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Heilige

Lebensdaten: geboren am 17. März 1914 in Dorgali auf Sardinien, gestorben am 23. April 1939 in Grottaferrata bei Rom Lebensgeschichte: Maria Sagheddu stammte aus einfachsten Verhältnissen, verlor mit fünf Jahren ihren Vater und muss als Kind unausstehlich gewesen sein: Maù, wie sie gerufen wurde, wird als bockig und jähzornig geschildert. Ihre religiöse Praxis beschränkte sich auf ein absolutes Minimum, und als die Mutter sie einmal in die Kirche zur Andacht schicken wollte, rief sie: „Geh doch selber!“ Eine Einladung, sich der Katholischen Aktion anzuschließen, lehnte sie brüsk ab. 1932 erfuhr ihr Charakter eine Besänftigung: Sie gab sich ganz der Begegnung mit Christus im Gebet hin, meldete sich bei der Katholischen Aktion, gab Religionsunterricht, besuchte Arme und Kranke, ging täglich zur heiligen Messe, betete den Rosenkranz und beichtete einmal in der Woche. 1935 trat sie nach Beratung mit ihrem Beichtvater in Grottaferrata in den Trappistenorden ein, in den bereits zwei ihrer Bekannten eingetreten waren. Unter dem Einfluss der Äbtissin Maria Pia Gullini und der Novizenmeisterin Tecla Fontana machte sich Maria Gabriella, so ihr Ordensname, das Gebetsanliegen um die Einheit der Christen zu eigen und fühlte sich Anfang 1938 berufen, ihr Leben für diese Einheit hinzugeben. Sie erkrankte unmittelbar darauf an Tuberkulose und verstarb nach 15monatiger Krankheit am 23. April 1939. Verehrung: 1957 stellte man fest, dass ihr Leichnam unversehrt geblieben war, und überführte ihn ins Trappistenkloster von Vitorchiano bei Viterbo. Sie wurde 1983 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen, der sie in seiner Enzyklika Ut unum sint 1995 als Beispiel für das Gebet um die Einheit der Christen würdigte. 2001 wurde in Vitorchiano eine internationale Gebetsbewegung um die Einheit der Kirche gegründet, die ihren Namen trägt. Papst Benedikt XVI. erinnerte an das Beispiel Maria Gabriella Sagheddus in seiner Predigt zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2008.   Weitere Heilige des Tages:
Francesco von Fabriano, Ordenspriester
Caius, Papst
Wolfhelm, Abt
Lebensdaten: geboren am 16. Oktober 1890 in Corinaldo, Provinz Ancona, gestorben am 6. Juli 1902 in Nettuno bei Rom Lebensgeschichte: Maria Goretti, genannt Marietta, war das zweitälteste Kind einer armen Bauernfamilie. 1899 zog die Familie in ein Dorf südlich von Rom, um sich unter ausbeuterischen Bedingungen bei der Feldarbeit zu verdingen. Dort teilten sich die Gorettis eine winzige Behausung mit dem Witwer Giovanelli Serenelli und dessen Sohn Alessandro. Kurz darauf starb der Vater an Malaria. Marietta kümmerte sich um ihre kleineren Geschwister und versorgte den Haushalt, während ihre Mutter und ihr Bruder auf dem Feld schufteten. Sie wurde von den Passionistenpatres der benachbarten Stadt Nettuno zur heiligen Erstkommunion geführt, für ihr weißes Kleid sollen die Dorfbewohner zusammengelegt haben. Gleichzeitig begann Alessandro, der Elfjährigen nachzustellen. Am 5. Juli 1902 überfiel der 20jährige sie, zerrte sie in die Küche und stach 14mal mit einem langen Pfriem auf sie ein, als sie sich mit dem Ruf „Das ist Sünde, Alessandro, du kommst in die Hölle“ der Vergewaltigung widersetzte. Sie starb anderntags im Krankenhaus von Nettuno. Als ihr der Pfarrer die Sterbesakramente verabreichte, verzieh Marietta ihrem Mörder mit den Worten: „Ich will ihn bei mir im Paradies haben.“ Verehrung: Mariettas Kult wurde von den Passionistenpatres mithilfe der Katholischen Aktion besonders unter der ländlichen Bevölkerung betrieben und kam 1947 mit der Seligsprechung durch Papst Pius XII. zum ersten Abschluss. Bei dieser ersten Seligsprechung sowohl in italienischer statt lateinischer Sprache als auch auf dem Petersplatz war neben Mariettas Mutter Assunta auch Alessandro Serenelli anwesend, dem die Mutter nach dessen Bekehrung und fast 30 Jahren Haft ebenfalls verziehen hatte. 1950 heiliggesprochen, liegt Marietta heute im Santuario di Nostra Signora delle Grazie e di Santa Maria Goretti in Nettuno begraben. Alessandro Serenelli schloss sich dem franziskanischen Dritten Orden an und lebte als Gärtner und Pförtner zuletzt im Kapuzinerkloster von Macerata, wo er 1970 mit 87 Jahren starb.    Weitere Heilige des Tages:
Goar, Priester, Einsiedler
Maria Theresia Ledóchowska, Ordensgründerin
Lebensdaten: geboren in Magdala, heute Migdal, Galiläa Lebensgeschichte und Legende: Maria stammte aus dem Ort Magdala am See von Tiberias und ist in allen Evangelien bezeugt. Nachdem Jesus ihr sieben Dämonen ausgetrieben hatte, folgte sie ihm nach und sorgte für ihn und seine Jünger. Sie beobachtete von weitem die Kreuzigung, half beim Begräbnis Jesu und entdeckte am Ostermorgen das leere Grab. Nachdem Maria Petrus und Johannes davon berichtet hatte und die beiden Jünger zum Grab liefen, erschien ihr als Erster der Auferstandene. Jesus gab sich ihr zu erkennen und trug ihr die Auferstehungsbotschaft an die Jünger auf. Mehr steht im Neuen Testament nicht über sie. Außerbiblische Überlieferungen wie das gnostische Philippus- oder das Thomasevangelium machten im 3. Jahrhundert aus Maria von Magdala eine besonders eingeweihte Gefährtin Jesu und Gegenspielerin von Petrus. Weil sie als Erste dem Auferstandenen begegnete, wurde sie in der frühen Kirche als „Apostelgleiche“ verehrt und von Hippolyt von Rom „Apostelin der Apostel“ genannt. Gleichzeitig setzte die Tradition sie mit der namenlosen Sünderin gleich, die Jesus die Füße mit ihren Tränen wusch, und deswegen auch mit Maria von Bethanien, der Schwester von Martha und Lazarus, wenn man sie nicht sogar für die ertappte Ehebrecherin (Joh 8,3–11) hielt. Die Goldene Legende von Jacobus de Voragine erzählt, sie wäre gemeinsam mit Maria, der Mutter des Kleophas, Martha und Lazarus auf einem segellosen Schiff nach Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue gelangt und hätte in der Provence missioniert und in einer Höhle als Büßerin und Einsiedlerin gelebt. Einer anderen Überlieferung nach begleitete Maria Magdalena Johannes und Maria, die Mutter Jesu, nach Ephesus, wo auch sie gestorben sei. Verehrung/Brauchtum: Saint-Maximin-la-Sainte-Baume in der Provence und das burgundische Vézelay nennen Reliquien der Magdalenerin ihr eigen. Wegen der Überlieferungstradition Maria Magdalenas als „Sünderin“ entstand 1230 der Orden der Magdalenerinnen zur Betreuung „bußfertiger Dirnen“, und bis 1996 gab es in Irland Magdalenenheime zur Aufnahme „gefallener Mädchen und Frauen“. Darstellung: als Büßerin von Haaren bedeckt, mit Salbengefäß Patronin: der Magdalenerinnen, Frauen, Büßerinnen, Schüler und Studenten, Gefangenen, Verführten, Friseure, Gärtner, Winzer, Kammmacher, Parfümhersteller, Handschuhmacher, Weißgerber und Weinhändler, Helferin der Kinder, die schwer gehen lernen, gegen Augenleiden, Gewitter und Ungeziefer   Weitere Heilige des Tages:
Verena von Schönau, Märtyrin
Lebensdaten: geboren am 2. April 1566 in Florenz, gestorben am 25. Mai 1607 ebendort Lebensgeschichte: Caterina de’ Pazzi stammte aus uraltem Florentiner Adel; ihre Familie rivalisierte mit den Medici, den emporgekommenen Herrschern der Stadt und der ganzen Toskana. Caterina, die zu Hause nach ihrer Großmutter väterlicherseits Lucrezia gerufen wurde, war auffallend religiös und wurde von den Damen des Malteserritterordens erzogen sowie von Jesuitenpatres im elterlichen Palast im Gebet unterwiesen. Beim außerordentlich frühen Empfang der ersten heiligen Kommunion mit erst zehn Jahren gelobte sie heimlich das Ordensleben. Zwei Jahre darauf machte sie in Ekstase die erste Erfahrung ihres mystischen Gesprächs mit dem dreifaltigen Gott. Weitere Anstöße, insbesondere die Liebe zur Armut im Geiste des heiligen Franziskus und der heiligen Klara, erfuhr sie von den Franziskanern von Cortona, wo ihr Vater eine Zeitlang als Gouverneur amtierte. Als ihre Eltern sie verheiraten wollten und ihre geistlichen „Eskapaden“ zu beenden suchten, widerstand sie so energisch, dass ihre Eltern nur noch nachgeben konnten. Mit 16 Jahren trat sie in den Karmel Santa Maria degli Angeli ein und erhielt den Ordensnamen Maria Magdalena. Die Wahl dieses ältesten Frauenklosters des Ordens mit fast 80 Schwestern hatte mit dem hohen geistlichen Profil insbesondere der Mutter Oberin und wohl besonders damit zu tun, dass es das seltene Privileg der täglichen Kommunion erhalten hatte. Zuerst wurde Maria Magdalena aber so schwer krank, dass sie ihre feierliche Ordensprofess mit den ewigen Gelübden im Angesicht des Todes vorzeitig ablegen durfte – am Dreifaltigkeitssonntag. Sie überlebte, verfiel aber 40 Tage in einen Zustand bewusstloser Entrückung. Das folgende Jahr ist gut dokumentiert: Mitschwestern wechselten sich ab und protokollierten minutiös, was sie tat und sagte, und hielten vor allem fest, was sie von ihrem mystischen Umgang mit Gott wiedergab. Auf den Gipfel ihrer mystischen Erkenntnis – das tiefe Verstehen der Erlösung von der Menschwerdung Gottes bis zur Ausgießung des Heiligen Geistes in acht außerordentlichen Ekstasen von Pfingsten bis zum Dreifaltigkeitssonntag des Jahres 1585 – folgte der jähe Absturz in eine fünf Jahre währende Periode geistlicher Dürre, Verlassenheit und großer Versuchungen. In dieser Zeit der Prüfung nahm sie leidenschaftlich Anteil an der Erneuerung der Kirche nach dem Reformkonzil von Trient und diktierte zwölf leidenschaftliche Briefe an den Papst, die Kurie und an ihren Erzbischof sowie weitere kirchliche Persönlichkeiten, die allerdings nicht verschickt wurden. An Pfingsten 1590 gewann sie das Gefühl der Gnade wieder und widmete sich darauf vermehrt den Ämtern, die sie im Konvent wahrnahm, und den Novizinnen. Sie wurde zum verehrten Mittelpunkt des Klosters und zur Mutter der ganzen Gemeinschaft. Vom häufigen Fasten und Kasteiungen aufgezehrt – sie aß jahrelang nur Brot und sonntags, was in der Fastenzeit erlaubt war – erkrankte sie an Tuberkulose und starb nach drei letzten, aufgewühlten Jahren mit 41 Jahren. Verehrung: Maria Maddalena, die bei den Florentinern als wundertätig galt, wurde im Chor der Klosterkirche bestattet und liegt heute, nach dem Umzug des Konvents, sichtbar und praktisch unverwest in einem Glasschrein des nach ihr benannten Karmelitenklosters am Nordrand der Stadt. Ihre ehemalige Zelle ist heute eine Kapelle im erzbischöflichen Seminar. Sie wurde 1626 selig- und 1669 heiliggesprochen. Außerhalb von Italien war ihr geistlicher Einfluss bis zur Französischen Revolution in Frankreich sehr groß. 1852 gründete Bischof Johannes Nepomuk Neumann von Philadelphia unter ihrem Namen die erste italienische Pfarrei der USA. Darstellung: in Ekstase, mit anderen Heiligen ihres Ordens beim Empfang des Schleiers der Jungfrau Maria, mit Dornenkrone Patronin: von Florenz, Mitpatronin von Neapel   Weitere Heilige des Tages:
Beda der Ehrwürdige, Ordenspriester, Kirchenlehrer
Gregor VII., Papst
Lebensdaten: geboren am 1. Mai 1894 in Hussowitz bei Brünn, Tschechien, gestorben am 30. März 1943 in Wien Lebensgeschichte: Helene Kafka war das vierte von sieben Kindern eines Schuhmachers und wuchs in Wien auf. Nach ihrem Schulabschluss arbeitete sie als Hausmädchen und Köchin und wurde 1914 Hilfspflegerin im Krankenhaus Lainz/Wien, das von den Franziskanerinnen von der christlichen Liebe, den sogenannten „Hartmannschwestern“, betreut wurde. Sie trat mit dem Ordensnamen Maria Restituta dem Orden bei und war ab 1919 im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Ihre energische, aber herzliche Art brachte ihr den Namen „Schwester Resoluta“ ein. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Hitlerdeutschland 1938 widersetzte sie sich den Nationalsozialisten in Wort und Tat: Sie ließ ein Kind trotz Verbots taufen und weigerte sich, die Kruzifixe im Krankenhaus von der Wand zu nehmen. Als sie zwei Texte der Widerstandsgruppe „Weiße Rose” abtippen ließ und sich dabei abfällig über das NS-Regime äußerte, wurde sie von einem SS-Arzt denunziert und von der Gestapo im Operationssaal verhaftet. Am 29. Oktober 1942 wurde sie wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. In der Nacht vom 29. auf den 30. März 1943 wurde sie enthauptet und im Anschluss anonym begraben. Verehrung: Am 21. Juni 1998 wurde Schwester Maria Restituta von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. In Mödling, Wien und Brünn wurden Straßen, Plätze und Parks nach ihr benannt. Eine von Alfred Hrdlicka geschaffene Büste wurde 2009 im Wiener Stephansdom angebracht.   Weitere Heilige des Tages:
Amadeus von Savoyen, Herzog
Diemut von Wessobrunn, Ordensfrau
Ludwig von Casoria, Ordensgründer
Lebensdaten: geboren am 29. April 1863 in Loosdorf, Niederösterreich, gestorben am 6. Juli 1922 in Rom Lebensgeschichte: Maria Theresia Gräfin Ledóchowska war die Schwester der heiligen Ursula Ledóchowska, der Ordensgründerin der Grauen Ursulinen. Ihr Bruder Wladimir wurde Ordensgeneral der Jesuiten, ihr Onkel war Erzbischof von Gnesen und Posen und wurde später Kurienkardinal in Rom. Sie ging in St. Pölten bei den Englischen Fräulein zur Schule, wurde 1885 in Folge einer Pockenerkrankung, der ihr Vater erlag, im Gesicht entstellt und trat in Salzburg als Hofdame in die Dienste der Großherzogin Alice von Toskana. Die künstlerisch begabte Gräfin wollte ihr Talent für eine gute Sache einsetzen und fand Inspiration durch Kardinal Charles Lavigerie, den Primas von Afrika und Gründer der Missionsgesellschaften der Weißen Väter und Schwestern. Maria Theresia Ledóchowska stellte sich schriftstellerisch ganz in den Dienst seines missionarischen Kampfes gegen die Versklavung der Afrikaner durch Muslime und verfasste Dramen zu diesem Thema, um es in Europa bekanntzumachen. Sie hielt europaweit Informationsveranstaltungen mit Wandermuseen ab, auf denen sie als Rednerin auftrat, sammelte unentwegt Gelder für die Mission und gründete mehrere Zeitschriften – das Echo aus Afrika erscheint bis heute in sechs Sprachen. 1888 gründete sie eine Vereinigung zur Unterstützung ihrer Aufgaben, die sich ab 1894 mit päpstlichem Segen zur Kongregation der Missionsschwestern vom heiligen Petrus Claver entwickelte. 1897 erwarb Ledóchowska das Gut Maria Sorg bei Salzburg und errichtete dort eine Druckerei für ihr Presseapostolat: einerseits die Verbreitung der Berichte von Missionaren, andererseits die Herstellung katechetischer Werke in zahlreichen afrikanischen Sprachen. Verehrung: Die „Mutter Afrikas“, wie sie wegen ihres Engagements für die Befreiung der Afrikaner im Licht des Evangeliums genannt wurde, verstarb im Generalatshaus ihrer Kongregation in Rom. Sie wurde am 19. Oktober 1975, dem Weltmissionstag des Heiligen Jahres, von Papst Paul VI. seliggesprochen.    Weitere Heilige des Tages:
Goar, Priester, Einsiedler
Maria Goretti, Jungfrau, Märtyrin
Geschichte: Bereits im 8. Jahrhundert gab es in Freising eine dem Fest Mariä Geburt geweihte Marienkapelle, die Grundlage für den Freisinger Dom wurde. In ganz Bayern entstanden im Laufe der Zeit viele Marienwallfahrtsorte. Die bayerischen Herzöge unterstützten von jeher dieses Brauchtum. In Zeiten großer Not und schwerer Gefahr am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges hat Kurfürst Maximilian I. im Jahr 1616 sein Land und dessen Bewohner dem besonderen Schutz Mariens anempfohlen. Als äußeres Zeichen stiftete er zunächst eine Bronzestatue der Muttergottes an der Münchner Residenz, 1638 folgte die Mariensäule auf dem damaligen Schrannenplatz in München. Die Inschrift „Unter deinen Schutz fliehen wir, unter dem wir sicher und froh leben“ spiegelte den Glauben des Herzogs und seines Volkes wider. Seitdem wird Maria als Patrona Bavariae, als Schutzfrau von Bayern, verehrt. Während des Ersten Weltkriegs erbat sich der letzte bayerische König, Ludwig III., von Papst Benedikt XV. die feierliche Bestätigung dieses Ehrentitels und die Einführung eines speziellen Festes Maria, Schutzfrau von Bayern, am 14. Mai. Der Papst bewilligte dieses am 26. April 1916, am 14. Mai dieses Jahres wurde es in München zum ersten Mal begangen, im Jahr darauf in ganz Bayern. Die Bayerische Bischofskonferenz verlegte 1970 den Termin auf den 1. Mai, um mit dem Hochfest den Marienmonat einzuläuten. Darstellung: Als Patrona Bavariae wird Maria auf der Mondsichel stehend, von zwölf Sternen gekrönt, mit Zepter und dem segnenden Jesuskind auf dem Arm dargestellt. Patronin: von Bayern   Weitere Heilige des Tages:
Jeremia, Prophet
Josef, der Arbeiter
Lebensdaten: geboren am 16. Mai 1834 in Castelnaudary, gestorben am 7. Juni 1889 in Paris Lebensgeschichte: Sophie-Thérèse de Soubiran La Louvière stammte aus einer alten südfranzösischen Offiziersfamilie und kam über ihren Onkel mit der Tradition der Beginen in Berührung: dem gemeinsamen Leben frommer, unverheirateter Frauen. 1854 erprobte sie dieses Leben im Beginenhof von Gent, um nach ihrer Rückkehr mit einigen Gleichgesinnten eine Gemeinschaft zu gründen, die sie unter dem Namen Mère Thérèse leitete. Ab 1862 nahm die Gemeinschaft mehr und mehr die Gestalt eines Konvents an, in dem alle Frauen den Namen der Jungfrau Maria trugen und sich besonders der eucharistischen Anbetung widmeten. 1864 führten 30tägige Exerzitien bei den Jesuiten von Toulouse dazu, dass Marie-Thérèse auf ihr Vermögen verzichtete und für den Beistand gefährdeter junger Fabrikarbeiterinnen die „Gemeinschaft Mariens von der immerwährenden Hilfe“ gründete. Die Kongregation wurde rasch anerkannt und breitete sich aus, und die von ihr ins Leben gerufenen Heime wurden zum Vorbild auch für die weltlichen Arbeiterinnenheime, doch infolge einer verleumderischen Intrige wurde Marie-Thérèse als Generaloberin abgelöst und des Ordens verwiesen. 1874 trat sie mit dem Ordensnamen Marie du Sacré-Cœur in das Pariser Kloster Notre Dame de Charité der Barmherzigen Schwestern ein, wo sie bis zu ihrem Tod am 7. Juni 1889 ein demütiges und verborgenes Leben führte. Ein Jahr nach ihrem Tod wurde sie von der neuen Generaloberin ihrer Gründung rehabilitiert. Verehrung: 1946 sprach Papst Pius XII. Marie-Thérèse de Soubiran selig.   Weitere Heilige des Tages:
Robert von Newminster, Abt
Paulus I. von Konstantinopel, Bischof
Justus von Condat, Mönch
Deochar, Abt
Lebensdaten: geboren in Bithynien, gestorben im 5. Jahrhundert im Libanon Lebensgeschichte: Marinas Vater Eugenius zog sich nach dem Tod seiner Frau ins Qannubin-Kloster im Libanongebirge zurück und vertraute seine Tochter Verwandten an. Im Kloster fiel jedoch dem Abt seine ständige Traurigkeit auf. Nach dem Grund dafür befragt, gab Eugenius an, sich um seinen zurückgelassenen Sohn Marinus zu sorgen, worauf der Abt ihn einlud, doch diesen Sohn zu holen. Marina verkleidete sich und lebte zehn Jahre gemeinsam mit ihrem Vater im Kloster, bis er starb. Marina blieb weiter unerkannt im Kloster und führte ein untadeliges, frommes Leben, bis sie eines Tages von einer verzweifelten Frau beschuldigt wurde, der Vater ihres Buben zu sein. Marina behielt allen Vorhaltungen gegenüber Schweigen, was als Eingeständnis ihrer Schuld gedeutet wurde, und wurde des Klosters verwiesen, als man ihr das Kind zum Aufziehen brachte. Sie blieb jahrelang mit dem Knaben vor der Klosterpforte, bettelte um Almosen und wurde heimlich von ihren Mitbrüdern versorgt, bis sich der Abt ihrer erbarmte und sie unter strengsten Auflagen wieder ins Kloster eintreten ließ, wo sie die niedrigsten Arbeiten zu verrichten hatte. Erst nach ihrem Tod mit etwa 40 Jahren entdeckte man, dass sie eine Frau war. Ihre Duldsamkeit erschütterte den ganzen Männerkonvent, ein blinder Mitbruder erhielt sein Augenlicht wieder, als er ihren Leichnam berührte. Verehrung: Marinas Verehrung ist in der maronitischen und koptischen Kirche enorm und seit dem 8. Jahrhundert belegt. Ihre Reliquien gelangten nach Rumänien, wo sie ein venezianischer Kaufmann namens Giovanni Bora erwarb und am 17. Juli 1228 nach Venedig brachte. Dort ruhen sie heute in der Kirche Santa Maria Formosa. Darstellung: als Mönch mit ihrem angeblichen Kind vor der Klosterpforte Patronin: Mitpatronin Venedigs, gegen Schmerzen   Weitere Heilige des Tages:
Alexius von Edessa, Einsiedler
Hedwig von Polen, Königin
Lebensdaten: geboren in Persien, gestorben am 19. Januar 270 in Rom Lebensgeschichte: Marius, ein Christ und Arzt aus Persien, reiste mit seiner Frau Martha und ihren Söhnen Abachum und Audifax nach Rom, um die Gräber der Apostel Petrus und Paulus zu besuchen. In Rom wollten sich die Söhne als Ärzte niederlassen. Jenseits des Tibers kümmerten sie sich um die Kranken und Armen, vor allem aber besuchten sie die zum Tod verurteilten Christen im Gefängnis, um ihnen Trost zu spenden, und waren an der Bestattung der Märtyrer beteiligt, die nach ihrer Hinrichtung einfach liegengelassen wurden. Da wurden die Christenverfolger unter Kaiser Claudius Gothicus auch auf sie aufmerksam. Sie wurden gefangengenommen und dem Präfekten Flavianus sowie dem Gouverneur Marcianus vorgeführt. Da auch sie sich dem Kaiseropfer verweigerten, hackte man ihnen zuerst die Hände und schließlich die Köpfe ab. Martha wurde in einen Brunnen geworfen. Dies alles geschah am 13. Meilenstein der Via Aurelia bei Lorium, dem heutigen Castel di Guido, knapp 20 km westlich von Rom. Eine Matrone namens Felicitas begrub sie anderntags auf ihrem Buxus genannten landwirtschaftlichen Anwesen. Verehrung: Diesen Heiligen Drei Ärzten zu Ehren wurde eine Kirche errichtet, von der in der privaten Tenuta di Boccea ein Blockaltar aus dem 6. Jahrhundert erhalten ist. Ihre Reliquien wurden in die römischen Kirchen Sant’Adriano und Santa Prassede verbracht und gelangten im 9. Jahrhundert in die Abtei Prüm (Eifel) sowie nach Seligenstadt, Gembloux und Cremona.   Weitere Heilige des Tages:
Heinrich von Uppsala, Bischof, Märtyrer
Martha, Abachum und Audifax, Märtyrer