Am ersten Fastensamstag fand die Beerdigung von Domkapitular i.R. Prof. Dr. Georg Schmuttermayr in Augsburg statt

Abschied von einem Priester, Professor und Seelsorger

12.03.2017 01:02

Am Samstag der ersten Fastenwoche nahmen Klerus und Laien im Hohen Dom zu Augsburg Abschied von Prof. Dr. Georg Schmuttermayr. Der langjährige Domkapitular und Hochschullehrer war im Alter von 84 Jahren im Altenheim von Scheyern verstorben (Nachruf hier).

Bischof Dr. Konrad Zdarsa zelebrierte das Pontifikalrequiem gemeinsam mit den Augsburger Weihbischöfen Josef Grünwald, Dr. Dr. Anton Losinger, Florian Wörner sowie dem Regensburger Weihbischof Dr. Josef Graf; zahlreiche Priester konzelebrierten, u.a. auch frühere Mitstudenten aus dem Münchner Georgianum. Dort, in München, hatte Prof. Schmuttermayr vor 50 Jahren die Priesterweihe empfangen – im Juli hätte er sein Goldenes Priesterjubiläum feiern können. Zahlreiche Gläubige aus seiner Heimat in Pfaffenhofen a.d. Ilm sowie aus seinen Wirkungsorten Erlkam, Regensburg und Augsburg hatten sich zum Trauergottesdienst eingefunden. Auch Ritter und Damen des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem gaben ihrem geistlichen Confrater die letzte Ehre.

In der Predigt stellte Domdekan Prälat Dr. Bertram Meier den Verstorbenen als Priester, Professor und Seelsorger vor. Dieser sei kein „verkopfter Akademiker“ gewesen, sondern habe jahrzehntelang als Seelsorger bei behinderten Menschen gewirkt und ihnen „die Botschaft vom liebenden Gott“ vermittelt. Auch als Firmspender sei Schmuttermayr „vielen Jugendlichen unvergessen geblieben: nicht nur wegen ihrer Länge, sondern auch wegen der geistreichen Sprache, mit der der Firmspender die Botschaft vom Heiligen Geist verkündete“. Der Verstorbene habe „wie ein Kabarettist witzig und spritzig“ sein können, „doch wenn es um das Heilige ging, konnte er auch spitzig und hitzig werden“. Doch bei all dem blieb er menschlich, so dass er für seine Studenten und Kollegen hin bis zu Papst Benedikt XVI. einfach „der Schmutti“ war.

Die vollständige Predigt finden Sie hier:

Die Beerdigung hielt der Dompropst des Augsburger Domkapitels, Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger. Schmuttermayr fand seine letzte Ruhestätte in der Grablege der Domkapitulare im Innenhof des Kreuzganges des Domes. Dort nahmen etwa 200 Gläubige Abschied von Georg Schmuttermayr, der dem Ruf seines göttlichen Heilandes gefolgt ist.

Dr. Peter C. Düren

 

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