst in einem glühenden, stiergestaltigen Ofen fand sie den Tod. Äußerlich unversehrt wurden die Leichname heimlich von Christen geborgen und in der heutigen römischen Kirche Sant’Eustachio bestattet. Verehrung: Der Eustachius-Roman, der biblische Motive wie die Bekehrung des heiligen Paulus, ein sprechendes Tier wie Bileams Esel (Num 22,22–24) und das Leiden Hiobs verwebt, war bereits 730 Johannes von Damaskus bekannt. In Konstantinopel ist ein Gedenktag Eustachius’ und seiner Familie am 20. September seit dem 9. Jahrhundert in einer eigenen Kirche belegt. Die römische Titeldiakonie Sant’Eustachio erhielt ihren Namen unter Papst Leo III. (795–816). Die Episode mit dem Hirschen ging nördlich der Alpen auf die Vita des heiligen Meinulf und dann vor allem auf die des heiligen Hubertus über. Reliquien gelangten nach Paris und führten zur Errichtung der Pfarrkirche Saint-Eustache bei den Markthallen. Eustachius zählt zu den 14 Nothelfern, sein Gedenktag wurde jedoch 1969 aus dem römischen Generalkalender getilgt. Darstellung: als Soldat vor einem Hirschen mit einem Kruzifix im Geweih Patron: der Jäger und Feuerwehrleute, Mitpatron von Madrid und Paris Weitere Heilige des Tages:
Andreas Kim-Taegon, Priester, Märtyrer
Maria-Theresia Tauscher, Ordensgründerin
Paul Jeong Hasang, Märtyrer
Andreas Kim-Taegon, Priester, Märtyrer
Maria-Theresia Tauscher, Ordensgründerin
Paul Jeong Hasang, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 15. Januar 1867 in Neuhaus am Regen, gestorben am 10. Juni 1946 in Regensburg Lebensgeschichte: Joseph Kugler war das jüngste von sechs Kindern eines Hufschmieds und Kleinbauern. Nachdem der Vater verstorben war, verließ er mit 14 Jahren die Schule und absolvierte eine Schlosserlehre. Kurz vor Ende seiner Ausbildung stürzte er von einem Baugerüst und zog sich einen komplizierten offenen Bruch am rechten Fuß zu. Er fand Aufnahme bei seinem Schwager, einem Schmied in Reichenbach, wo er in der Klosterkirche so häufig den Rosenkranz vorbetete, dass er „Klostersepp“ genannt wurde. Als die Barmherzigen Brüder 1891 das Kloster übernahmen und in eine Pflegeanstalt umwandelten, half Kugler bei den Bauarbeiten mit. Er fand Interesse am Ordensleben, und nachdem der Subprior seinen offenen Fuß erfolgreich behandelt hatte, schloss sich Kugler mit dem Ordensnamen Eustachius den Barmherzigen Brüdern an – nicht ohne Schwierigkeiten, denn die Mitbrüder lehnten den Gehbehinderten zunächst ab. Frater Eustachius wirkte in mehreren Ordenseinrichtungen, wurde Prior in Straubing, Gremsdorf und Neuburg an der Donau, bis ihn 1925 das Provinzkapitel zum Leiter der Bayerischen Ordensprovinz wählte – ein Amt, in dem er viermal bestätigt wurde. Seine größte Leistung war der Bau des Krankenhauses in Regensburg, das er quasi im Alleingang aus dem Boden stampfte. Auf das hohe Risiko während der Weltwirtschaftskrise angesprochen, fiel sein berühmtes Wort: „Das habe ich mit meinem Herrgott schon abgemacht. Da fehlt nichts.“ Während der NS-Zeit wurde der Orden drangsaliert, und der betagte Frater erfuhr 1937 nach einem der rund 30 schikanösen Gestapo-Verhöre einen Zusammenbruch. Dass „sein“ Krankenhaus trotz der Bombardierung der nahegelegenen Messerschmittwerke den Krieg wie durch ein Wunder ohne Schäden überstand, führten viele Regensburger darauf zurück, dass Kugler, statt im Luftschutzkeller auf Entwarnung zu warten, vor dem Tabernakel der Hauskapelle betete. Der 79jährige Ordensprovinzial starb 1946 an Magenkrebs und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Brüderfriedhof bestattet. Verehrung: Frater Eustachius ruht seit 1982 an der Südseite der Krankenhauskirche St. Pius in Regensburg. Am 4. Oktober 2009 wurde er im Regensburger Hohen Dom seliggesprochen. Weitere Heilige des Tages:
Diana von Andalò, Klostergründerin
Heinrich von Bozen, Tagelöhner
Maurinus von Köln, Abt, Märtyrer
Olivia, Märtyrin
Diana von Andalò, Klostergründerin
Heinrich von Bozen, Tagelöhner
Maurinus von Köln, Abt, Märtyrer
Olivia, Märtyrin
Lebensdaten: geboren am 25. März 1434 bei Messina, gestorben am 20. Januar 1485 ebendort Lebensgeschichte: Smeralda Calafato war die Tochter wohlhabender Kaufleute und kam im Dorf der heiligen Verkündigung (SS. Annunziata) am Stadtrand von Messina zur Welt, wohin sich ihre Eltern vor der Pest in Sicherheit gebracht hatten. Der Überlieferung nach rettete sich die außergewöhnlich hübsche 15jährige vor den Verheiratungsabsichten ihrer Eltern in das Klarissenkloster S. Maria di Basicò. Dass ihre Brüder deswegen das Kloster niederzubrennen drohten, erscheint dagegen ganz unglaubwürdig: Smeraldas Mutter Mascalda hatte sich als 18jährige unter dem Einfluss der Observantenbewegung des Volkspredigers Bernhardin von Siena dem franziskanischen Dritten Orden angeschlossen. Smeralda widmete sich mit dem Ordensnamen Eustochia der Krankenpflege und führte ein Leben in Armut und Askese, während der Konvent sich mehr und mehr von der ursprünglichen Ordensregel entfernte, was zu anhaltenden Diskussionen mit den Mitschwestern und der Äbtissin Flos Milloso führte. Nach zehn Jahren verließ Eustochia mit päpstlicher Erlaubnis das Kloster und bezog mit der finanziellen Hilfe ihrer Mutter und des Adligen Bartolomeo Ansalone ein verfallendes Hospital. Ihre ersten Gefährtinnen waren ihre Mitschwestern Iacopa Pollicino und Lisa Rizzo, ihre leibliche Schwester Mita (Margherita) und ihre Nichte Paola. Nach einer Zeit sowohl äußerer Schwierigkeiten als auch innerer Anfechtungen konnte sie 1464 mit dem Geld eines reichen Verwandten und einiger Wohltäter einen neuen Konvent im Stadtteil Montevergine gründen, das sich zu einem Zentrum der Observantenbewegung in der franziskanischen Familie entwickelte. Für ihre Mitschwestern – bis zu ihrem Tod 1485 waren es 50 geworden – verfasste Eustochia das Buch des Lebens, in dem sie ihre tiefe Erfahrung der Liebe des gekreuzigten Heilands weitergibt. Verehrung: Mutter Eustochias unversehrter Leichnam ruht in der Klosterkirche von Montevergine, wo er zweimal in der Woche besucht werden kann. Die Stadt Messina ehrte sie früher am 22. August mit seiner feierlichen Ausstellung und der Übergabe eines Geschenks. Sie wurde 1782 von Papst Pius VI. selig- und 1988 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. In den 1940er Jahren wurde eine detailreiche Biographie wiederentdeckt, die Eustochias Mitschwester Iacopa Pollicino zwei Jahre nach ihrem Tod verfasste. Allgemein gilt sie als das Modell für die „Jungfrau der Verkündigung“ von Antonello da Messina (um 1475). Patronin: von Messina Weitere Heilige des Tages:
Fabian, Papst, Märtyrer
Sebastian, Märtyrer
Ursula Haider, Äbtissin, Mystikerin
Fabian, Papst, Märtyrer
Sebastian, Märtyrer
Ursula Haider, Äbtissin, Mystikerin
Leben und Legende: Nach dem ersten Schöpfungsbericht im Alten Testament hat Gott den Menschen als sein Abbild, als Mann und Frau erschaffen (Gen 1,27). Im zweiten Schöpfungsbericht formt Gott den Menschen aus Ackerboden und haucht ihm den Lebensatem ein. Weil er es nicht gut findet, dass der Mensch allein bleibt, bildet er Eva aus einer Rippe Adams (Gen 2,18.21). Im Paradiesgarten war ihnen einzig verboten, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Aber Eva ließ sich von der listigen Schlange verführen, doch davon zu essen, und auch Adam aß. Sie verloren ihre Unschuld, erkannten, dass sie nackt waren, und schämten sich voreinander und vor Gott. Sie wurden aus dem Paradies vertrieben; seitdem gebären Frauen unter Schmerzen, seitdem herrscht Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, und seitdem essen Männer ihr Brot im Schweiße ihres Angesichts (Gen 3,16.19). Der Überlieferung nach wurde Eva 920 Jahre alt und führte ein Leben der Buße. Auf Karsamstagsikonen, die den Abstieg Jesu hinab zu den Toten darstellen, ergreift der Erlöser die Hände der Stammeltern. Der Gedenktag an Heiligabend bringt zum Ausdruck, dass mit der Menschwerdung Gottes die Tür zum Paradies wieder geöffnet ist. Er steht ebenfalls in Zusammenhang mit der Charakterisierung Jesu Christi als „neuem Adam“ (Röm 5,12.16). Darstellung: meist nackt, zusammen mit Adam, mit einem Feigenblatt bekleidet, im Paradiesgarten Patronin: der Gärtner und Schneider Weitere Heilige des Tages:
Adam, Stammvater aller Menschen
Adam, Stammvater aller Menschen