Wann ist eigentlich Ostern?

Das Konzil von Nizäa hat 325 n. Chr. festgelegt, daß der Ostersonntag auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond fällt. Nach der gregorianischen Variante der Osterdatumsformel ist der 22. März der frühestmögliche und der 25. April der spätestmögliche Ostertermin. Dies ergibt sich aus folgenden astronomischen Daten:
Frühlingsanfang ist am 20. März. Ist am 21. März Vollmond (=Frühlingsvollmond) und der folgende Tag, 22. März, ein Sonntag, ist am 22. März bereits Ostern.
Ist am 19. März, dem letzten Wintertag, Vollmond, dann liegt der erste Frühlingsvollmond spätestens 30 Tage später: am 18. April. Ist dieser Tag ein Sonntag, so fällt der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond spätestens auf den 25. April.

D.h. Ostersonntag ist also frühestens am 22. März und spätestens am 25. April.

Aschermittwoch ist 46 Tage (6 Wochen und 4 Tage) vor dem Ostersonntag:

22. März minus 46 Tage: ohne Schaltjahr frühestens am 4. Februar, so in den Jahren 1761 und 1818.
Im Jahr 2008 hatten wir am 6. Februar Aschermittwoch, so früh wird erst wieder im Jahr 2160 die Österliche Bußzeit (Fastenzeit) beginnen.
25. April minus 46 Tage: spätestens am 10. März, so in den Jahren 1734, 1886, 1943, 2038, 2190.

Pfingstsonntag ist 49 Tage (7 Wochen) nach dem Ostersonntag:

22. März plus 49 Tage: frühestens am 10. Mai, zwischen den Jahren 1700 und 2199 war dies nie der Fall;
den frühen Pfingsttermin 11. Mai gibt es in den Jahren 1704, 1788, 1845, 1856, 1913, 2008, 2160.
Das heißt, so früh wie im Jahr 2008 haben wir erst wieder im Jahr 2160 Pfingsten!
25. April plus 49 Tage: spätestens am 13. Juni, so in den Jahren 1734, 1886, 1943, 2038, 2190.

Nähere Informationen zur Berechnung des Ostertermins

Das Osterdatum von 1901 bis 2078