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Diözesaner Flüchtlingsbeauftragter

Kontakt

Diakon Ralf Eger
Auf dem Kreuz 41
86152 Augsburg

Telefon: 0821/3156-425
E-Mail: fluechtlingsbeauftragter@bistum-augsburg.de

Über mich

Ständiger Diakon seit 2005 – Diözesaner Flüchtlingsbeauftragter, Diözesanreferent Ständige Diakone, Vorsitzender des Diözesanwerks für behinderte und hilfsbedürftige Menschen.

Kirche und Flucht? Was geht das uns an?

Die letzten drei Jahre waren von der „Flüchtlingskrise“ geprägt. Viele Menschen suchten und suchen in Europa und somit auch in Deutschland Schutz, Hilfe und ein sicheres sowie besseres und menschenwürdigeres Leben. Weltweit sind über 68,5 Mio. Menschen auf der Flucht. Allein im Jahr 2017 wurde alle zwei Sekunden ein Mensch aus seiner Heimat vertrieben. Die große Mehrheit davon sind Binnenflüchtlinge, also Menschen, die in ihren Heimatländern bleiben und dort in sichere Regionen fliehen. Viele andere suchen Hilfe in den jeweiligen Nachbarländern. Diese zählen jedoch meistens auch zu den Regionen mit niedrigen Einkommen und schlechter Wirtschaftslage. Zu sagen, dass vor allem die reichen Länder des Nordens besonders von der Migration betroffen seien, ist deshalb nicht richtig.

Fast 70 Prozent der Vertriebenen stammen aus nur fünf Ländern: Syrien, Afghanistan, dem Südsudan, Myanmar und Somalia. Wenn für diese Staaten politische Lösungen gefunden werden könnten, dann würden auch die Migrationszahlen zurückgehen.  

Diese Tatsache macht deutlich, dass die momentan weltweiten Fluchtbewegungen eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft sind – und somit auch für uns als Christen in der Gesellschaft. Als Kirche sind wir dem Auftrag Jesu verpflichtet, wie er im Matthäusevangelium in der Perikope Mt 25,31-46 zu lesen ist und für mich im Vers 45 gipfelt: „Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ Hier nicht zu handeln, würde bedeuten, unsere christliche Identität selbst in Frage zu stellen.

Das Handeln, das praktische Tun allein wäre jedoch zu wenig. Als Christen müssen wir unsere Stimme erheben, wenn menschenfeindliche Parolen wieder salonfähig werden, wenn Menschen anderer Herkunft diffamiert und abqualifiziert werden. Als Christen müssen wir die Würde jedes Menschen in Tat und Wort achten und einfordern.

Die Hilfe für Geflüchtete ist die eine, unser Beitrag zur gelingenden Integration die andere Seite. Als Kirche sind wir nach wie vor in der Fläche unseres Landes präsent und haben eine prägende und gestaltende Kraft. Unsere Pfarrgemeinden können zu einem Ort der Integration werden, wenn wir uns für Menschen aus anderen Kulturen öffnen. Gerade als katholische Gemeinden dürfte uns der Blick auf die ganze Welt nicht fremd sein! Deshalb ist es wichtig, auf Menschen zuzugehen, die neu in unseren Pfarreien sind, sie willkommen zu heißen, sie anzusprechen und einzuladen: ob mit oder ohne Fluchthintergrund!

Warum gibt es einen Flüchtlingsbeauftragten?

Mit einem Flüchtlingsbeauftragten können Fragen der Flüchtlingshilfe an einer Stelle zusammenlaufen und koordiniert werden, damit schnelle und aussagekräftige Antworten möglich sind. So kann das große Engagement der Ehrenamtlichen in den Helferkreisen, den Pfarrgemeinden, aber auch die Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter und der innerkirchlichen Dienststellen unterstützt und begleitet werden.

In welchen Fragen können Sie sich an den Beauftragten wenden?

Grundsätzlich in allen Fragen zum Thema "Flucht und Asyl". Ich werde versuchen, Rede und Antwort zu stehen oder in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen eine Antwort zu erarbeiten. Hier nur ein paar Stichworte: Helferkreise, Ehrenamt, Asylberatung, Nothilfe, Spenden, religiöse Fragen, Kirchenasyl, Wohnraum in kirchlichen Gebäuden, etc. Diesem Zweck dienen auch unsere Seiten zur Flüchtlingshilfe. Ich hoffe, dass sie für Ihre Arbeit und Ihr Engagement eine Unterstützung bieten. Für Anregungen und Hinweise bin ich jederzeit dankbar.