Heilige
Lebensdaten: geboren am 7. August 949 in Bregenz, gestorben am 27. August 995 in Konstanz Lebensgeschichte: Gebhard war der jüngste Sohn des reichsadligen Grafen von Bregenz und kam auf der Burg Hohenbregenz auf dem heutigen Bregenzer Gebhardsberg zur Welt. Er wurde seinem Onkel Bischof Konrad von Konstanz zur Erziehung anvertraut, besuchte dessen Domschule und wurde von ihm zum Priester geweiht. 979 wurde Gebhard als designierter Nachfolger Konrads von Kaiser Otto II. ernannt und von Erzbischof Willigis in Mainz zum Bischof von Konstanz geweiht. Der Kaiser, mit dem er eng befreundet war und dessen Gattin Theophanu er als Berater diente, stattete ihm 980 einen Besuch ab, ebenso wie Gebhards Patenkind Kaiser Otto III. in den Jahren 988 und 994. In seinem Bistum setzte Gebhard die Reformarbeit seines Onkels Konrad in der Seelsorge sowie dessen Fürsorge um Arme fort. Er sorgte für die Bildung und die Glaubensvertiefung des Klerus und legte den Menschen das Erlernen eines Handwerks für ihren Lebensunterhalt nahe. Das Kirchenbauprogramm Konrads führte er 983 durch die Gründung eines Benediktinerklosters weiter, das wegen seiner dem Petersdom nachempfundenen Kirche später Petershausen hieß. Dieses erste bischöfliche Eigenkloster auf deutschem Boden stattete Gebhard mit seinen Erbgütern aus. Von einem Romaufenthalt brachte er die Hauptreliquie Papst Gregors des Großen für sein Kloster mit, in dem er 995 starb und beigesetzt wurde. Verehrung: Gebhards ununterbrochene Verehrung in Konstanz kam 1134 mit der feierlichen Erhebung seiner Gebeine durch Bischof Ulrich II. zum Ausdruck, blieb jedoch auf die Stadt beschränkt und erlosch sogar, nachdem die protestantischen Bilderstürmer seine Reliquien 1530 in den Rhein geworfen hatten, bis 1670 Wallfahrten auf den Bregenzer Gebhardsberg einsetzten. 1723 wurde dort die Gebhardskapelle eingeweiht und 1821 mit einer Armreliquie Gebhards versehen. Im Bistum Feldkirch sowie im Erzbistum Freiburg wird sein Gedenktag an seinem Todestag am 27. August begangen. Darstellung: als Bischof mit Stab oder Papst-Totenkopf Patron: des Bistums Feldkirch, gegen Halsleiden und für glückliche Entbindung Weitere Heilige des Tages:
Giacomo Alberione, Priester, Ordensgründer
Ida von Köln, Äbtissin
Konrad von Konstanz, Bischof
Leonardo da Porto Maurizio, Ordenspriester, Volksmissionar
Giacomo Alberione, Priester, Ordensgründer
Ida von Köln, Äbtissin
Konrad von Konstanz, Bischof
Leonardo da Porto Maurizio, Ordenspriester, Volksmissionar
Lebensdaten: geboren in Tunesien, gestorben am 21. November 496 in Rom Lebensgeschichte: Gelasius war ein römischer Bürger, gehörte einem Berberstamm an und zog vermutlich infolge der Vandaleneinfälle nach Rom, wo er zum wichtigsten Mitarbeiter von Papst Felix III. wurde, dessen Briefe er redigierte. Noch am Todestag von Felix III. wurde er am 1. März 492 zum Bischof von Rom gewählt. Gelasius hatte von seinem Vorgänger ein Schisma geerbt: Patriarch Acacius von Konstantinopel hatte sich zum „ersten Bischof der Kirche des christlichen Kaisers“ erklärt, wobei dem Kaiser in seiner Hauptstadt Konstantinopel gefiel, dass sich Acacius nicht zum schwelenden Streit um die Zwei-Naturen-Lehre äußerte. Gelasius hatte nicht nur den Vorrang Roms bei gleichzeitiger Unabhängigkeit vom Kaiserhof zu wahren, sondern musste gegen den im Osten grassierenden Monophysitismus einschreiten. 493 kam erschwerend hinzu, dass die arianischen Ostgoten unter Theoderich Italien beherrschten. In diesem Kontext entwarf Gelasius die „Zwei-Schwerter-Lehre“, der zufolge die heilige päpstliche Autorität über der weltlichen Macht steht, weil das geistliche Amt vor dem göttlichen Gericht auch Rechenschaft über die Taten der Könige ablegen muss. Diese „Magna Charta des mittelalterlichen Papsttums“ schrieb Geschichte. Rom selber machte Gelasius mit Prozessionen zu den Titelkirchen zu einer geistlichen Stadt und schaffte mit den Luperkalien das letzte heidnische Fest ab, indem er es durch das Fest der Darstellung des Herrn (Lichtmess) ersetzte. Er machte sich energisch an die Lösung disziplinarischer Probleme, achtete auf das Verhalten des Klerus und sorgte für geeigneten Nachwuchs. Er legte ein Verzeichnis der kirchlichen Besitztümer und Pachteinträge an und verteilte die Einkünfte zu vier gleichen Teilen an den bischöflichen Stuhl von Rom, den Klerus, die Bedürftigen und einen Fonds für den Bau und Unterhalt der Kirchen. Fälschlicherweise werden Gelasius wichtige liturgische Bücher zugeschrieben, die aber entweder hundert Jahre später oder gar nicht in Rom entstanden sind. In einem seiner zahlreich erhaltenen Briefe taucht zum ersten Mal das Wort „modern“ auf, um damit Neuerungen in der Lehre von akzeptierten Regeln abzugrenzen. Gelasius starb am 21. November 496. Sein Grab und das Verbleiben seiner Gebeine sind unbekannt. Weitere Heilige und Feste des Tages:
Emmanuel d’Alzon, Priester, Ordensgründer
Rufus von Rom, Paulusschüler
Unsere Liebe Frau von Jerusalem – Mariä Tempelgang
Emmanuel d’Alzon, Priester, Ordensgründer
Rufus von Rom, Paulusschüler
Unsere Liebe Frau von Jerusalem – Mariä Tempelgang
Lebensdaten: geboren am 12. März 1878 in Camigliano bei Lucca, gestorben am 11. April 1903 in Lucca Lebensgeschichte: Gemma Umberta Pia Galgani war das fünfte von acht Kindern eines Apothekers und vernahm mit sieben Jahren – unmittelbar vor dem Tod ihrer Mutter – zum ersten Mal eine „Stimme im Herzen“, mit der sie sich unterhalten konnte: „Willst du mir deine Mamma geben?“ Gemma ging bei den Oblatinnen des Heiligen Geistes zur Schule, wo die selige Elena Guerra ihre Lehrerin war, und erlebte ihre Erstkommunion als den intensivsten Moment ihres Lebens. Doch weitere Schicksalsschläge bestimmten ihr Leben: 1894 verstarb ihr Lieblingsbruder Gino, 1897 der Vater. Die Kinder standen vor dem Nichts. Zudem erkranke Gemma schwer und litt Schmerzen an Nieren, Rückenmark und Kopf. Unfähig, das Bett zu verlassen und Nahrung aufzunehmen, wurde Gemma so schwach, dass man ihr an der Schwelle zum Tod die Sterbesakramente verabreichte. Da erschien ihr der heilige Gabriel Possenti von der Schmerzhaften Gottesmutter, der ihr Mut machte, und nach einer Novene zur heiligen Margareta Maria Alacoque, zu der man ihr geraten hatte und die sie gerade noch bewältigen konnte, stand sie am 2. März 1899 als geheilt auf. Sie fand Aufnahme als Dienstmädchen bei der Familie Giannini und erkannte im Ordensgewand der Passionisten, die 1899 eine Volksmission abhielten, das des heiligen Gabriel wieder. Vor einem Passionistenpater legte sie bald privat die Gelübde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams ab. Am 8. Juni 1899, dem Vorabend des Herz-Jesu-Festes, fiel Gemma in Ekstase und empfing die Wundmale Jesu, die sie geheimzuhalten versuchte. Bis zu ihrem Tod traten jeden Donnerstagabend die Stigmen Christi an Händen und Füßen auf, während sie die ganze Passion Jesu innerlich miterlebte. Zuletzt krümmten sich auch drei Rippen vor ihrem Herzen nach außen, an der Stelle, wo ihre Kleidung von einer großen Hitze versengt wurde. 1902 erkrankte Gemma an Tuberkulose. Sie starb am Karsamstag des Jahres 1903 und liegt im Passionistenkloster von Lucca begraben, das auf ihre Anregung entstanden ist. Verehrung: Gemma wurde 1940 von Papst Pius XII. heiliggesprochen und wird von den Passionisten als eine von ihnen verehrt. Weitere Heilige des Tages:
Elena Guerra, Ordensgründerin
Rainer von Osnabrück, Einsiedler
Stanislaus von Krakau, Bischof, Märtyrer
Elena Guerra, Ordensgründerin
Rainer von Osnabrück, Einsiedler
Stanislaus von Krakau, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 422 in Nanterre bei Paris, gestorben am 3. Januar 502 in Paris Lebensgeschichte: Genoveva war die einzige Tochter eines gallorömischen Patriziers und wollte sich bereits als Kind vollständig Gott weihen. Der Überlieferung nach bekam sie mit sieben Jahren vom durchreisenden Bischof Germanus von Auxerre, dem das Mädchen aufgefallen war, eine Kreuzmedaille geschenkt. Mit 15 Jahren gelobte Genoveva ewige Jungfräulichkeit und zog nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrer Patentante ins heutige Paris, wo sie durch ihren Dienst an Armen und Kranken, den sie bis zur Erschöpfung leistete, großen Einfluss auf die Bürgerschaft gewann. Ihrer Lebensbeschreibung nach hat sie zweimal die Stadt vor dem Untergang bewahrt. Als die Hunnen im Jahr 451 die Stadt belagerten, überzeugte sie die Einwohner, die Stadt nicht zu verlassen, sondern betend auszuharren. Tatsächlich wurde Paris verschont. Als die Stadt in späteren Jahren wiederum belagert war, dieses Mal durch die Franken, gelang es Genoveva, den Belagerungsring zu durchbrechen und Getreide für die hungernde Bevölkerung zu besorgen. Auf sie gehen zwei bedeutende Kirchenbauten zurück: die Basilika Saint-Denis, die zur Königsabtei erhoben wurde, sowie die den heiligen Petrus und Paulus geweihte Kirche, in der sie nach ihrem Tod am 3. Januar 502 selber bestattet wurde. Legende: Erloschene Kerzen entzündeten sich wieder, wenn Genoveva sie in die Hand nahm. Partikel ihrer Kerzen bewirkten Heilungen. Verehrung: Seit dem 6. Jahrhundert werden Wunder mit Genoveva in Verbindung gebracht, so die Rettung der Stadt vor Krieg und Seuchen. Seit 1162 wird sie als Stadtpatronin von Paris offiziell verehrt. Die ihr zu Ehren errichtete Kirche Sainte-Geneviève wurde in der Zeit der Französischen Revolution zum Pantheon umgebaut, der Gedenkstätte nationaler Persönlichkeiten. Genovevas Reliquiar wurde verbrannt und in die Seine geworfen; einige wenige Reliquien fanden in der Kirche Saint-Étienne-du-Mont eine neue Ruhestätte. Darstellung: als Hirtin oder als Gottgeweihte mit Engel und Teufel, mit einer Kerze oder zwei Schüsseln Patronin: der Diözese Nanterre, von Paris, der Gendarmen, Frauen, Hirten, Hutmacher, Winzer, Helferin bei Krieg, Dürre, Pest, Fieber und Augenleiden Weitere Heilige des Tages:
Irmina von Trier
Irmina von Trier
Lebensdaten: geboren in Lydda, heute Lod, Israel, gestorben um 303 in Nikomedien, heutige Türkei Lebensgeschichte und Legende: Georg war der Sohn eines römischen Provinzgouverneurs und wurde Soldat im kaiserlichen Heer. Als er nach dem Tod seines Vaters dessen Amt übernehmen wollte, dabei aber seines christlichen Glaubens wegen das Kaiseropfer verweigerte, wurde er wie unzählige andere unter dem Christenverfolger Diokletian zum Tod durch Folterung verurteilt: Er wurde auf ein Rad aus scharfen Klingen geflochten, überlebte jedoch und wurde schließlich enthauptet. Die zahlreichen verschiedenen Überlieferungen seines Martyriums verlagern es unmittelbar an den Kaiserhof oder fügen einen kaiserlichen Statthalter ein, der seiner Bosheit wegen als „Schlange“ bezeichnet wird. Vielleicht hat darin die Legende vom Drachentöter Georg ihren Ursprung, die besonders von der Legenda aurea verbreitet wurde: Der christliche Ritter befreite eine Königstochter von einem Untier, dem sie geopfert werden sollte, und aus Dankbarkeit ließen sich der König und alle seine Untertanen taufen. Diese Legende, in der sich die griechische Perseussage und Märchen zu einem christlichen Ritterroman verbinden, wurde besonders in England populär. König Richard Löwenherz erwählte den heiligen Georg zu seinem Schutzpatron, und über die zurückkehrenden Kreuzfahrer wurde er zu einem der beliebtesten Heiligen und Namenspatrone. Verehrung: Eusebius von Caesarea (gestorben 339) berichtet von einer Kirche in Lydda, die Georgs Reliquien gewidmet war. Im 4. Jahrhundert breitete sich seine Verehrung im gesamten Römischen Reich aus. 494 zählte Papst Gelasius I. Georg zu den Heiligen, deren Taten nur Gott bekannt seien. Nachdem er den Kreuzfahrern als Beistand erschienen war, wurde Georgs Gedenktag 1222 auf der Synode von Oxford zum Fest in England und auf dem Konstanzer Konzil am 23. April 1415 zum Hochfest erhoben. Obwohl Georg zu den 14 Nothelfern und zu den beliebtesten Heiligen weltweit zählt, schwand seine liturgische Verehrung ab dem 16. Jahrhundert. Darstellung: als Ritter mit einem durchbohrten Drachen, seltener bei seinem Martyrium Patron: von England, Georgien, Äthiopien, Griechenland, Serbien, Tirol, Aragonien und Katalonien, Freiburg, Genua und Barcelona, des Bistums Limburg, der Ritterorden und der Pfadfinder, der Artisten, Bauern, Bergleute, Böttcher, Gefangenen, der Pferde und des Viehs, der Reiter, Wanderer und Spitäler; Helfer in Kämpfen und gegen Kriegsgefahren, Versuchungen, Fieber, Pest und für das Wetter Weitere Heilige des Tages:
Adalbert von Prag, Bischof, Glaubensbote, Märtyrer
Gerhard von Toul, Bischof
Adalbert von Prag, Bischof, Glaubensbote, Märtyrer
Gerhard von Toul, Bischof
Lebensdaten: geboren am 19. Oktober 1900 in Würzburg, gestorben am 20. August 1942 im KZ Dachau Lebensgeschichte: Georg Häfner war der Sohn eines städtischen Arbeiters und Ministrant im Karmelitinnenkloster Himmelspforten – dort hielt er als Mitglied des karmelitischen Dritten Ordens 1924 auch seine Primiz. Nach Kaplansjahren in der ganzen Diözese Würzburg wurde er 1934 zum Pfarrer von Oberschwarzach bei Schweinfurt ernannt. Persönlich zurückhaltend und auf sein geistliches Leben konzentriert, trat er den Nationalsozialisten jedoch von Anfang an unversöhnlich gegenüber (er soll sie sogar als „braune Mistkäfer“ bezeichnet haben). Häfner verweigerte den Hitler-Gruß und verlegte nach einem Schulverbot seinen Religionsunterricht in den Kirchenturm. 1941 ließ er einen Forstwart und NS-Anhänger auf dem Sterbebett ein Dokument unterschreiben, wonach dieser seine standesamtliche Wiederverheiratung vor Gott und seinem Gewissen als ungültig erklärte. Pfarrer Häfner machte diese Aussöhnung des Sterbenden mit der Kirche als Bedingung für eine kirchliche Beerdigung öffentlich und wurde daraufhin von der Gestapo verhaftet. Nach sechs Wochen Gefängnis in Würzburg wurde er im Dezember 1941 ins KZ Dachau verbracht. Dort starb er nach acht Monaten an Hunger und den geduldig ertragenen Misshandlungen. Verehrung: Häfners Urne wurde in der Priestergrablege des Würzburger Hauptfriedhofs beigesetzt und 1982 in die Krypta der Neumünsterkirche überführt. Das 1992 eröffnete Verfahren kam 2011 mit Häfners Seligsprechung im Würzburger Dom zum Abschluss. Weitere Heilige des Tages:
Bernhard von Clairvaux, Abt, Kirchenlehrer
Maria de Mattias, Ordensgründerin
Samuel, Prophet
Bernhard von Clairvaux, Abt, Kirchenlehrer
Maria de Mattias, Ordensgründerin
Samuel, Prophet
Lebensdaten: geboren um 642 in Northumbrien (Ostengland), gestorben am 13. März 731 in Mayo, Irland Lebensgeschichte und Legende: Gerald war der Überlieferung nach ein angelsächsischer Königssohn und wurde Benediktinermönch in der berühmten Abtei von Lindisfarne in Nordostengland. Im Jahr 664 begleitete er seinen Abt Koloman zu einer Synode nach Whitby in Northumbrien. Dort setzte sich der vom Konzil von Nizäa und der römischen Kirche festgesetzte Ostertermin gegen die keltische Tradition durch, die auch den jüdischen Pessachtermin am 14. Nisan für möglich hielt. Koloman, dem an den Traditionen der keltischen Kirche lag, verließ mit Gerald und 30 weiteren Mönchen Lindisfarne und verbrachte zuerst zwei Jahre auf der Hebrideninsel Iona, bevor er sich auf der Insel Inisbofin an der irischen Westküste bei Galway niederließ. Als ein Streit zwischen den angelsächsischen und den einheimischen Mönchen darüber ausbrach, dass die „Iren“ im Sommer das Kloster (und die Arbeit) verließen, um ihre Familien zu besuchen und im ganzen Land umherzupredigen, löste Koloman den Konflikt dadurch, dass er 670 in Magh Eo ein weiteres Kloster, das „Mayo der Sachsen“, mit Gerald als Abt gründete. Gerald erwies sich trotz seines jungen Alters als weiser Abt und leitete das Kloster, bis er 697 zugunsten eines jüngeren Nachfolgers zurücktrat. Als dieser jedoch das Kloster verließ, übernahm Gerald auf Bitten seiner Mitbrüder wieder die Leitung, die er bis zu seinem Tod 731 ausübte. Gerald soll auch die Abteien von Tempul-Gerald und Teagh-na-Saxon sowie einen weiteren Konvent gegründet haben, dessen Leitung er seiner Schwester Segreta anvertraute. Die Legende erzählt, dass in Mayo einmal eine Hungersnot herrschte und die Menschen Gerald baten, sie doch abzuwenden – lieber würden sie die Pest ertragen. Gerald weigerte sich, das gotteslästerliche Anliegen vor Gott zu tragen, worauf sich die Menschen selber an Gott wandten. Doch die Pest, die nun folgte, war so schrecklich, dass zwei Drittel der Bevölkerung daran starben. Aber alle, die bei Gerald Zuflucht suchten, fanden Schutz unter seinem Mantel, der immer größer wurde. Darstellung: Gerald wird als Abt mit seinem großen Mantel dargestellt, unter den die Menschen vor der Pest fliehen. Patron: gegen die Pest Weitere Heilige des Tages:
Judith von Ringelheim, Äbtissin
Leander von Sevilla, Bischof
Judith von Ringelheim, Äbtissin
Leander von Sevilla, Bischof
Lebensdaten: geboren in Lykien (Südwesten Kleinasiens), gestorben am 5. März 475 bei Jericho, Westjordanland Lebensgeschichte und Legende: Gerasimos führte schon als Jugendlicher das Leben eines Einsiedlers, hing allerdings der monophysitischen Irrlehre an, der nach Jesus Christus nur eine göttliche, nicht aber auch eine menschliche Natur gehabt hätte. Bald nach der Verurteilung des Monophysitismus durch das Konzil von Chalkedon im Jahre 451 überzeugte ihn der Asket Euthymios der Große, den er in der judäischen Gebirgswüste kennengelernt hatte, vom rechten Glauben. Nach einer Reise in die nordägyptische Felswüste Thebaïs zu den Wüstenvätern, wo er einige klösterliche Niederlassungen gegründet haben soll, ließ sich Gerasimos unweit von Jericho am Jordan als Eremit nieder. Allerdings drängten sich ihm dort so viele Schüler auf, dass er eine Laure gründete: eine Einsiedlerkolonie, deren Mönche als Eremiten fünf Tage der Woche ohne Feuer und gekochte Nahrung in völliger Stille ihrer Arbeit nachgehen und sich dem Gebet widmen. Samstags und sonntags kommen sie zur Liturgie zusammen und nehmen eine gekochte Mahlzeit mit etwas Wein zu sich. Während der 40tägigen Fastenzeit soll sich Gerasimos nur von der Eucharistie ernährt haben. Etwa hundert Jahre nach Gerasimos’ Tod schrieb der byzantinische Mönch Johannes Moschos in seinem Werk Die Geistliche Wiese die berühmte Legende nieder, wie der schon betagte Asket eines Tages einem humpelnden Löwen begegnete und diesem einen großen Dorn aus der Vordertatze entfernte. Von da an war der Löwe Gerasimos folgsam wie ein Hund. Als umherstreifende Räuber den Esel wegführten, auf dem die Wasservorräte ins Kloster gebracht wurden, beschuldigte Gerasimos den Löwen, den Esel gefressen zu haben, und lud ihm zur Strafe selber die Lasten auf. Wenig später waren die Räuber erneut in der Gegend. Der Löwe jagte ihnen den Esel wieder ab und führte ihn ins Kloster zurück, wo Gerasimos dann seinen Irrtum einsah und den Löwen um Vergebung bat. Der Löwe blieb fünf Jahre bei ihm, bis Gerasimos starb. Dann legte sich der Löwe auf sein Grab, die Schnauze auf dem Boden, und ließ sich Hungers sterben. Dass diese Geschichte gemeinhin dem heiligen Hieronymus zugeschrieben wird, rührt vermutlich von einem Fehler bei der lateinischen Nachschrift dieser Legende: Aus Hierasimus wurde Hieronimus. Verehrung: Unweit Gerasimos’ Laure erhebt sich das griechisch-orthodoxe Kloster Deir Hajla, das sein Gedächtnis besonders pflegt. Es entstand über einer Höhle, in der die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten übernachtet haben soll. Darstellung: mit einem Löwen vor seiner Einsiedelei Weitere Heilige des Tages:
Dietmar, Bischof
Lucius I., Papst
Oliva, Märtyrin
Robert Spiske, Priester, Gründer
Dietmar, Bischof
Lucius I., Papst
Oliva, Märtyrin
Robert Spiske, Priester, Gründer
Lebensdaten: geboren am 17. Februar 1907 in Glatz, heute Kłodzko, Niederschlesien, gestorben am 1. August 1942 in Dachau Lebensgeschichte: Gerhard Franziskus Johannes Hirschfelder hatte es als uneheliches Kind einer Schneiderin nicht leicht, doch er glich viele Zurücksetzungen durch sein heiteres Naturell und das unkomplizierte Zusammensein in der Jugendbewegung „Quickborn“ aus. Nach dem Abitur 1927 in Glatz zog er als Priesteramtskandidat für den preußischen Anteil des Erzbistums Prag zum Studium nach Breslau und war eine Zeitlang sogar Kurssprecher des Theologenkonvikts. 1932 mit Dispens wegen seiner unehelichen Geburt zum Priester geweiht (seine Primiz feierte er deswegen nicht in der Glatzer Pfarrkirche, sondern in der Herz-Jesu-Kapelle zu Bad Langenau), war er bis 1939 Kaplan in Tscherbeney und anschließend Kaplan in Habelschwerdt sowie Diözesanjugendseelsorger für die Grafschaft Glatz. Kaplan Hirschfelders konfessionelle Jugendarbeit in Opposition zur Hitlerjugend sowie seine freimütigen Predigten fielen den Nationalsozialisten von Anfang an unangenehm auf. Nachdem eine Wallfahrt mit 2300 Jugendlichen im Juni 1941 gestört und im Juli ein christlicher Bildstock zerstört worden war, sagte er in einer Predigt: „Wer der Jugend den Glauben an Christus aus dem Herzen reißt, ist ein Verbrecher!“ Fünf Tage später wurde er verhaftet. Nach fast einem halben Jahr im Gefängnis der Kreisstadt Glatz wurde Gerhard Hirschfelder Mitte Dezember 1941 mit der Häftlingsnummer 28972 ins Konzentrationslager Dachau überführt, wo er am 1. August 1942 nach unsäglichen Misshandlungen völlig entkräftet und ausgehungert starb. Verehrung: Kaplan Hirschfelders Asche wurde ohne Bekanntgabe der Todesursache in Tscherbeney (heute Czermna) beigesetzt. 1998 wurde der Seligsprechungsprozess eröffnet. Nach der Anerkennung des Martyriums durch Papst Benedikt XVI. nahm Joachim Kardinal Meisner die Seligsprechung am 19. September 2010 im Dom zu Münster vor. Weitere Heilige des Tages:
Eusebius von Vercelli, Bischof
Pierre-Julien Eymard, Priester, Ordensgründer
Eusebius von Vercelli, Bischof
Pierre-Julien Eymard, Priester, Ordensgründer
Lebensdaten: geboren am 6. Januar 1256, gestorben am 17. November 1302 im Kloster Helfta bei Eisleben Lebensgeschichte: Gertrud, über deren Herkunft offenbar Stillschweigen herrschte, kam mit fünf Jahren ins Zisterzienserinnenkloster Helfta. Gefördert durch ihre Äbtissin Gertrud und besonders durch ihre ältere Mitschwester Mechthild von Hackeborn erhielt sie eine außergewöhnlich gute Ausbildung in den Freien Künsten sowie in Theologie und war mit den maßgeblichen geistlichen Autoren vertraut. Ab 1270 lebte auch die Mystikerin Mechthild von Magdeburg im Helftaer Konvent. Am 27. Januar 1281 erfuhr Gertrud ihre erste große Christusvision und verwandelte sich von der „Buchgelehrten“ in eine „Gottesgelehrte“. Sie verfasste Erbauungsbücher mit Auszügen mystischer Autoren und hielt ab 1289 ihre eigenen Schauungen im Gesandten der göttlichen Liebe fest. Darin schilderte sie mit Worten der Heiligen Schrift und der Liturgie und gestützt auf die geistliche Literatur, wie Christus in den Sakramenten der Kirche lebt und wirkt. Sie verkündete besonders das liebende Herz des Erlösers, mit dem das Innerste des Erlösten einen Dialog führt und mit dem es sich wie mit einem Bräutigam vermählt. Gertrud, die bei ihren Arbeiten von ihren Mitschwestern unterstützt und von vielen Menschen als Ratgeberin aufgesucht wurde, starb mit 46 Jahren im Kloster Helfta. Verehrung: Obwohl sie erst 1678 in den Heiligenkalender aufgenommen wurde, galt Gertrud bereits im 15. Jahrhundert als Krone der deutschsprachigen Mystik und erhielt von Papst Benedikt XIV. den Beinamen „die Große“. Ihre Verehrung wurde 1739 auf die ganze Kirche ausgedehnt. Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete sich Gertruds Gesandter als veritabler Bestseller und gegenreformatorisches Heilmittel in die ganze Welt. Nachdem sich der spanische König Philipp II. 1598 auf dem Totenbett daraus vorlesen ließ, wuchs ihre Verehrung vermehrt im spanischsprachigen Raum, weswegen sie schließlich auf Bitten des Königs Philipp IV. zur Patronin der Westindischen Inseln (Antillen) erklärt wurde und ihr Kult auf ganz Lateinamerika überschwappte. Peru begeht den Festtag der Landespatronin besonders festlich. Darstellung: mit Jesuskind im Herzen und Spruchband „Ihr findet mich im Herzen Gertruds“, häufig auch als Äbtissin Patronin: von Peru, der Antillen, von Tarragona/Spanien und des Bistums Magdeburg Weitere Heilige des Tages:
Dionysius der Große, Bischof
Florinus vom Vinschgau, Priester, Wundertäter
Gregor der Wundertäter, Bischof
Gregor von Tours, Bischof
Dionysius der Große, Bischof
Florinus vom Vinschgau, Priester, Wundertäter
Gregor der Wundertäter, Bischof
Gregor von Tours, Bischof