Heilige
Lebensdaten: geboren am 20. Mai 1789 in Marlhes bei Saint-Étienne, gestorben am 6. Juni 1840 in Saint-Chamond Lebensgeschichte: Marcellin Joseph Benoît Champagnat war das zweitjüngste von zehn Kindern eines Bauern und Mühlenbesitzers, ging im Knabenseminar von Verrières bei Montbrison zur Schule und trat 1813 ins Priesterseminar von Lyon ein, wo er mit Jean-Marie Vianney, dem späteren heiligen Pfarrer von Ars, und Jean Claude Colin, dem späteren Ordensgründer der Maristen, zusammentraf. Während seiner Studienzeit legte er sich so viele Bußübungen auf, dass er erkrankte und Urlaub nehmen musste. 1815 legte er mit Colin und dem Mitseminaristen Jean-Claude Courveille die Grundlagen einer künftigen Priestergemeinschaft zur Mission und Erziehung unter dem Schutz der Jungfrau Maria, wobei Champagnat die Eingebung hatte, Schulbrüder heranzuziehen. 1816 zum Priester geweiht, trat er in La Valla-en-Gier bei Saint-Chamond seine erste Kaplanstelle an und erwies sich als so erfolgreicher Seelsorger und Erzieher, dass Erwachsene an seinem Katechismusunterricht teilnahmen – nach den Jahren der Französischen Revolution herrschte allenthalben religiöse Ignoranz. 1817 erwarb er ein kleines Häuschen neben dem Pfarrhof, in das die ersten „Kleinen Brüder Mariens“ einzogen. Die Gemeinschaft breitete sich rasch aus, und Champagnat ließ sich 1825 von seinen Aufgaben entpflichten, um sich ihr ganz zu widmen. Dazu gründete er in l’Hermitage bei Saint-Chamond eine größere Niederlassung für 150 Personen, denen er seine Werte mitteilte: Respekt und Liebe zu Kindern, Aufmerksamkeit für Arme und Verlassene, Familiengeist und Arbeitswille. Nach der Anerkennung der Maristenkongregation seines Freundes Colin trat Champagnat 1836 in den Orden ein und übernahm darin verantwortungsvolle Aufgaben; gleichzeitig war er unablässig unterwegs, um seine eigenen Niederlassungen zu besuchen und die vielen administrativen Hindernisse zu überwinden, die allüberall auftauchten. 1839 war er so erschöpft und von einem Krebsleiden bereits so geschwächt, dass er die Generaldirektion der Maristenbrüder in die Hände eines Nachfolgers legte. Als er am 6. Juni 1840 starb, zählte sein Orden 280 Brüder, 48 Schulen und 7000 Schüler, die nach den damals modernsten pädagogischen Methoden unterrichtet wurden. Verehrung: Marcellin Champagnat wurde 1955 selig- und 1999 heiliggesprochen. Patron: der Maristen-Schulbrüder Weitere Heilige des Tages:
Ilga von Schwarzenberg, Einsiedlerin
Jakob Berthieu, Missionar, Märtyrer
Maria Gräfin Droste zu Vischering, Mystikerin
Ilga von Schwarzenberg, Einsiedlerin
Jakob Berthieu, Missionar, Märtyrer
Maria Gräfin Droste zu Vischering, Mystikerin
Lebensdaten: gestorben 299 in Rom Lebensgeschichte: Marcellinus war ein angesehener Priester in Rom und wurde gemeinsam mit dem Exorzisten Petrus Opfer der Diokletianischen Christenverfolgung. Der Legenda aurea nach bekehrten sie ihren Kerkermeister, worauf Marcellinus zusätzlich noch auf Glasscherben gebettet wurde. Schließlich wurden sie und weitere Glaubensgenossen in einen Wald geführt und dort enthauptet, damit man sie nicht finden und bestatten konnte. Weil aber der Henker den Ort ihres Martyriums verriet, barg man ihre Leiber und setzte sie in den Katakomben an der Via Labicana bei, die heute ihren Namen tragen. Verehrung: Papst Damasus I. kannte das Ende ihres Lebens noch aus dem Mund des Henkers und verfasste Ende des 4. Jahrhunderts ein Epigramm auf Marcellinus und Petrus, die auch im Ersten Eucharistischen Hochgebet genannt werden. Kaiser Konstantin der Große ließ die Kirche SS. Marcellino e Pietro über ihrem Grab errichten und beerdigte dort seine Mutter Helena. 827 entwendete Einhard, der Sekretär Kaiser Karls des Großen, Reliquien der beiden Heiligen und überführte sie ins heutige Seligenstadt am Main, von wo aus sie zu Schutzpatronen des Karolingerreiches wurden. Patrone: von Seligenstadt und Piedimonte Matese bei Neapel Weitere Heilige des Tages:
Blandina, Märtyrin
Erasmus, Bischof, Märtyrer
Eugen I., Papst
Johannes Pelingotto, Einsiedler
Stephan von Hälsingland, Bischof, Märtyrer
Blandina, Märtyrin
Erasmus, Bischof, Märtyrer
Eugen I., Papst
Johannes Pelingotto, Einsiedler
Stephan von Hälsingland, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: gestorben 298 in Tanger, Marokko Lebensgeschichte: Marcellus war ein im heutigen Tanger stationierter Zenturio, der zu den Geburtstagsfeierlichkeiten des Herrschers Maximian das Kaiseropfer aus Glaubensgründen verweigerte. Der Offizier betonte seine Opposition zum religiös übererhöhten Staat, indem er sich seiner Rüstung und Waffen entledigte und sein Rangabzeichen aus Rebenholz (Vitis) fortwarf. Vor den Richter namens Fortunatus gebracht, beschloss dieser, Marcellus den Kaisern Maximian und Constantius direkt nach Rom zu überstellen; doch der Provinzvikar Aurelius Agricolanus bemächtigte sich des Falls. Als Marcellus wiederum den kultischen „Dienst an toten Götzen“ verweigerte, wurde er kurzerhand mit dem Schwert enthauptet. Weil sich der Gerichtsschreiber Cassian entrüstet über das summarische Urteil zeigte, wurde auch er ergriffen und später ebenfalls geköpft. Einer später entstandenen Geschichte nach stammte Marcellus aus dem heutigen Léon und diente als Zenturio in der dort stationierten Legio VII Gemina Pia Felix. Nachdem er sich seiner Waffen und seines Rangabzeichens entledigt und zu dem einen Gott der Christen bekannt hatte, wurde er zum Gerichtsurteil nach Tanger überstellt, wo ihn Agricolanus nach kurzem Prozess enthaupten ließ – gemeinsam mit seiner Gattin Nona und seinen zwölf Söhnen. Verehrung: Über dem Ort in Léon, wo Marcellus sein öffentliches Glaubensbekenntnis abgelegt hatte, entstand eine Kapelle, über der König Ramiro I. von Asturien 850 eine Kirche zu seinen Ehren errichten ließ. 1493 wurden Marcellusʼ vermutete Gebeine unter König Ferdinand II. von Aragón dem Katholischen von Tanger dorthin übertragen. Marcellus teilt sich den Gedenktag am 30. Oktober mit seinen vermeintlichen Söhnen Claudius, Lupercus und Victorius, deren Reliquien ebenfalls in Léon liegen. Weitere Söhne wurden Stadtpatrone von Cádiz, Sahagún, Calahorra und Santander. Patron: der Stadt und der Provinz León Weitere Heilige des Tages:
Alfons Rodríguez, Ordensmann, Mystiker
Theodgar von Thüringen, Glaubensbote
Alfons Rodríguez, Ordensmann, Mystiker
Theodgar von Thüringen, Glaubensbote
Lebensdaten: geboren am 22. Juli 1647 in Verosvres bei Mâcon, gestorben am 17. Oktober 1690 in Paray-le-Monial Lebensgeschichte: Marguerite, die Tochter eines Notars, wurde mit zehn Jahren von einer Lähmung befallen, die sie vier Jahre ans Bett fesselte. Sie gesundete auf wunderbare Weise, nachdem sie der Gottesmutter den Ordenseintritt gelobt hatte, und nahm den zweiten Vornamen Marie an. Von Kindheit an mit Visionen vertraut, wunderte sie sich, dass andere keine hatten, und fand nichts dabei, sich abwechselnd zu kasteien und tanzen zu gehen. Nachdem ihr der gegeißelte Heiland in einer Vision Untreue vorgeworfen hatte, trat sie mit 24 Jahren in das Heimsuchungskloster der Visitantinnen im nahegelegenen Paray-le-Monial ein, wo ihre besondere Gabe gar keinen guten Eindruck machte. Sie wurde für geisteskrank oder besessen, bestenfalls für eine Heuchlerin gehalten. Ab 1673 empfing sie in vier Visionen den Auftrag, die Verehrung des Herzens Jesu an jedem ersten Freitag des Monats und besonders am Freitag nach der Fronleichnamsoktav durchzusetzen, und fand im Jesuitenpater Claude La Colombière, ihrem Beichtvater und Seelenführer, endlich Unterstützung. 1677 wurde Marguerite-Marie von ihren Mitschwestern verprügelt, nachdem sie sich als Sühnopfer für deren Sünden erklärt hatte, und bis 1684 hatte sie es im Kloster schwer, weil ihre Mitschwestern ihr ihre häufigen Krankheiten als Drückebergerei vor der Gemeinschaftsarbeit übelnahmen. Nachdem aber Schriften von Pater La Colombière zur Herz-Jesu-Verehrung im Refektorium des Klosters vorgelesen wurden und weitere Jesuiten die Andacht verbreiteten, besserte sich die Situation: Marguerite-Marie wurde Assistentin der Oberin und Novizenmeisterin, und zu ihrem Geburtstag 1685 fand die allererste Herz-Jesu-Andacht im Kloster statt. Mit 43 Jahren wurde sie ohne erkennbare Krankheit so schwach, dass sie das Bett nicht mehr verlassen konnte, und verstarb am 17. Oktober 1690 abends mit dem Wort „Jesus“ auf den Lippen. Verehrung: Margareta Maria liegt in der Herz-Jesu-Kapelle des Heimsuchungsklosters von Paray-le-Monial bestattet. 1856 wurde „ihr“ Herz-Jesu-Fest gesamtkirchlich eingeführt, 1899 zum Hochfest erhoben. Sie selber wurde 1864 selig- und 1920 heiliggesprochen. Darstellung: bei der Offenbarung des Herzens des Erlösers Patronin: der Waisen, der an Kinderlähmung Erkrankten und der Herz-Jesu-Verehrer Weitere Heilige des Tages:
Gallus, Einsiedler, Glaubensbote
Gerhard Majella, Ordensmann, Mystiker
Hedwig von Schlesien, Herzogin, Wohltäterin, Ordensfrau
Gallus, Einsiedler, Glaubensbote
Gerhard Majella, Ordensmann, Mystiker
Hedwig von Schlesien, Herzogin, Wohltäterin, Ordensfrau
Lebensdaten: gestorben 304 in Antiochien (heute Ruinen in der Provinz Isparta, Türkei) Lebensgeschichte und Legende: Margareta, die in der Ostkirche als Großmärtyrin Marina verehrt wird, war der Goldenen Legende nach die Tochter eines heidnischen Priesters, wurde aber von ihrer Amme christlich erzogen. Als ihr Vater das bemerkte und Margareta sich noch dazu Christus als ihrem himmlischen Bräutigam geweiht hatte, lieferte er sie dem römischen Präfekten aus – inmitten der Diokletianischen Christenverfolgung. Der Statthalter begehrte die schöne junge Frau zur Geliebten und ließ sie, da sie ihn abwies, umso grausamer foltern. Margareta wurde mit Fackeln versengt, an den Haaren aufgehängt und mit eisernen Kämmen traktiert, bis ihre Haut in Fetzen herabhing. Sie war so entstellt, dass das gaffende Volk sich angewidert abwandte und man sie in den Kerker sperrte. Im Gefängnis suchte sie der Teufel in Gestalt eines Drachen heim und drohte sie zu verschlingen, doch Margareta besiegte ihn durch das Kreuzzeichen und setzte ihm den Fuß auf den Nacken – für den Höllenfürsten eine entsetzliche Demütigung. Anderntags war sie auf wunderbare Weise wiederhergestellt und wurde wieder vor den Statthalter geführt. Als sie wiederum ihren Glauben bekannte und sich nicht zum Kaiseropfer bewegen ließ, wurde sie auf glühende Platten gelegt und anschließend in eisiges Wasser getaucht. Als auch das ihr nichts anhaben konnte, immer mehr Zuschauer aber sich ihrem Glauben zuwandten, wurde sie enthauptet. Verehrung: Margaretas große Verehrung verdankt sich den zurückkehrenden Kreuzfahrern, die sie besonders in England bekanntmachten, wo ihr 250 Kirchen gewidmet sind, darunter St Margaret’s Church, Westminster, die Pfarrkirche des Parlaments. Ihr Gedenktag am 20. Juli, einem der wichtigsten Lostage des Jahres, machte sie zur Patronin der Bauern. Weil sie in manchen Ausschmückungen ihrer Legende tatsächlich vom Drachen verschlungen wurde und dieser zerbarst, als sie in seinem Inneren das Kreuzzeichen machte, wurde sie von Gebärenden um Hilfe angerufen. Reliquien der Nothelferin werden in der Kairiner Sankt-Marien-Kirche von Harat ar-Rum sowie im Dom S. Margherita von Montefiascone verehrt. Orthodoxe Christen in Bulgarien verehren sie am 17. Juli, in Russland am 30. Juli. Darstellung: mit Drachen an der Leine und Kreuz oder Weihwasserwedel, mit Barbara und Katharina von Alexandrien samt Marterwerkzeugen, in der Ostkirche beim Verprügeln des Teufels Patronin: von Montefiascone, der Bauern, Schwangeren, Ammen und Wöchnerinnen, bei Unfruchtbarkeit, Wunden und Gesichtskrankheiten, eine der 14 Nothelfer Weitere Heilige des Tages:
Apollinaris von Ravenna, Bischof, Märtyrer
Bernhard von Hildesheim, Bischof
Elias, Prophet des Alten Testaments
Apollinaris von Ravenna, Bischof, Märtyrer
Bernhard von Hildesheim, Bischof
Elias, Prophet des Alten Testaments
Lebensdaten: geboren 1463 auf Schloss Vaudémont, Lothringen, gestorben am 2. November 1521 in Argentan, Normandie Lebensgeschichte: Die hochadlige Marguerite, Tochter des Grafen von Audémont, wurde am Hof ihres Großvaters René d’Anjou in Avignon erzogen und mit 25 Jahren von ihrem Bruder, dem Herzog von Lothringen, mit Herzog René d’Alençon verheiratet. Sie bekam von diesem hochverschuldeten Wüstling drei Kinder und beschloss, nach seinem Tod nur vier Jahre später, nicht mehr zu heiraten, sondern ihre Kinder gut zu erziehen und das Herzogtum gewissenhaft zu verwalten. Sie stiftete mehrere Klöster, darunter die Klarissenkonvente von Alençon und Argentan, sowie Wohltätigkeitseinrichtungen und zog sich nach der Übergabe des Herzogtums an ihren Sohn in ein Gutshaus bei einem 500-Seelen-Dorf zurück. Nachdem ihre Töchter standesgemäß verheiratet waren, folgte sie 1518 dem Beispiel ihrer Schwägerin Philippa von Geldern und trat mit 54 Jahren in das Klarissenkloster Argentan ein. Dort lebte sie als einfache Ordensfrau – die Wahl zur Oberin lehnte sie ab – bis zu ihrem Tod am Allerseelentag 1521. Verehrung: Marguerite war als Urgroßmutter des hin und her konvertierenden Königs Heinrich IV. die Ahnfrau der Bourbonen. König Ludwig XIII. schrieb deswegen persönlich Papst Urban VIII. an, um ihre Seligsprechung zu erbitten – ohne Folgen. Marguerites vollständig erhaltener Leichnam wurde nach der Schließung des Klarissenklosters in die Pfarrkirche Saint-Germain d’Argentan übertragen. Ihr Grab wurde im Revolutionsjahr 1793 verwüstet, ihre Überreste in ein Sammelgrab geworfen. 1921 wurde ihre Verehrung durch Papst Benedikt XV. bestätigt. Weitere Heilige und Feste des Tages:
Allerseelen
Victorinus von Pettau, Bischof, Märtyrer
Allerseelen
Victorinus von Pettau, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 1046 auf Burg Réka bei Mecseknádasd, Ungarn, gestorben am 16. November 1093 in Edinburgh Lebensgeschichte: Margareta, die Schwester des späteren englischen Königs Edgar Ætheling, kam in Ungarn zur Welt, wo ihre Familie infolge der dänischen Eroberung in der Verbannung lebte. Mit zehn Jahren kam sie zur Erziehung an den englischen Hof ihres Großonkels, des Bekennerkönigs Eduard. Nach dem Sieg Wilhelms des Eroberers bei der Schlacht von Hastings 1066 floh sie nach Schottland. Dort heiratete sie den als aufbrausend und grausam bekannten König Malcolm III., der entsetzlichen Vergeltungsmaßnahmen im Zuge des Macbeth-Mordes wegen auch „der Blutige“ genannt. Margaretas liebevolles Wesen vermochte jedoch den Gatten zu besänftigen, unter anderem durch das Vorlesen aus der Bibel. Sie bekamen acht Kinder, von ihren Söhnen wurden drei Könige von Schottland. Margaretas Frömmigkeit und Demut auch Armen gegenüber, denen sie bei Tisch aufgewartet haben soll, wurden zum Maßstab für den schottischen Thron. Neben ihrer Sorge für Bedürftige widmete sich Margareta bis tief in die Nacht dem Gebet, stickte Paramente und las aus der Bibel und anderen Büchern, die ihr Mann kostbar ausstatten ließ. Außerdem setzte sie mit Hilfe von Lanfrank, dem späteren Erzbischof von Canterbury, eine Reform des kirchlichen Lebens in Schottland durch; der römische Ritus mit seinem Kalender wurde gegen die keltischen Kirchentraditionen eingeführt, die christliche Erziehung der Kinder eingeführt. Schließlich gründete sie noch die Benediktinerabtei Dunfermline als geistliches Zentrum ihrer Reformen. Mit etwa 50 Jahren starb die überaus beliebte und geschätzte „Mutter des ganzen Volkes“ am 16. November 1093, drei Tage nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes und ihres ältesten Sohnes in der Schlacht von Alnwick gegen die Engländer. Verehrung: Margaretas Leichnam wurde neben dem ihres Mannes in der Abteikirche Dunfermline beigesetzt. 1250 wurde sie im Zuge der englischen Annektionsbemühungen seliggesprochen. Während der Reformation wurden die sterblichen Überreste des Königspaares nach Madrid überführt und im Escorial beigesetzt, wo sie aber nicht mehr auffindbar sind. Margaretas Haupt verblieb in Schottland, zeitweise in Verwahrung von Maria Stuart, die es sich 1560 für ihre Niederkunft ans Bett bringen ließ, wurde 1597 in die Jesuitenkirche von Douai verbracht – und verschwand. 1693 wurde Margareta heiliggesprochen – als Zeichen für die in England unterdrückten und verfolgten Katholiken. Darstellung: als Königin, ihre Krone zu Füßen, oder als Ordensfrau, häufig bei der Versorgung von Armen Patronin: von Schottland Weitere Heilige des Tages:
Edmund von Abingdon, Erzbischof
Otmar von St. Gallen, Klostergründer, Abt
Edmund von Abingdon, Erzbischof
Otmar von St. Gallen, Klostergründer, Abt
Lebensdaten: geboren um 1291 in Donauwörth, gestorben am 20. Juni 1351 in Mödingen bei Dillingen Lebensgeschichte: Margarete Ebner war die Tochter eines Donauwörther Patriziers und trat mit 15 Jahren als Chorschwester in das Kloster der Dominikanerinnen von Maria Medingen ein. Ab 1312 war sie ständig krank, konnte weder essen noch trinken und zog sich immer mehr von der Klostergemeinschaft zurück. Es folgten Schwellungen und Lähmungen, die sie ans Bett fesselten. In dieser Zeit erfuhr Margarete Visionen, in denen sie von Jesus Christus direkt angesprochen wurde. 1325 kehrte sie für ein Jahr zu ihrer Familie nach Donauwörth zurück, weil ihr Kloster infolge kriegerischer Auseinandersetzungen aufgelöst worden war. Nach Wiederaufnahme des Ordenslebens besserte sich ihr gesundheitlicher Zustand merklich, und sie band sich stärker an die Gemeinschaft. 1332 lernte sie den Priester Heinrich von Nördlingen kennen, der sie geistlich begleitete, sie mit Schriften anderer Mystiker bekanntmachte und sie zur Niederschrift ihrer eigenen Erfahrungen ermunterte. Margarete verfasste ein „Büchlein“ genanntes Tagebuch, in dem sie ihre Visionen und Auditionen sowie Gebete und Briefauszüge festhielt. Ihre Korrespondenz mit Heinrich von Nördlingen ist der älteste erhaltene Briefwechsel in deutscher Sprache. Eine Besonderheit von Margaretes Mystik sind die Dialoge, die sie als eine Art „Amme“ mit einer hölzernen Jesuspuppe führte. Sie starb mit 60 Jahren im Ruf der Heiligkeit. Verehrung: Margarete erhielt im Klosterkapitel ein kunstvolles Grabmal, dessen Inschrift sie eine „Selige“ nennt. Nach 600jähriger Verehrung nahm Papst Johannes Paul II. am 24. Februar 1979 an ihr seine erste Seligsprechung vor. Darstellung: als Dominikanerin mit Kreuz, Kind oder Bußwerkzeug Weitere Heilige des Tages:
Adalbert von Magdeburg, Bischof
Meinrich, Einsiedler
Adalbert von Magdeburg, Bischof
Meinrich, Einsiedler
Lebensdaten: geboren am 24. Februar 1826 in Schönstatt bei Vallendar, gestorben am 25. März 1906 in Waldbreitbach Lebensgeschichte: Die Halbwaise Margarete musste sich als Kind eines bescheidenen Ölmüllers bereits als Sechsjährige um ihre Geschwister und – nach der erneuten Heirat des Vaters – Halbgeschwister kümmern. Nach dem Tod des Vaters sorgte sie als Tagelöhnerin und mit Sticken, Nähen sowie dem Sammeln von Heilkräutern für das Auskommen der Familie. In ihrer wenigen freien Zeit besuchte sie die Kranken in der Nachbarschaft. Nachdem die Geschwister für sich selbst sorgen konnten, zog Margarete 1850 mit ihrer jüngeren, an Epilepsie erkrankten Schwester in die Nähe der Kreuzkapelle bei Waldbreitbach und erteilte in den Schulen der Umgebung Handarbeitsunterricht. Ihr gesellten sich weitere Frauen zu, die ihr Leben in Gebet und Nächstenliebe an kranken und bedürftigen Menschen teilen wollten. Nach vielen Schwierigkeiten konnten sie im November 1861 ein eigenes Haus beziehen. Am 13. März 1863 legten die ersten Franziskanerinnen der allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln in Waldbreitbach, wie sie sich nannten, ihre Gelübde ab. Margarete nahm den Ordensnamen Maria Rosa an und wurde vom Bischof von Trier zur Generaloberin ernannt. Nach nur 15 Jahren zählte die Kongregation bereits über 100 Schwestern in 22 Filialen. 1878 wurde sie vermutlich infolge einer Intrige nicht mehr zur Generaloberin gewählt und von ihren Nachfolgerinnen zu niederen Diensten verpflichtet sowie zeitweise aus dem Schwesternverzeichnis gestrichen. Weil es Maria Rosa aber um Gottes Werk ging, ertrug sie dieses Unrecht und fügte sich. Sie wurde so wenig beachtet, dass die jüngeren Schwestern gar nicht mehr von ihr als Ordensgründerin wussten. Als sie am 25. März 1906 starb, sollte sie in einem kleinen Grab des Klosterfriedhofs in aller Stille beerdigt werden. Doch die Waldbreitbacher hatten ihre gute Seele nicht vergessen – unzählige Menschen kamen, um ihr das letzte Geleit zu geben. Verehrung: Erst 50 Jahre später wurde ihr Lebenswerk gebührend geehrt und der Seligsprechungsprozess eingeleitet. 2008 wurde sie im Trierer Dom seliggesprochen. Ihr Sarg steht heute in der Mitte der Klosterkirche und wird von vielen Pilgern besucht. Ausspruch der seligen Mutter Rosa: „Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen, dann wird jede Kleinigkeit, auch das Aufheben eines Strohhalmes, zum Gebet.“ Weitere Heilige und Feste des Tages:
Verkündigung des Herrn
Jutta, Einsiedlerin
Lucia Filippini, Gründerin
Verkündigung des Herrn
Jutta, Einsiedlerin
Lucia Filippini, Gründerin
Lebensdaten: geboren um 20 v.Chr. in Nazareth, gestorben um 50 in Jerusalem Lebensgeschichte, Überlieferung und Bedeutung: Nach dem außerbiblischen „Protevangelium des Jakobus“ (entstanden um 150) war Maria das Kind von Joachim und Anna, wuchs im Jerusalemer Tempel auf und wurde dem verwitweten Familienvater Josef zur Vermählung übergeben. Laut dem Lukasevangelium war sie mit Elisabeth, der Mutter Johannesʼ des Täufers, verwandt und damit hohepriesterlichen Geschlechts. Als Maria durch ihre Verlobung bereits rechtlich mit Josef verbunden war, suchte der Engel Gabriel die Begnadete schlechthin in Nazareth auf und kündigte ihr die Empfängnis des Gottessohns durch Heiligen Geist an. Marias Skepsis: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ unterstreicht ihre bleibende Jungfräulichkeit. Ihre glaubende Einwilligung: „Mir geschehe nach deinem Wort“ begründet das nie verstummende Lob der einmaligen „Magd des Herrn“ (Lk 1,38.48). Was das Kind Jesus von ihr gelernt hat, ist nicht zu ermessen. Ihr dagegen sollte wegen ihres Sohnes „ein Schwert durch die Seele gehen“ (Lk 2,35) – beginnend beim Wiederauffinden des zwölfjährigen Jesus im Tempel und ihrem Vorwurf: „Kind, wie konntest du uns das antun?“ (Lk 2,48) über die erfahrene Zurückweisung und Hintansetzung (Lk 8,19–21; 11,27–28) bis hin zum Kreuzestod. Maria, die die Ereignisse im Leben ihres Sohnes „im Herzen bewahrt“ (Lk 2,19.51), ist die Hörende und Gläubige schlechthin, die andere zu Jesus führt: „Was immer er euch sagt, das tut!“ (Joh 2,5). In der Apostelgeschichte nimmt sie nach der Auferstehung eng am Leben der Apostel teil und gehört zum Kern der Urgemeinde. Maria begegnet namentlich nur dort und in den synoptischen Evangelien, während Jesus seine Mutter im Johannesevangelium an zwei bedeutsamen Stellen – der Hochzeit zu Kana und der Kreuzigung – als „Frau“ anspricht. Wegen der Übergabe an den Lieblingsjünger Johannes: „Siehe, deine Mutter“ (Joh 19,25) wird ein Zusammenleben beider in Ephesus bis kurz vor ihrem Tod angenommen. Mit dieser Szene wird Maria zur Mutter aller Jünger und Jüngerinnen bzw. zur Mutter der Kirche. Auch Paulus schreibt bei Marias ältester Erwähnung, Gottes Sohn sei „von der Frau“ geboren (Gal 4,4). Maria kristallisiert sich damit parallel zu Jesus als dem neuen Adam als neue Eva heraus. Dazu gesellt sich ihre Darstellung als Tabernakel (Bundeslade im Tempel, d.h. Gottesgegenwart) und apokalyptische Sonnenfrau in der Offenbarung des Johannes (Offb 11,19 – 12,6). Die herausragende Bedeutung Marias, die sich in zahlreichen Titeln niederschlägt, ist somit bereits im Neuen Testament grundgelegt. Die Marienverehrung nahm nach der Definition der „Gottesgebärerin“ auf dem Konzil von Ephesus (431) einen ungeheuren Aufschwung mit zahllosen Kirchenweihen. Traditionell wird Mariens Grab am Fuß des Jerusalemer Ölbergs verehrt – wiewohl es natürlich leer ist. Die mit dieser Kirche verbundene Auffassung, dass Maria nach ihrer Entschlafung von ihrem Sohn in den Himmel aufgenommen wurde, reicht ebenfalls bis ins 5. Jahrhundert zurück, wurde jedoch erst 1950 feierlich als Dogma verkündigt. Darstellung: bei der Verkündigung oder Kreuzigung oder anderen Szenen ihres Lebens, gekrönt mit ihrem Kind (Madonna) oder nach der Kreuzabnahme (Pietà), als Unbefleckte Empfängnis (Immaculata) mit Strahlenkranz, Mond und Schlange Patronin: der Kirche und der Christenheit, von Bayern, Frankreich, Polen und zahlreicher anderer Länder, von Lausanne und vieler anderer Städte, der Gastwirte, Töpfer und anderer Berufe, gegen Gewitter und Blitz und in allen Nöten Weitere Heilige des Tages:
Guido, Pilger
Maximinus von Trier, Bischof
Guido, Pilger
Maximinus von Trier, Bischof