Herrgottsruhkapelle

Herrgottsruhkapelle

Wallfahrtskapelle "Herrgottsruh" in Oberndorf

Der Legende nach geht die Wallfahrt auf einen Flurumgang zurück, bei dem einem Priester das Allerheiligste auf den Boden fiel.

Einem vorbeikommenden Bauer, der dieses aufheben wollte, erlahmte der Arm.

Zu Ehren des Allerheiligsten Sakramentes wurde an dieser Stelle zunächst eine Wendelin-Kapelle errichtet, die jedoch im Spanischen Erbfolgekrieg zerstört wurde.

Im Jahr 1718 wurde aus einer Stiftung des damaligen Ortspfarrers Nachtrüb die heutige Wallfahrtskapelle gebaut. Die Weihe erfolgte am 22. Oktober 1719.
Der helle, lichtdurchflutete Kirchenraum mit seinen über 200 Engeln weist eine sorgfältige architektonische Gliederung auf.

Der Hochaltar zeigt die Figur des "Gegeißelten Heilandes", flankiert von der Gottesmutter Maria und dem Hl. Johannes.

Hochaltar Herrgottsruhkapelle

Den linken Seitenaltar ziert der Heilige Johannes Nepomuk, den rechten eine ausdrucksstarke Pieta.

Beide Seitenaltäre werden dem Oberndorfer Bildhauer Johann Georg Bschorer (1692 -1763) zugerechnet.


Die Deckengemälde zeigen die Leidensgeschichte Jesu. In der linken Seitennische ist die Legende der Wallfahrt abgebildet. Bemerkenswert sind auch die Standbilder der 14 Nothelfer, ein Heiliges Grab, welches am Karfreitag und Karsamstag zur Andacht einlädt, und eine große Krippenlandschaft zur Weihnachtszeit.
Die Herrgottsruhkapelle ist ein Kleinod, das Wallfahrer und Gläubige zum Gebet einlädt.

Heiliges Grab