Mastodon

Heilige

Lebensdaten: geboren am 1. Oktober 1578 in Sigmaringen, gestorben am 24. April 1622 in Seewis, Graubünden Lebensgeschichte: Markus Rey oder Roy war der Sohn eines Sigmaringer Gastwirts und Bürgermeisters und studierte in Freiburg Philosophie und weltliches sowie kirchliches Recht. Von 1604 bis 1610 bereiste er als Hofmeister des Freiherrn Wilhelm von Stotzingen Frankreich, Norditalien und die Niederlande und wurde nach seiner Rückkehr zum Doktor beiderlei Rechte promoviert. Durch die Protektion des Landesherrn von Hohenzollern-Sigmaringen erhielt er die einträgliche Stelle eines Gerichtsrats im elsässischen Ensisheim und machte sich als „Advokat der Armen“ einen Namen. Die Misswirtschaft in der Verwaltung, Korruption und Fehlurteile vergällten ihm das Leben, weswegen er 1612, wie bereits zuvor sein Bruder, in den Kapuzinerorden eintrat und den Ordensnamen Fidelis annahm. Er wurde zum Priester geweiht, studierte Theologie und wurde von seinem Orden als Seelsorger und Klostergründer oder -vorsteher in der Schweiz und am Oberrhein eingesetzt. 1621 wurde er Guardian in Feldkirch. Von dort aus versuchte Fidelis durch Predigt und Glaubensunterweisung, die zum Calvinismus übergetretenen Gläubigen zurückzugewinnen. Als österreichische Truppen zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges ins Prättigau einfielen und die Bevölkerung gewaltsam rekatholisierten, folgte ihnen Fidelis. Er wanderte von Ort zu Ort und predigte gegen die protestantischen Lehren, wobei er jede Gewaltanwendung im Glauben verurteilte. Das brachte ihm viele Erfolge und den Respekt auch seiner Widersacher ein. Trotzdem fiel er einem Anschlag zum Opfer. Als er einer Einladung folgte, in Seewis zu predigen, provozierten calvinistische Bauern einen Tumult, machten Fidelis’ österreichische Eskorte nieder und erschlugen ihn. Verehrung: Fidelis wurde zuerst neben der Kirche von Seewis begraben und später in der Kathedrale von Chur beigesetzt. 1729 wurde er als erster Märtyrer des Kapuzinerordens selig- und 1746 heiliggesprochen. Seine Hauptreliquie wird im Kapuzinerkloster Feldkirch aufbewahrt. Darstellung: als Kapuzinerpater mit Schwert und einem nägelbeschlagenen Knüppel Patron: von Feldkirch und Sigmaringen, von Hohenzollern und Vorarlberg, der (Erz-)Diözesen Freiburg und Feldkirch, der Juristen, vor Gericht, für die Ausbreitung des Glaubens, gegen Kopfschmerzen   Weitere Heilige des Tages:
Benedikt Menni, Ordensgründer
Marianus von Regensburg, Ordensmann
Wilfried von York, Bischof
Lebensdaten: geboren am 27. Juli 1848 in Neapel, gestorben am 4. Juni 1923 in Lecce Lebensgeschichte: Filippo Smaldone wollte schon als Jugendlicher Priester werden und nahm im Priesterseminar von Neapel das Philosophie- und Theologiestudium auf, das er wegen schlechter Leistungen allerdings eine Weile unterbrechen musste. Vor Beendigung seiner Studien soll er in einer Kirche beobachtet haben, wie eine Mutter ihr weinendes, gehörloses Kind nicht beruhigen und trösten konnte, weil sich beide nicht verständigen konnten. Jedenfalls wurde für Filippo die Sorge um die „Taubstummen“, die er im Unterschied zu fast allen Zeitgenossen nicht für geistig behindert hielt, zur Lebensaufgabe. 1871 zum Priester geweiht, widmete er sich neben den Gehörlosen anderen Randgruppen in der Stadt und steckte sich bei seinen Krankenbesuchen an einer Pockenepidemie an, der er fast erlegen wäre. Nach seiner Genesung verehrte er besonders die Rosenkranzmadonna von Pompeji, der er seine Heilung zusprach. 1885 wurde er nach Lecce am Stiefelabsatz Italiens versetzt, wo er mit Unterstützung einiger Helfer und des Ortsbischofs ein Haus erwerben und ein Heim mit Schule für Gehörlose eröffnen konnte. Er entwickelte eine eigene Gebärdensprache und gründete schließlich die Kongregation der Salesianerinnen von den Heiligsten Herzen (Jesu und Mariens), Salesianerinnen nicht zuletzt deswegen, weil der heilige Franz von Sales Patron der Gehörlosen ist, und weil Filippo Smaldone als Beichtvater und Geistlicher Begleiter für Priester und Seminaristen auch die Missionare des heiligen Franz von Sales betreute, deren Spiritualität er schätzte. Von seiner eucharistischen Frömmigkeit angetrieben, gründete er auch die Eucharistische Liga der Anbetungspriester und Anbetungsfrauen und wurde seiner Verdienste wegen zum Domherrn der Kathedrale von Lecce ernannt. Er verstarb mit 75 Jahren an schwerer Diabetes und Herzschwäche. Verehrung: Von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1996 seliggesprochen, folgte 2006 die Heiligsprechung durch Papst Benedikt XVI. Seitdem werden seine Reliquien in der Barfüßerkirche der Schwestern von den Heiligsten Herzen in Lecce verehrt. In der Gehörloseneinrichtung Rottmoos in Wasserburg am Inn trägt eine Kapelle im Grundriss eines Ohres seinen Namen und bewahrt eine seiner Reliquien auf. Patron: der Gehörlosen   Weitere Heilige des Tages:
Christa, Märtyrin
Eva von Lüttich, Reklusin
Quirinus von Siscia, Bischof, Märtyrer
Werner von Ellerbach, Abt
Lebensdaten: geboren 1238 in San Gimignano (Toskana), gestorben am 12. März 1253 ebendort Lebensgeschichte: Fina dei Ciardi war die Tochter verarmter Adliger und hatte als Kind kaum zu essen; das Wenige aber verteilte sie unter denen, die noch weniger hatten. Von Entbehrungen geschwächt, ertrug sie Krankheit und Leid mit Geduld und Demut. Es heißt, sie habe ihrer Schmerzen wegen auf einem Brett liegen müssen, und ihre Ausdünstungen hätten die Fliegen angelockt. Nach dem Unfalltod ihrer Eltern lebte sie in ihrem armseligen Zuhause wie in einem Kloster, das sie nur verließ, um die heilige Messe zu besuchen. Mit nur 15 Jahren starb sie am 12. März 1253, ein Lächeln auf den Lippen. Schon zu Lebzeiten bezeichneten die Leute Fina als Heilige. An ihrem Todestag sollen trotz winterlicher Temperaturen Levkojen auf den berühmten Stadttürmen von San Gimignano erblüht sein. Verehrung: Fina wird bis heute in einer für sie eigens errichteten Kapelle der Kollegiatskirche von San Gimignano verehrt. Seit 1481 wird sie besonders als Patronin der Stadt gegen die Pest angerufen. Obwohl ihre Verehrung lokal eingegrenzt ist, schufen Künstler wie Domenico Ghirlandaio und Benozzo Gozzoli dort Kunstwerke von Weltrang mit Darstellungen aus ihrem Leben. Darstellung: als häusliche junge Frau, mit Levkojen Patronin: von San Gimignano   Weitere Heilige des Tages:
Almut von Wetter, Klostergründerin, Äbtissin
Petrus Diaconus, Ordensmann
Beatrix, Ordensfrau
Engelhard, Ordensprovinzial
Simeon, Abt
Lebensdaten: geboren bei Wien, gestorben am 4. Mai 304 in Lorch, Österreich Lebensgeschichte und Legende: Der Überlieferung nach war Florianus ein hoher römischer Beamter in Lauriacum (Lorch), der Hauptstadt der Provinz Ufernoricum. Als während der Diokletianischen Christenverfolgung 40 Gläubige ergriffen wurden, die das heidnische Opfer verweigerten, wollte sich Florian für sie verwenden und ihre Befreiung erreichen. Weil er sich dabei aber selber als Christ bekannte und ebenfalls das Opfer verweigerte, wurde er festgenommen und zu Tode gefoltert: Man schlug ihn mit Knüppeln erst halb tot, riss ihm mit Eisenhaken das Fleisch von den Schultern, brach seine Schulterblätter und warf ihn zuletzt mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns. Als Florians Leichnam ans Flussufer gespült wurde, bewachte ihn der Legende nach ein Adler, bis ihn eine Frau namens Valeria barg und seine Bestattung veranlasste. Den Ort wies ihr eine Quelle, die wunderbarerweise entsprang, als die Zugochsen mit dem Leichenwagen vor Durst fast zusammenbrachen; sie fließt als „Floriansbrunnen“ bis heute. Auf diese Quelle geht das Feuerlöschpatronat Florians zurück, wenn nicht auf eine völlig frei erfundene Legende, er habe in seiner Jugend ein Feuer durch sein Gebet gelöscht. Verehrung/Brauchtum: Aus der schlichten Kirche über Florians Grab entstand ein Kloster, aus dem das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian wurde. Reliquien des Heiligen und der 40 Märtyrer, für die er sich eingesetzt hatte, fanden ihren Weg bis nach Rom und Krakau. Florian, einer der 14 Nothelfer, wird besonders als Patron der Feuerwehren verehrt, die daher auch „Floriansjünger“ heißen. Im Alpenraum schmücken zahllose Floriansbrunnen den Ortskern. Darstellung: als römischer Soldat mit Fahne, Wasserkübel, Mühlstein und brennendem Haus Patron: von Oberösterreich, Bologna und Krakau, der Feuerwehr, der Töpfer, Schmiede, Kaminfeger, Seifensieder, Bierbrauer; Helfer bei Brandwunden, gegen Feuer- und Wassergefahren, Kämpfe, Stürme, Unfruchtbarkeit der Felder und große Dürre   Weitere Heilige des Tages:
40 Märtyrer von Lorch
Valeria, Wohltäterin
Guido, Abt
Lebensdaten: geboren am 17. Dezember 1642 in Grottaglie, Apulien, gestorben am 11. Mai 1716 in Neapel Lebensgeschichte: Francesco di Girolamo ging bei den Theatinern seiner Heimatstadt zur Schule, wo er auch als Mesner wirkte, und begleitete sie auf ihren Volksmissionen auf dem Land. Auf Empfehlung der Patres wurde er im Jesuitenkolleg von Tarent aufgenommen und vollendete seine Studien der beiden Rechte in Neapel. 1666 zum Priester geweiht, trat er vier Jahre später in den Jesuitenorden ein, der ihn schließlich als Volksmissionar in Neapel einsetzte. Dort entwickelte er sich zum bedeutendsten Prediger seiner Zeit, von dem an die 10.000 Predigtseiten erhalten sind. Statt in Kirchen trat er lieber an Plätzen auf und verkündete dem Volk die barmherzige Liebe Gottes. Er besuchte die Galeerensträflinge im Hafen und stand den Kranken und Sterbenden in ihren armseligen Heimen bei, denen er eine Reliquie des wundertätigen Cyrus von Alexandrien auflegte, den er sehr verehrte. 1688 wurde er von einigen Geistlichen, die ihm seinen beachtlichen Erfolg und die vielen Bekehrungen neideten, beim Erzbischof von Neapel angezeigt, dass es nicht schicklich sei, zum einen Einkehrtage für den Klerus und gottgeweihte Jungfrauen zu halten und sich zum anderen beim Abschaum der Stadt aufzuhalten. Daraufhin wurde sein Wirken für vier Jahre auf die Mauern der Kirche des Gesù Nuovo beschränkt, wo Pater Francesco stundenlang Beichte hörte. Gleichzeitig untersagte ihm sein Ordensprovinzial die unerlaubte Entfernung von der Kirche. Nachdem sowohl der Erzbischof als auch der Provinzial ihren Fehler erkannt hatten, wurde er mit Volksmissionen im Umland betraut, die seinen hervorragenden Ruf in ganz Süditalien begründeten. Der „Vater der Armen“ erlag am 11. Mai 1716 einer Brustfellentzündung und wurde in der Krypta des Gesù Nuovo in Neapel beigesetzt. Am Sonntag nach seinem Tod nahmen 42.000 Menschen an der Messe teil, beichteten und empfingen die heilige Kommunion. Verehrung: 1806 wurde er ausdrücklich als Jesuit seliggesprochen – dabei war der Orden 1773 aufgelöst worden. 1839 folgte seine Heiligsprechung. Reliquien des heiligen Francesco werden auch in seiner Heimat Grottaglie verehrt.   Weitere Heilige des Tages:
Gangolf, Märtyrer
Ignatius von Láconi, Mönch, Mystiker
Lucina Anicia, Märtyrin
Lebensdaten: geboren am 3. Juni 1792 in Loitershof bei Oberhausen an der Vils, gestorben am 17. August 1853 in Oberschneiding, Niederbayern Lebensgeschichte: Franz Sales kam auf einem Einödhof zur Welt und ging nach dem Besuch des Gymnasiums in Straubing und Passau zum Philosophie- und Theologiestudium nach Landshut, wo Johann Michael Sailer, der spätere Bischof von Regensburg, sein Lehrer war. 1816 zum Priester geweiht, wurde er nach drei Kaplanjahren Pfarrer in Niederviehbach, in Tegernbach (bei Pfaffenhofen an der Ilm), Hohenegglkofen (südlich von Landshut) und ab 1836 in Oberschneiding bei Straubing – da ging ihm schon der Ruf voraus, durch seinen Segen und sein Gebet Heilung erhalten zu können. Von weit her brachte man die Kranken zum „Segenspfarrer“, um durch ihn Heilung zu erbitten. Wenn der Priester segnet, segnet der Heiland, so war Handwerchers feste Überzeugung. Dem auftrittssicheren und tieffrommen Pfarrer gelang die Glaubenserneuerung des ganzen Ortes. Er predigte und feierte die heilige Messe so eindrucksvoll, brachte den Leuten besonders den eucharistischen Segen so nahe, dass die Kirche Sonntag wie Werktag mit mehreren hundert Menschen gefüllt war. 1848 wurde ein Kirchenanbau um zwei Seitenschiffe nötig, um die Gottesdienstbesucher unterzubringen. 1843 gründete er die „Bruderschaft vom heiligsten und unbefleckten Herzen Mariens“, die nach kurzer Zeit schon 10.000 Mitglieder aus ganz Bayern und Österreich zählte, darunter auch Johann Birndorfer, den späteren Pförtnerbruder Konrad von Parzham. 1847 eröffnete er mit Hilfe einer Niederlassung der Armen Schulschwestern eine Mädchenschule. 1830 begonnen, schrieb er insgesamt 15 apokalyptische „Geistesmitteilungen“ in Versform nieder, die als Blick in die Zukunft veröffentlicht wurden und ihm den Beinamen „Mühlhiasl vom Gäuboden“ eingebracht haben. Am 17. August 1853 erlitt Pfarrer Handwercher einen Schlaganfall. Kurz kam er noch einmal zu Bewusstsein, empfing die Sterbesakramente und ging zu seinem himmlischen Vater heim. Verehrung: Seine Gebeine ruhen seit 1953 in der Pfarrkirche Oberschneiding, wo der „Vianney Niederbayerns“ bis heute große Verehrung genießt.   Weitere Heilige des Tages:
Amor von Amorbach, Glaubensbote, Klostergründer
Hyazinth von Polen, Ordenspriester, Glaubensbote
Johanna vom Kreuz Delanoue, Ordensgründerin
Mammas, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 1181/82 in Assisi, gestorben am 3. Oktober 1226 ebendort Lebensgeschichte: Giovanni Bernardones Mutter war Französin, oder der Vater, ein wohlhabender Kaufmann, hatte eine Vorliebe für Frankreich – jedenfalls kannte man ihn nur als Francesco: den kleinen Franzosen. Der junge Geck geriet im Städtekrieg zwischen Perugia und Assisi in Gefangenschaft und hatte ein Jahr Zeit, um im Kerker über sein Leben nachzudenken. 1205 hörte er beim Gebet in San Damiano die Stimme Jesu vom Kreuz: „Stell mein verfallenes Haus wieder her!“ Francesco verkaufte einige Stoffballen seines Vaters, um mit dem Geld das Kirchlein wiederaufzubauen. Vom Vater öffentlich zur Rede und vor die Wahl gestellt, das Entwendete zurückzuerstatten oder auf sein Erbe zu verzichten, zog sich Franz die Kleider aus und ging nackt davon.  Er nahm das Evangelium von der Entsendung der Jünger mit der Aufforderung „Nehmt weder Beutel noch Tasche mit und keine Schuhe“ (Lk 10,4) wörtlich und zog in einer rauen, mit einem Strick zusammengebundenen Kutte und barfuß durch die Gegend, sprach von Gottes großer Liebe und überzeugte durch seine radikal gelebte Armut. Gefährten schlossen sich ihm und seinem Ideal an, und Franziskus erkannte bald, dass seine Gemeinschaft eine Regel brauchte. Um das Jahr 1210 holte er in Rom die päpstliche Erlaubnis für den Orden der Minderen Brüder ein – der Franziskanerorden war geboren. In Assisi bezog die junge Gemeinschaft die Kirche S. Maria degli Angeli, die Franziskus liebevoll „Portiuncula – Teilchen“ nannte. Zwei Jahre später gründete er zusammen mit Klara von Assisi einen zweiten, weiblichen Orden: die Klarissen, denen er in San Damiano ein Kloster erbaute. Um das Jahr 1221 kam noch ein dritter Orden für Laien hinzu. Ordenshäuser entstanden in ganz Europa, und Franziskus reiste predigend bis nach Dalmatien und nach Spanien. 1219 versuchte er während des fünften Kreuzzugs vergeblich, den ägyptischen Sultan zu bekehren, erwarb sich jedoch dessen Hochachtung und nahm die Gebetsrufe des Muezzin zum Vorbild für das spätere Angelusläuten. 1224 empfing Franziskus während einer Ekstase als Erster die Wundmale Christi. Immer wieder plagten ihn Krankheiten, seine Sehkraft hatte er fast ganz eingebüßt. Er diktierte sein Testament, ließ sich nach Portiuncula bringen und starb, nackt auf dem Boden der Kirche liegend. Verehrung: Schon zwei Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen, wurde über seinem Grab eine prächtige Basilika errichtet, die täglich Tausende Pilger besuchen. 1939 wurde er zum Hauptpatron Italiens erklärt. Darstellung: mit Kapuze, Totenkopf, Kreuz, Erdkugel, einstürzendem Haus, Lilie, Lamm oder Wolf Patron: von Italien, Assisi, Basel, der Armen, Franziskaner, Flachshändler, Kaufleute, Schneider, Sozialarbeit, Tapeten- und Tuchhändler, des Umweltschutzes, der Weber, gegen Kopfschmerzen und die Pest
Lebensdaten: geboren am 27. März 1416 in Paola, Kalabrien, gestorben am 2. April 1507 in Plessis-lès-Tours Lebensgeschichte: Franz von Paola verdankt seinen Namen dem heiligen Franz von Assisi, den seine tiefgläubigen Eltern wegen ihrer 15 Jahre dauernden Kinderlosigkeit angerufen hatten. Und als der Knabe sich eine schwere Augeninfektion zugezogen hatte, gelobten die Eltern für den Fall seiner Heilung, ihn für ein Jahr in ein Franziskanerkloster zu geben. Das verbrachte er im Kloster von San Marco Argentano bei Cosenza. Mit 14 Jahren unternahm er mit seinen Eltern eine lange Wallfahrt nach Assisi, Loreto und Rom, wo ihn die prachtvolle Kleidung der hohen Geistlichen abstieß. Nach seiner Rückkehr bezog er auf dem Grund seiner vermögenden Eltern eine Einsiedelei, zu der nach und nach andere Gläubige stießen, die von seinem Ruf der Heiligkeit vernommen hatten. Mit diesen Gefährten erbaute Franz eine Kapelle und gründete – in Anlehnung an die franziskanischen Minderbrüder – die Gemeinschaft der Mindersten Brüder, auch „Paulaner“ oder Eremiten des heiligen Franz von Assisi genannt. Da war er erst 19 Jahre alt. Der Orden wuchs so schnell, dass 1452 ein ganzes Kloster gebaut werden musste, an dessen Fertigstellung die reichen Städter mit Hand anlegten, um Franz ihre Wertschätzung auszudrücken. Weitere Niederlassungen folgten auf dem Fuß, und 1470 begann die kirchenrechtliche Anerkennung des überaus strengen Ordens, dessen Regel strenges Fasten, vegane Ernährung und regelmäßige Bußübungen beinhaltete. Franz von Paola selber wechselte nie die Kutte, rasierte sich nicht, lief barfuß und schlief auf dem Boden. Er aß nur einmal am Tag, wenn er nicht ganz fastete, und war bald als heiligmäßiger Mann und Wundertäter bekannt. 1482 ließ ihn der schwerkranke König Ludwig XI. von Frankreich zu sich rufen, damit er ihn heile. Doch Franz bereitete ihn stattdessen auf einen christlichen Tod vor, den der König in seinen Armen fand. Franz blieb ein Vierteljahrhundert als Ratgeber am französischen Hof, wo ihm König Karl VII. ein Kloster errichtete. Dort, im Kloster Plessis-lès-Tours, starb er am 2. April 1507, einem Karfreitag. Verehrung: Bereits 1519 wurde Franz von Paola heiliggesprochen. Sein Grab wurde während der Religionskriege verwüstet. Ende des 17. Jahrhunderts zählte man über 150 Paulanerklöster in Europa. Mit der Münchener Gründung ist die Geschichte des Starkbieranstichs in der Fastenzeit verbunden. Darstellung: im Franziskanergewand, mit dem Motto „Charitas“ auf dem Gewand oder auf einer Tafel Patron: der Einsiedler und Seeleute, gegen die Pest und Kinderlosigkeit Ausspruch des hl. Franz von Paola: „Die Einsiedler lehren und predigen nicht; sie schweigen. Und schweigend öffnen sie sich der Stimme Gottes.“   Weitere Heilige des Tages:
Franz Coll y Guitart, Ordensgründer
Maria von Ägypten, Einsiedlerin
Lebensdaten: geboren am 21. August 1567 auf Burg Sales, Savoyen, gestorben am 28. Dezember 1622 in Lyon Lebensgeschichte: Für den adligen François de Sales war eine weltliche Karriere vorgesehen. Er bekam die bestmögliche Ausbildung im Pariser Jesuitenkolleg und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Paris und Padua. Nebenbei, und weil ihm die calvinistische Vorherbestimmungslehre schwer zu schaffen machte, studierte er auch Theologie. Nach seiner Promotion in weltlichem und kirchlichem Recht sollte er Senator in Chambéry werden, doch er setzte gegen seinen Vater den Entschluss durch, Priester zu werden. Als erste Wirkungsstätte bekam er das calvinistisch gewordene Chablais südlich des Genfer Sees anvertraut. Weil den Gläubigen vielfach verboten wurde, seinen Predigten zuzuhören, druckte Franz von Sales sie auf Flugblätter und heftete sie überall an. Nach vier Jahren hatte er zu Fuß und mit den richtigen Worten, vor allem aber durch Sanftmut und Gelassenheit die Gegend rekatholisiert. Wegen dieses sensationellen Erfolgs machte ihn der Bischof von Genf-Annecy zu seinem Koadjutor mit dem Anrecht auf seine Nachfolge, die Franz 1602 antrat. Als Bischof von Genf setzte er die Beschlüsse des Trienter Konzils (1545–1563) durch, reformierte die Klöster und den Klerus, organisierte den Religionsunterricht für Kinder und Erwachsene und besuchte alle Pfarreien des Bistums. Der begnadete Prediger verfasste mit dem „Theotimus“, einer Abhandlung über die göttliche Liebe, und der „Philothea“, einer Anleitung zum religiösen Leben, Klassiker der geistlichen Literatur. 1610 gründete er zusammen mit Johanna Franziska von Chantal den „Orden von der Heimsuchung Mariens“, die „Salesianerinnen“, die Kontemplation und Gebet mit tätiger Nächstenliebe verbinden. Franz von Sales war als herausragender Jurist und Diplomat mit Aufgaben betraut, die ihn bis zum königlichen Hof brachten. Auf der Rückreise von Avignon, wohin er den Herzog von Savoyen begleitet hatte, erlitt er einen Schlaganfall und verstarb am 28. Dezember 1622. Verehrung: Franz von Sales wurde in Annecy beigesetzt. Bei seinem Tod gab es schon zwölf Niederlassungen der Salesianerinnen. Im Laufe der Zeit entstanden weitere Gemeinschaften, die sich auf Franz von Sales berufen, z.B. die Salesianer Don Boscos. 1665 wurde er heiliggesprochen, 1877 zum Kirchenlehrer ernannt und 1922 zum Patron der katholischen Schriftsteller und Journalisten erklärt. Er ist ebenfalls Patron der Gehörlosen, weil er sich eines gehörlosen Jugendlichen angenommen hat. Darstellung: als Bischof mit Büchern, einem durchbohrten Herzen, Dornenkrone oder Kreuz, manchmal zusammen mit Johanna Franziska von Chantal Patron: von Genf, Annecy und Chambéry, des Bistums Lausanne-Genf-Fribourg, der katholischen Presse, der Schriftsteller, Verleger und Journalisten, Helfer der Gehörlosen Ausspruch des hl. Franz: „Wir müssen mit allen geduldig sein, am geduldigsten aber mit uns selbst.“   Weitere Heilige des Tages:
Bertram, Abt
Vera, Wohltäterin
Lebensdaten: geboren am 7. April 1506 auf Burg Javier bei Pamplona, gestorben am 3. Dezember 1552 auf Shangchuan Dao, China Lebensgeschichte: Der baskische Adlige Francisco Javier de Jassú y Azpilcueta traf als Student in Paris mit Ignatius von Loyola und Petrus Faber zusammen, mit denen er gemeinsam die Gesellschaft Jesu gründete. Franz Xaver setzte das ursprüngliche Ordensziel der Mission auf spektakuläre Weise um: Über Lissabon, wo er das allererste Jesuitenkolleg gründete und sich mit königlichen und päpstlichen Vollmachten ausstatten ließ, reiste er nach Indien, wo er drei Jahre lang in den portugiesischen Kolonien unter den einheimischen Perlenfischern wirkte. Nach drei weiteren Jahren Tätigkeit im heutigen Indonesien gelangte er 1549 als erster Missionar nach Japan, wo er in Yamaguchi eine christliche Gemeinde gründete. Seine Vorgehensweise war äußerst durchdacht und erfolgreich. Er lernte zuerst Sprache, Kultur und Brauchtum der Einheimischen, bevor er mit der Glaubensverbreitung begann. Außerdem richtete er von Einheimischen geführte Missionsstationen ein, um das Glaubensleben auch in seiner Abwesenheit lebendig zu halten. Seine 1500 Briefe nach Rom wurden ab 1545 gedruckt und lösten eine Welle der Begeisterung für die Mission in Fernost aus. Zuletzt zog es ihn nach China, doch die Einreise war Ausländern untersagt. Ein Kurier, der ihn von einer vorgelagerten Insel aus hatte hinüberbringen sollen, kam nicht zum verabredeten Zeitpunkt. Völlig ausgezehrt und enttäuscht verstarb darauf der „Apostel Indiens und Japans“ am 3. Dezember 1552. Verehrung: Franz Xavers Leichnam wurde 1554 nach Velha Goa (Indien) überführt, wo er in der Basílica do Bom Jesus bis heute als der eines der größten Missionare aller Zeiten verehrt wird. 1615 wurde dem Generalat der Jesuiten in Rom eine Armreliquie überlassen, die in der Ordenskirche Il Gesù auf dem Franz-Xaver-Altar verwahrt wird. Er wurde 1619 selig- und 1622 heiliggesprochen. Darstellung: mit Kreuz und flammendem Herzen, predigend oder taufend oder sterbend mit Blick auf China Patron: von Indien, aller Missionen und Missionare, der katholischen Presse, der Seefahrer, als Helfer für eine gute Sterbestunde, gegen Sturm und die Pest   Weitere Heilige des Tages:
Cassian, Märtyrer
Emma von Lesum, Stifterin
Sola, Priester, Einsiedler