Coronavirus

Messe in der Zeit der Pandemie

Ein neues Messformular bringt die Corona-Krise in der liturgischen Feier vor Gott

17.06.2020 16:16

Gott verlässt uns niemals – auch nicht in dieser Zeit der Pandemie. Aus diesem Grundvertrauen heraus feiert die Kirche Gottesdienst. Um die Sorgen der Menschen während der Corona-Pandemie aufzunehmen, ihnen Kraft zu geben und Gott um Hilfe zu bitten, hat die römische Gottesdienstkongregation ein neues Messformular „Messe in der Zeit der Pandemie“ herausgegeben.

Die Priester sind eingeladen, dieses Messformular auch mindestens einmal an einem Sonntag und ebenso an Wochentagen zu wählen. Im laufenden Jahr 2020 darf es an allen Tagen, außer an Hochfesten sowie an Allerseelen und den Adventssonntagen, gewählt werden.

Bei diesem Messformular wird Gott als Zuflucht in jeder Gefahr angerufen, an den wir uns in unserem Schmerz voll Vertrauen wenden können, damit er mit unserer Not Erbarmen habe. Ihm werden auch die Verstorbenen anvertraut, die Tröstung der Trauernden sowie die Heilung der Kranken. Ganz besonders wird ebenfalls für den Frieden für die Sterbenden gebetet sowie um Stärke für die Pflegenden und Weisheit für die Verantwortungsträger.

Bislang starben weltweit über 430.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2, und fast 8 Millionen Menschen wurden davon infiziert. Ein Ende der Pandemie ist nicht absehbar. Gläubige mussten wochenlang darauf verzichten, den Gottesdienst zu besuchen – was gerade während der Ostertage für viele ein schmerzlicher Verzicht war. Seit einigen Wochen ist es wieder erlaubt, unter Einhaltung der Hygienebestimmungen miteinander öffentlich Gottesdienst zu feiern. Und mithilfe des neuen Messformulars „Messe in der Zeit der Pandemie“ zeigt die Kirche, dass sie ganz nah am Menschen und seiner Not dran ist und die Gläubigen durch diese Krise hindurch begleitet.

Dr. Peter C. Düren

Das Messformular samt den Schriftlesungen sowie dem römischen Dekret kann man hier downloaden: