08.03.2008 01:00

Wettergott Petrus hatte ein Einsehen mit uns.

Vor der Porta Nigra in Trier

Wieder einmal hatte Diakon Thomas Schmidt für uns eine tolle Reise ausgearbeitet, welche dieses Jahr vom 08.-13.März 2008 nach Horath im Hunsrück in die Gegend von Trier führte.
In einem sehr guten behinderten- und rollstuhlgerechten Familienhotel schlugen wir unsere „Zelte“ auf. Zuvor machten wir aber noch einen Zwischenstopp in Worms am Rhein und besichtigten den dortigen wundervollen romanischen Dom. Die Vergoldung im Altarraum vom berühmten Balthasar Neumann wirkte allerdings befremdlich. Unser allseits bewährter, bestgelaunter und hilfsbereiter Fahrer Dieter verwöhnte uns mit selbstgemachten Kuchen und Kaffee und brachte uns in den folgenden Tagen in die Bischofsstadt Trier, Bernkastel-Kues, die Landeshauptstadt und Bischofsstadt Mainz und in die Edelsteinstadt Idar-Oberstein.

Am 1. Tag in Trier besuchten wir nach einer Eucharistiefeier im Dom mit anschließender Besichtigung die Stadt, die Porta Nigra und die Ausgrabungen der Römischen Thermen.

Am 2. Tag besichtigten wir mit einer Führerin das vor 550 Jahren gegründete Cusanusstift mit seiner wertvollen Bibliothek und hörten von ihr vom Leben und Wirken des in Kues geborenen Nikolaus, genannt Cusanus. Das Stift ist durchgehend vom 1.Tag bis heute ein Altenheim für 60 Bewohner, wie es sich Cusanus gewünscht hatte. Nach einem Stadtbummel von Bernkastel mit seinen herrlichen Fachwerkhäusern konnten wir auch noch auf der Rückfahrt zum Hotel den wundervollen Blick von der Panoramastrasse über das Mosel-Tal geniessen.
Am 3. Tag führte uns der Weg nach Mainz. Ein mitreisender „Meenzer-Bub“ Helmut Kresse war dabei gerne bereit, sich als Fremdenführer zur Verfügung zu stellen und seinen Freunden die Geschichte seiner Heimatstadt zu schildern. Er zeigte ihnen das Kurfüstliche Schloss, den Landtag, das Rathaus, den Dom, das Gutenberg-Museum (hier bekam Johannes Gutenberg aufgrund von Spiegelschrifttafeln auf dem Platz davor die Idee des Buchdrucks), das Gutenberg-Denkmal, den 50. Breitengrad nördlicher Breite, den Fastnachtsbrunnen und die St. Stefanskirche mit ihren weltberühmten Marc Chagall Fenstern. Zudem steht in Mainz der Turm, in dem der Schinderhannes gefangen gehalten wurde, der wie Robin Hood das Geld von den Reichen in der Umgebung stahl, um es den Armen zu geben.
Am 4. Tag führte uns dann der Weg in die Edelsteinstadt Idar-Oberstein. Im Deutschen-Edelstein-Museum besichtigten wir die über 9000 Edelstein-Exponate aus der ganzen Welt. Diese Steine bestehen aus Wärme- und chemischen Prozessen. Sie sind über 260 Millionen Jahre alt. Die Farbpracht und die Namen der Edelsteine war für alle interessant. Der stabilste Edelstein ist der Diamant. Er ist so teuer, weil er nur mit einem härteren oder gleichhartem Material bearbeitet werden kann. Aber die ebenfalls weltbekannte Felsenkirche in Idar-Oberstein war wegen ihrer 254 Treppenstufen leider nicht zu „bezwingen“.
Abendliche Andachten in der Hauskapelle, ein Kegelabend, die Benützung des Hallenbades oder gemütliche Treffs im Bierstüble ließen den jeweiligen Tag ausklingen.
All die Tage hatten wir auch Regen und auch Sturm. Aber dabei waren wir immer im Hotel oder im Bus. Während unserer Aufenthalte im Freien war es immer trocken. Petrus, der Wettergott war uns dank der guten Verbindungen zu St. Ulrich wieder einmal wohl gesinnt.
Dann waren aber auch schon wieder die schönen Tage vorbei. Viel hatten wir gemeinsam gesehen und erlebt. Nach einem guten Frühstück waren wir gestärkt und die Rückreise konnte angetreten werden. Sie verlief genauso problemlos wie auch die Hinreise und so waren wir um 16 Uhr wieder heil und voller neuer Eindrücke in Augsburg angekommen. Vor allem die engagierten Begleitpersonen konnten wieder helfen, schöne Tage zu erleben.
Voller Spannung erwarten wir nun das neue Programm im nächsten Jahr. Dann sind wir gerne wieder dabei.

Marta Kirr, Ursula Vogele, Helmut Kresse