Wehe wenn sie losgelassen: Mit einem Feuerwerk der guten Laune hauten die Powerfrauen des Katholischen Frauenbund St. Clemens beim Herbertshofer Weiberfasching auf die Pauke. Die Humorstrateginnen boten mit ihren bewährten Gaudimacherinnen ein paar vergnügliche Stunden mit lustigen Sketchen, humorvollen Darbietungen, stimmungsvollen Gesangs- und Schunkeleinlagen und einem lieblichen Ballettauftritt.
Die Lachparade wurde durch die Vorsitzende Ulrike Pohl mit lustigen Reimen „Helau euch allen hier im Saal“ eingeleitet. Keine Ehe, sondern nur ein Weib suchte dann Jockel (Irmgard Bohmann) beim Brautexamen mit seiner Verlobten (Marlies Deisenhofer). Der Pfarrer (Martha Böldt) empfahl bei diesem „Stuhlfest“ zunächst den Katechismus zu lernen und dann zu heiraten. Ziemlich genervt haben dann einen Arbeitssuchenden (Antonie Wanner) die Verwechslungen des automatischen Fragestellers beim Arbeitsamt, dargestellt durch Annemarie Kottmair. Ganz andere Probleme hatte ein Landwirtsehepaar, wo sich die Bäuerin (Anni Schenk) um Haus und Hof kümmerte, aber ihr träger Gemahl (Antonie Wanner) nur in die Zeitung klotzte. Aufgelockert wurden die heiteren Sketsche durch Schunkellieder, begleitet vom Akkordeonduo Ulrike Pohl/Andrea Aumiller vom Akkordeonorchester Zusamtal. Ein Stimmungssong des Quartetts Anni Schenk, Brigitte Pröll, Blanka Wanka und Martha Kraus mit Ulrike Pohl am Akkordeon sorgte mit seinem „Verdauungslied“ für zusätzliche Heiterkeit. Den „Magendruck“ nach zwei verspeisten Schweinshaxen beklagten dann am Biertisch die beiden Kumpel Sepp (Anni Schenk) und Karre (Brigitte Pröll), die sich mit ihren Wehwehchen von ihren Ehefrauen einfach nicht verstanden fühlten.
Ein heißes Höschen für Röschen
In ihrer Solorolle als „Röschen“ brillierte dann Ulrike Pohl als Kundin eines Elektrofachgeschäftes: „Röschen sucht zum Überwintern, ein heißes Höschen für den Hintern“, nähte sich aber nach einer vergeblichen Einkaufstour durch verschiedene Fachgeschäfte ihren „Liebestöter“ selber. Kein Auge blieb auch trocken beim Scheidungsanwalt (Blanka Wanka), wo die genervte Ehefrau (Martha Kraus) „er will jeden Tag nur das eine .... „ die Scheidung beantragte. Schließlich stellte sich heraus, dass der Gatte gar kein Sexprotz war, sondern als Schlafmütze täglich eine Portion Sauerkraut mit Buabaspitzla wollte. Viel Beifall auch vom anwesenden Geistlichen Rat Ludwig Hihler bekam die Gasteinlage von Marianne Riegel vom Katholischen Frauenbund Meitingen mit ihrem Gedichtbeitrag über die Erschaffung des Menschen: „Der Mann war nur ein Probestück, wir Frauen sind das Meisterstück“. Höhepunkt des Nachmittags dann zweifellos das Schlussballett der aus Paris engagierten „Ballettstelzen“, getanzt unter der Regie von Anni Schenk durch die vier Grazien Martha Kraus, Ulrike Pohl, Brigitte Pröll und Blanka Wanka. Der Dank von Ulrike Pohl galt den Gestalterinnen, den Helferinnen in der Küche und im Service.
Fotos:
Die Ballettstelzen mit von rechts Vortänzerin Anni Schenk, Martha Kraus, Ulrike Pohl, Brigitte Pröll und Blanka Wanka.
Beim Stuhlfest im Pfarrhaus mit (von links) Irmgard Bohmann, Marlies Deisenhofer und Martha Böldt.
Ein Prosit dem Gesangsquartett (von rechts) mit Blanka Wanka, Anni Schenk, Brigitte Pröll, Martha Kraus und Akkordeonbegleiterin Ulrike Pohl.
Text und Bilder: Franz Gump