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Fátimatage

 

 

Vor 100 Jahren – am 13. Mai 1917 – erschien in einer Talmulde in der Nähe des kleinen Ortes Fátima in Portugal den drei Bauernkindern Lúcia (10 Jahre), Francisco (8 Jahre) und dessen Schwester Jacinta (7 Jahre) erstmals die selige Jungfrau Maria. Die Erscheinungen wiederholten sich jeweils am 13. der darauf folgenden Monate bis zum Oktober. Die Gottesmutter rief die Kinder zur Sühne für die Sünder auf und bat sie, täglich den Rosenkranz zu beten. Den Sehern zufolge sagte Maria unter anderem: „Betet, betet viel und bringt Opfer für die Sünder. Seht, viele Seelen kommen in die Hölle, weil keiner da ist, der sich für sie aufopfert und für sie betet.“

Bei der Erscheinung im Oktober nannte sich Maria „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“. Diese Erscheinung endete mit dem großen Sonnenwunder, das von 50.000 anwesenden Zeugen gesehen wurde. Die beiden noch als 9- bzw. 10-jährige Kinder verstorbenen Francisco und Jacinta wurden im Jahr 2000 selig gesprochen. Für die im Jahr 2005 im hohen Alter von 97 Jahren verstorbene Sr. Lúcia wurde ein Seligsprechungsverfahren eingeleitet.

Die Botschaft von Fátima ist ein dringender Aufruf zum Gebet, vor allem des Rosenkranzgebets, und zur Sühnekommunion, das heißt der Empfang der Eucharistie in dem Anliegen, eigene und fremde Sünden wiedergutzumachen. Die Kirche hat die Visionen der Kinder als glaubwürdig anerkannt. Die Päpste seit Pius XII. (der zur Stunde der ersten Marien-Erscheinung zum Bischof geweiht wurde) haben Fátima gefördert. Papst Johannes Paul II. schrieb seine Rettung beim Attentat am 13. Mai 1981 Unserer Lieben Frau von Fátima zu; er besuchte Fátima im Jahr 1982, Benedikt XVI. im Jahr 2010. Franziskus hat einen Fátima-Besuch zum 100-jährigen Jubiläum in diesem Jahr angekündigt.

Nach dem Vorbild der großen Wallfahrtsfeierlichkeiten, die in Fátima an jedem 13. der Monate Mai bis Oktober stattfinden, ging man bald dazu über, weltweit in zahlreichen Pfarreien den „Fátimatag“ am 13. oder dem darauffolgenden Sonntag zu begehen, mit Rosenkranzgebet, Beichtgelegenheit, Feier der heiligen Messe mit Predigt und gegebenenfalls Prozession mit der Fátimastatue. Mancherorts findet auch noch eine mehrstündige eucharistische Sühneanbetung im Geist der Botschaft von Fátima oder (die in Fátima übliche) Krankensegnung statt.

 

Im Bistum Augsburg wird der Fátimatag in folgenden Kirchen begangen:

Augsburg-Pfersee, Pfarrei Herz Jesu

Klosterlechfeld, Wallfahrtskirche Maria Hilf, Pfarreiengemeinschaft Lechfeld

Maria Baumgärtle, Missionshaus und Begegnungsstätte,Filiale Mariä Opferung, Pfarrei St. Georg Bedernau

Maria Beinberg, Pfarreiengemeinschaft Aresing - Weilach

Maria Rain, Pfarrei Heilig Kreuz, Pfarreiengemeinschaft Oy/Mittelberg-Wertach

Maria-Thann, Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

Maria Vesperbild, Wallfahrtsdirektion Mariä Schmerzen, Ziemetshausen

Gebetsstätte Marienfried, Maria, Mutter der Kirche (dazu gibt es vom 13. bis 15. Juli 2017 ein dreitägiges Fátima-Symposium)

Pfarr- und Wallfahrtskirche Mönchsdeggingen, Pfarreiengemeinschaft Reimlingen

Pfarreiengemeinschaft Pöttmes, Pfarrei St. Peter und Paul

Dekanat Sonthofen

Pfarreiengemeinschaft Stötten am Auerberg, Pfarrei St. Peter und Paul

Pfarreiengemeinschaft Türkheim, Kapuzinerkirche

Pfarreiengemeinschaft Vilgertshofen/Stoffen, Filialkirche Mariä Schmerzen

Violau, Wallfahrtskirche St. Michael

Walleshausen (Fatima-Rosenkranz), Pfarrei Mariä Himmelfahrt