Kirchenführer

Zur Geschichte der Wallfahrtskirche Violau

Violauer Kirche

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche „St. Michael“ geht in ihrer heutigen Gestalt auf das Jahr 1620 zurück. Ihre Erbauer sind David und Georg Höbel und Jeremias Nägelin. Zwischen 1660 und 1760 entstand die reiche Innenausstattung. Stuckarbeiten von Franz Xaver Feichtmayr d. Ä. und Fresken von Johann Georg Dieffenbrunner prägen das Raumbild. Werke von Johann Georg Bergmüller, Johann Michael Fischer, Johann Josef Anton Hueber und Stefan Luidl u.a. schmücken das Innere der Kirche.

Frühere Kirchbauten sowie Bodenfunde einer frühromanischen Basilika bestätigen, dass Violau – die „Veilchenau“ – schon lange Zeit eine Stätte des Gebetes war. Im Jahre 1282 erwarb das Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld bei Augsburg den Ort. Spätestens seit 1466 ist eine Marienwallfahrt nach Violau verbürgt. 1688 kam das heute noch verehrte Gnadenbild in die Kirche.

Nach der Säkularisation und ihren Wirren blühte die Wallfahrt wieder auf. Seit 1844 ist Violau eine Pfarrei.

Heute kommen jährlich viele tausend Pilger nach Violau, um in der Stille des Gnadenortes zu beten und dort zu verweilen, wo „die Gottesmutter gar gnädiglich rastet“.

Ein reichhaltiger Kirchenführer ist im Schriftenstand erhältlich.

Geistliche Kirchenführungen können für Pilgergruppen angeboten werden. Eine rechtzeitige Anmeldung ist dazu erforderlich.

Orgel

Viel gerühmt wird die Orgel der Wallfahrtskirche Violau. Von der Spätbarockorgel aus dem Jahre 1781 blieben Gehäuse, Prospekt und einige Register erhalten. Eine umfassende Restaurierung erfolgte 1972 durch die Firma Sandtner aus Dillingen/Donau. Eine CD mit Musik von Johann Sebastian Bach, interpretiert durch David Backus an der Violauer Orgel, ist bei uns erhältlich.