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Heilige

Lebensdaten: geboren in Northumbrien, gestorben am 3. Oktober um 693 in Dortmund Lebensgeschichte: Die angelsächsischen Klosterbrüder Ewald, einer nach seiner Haarfarbe der Schwarze, der andere der Weiße genannt, waren leibliche Brüder oder Vettern oder einfach nur Glaubensbrüder. Sie wurden in Irland ausgebildet und Ende des 7. Jahrhunderts im Rahmen der iroschottischen Festlandmission ins heutige Westfalen entsandt, wo sie am Hellweg, an der Lippe und im Münsterland tätig waren, da, wo das Frankenreich ans heidnische Sachsen stieß. Beda Venerabilis beschrieb zeitnah ihr Martyrium, das vermutlich im heutigen Dortmunder Stadtteil Aplerbeck stattgefunden hat. Der eine Ewald wurde mit dem Schwert niedergestreckt, der andere gefoltert und zu Tode geprügelt. Verehrung: Die Brüder Ewaldi wurden von Tillmann von Solignac bestattet, ihre Reliquien ließ später Pippin der Mittlere nach Köln überführen und in der heutigen Kirche St. Kunibert bestatten. Ihr Grabtuch diente dort als Altartuch. Erzbischof Anno II. von Köln erhob sie 1074 zur Ehre der Altäre. Ende des 15. Jahrhunderts verortete ein Kartäusermönch das Wirken der Ewalde in Laer im Münsterland, wo ein Bach nach den Glaubensboten heißt. 2008 wurden in Laer zwei ehemals selbständige Pfarreien zur neuen Pfarrei Heilige Brüder Ewaldi zusammengelegt. Darstellung: mit Keule oder Schwert Patrone: von Westfalen   Weitere Heilige des Tages:
Gerhard von Brogne, Klostergründer, Abt
Dionysius der Areopagite, Mystiker
Niketius von Trier, Bischof
Lebensdaten: gestorben 303 in Melitene, heute Battalgazi bei Malatya, Türkei Lebensgeschichte und Legende: Im Martyrologium Hieronymianum aus dem 4. Jahrhundert wird Expeditus als aus Armenien stammender Kommandeur der Legio XII Fulminata („Blitz-Legion“) beschrieben, der sich während der Diokletianischen Verfolgung zum Christentum bekehrte und deswegen mit seinen Gefährten Rufus, Gaius, Galatas, Aristonis und Hermogenes 303 enthauptet wurde. Seine Legende berichtet, der Teufel sei ihm als Rabe erschienen und habe versucht, durch sein „Cras!“ (lateinisch „Morgen“) seine Bekehrung aufzuschieben, doch Expeditus trat den Raben tot und rief aus: „Heute!“ Verehrung und Brauchtum: Expeditus wurde besonders im Mittelmeerraum verehrt, fiel aber unter Papst Pius X. 1906 einer Bereinigung des römischen Heiligenkalenders zum Opfer. Die Gläubigen wandten sich ihm jedoch weiterhin in denjenigen Anliegen zu, die einer schnellen Lösung bedurften. 1910 kolportierte Christian Morgenstern in einem Gedicht, dass Nonnen in Übersee Heiligenreliquien für ihre neue Klosterkirche angefordert und dann ein mit „Expedit“ („Versand“, vgl. „Spedition“) beschriftetes Paket mit Reliquien einem heiligen Expeditus zugeordnet hätten. Diese verbreitete Geschichte wird mit der großen Verehrung zusammengebracht, die der Heilige auf der Insel Réunion im Indischen Ozean genießt. Zahlreiche, in der Voodoofarbe Rot gestrichene Obstkisten-Altäre mit kleinen Legionärsfiguren finden sich dort an Straßenkreuzungen und auf Hügeln. Darstellung: als Legionär mit Kreuz mit der Aufschrift „Heute“, zu Füßen ein Rabe mit der Aufschrift „Morgen“ Patron: in dringenden Anliegen, vor Prüfungen, bei krankhaftem Aufschieben, von Acireale auf Sizilien, der Programmierer und Hacker   Weitere Heilige des Tages:
Leo IX., Papst
Marcel Callo, Märtyrer
Timon, Diakon, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 200, gestorben am 20. Januar 250 in Rom Lebensgeschichte: Dem nicht sonderlich verlässlichen Liber Pontificalis (um 530) nach stammte Fabian aus der patrizischen gens Fabia, hätte dann allerdings wie alle männlichen Mitglieder dieser Adelsfamilie Fabius heißen müssen. Eusebius von Cäsarea († 340) dagegen schildert ihn bei den legendarischen Umständen seiner Wahl zum Bischof als einen stadtfremden Nichtkleriker (Kirchengeschichte VI,29): Als die römischen Christen einen Nachfolger für ihren verstorbenen Bischof Anterus bestimmen wollten und sich 13 Tage lang auf keinen der aussichtsreichen Kandidaten einigen konnten, kam auf den Kopf des zufällig anwesenden Bauern Fabian eine Taube herab, worauf die Versammlung ihn am 10. Januar 236 zum neuen Bischof von Rom akklamierte. Infolge der Thronstreitigkeiten zwischen den Kaiserprätendenten (allein im Jahr 238 gab es sechs Kaiser) entschärfte sich die Bedrohung der Christen. Bischof Fabian nutzte die Beruhigung der Lage, um die jahrelang gespaltene Gemeinde zu befrieden. Dazu gelang ihm gleich nach Amtsantritt die Überführung seines in der Verbannung verstorbenen Vorvorgängers Pontianus samt dessen Widersacher Hippolyt nach Rom und ihre feierliche Bestattung in den eigens dafür hergerichteten und in der Folge erweiterten Katakomben. Fabian erwies sich als fähiger Verwalter: Er unterteilte die 14 Regionen des Stadtgebiets in sieben kirchliche Bezirke mit jeweils einem Diakon an deren Spitze sowie einem „Subdiakon“, der allein mit der Sammlung der Märtyrerakten betraut war – deswegen wird ihm die Einführung der verschiedenen Weihegrade zur Differenzierung der Aufgaben des Klerus angedichtet. Der Bischof wachte nicht nur über die Disziplin seines eigenen Klerus, sondern schritt auch außerhalb seines Sprengels energisch gegen Verfehlungen ein. Seines großen Ansehens wegen – unter anderem bei Cyprian von Karthago – wandte sich zum Beispiel der Theologe Origenes mit einer Rechtfertigungsschrift an Fabian.   Nach dem Geschichtswerk Gregors von Tours († 594) entsandte Fabian 245 die „Apostel Galliens“ ins heutige Frankreich: Gatianus nach Tours, Trophimus nach Arles, Paulus nach Narbonne, Saturninus nach Toulouse, Dionysius nach Paris, Austremonius nach Clermont und Martial nach Limoges. Mit der Thronbesteigung Kaiser Decius’ Ende 249 endete die fruchtbare Friedenszeit für die Christen im Römischen Reich. Der neue Monarch verlangte von allen Bürgern ausnahmslos das kaiserliche Opfer und bestrafte streng, wer sich dem entziehen wollte. Bischof Fabian verweigerte sich dem heidnischen Staatskult und starb als einer der ersten Christen im Carcer Tullianus an Hunger und Entbehrungen. Der Legende nach wurde er an der Via Appia enthauptet. Verehrung: Fabian wurde in der Kallistus-Katakombe bestattet. Unter Papst Clemens XI. Albani († 1721) wurden seine Hauptreliquie unweit davon in die Albani-Kapelle der Basilica di San Sebastiano fuori le mura und der größte Teil der Gebeine in die Kirche Santa Prassede übertragen. Der deutschen Lesart nach gerieten die Reliquien unter Rabanus Maurus in den Dom zu Fulda. Darstellung: mit dreibalkigem Papstkreuz und Tiara, Taube oder Schwert Patron: von Selm in Westfalen, der Klempner, Töpfer und Zinngießer   Weitere Heilige des Tages:
Eustochia Smeralda Calafato, Klostergründerin
Sebastian, Märtyrer
Ursula Haider, Äbtissin, Mystikerin
Lebensdaten: geboren am 25. August 1905 in Głogowiec bei Łódź, gestorben am 5. Oktober 1938 in Krakau Lebensgeschichte: Helena Kowalska war das dritte von zehn Kindern einer einfachen Familie von Handwerkern und Bauern. Bereits als Siebenjährige fühlte sie sich vom Ordensleben angezogen, doch schlug sie sich diesen Gedanken wieder aus dem Kopf. Sie besuchte nur drei Jahre die Schule und verdingte sich ab dem 16. Lebensjahr bei bessergestellten Familien der Umgebung. 1924 hatte sie bei einer Tanzveranstaltung, der sie gemeinsam mit ihrer Schwester beiwohnte, eine Vision des leidenden Christus, unter deren Eindruck sie sofort ihre Sachen packte und nach Warschau reiste. Dort klopfte sie vergeblich an mehreren Klöstern an, wurde wegen ihrer Mittellosigkeit immer wieder abgewiesen, bis sie im August 1925 probeweise in die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit aufgenommen wurde. Mit dem Ordensnamen Maria Faustyna vom Allerheiligsten Sakrament war sie als Köchin, Gärtnerin und Pförtnern in mehreren Häusern tätig, obwohl sie bald nach ihrem Klostereintritt an Tuberkulose erkrankte. Ihre wiederkehrenden Visionen und Gnadenerweise vertraute sie auf Anraten ihres Beichtvaters Michał Sopoćko Tagebüchern an. Darin fanden sich nach ihrem Tod mehrere Aufträge zu lesen, die sie zu Lebzeiten auch zu verwirklichen versuchte: die Einführung des Barmherzigkeitssonntags am ersten Sonntag nach Ostern, die Verehrung des Jesusbilds von der Göttlichen Barmherzigkeit mit der Aufschrift „Jesus, ich vertraue auf dich“, das Beten des Barmherzigkeitsrosenkranzes und damit verbunden die Verehrung der Sterbestunde Jesu sowie die Gründung einer eigenen Barmherzigkeitskongregation. M. Faustyna Kowalska starb mit 33 Jahren im Krakauer Kloster Josefów. Verehrung: 1947 rief Pfarrer Sopoćko die Schwestern vom Barmherzigen Jesus ins Leben, die ihren Hauptsitz im „Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes“ in Myślibórz unweit der deutschen Grenze haben. 1968 leitete der Krakauer Erzbischof Karol Wojtyła ihren Seligsprechungsprozess ein, den er 1993 als Papst Johannes Paul II. selbst feierlich beschließen konnte – mitsamt der Einführung des Barmherzigkeitssonntags. Das Jesusbild in der Version von Adolf Hyła ist weltweit verbreitet, nicht nur bei denen, die täglich den Barmherzigkeitsrosenkranz um 15 Uhr beten. Faustynas Reliquien ruhen im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki. 2020 schrieb Papst Franziskus ihren Gedenktag am 5. Oktober in den römischen Generalkalender ein.   Weitere Heilige des Tages:
Anna Schäffer, Dulderin, Mystikerin
Franz Xaver Seelos, Priester
Raimund von Capua, Ordensreformer
Lebensdaten: Perpetua: geboren 181 vermutlich im heutigen Tebourba, Nordtunesien, beide gestorben am 7. März 202 oder 203 in Karthago, einem heutigen Vorort von Tunis Lebensgeschichte: Felicitas war eine Sklavin und in der traditionellen Lesart (jedoch ohne Anhaltspunkt in der Passio) die Gefährtin der vornehmen und gebildeten Römerin Vivia Perpetua, die einen Sohn im Säuglingsalter hatte. Beide bereiteten sich in der Stadt Thuburbo Minus auf die Taufe vor, als der Beitritt zum Christentum unter Strafe gestellt war. Sie wurden angezeigt und mit den weiteren Katechumenen Revocatus, Saturninus und Secundulus sowie dem Priester Saturus verhaftet und in der Zitadelle Byrsa bei Karthago eingekerkert. Die unbeirrbare Perpetua ließ sich weder vom Flehen ihres Vaters, ihr Baby doch nicht als Waise zurückzulassen, noch von den Drohungen des Prokurators Hilarianus von ihrem Bekenntnis zum Glauben abbringen und wurde wegen der Verweigerung des Kaiseropfers mit ihren Leidensgenossen zum Tod in der Arena „ad bestias – zu den wilden Tieren“ verurteilt. Alle fünf konnten vor ihrem Martyrium noch die Taufe empfangen, und Felicitas brachte kurz davor eine Tochter zur Welt, die vermutlich von ihrem Mitgefangenen Revocatus stammte. Die Hinrichtung im Amphitheater von Karthago fand anlässlich der Geburtstagsfeier des Kaisersohnes Geta am 7. März statt: Sie wurden in Netzen gefangen den Hörnern einer wilden Kuh ausgesetzt, doch die beiden Frauen überlebten. Perpetua richtete sich die Frisur, half der gestürzten Felicitas auf – weswegen sie als Gefährtinnen gelten –, das angewiderte Publikum verlangte, das Spektakel zu beenden, und sie wurden erstochen. Perpetua soll dem unerfahrenen Henker noch den Dolch geführt haben. Verehrung: Erhaltene Augenzeugenberichte sowie das Gefängnistagebuch und das Prozessprotokoll Perpetuas machen aus den beiden Frauen die ersten nachweislich bezeugten Märtyrinnen des Christentums. Schon kurz nach ihrem Tod wurde über ihrem Grab in Karthago eine Kirche errichtet, die spätere „große Basilika“. Beide fanden Eingang in das Erste Eucharistische Hochgebet, wo ihre gemeinsame Nennung das Wort „immerwährende Glückseligkeit“ ergibt. Perpetuas Reliquien sollen über Rom und die Benediktinerabtei Dèvres nach Vierzon gelangt sein, wo sie seit 1807 in der Kirche Notre-Dame liegen. Darstellung: oft gemeinsam und mit einer wilden Kuh, mit einem Kreuz oder Märtyrerpalmen in der Hand und einem Kind auf dem Schoß   Weitere Heilige des Tages:
Volker, Mönch
Johannes von Gorze, Abt
Lebensdaten: gestorben um 166 in Rom Lebensgeschichte: Über Felicitas ist nicht viel mehr bekannt, als dass sie als Witwe sieben Söhne mit den Namen Alexander, Felix, Januarius, Martialis, Philippus, Silvanus und Vitalis großzog. Weil die wohltätige Frau durch ihr Beispiel viele Nachbarn für den Glauben zu interessieren begann, wurde sie den römischen Priestern suspekt, die sie beim Stadtpräfekten Publius anzeigten – was während der Christenverfolgung unter den Kaisern Mark Aurel und Lucius Verus lebensgefährlich war. Alle acht wurden tatsächlich verhaftet und bald zum Tod verurteilt, weil sie sich hartnäckig der heidnischen Opferhandlung verweigerten, die ihre Rettung bedeutet hätte. Felicitas musste zusehen, wie ihre sieben Söhne einer nach dem anderen gefoltert und enthauptet wurden, wobei sie bei jedem vergeblich aufgefordert wurde, endlich das Opfer zu vollziehen. Schließlich wurde auch ihr der Kopf abgeschlagen. Verehrung: Felicitas und ihre Söhne, deren Martyrium nicht zufällig an das der Makkabäerbrüder und ihrer Mutter erinnert, wurden in der Maximus-Katakombe an der Via Salaria bestattet. Reliquien befinden sich in Santa Maria della Pietà in Palermo, in der Domkammer Münster, in San Marcello al Corso und S. Felicità in Affile (Rom) sowie in der Abtei Münsterschwarzach bei Würzburg. Ihre sieben Söhne werden am 10. Juli verehrt. Darstellung: mit den Köpfen der Söhne oder mit den sieben Söhnen unter ihrem Schutzmantel Patronin: von Vreden bei Münster, der Mütter und Frauen, für Kindersegen, für die Geburt eines Sohnes   Weitere Heilige des Tages:
Klemens I., Papst, Märtyrer, Apostolischer Vater
Kolumban der Jüngere, Abt, Glaubensbote
Lebensdaten: geboren um 210, gestorben am 30. Dezember 274 in Rom Lebensgeschichte: Felix, von dessen Abstammung nur der Name seines Vaters Konstantin überliefert ist, wurde im Januar 269 zum Nachfolger des römischen Bischofs Dionysius gewählt. Er beendete durch einen Lehrbrief die Auseinandersetzung mit dem Irrlehrer Paul von Samosata: Dieser hatte ein bloßes Menschsein Jesu Christi vertreten und einen letztlich anti-trinitarischen Standpunkt eingenommen, dem nach der eine Gott nur in drei verschiedenen Weisen erscheine. Felix erreichte vom Kaiser Aurelian, dass der Bischofssitz von Antiochia – den Paul von Samosata innehatte – nur demjenigen Bischof zugesprochen wird, der in Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom steht. Felix wird die Erlaubnis zugeschrieben, traditionelle Jahresmessen an den Gräbern der Märtyrer zu feiern. Auch das Dekret zur Einweihung von Kirchen wird auf ihn zurückgeführt. Wegen seines Einsatzes für verfolgte Christen gilt er vielfach selbst als Märtyrer, doch er starb 274 eines natürlichen Todes. Verehrung und Brauchtum: Papst Felix wurde in der Calixtus-Katakombe bestattet. Darstellung: in päpstlichen Gewändern mit Buch   Weitere Heilige des Tages:
Dionysius, Papst
Sabinus von Spoleto, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 1515 in Cantalice (Rieti), gestorben am 18. Mai 1587 in Rom Lebensgeschichte und Legende: Als Hütejunge soll Felice Porri stundenlang vor einem Kruzifix gebetet haben, das er in einen Baum geschnitzt hatte. 1543 trat der Analphabet in den Kapuzinerorden ein, der ihn in verschiedenen Klöstern einsetzte und schließlich als Almosenbruder nach Rom sandte. 40 Jahre lang zog er täglich bettelnd durch die Stadt und bedachte jede Gabe und auch jede Zurückweisung stets mit einem „Deo gratias – Vergelt’s Gott!“, bis man ihn nur noch Bruder Deogratias nannte. Er wurde zu einer volkstümlichen Gestalt, die aus dem Stadtbild Roms nicht mehr wegzudenken war, sang mit Kindern spontan gereimte Lieder, bedachte Bettler mit Gaben aus seinem Sack und zauberte durch seine witzigen Einfälle vielen Römern ein Lächeln aufs Gesicht. Er war mit Karl Borromäus und Philipp Neri befreundet und wurde von Personen höchsten Standes geachtet, die ihn um einen Bissen Brot aus seinem Sack zu bitten pflegten oder um Rat fragten. Felix war prophetisch begabt und sagte zwei Päpsten ihre Wahl voraus. Außerdem soll er Kranke geheilt und tote Kinder wieder zum Leben erweckt haben. Eines Nachts erschien ihm die Jungfrau Maria und ließ ihn kurz das Jesuskind halten. Als er todkrank wurde, ertrug er auch das in seiner Hingabe und vereinigte sein Leiden mit dem Jesu. Nach seinem Tod wurde er unter großer Anteilnahme der ganzen Stadt in der Kapuzinerkirche Santa Maria della Concezione bestattet. Verehrung: 1712 wurde Bruder Deogratias heiliggesprochen. Seine Gebeine werden heute im Kloster der Kapuziner an der Piazza Barberini in Rom verehrt. Bis zu seiner Ablösung durch Padre Pio von Pietrelcina war er der meistverehrte Heilige des Kapuzinerordens. Darstellung: mit dem Jesuskind auf dem Arm, mit Bettelsack und Rosenkranz, manchmal mit der Aufschrift „Deo Gratias“ Patron: der Kapuziner-Laienbrüder, der Mütter und Kinder   Weitere Heilige des Tages:
Johannes I., Papst, Märtyrer
Blandine Merten, Ordensfrau
Dietmar von Neumünster, Glaubensbote
Roland, Abt
Lebensdaten: geboren in Nola bei Neapel, gestorben 260 (?) ebendort Leben und Legende: Alles, was über das Leben des heiligen Felix bekannt ist, stammt von Bischof Paulinus von Nola, der seinem möglichen Vorgänger von 395 bis 407 jedes Jahr ein Gedicht widmete. Demnach war Felix der Sohn eines syrischen Einwanderers namens Hermias. Er wurde Christ, verteilte sein Vermögen und wurde Priester. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Decius wurde Felix festgenommen und gefoltert, konnte jedoch entkommen und rettete seinen Bischof Maximus, dem die Flucht ebenfalls gelungen war, vor dem Hungertod. Bei einer weiteren Verfolgungswelle verbarg ihn ein riesiges Spinnennetz vor einem Höhleneingang. Als man ihn selber zum Bischof von Nola machen wollte, soll er einem anderen Priester den Vorrang gelassen haben. Der Überlieferung nach starb er hochbetagt an einem 14. Januar. Verehrung: Paulinus ließ über Felix’ Grab eine Kirche erbauen, die zum Wallfahrtsort wurde, nachdem sich dort Wunder wie Heilungen oder das Wiederauffinden verlorengegangener Tiere ereignet hatten. Darstellung: als Diakon im Kerker, nach der Legende in der Höhle sitzend oder wie er seinem erschöpften Bischof Weintrauben reicht Patron: gegen Meineid, für das Wiederfinden verlorener Tiere und Dinge   Weitere Heilige des Tages:
Englmar, Einsiedler, Märtyrer
Petrus Donders, Ordenspriester, Missionar
Seraphim von Sarow, Einsiedler
Lebensdaten: geboren um 590 bei Kilkenny, gestorben am 30. August 670 bei Meaux Lebensgeschichte und Legende: Fiachra, dem man auch königliche Abstammung angedichtet hat, hatte im Kloster die Pflanzenheilkunde erlernt und deswegen so viele Anhänger, dass ihm das „grüne Martyrium“ der Einsamkeit versagt war, er Irland fürs „weiße Martyrium“ verließ und über die Normandie nach Meaux gelangte. Bischof Faro gestand ihm für seine Niederlassung so viel Land zu, wie er innerhalb eines Tages pflügen könne, Fiacrius aber ließ nur leicht seinen Spaten über die Erde fahren, und die Erde durchfurchte sich von selbst und brachte einen Klostergarten hervor. Eine Frau, die das beobachtet hatte, zeigte ihn dem Bischof an und bezichtigte ihn der Zauberei. Fiacrius war von ihren Schimpftiraden nach einer Weile so ermüdet, dass er sich auf einen Stein setzte, der sich alsbald zu einem bequemen Sessel formte, von dem später man Heilung von Hämorrhoiden erlangen konnte. Doch der Einsiedler ließ nie wieder Frauen an sich heran, und seine Kapelle durfte noch im 17. Jahrhundert von Frauen nicht betreten werden. Fiacrius, der vielleicht auch ein Kloster gegründet hat, führte ein asketisches Leben und war weithin als wundertätiger Heiler berühmt. Eine Legende will wissen, dass ihm die Bewohner von Hibernien (Irland und Schottland) die Krone seines Vaters angeboten hätten, Fiacrius diese aber aus Liebe zur Einsamkeit ausgeschlagen habe. Als seine Landsleute ihn weiter drängten, wurde Fiacrius von Aussatz befallen und war somit kein möglicher Thronfolger mehr. Verehrung/Brauchtum: Fiacrius’ Grab im heutigen Saint-Fiacre-en-Brie blieb ein beliebter Wallfahrtsort, obwohl seine Reliquien 1568 in die Kathedrale von Meaux übertragen wurden. 1641 wallfahrtete Königin Anna von Österreich zu Fuß nach Saint-Fiacre, um für die Genesung Ludwigs XIII. zu danken – am Eingang der Kapelle, versteht sich. Auch Kardinal Richelieu kam und bat um Erlösung von den „Feigen des heiligen Fiacrius“, wie man Hämorrhoiden nannte. Von den Lohnkutschen am Hôtel de Fiacre in der Pariser Rue Saint-Martin leitet sich das Wort Fiaker ab. Darstellung: als Mönch mit Spaten und Buch Patron: der Region Brie, der Gärtner und Blumenhändler, Kutscher und Taxifahrer, Helfer bei Hautkrankheiten und Hämorrhoiden, Fisteln und Krebs   Weitere Heilige des Tages:
Guarinus von Sitten, Bischof
Ildefons Schuster, Erzbischof
Rebekka, Frau Isaaks