Mastodon

03.04.2012 22:00

Seit jetzt zehn Jahren versammelt sich ein Kreis von Jung und Alt zum monatlichen Taizé-Gebet in der Pfarrkirche St. Clemens in Herbertshofen. Die Gemeinschaft, vor allem junge Menschen, treffen sich jeweils am ersten Dienstag jeden Monats um 20 Uhr.
Beim Jubiläumstreffen in der Herbertshofer Pfarrkirche scharte sich eine außergewöhnlich große Gruppe von heimischen und auswärtigen Besuchern um dem von Kerzenschein erleuchteten Hochaltar.

Fasziniert durch ein Taizé-Treffen in Mailand hat die mit ihrer Familie in Herbertshofen wohnende Kirchenchorleiterin von St. Wolfgang Meitingen, Erika Beer, in Übereinstimmung mit Geistlichem Rat Ludwig Hihler den Gebeteskreis vor zehn Jahren ins Leben gerufen. Der Gründer der ökumenischen Taizé-Ordens in Frankreich, der im Jahre 2005 während eines Gottesdienstes ermordete Bruder Roger Frère, setzte sich vor allem für die Annäherung der katholischen und evangelischen Kirche ein.

Ein Leben ohne Steineslast
„Nada te turbe, nada te espante“ (Nichts beunruhigt Dich, nichts ängstigt Dich). Nach dieser gesanglichen Einstimmung, eingebettet in Gebete, Psalmen, Lesungen und Fürbitten, wurden die gemeinsam gesungenen sakralen Lieder ständig wiederholt und dabei durch ein Instrumentalquartett (Doris Asam und Erika Beer mit Violine und Gitarre, Nadine Müller und Regina Kempter mit Flöte) begleitet. Dabei fanden auch Minuten der Stille zur Besinnung und Meditation statt, wie jeder Teilnehmer mit einem großen Stein in der Hand „Auf dem Weg zu einem Leben ohne Stein“. „Bless the Lord my soul“ (Preise den Herrn, meine Seele) lautete die Abschiedsmelodie. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sabine Schey dankte Erika Beer und ihrem Team für das jetzt zehnjährige Engagement mit Blumen und einem Geschenk und bat das Vermächtnis des Gründers des Taizé-Ordens auch im Lech- und Schmuttertal weiter zu pflegen.
(gp)