Mastodon

Heilige

Lebensdaten: gestorben nach 42 in Äthiopien, Mesopotamien oder Persien Lebensgeschichte: Matthäus war Steuereintreiber in Kafarnaum, galt also als Kollaborateur der römischen Besatzer, und beherrschte sowohl Hebräisch als auch Griechisch sowie eine Schnellschrift. Jesus berief ihn vom Zolltisch weg in seine Nachfolge (Mt 9,9). Er taucht als Matthäus oder Levi in allen Apostellisten auf und verfasste laut Bischof Papias von Hierapolis (gestorben 135) sein Evangelium in hebräischer Sprache. Nach 42 verließ er Jerusalem und zog über das Land der Parther bis nach Persien. Clemens von Alexandrien (gestorben 215) überliefert seinen natürlichen Tod, während spätere Legenden sein Martyrium durch Erdolchen, Steinigen, Verbrennen oder Enthaupten berichten. Im 10. Jahrhundert tauchten seine Gebeine in Paestum auf und wurden in die 1085 eingeweihte Kathedrale S. Matteo von Salerno gebracht, die in der Folge zu einem wichtigen Wallfahrtsort wurde. Die Redewendung „Matthäi am Letzten“ bezeichnet ein letztmögliches Datum und bezieht sich ursprünglich auf den Schluss des Matthäusevangeliums „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“, hat sich wegen Matthäus’ Beruf als Steuereintreiber auch auf eine Geldnot hin verschoben. Darstellung: bei seiner Berufung am Zolltisch, mit dem Menschen als seinem Evangelistensymbol bzw. inspirierendem Engel bei der Abfassung seines Evangeliums, bei seinem Martyrium Patron: der Stadt und des Bistums Salerno, der Zöllner, Buchhalter, Finanz- und Bankleute, der Stillenden, Helfer bei Trunksucht    Weitere Heilige des Tages:
Jonas, Prophet
Lebensdaten: geboren in Bethlehem, gestorben um 63 in „Äthiopien“ Lebensgeschichte und Legende: Matthias ist der „Nachrücker“. Er stammte einer Überlieferung nach aus Bethlehem und zählte zu den 70 Jüngern, die Jesus zur Verkündigung des Reiches Gottes ausgesandt hatte (siehe Lk 10,1). Nach der Himmelfahrt Jesu wurde er durch Losentscheid als Ersatz für den Verräter Judas Ischariot in den Kreis der zwölf Apostel gewählt (siehe Apg 1,22–26) und empfing an Pfingsten den Heiligen Geist. Wenig ist über sein Leben und Wirken bekannt. Zunächst war er in Judäa als Glaubensbote und Prediger tätig, später soll er in ein vollkommen heidnisches Land im Kaukasus namens Äthiopien gezogen sein. Auf seiner Reise dorthin gelangte er in die Hände von Menschenfressern, denen er mit Hilfe des Apostels Andreas wieder entkam. In „Äthiopien“ bekehrte er viele Menschen zum christlichen Glauben und taufte sie. Über seinen Tod gibt es mehrere Überlieferungen. Die am meisten verbreitete, die auch Eingang in die Legenda aurea gefunden hat, ist die, dass er um das Jahr 63 von Heiden zuerst halbtot gesteinigt und anschließend mit dem Beil erschlagen wurde. Verehrung: Die Reliquien des heiligen Matthias werden in Rom in Santa Maria Maggiore verehrt sowie in Trier, wohin sie durch Vermittlung der Kaiserinmutter Helena im 4. Jahrhundert gelangten. Somit befindet sich in Trier das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen. Darstellung: In Darstellungen aller Apostel wird Matthias häufig durch den heiligen Paulus verdrängt, der als zwölfter Apostel seinen Platz besetzt. Die Attribute des Apostels Matthias sind Schwert, Beil, Hellebarde oder Steine. Patron: des Bistums Trier, von Goslar, Hannover und Hildesheim, der Bauhandwerker, Zimmerleute, Schreiner, Schmiede, Metzger, Schweinehirten, Schneider und Zuckerbäcker, zum Schulbeginn von Jungen, gegen Pocken, Windpocken, Keuchhusten, Unfruchtbarkeit   Weitere Heilige des Tages:
Ethelbert, König
Irmengard von Baden, Markgräfin
Modestus von Trier, Bischof
Lebensdaten: geboren vermutlich im Sudan, gestorben um 302 im heutigen Saint-Maurice, Wallis Lebensgeschichte: Mauritius war der Überlieferung nach der Befehlshaber (Primicerius) der mehrheitlich christlichen Thebäischen Legion, die in Ägypten ausgehoben und über die Alpen geführt worden war – ob zur Niederschlagung eines Sklavenaufstands und zur Befriedung Galliens oder zum Zweck der Christenverfolgung, darüber sind sich die Überlieferungen uneins. Im schweizerischen Acaunum stationiert, verweigerten jedenfalls die Legionäre eine Opferhandlung oder einen Befehl, den sie mit ihrer Überzeugung – mit ihrem Glauben – für unvereinbar hielten, und wurden dezimiert, das heißt, jeder zehnte Soldat wurde exekutiert, bis die Befehlskette wieder hergestellt war. Weil sich aber alle Legionäre weiterhin weigerten, wurden sie schließlich alle hingerichtet. Verehrung: Den 380 aufgefundenen Reliquien wurde eine Kirche errichtet, und am Großen St. Bernhard an der Straße von Gallien nach Italien setzte eine Wallfahrt ein. 515 entstand die Abtei Saint-Maurice d’Agaune, das als ältestes durchwegs besiedeltes Kloster Westeuropas den größten schweizerischen Kirchenschatz beherbergt. Der ab dem 5. Jahrhundert in ganz Gallien und bald darauf auch in Germanien verbreitete Kult verlagerte sich bis zum 9. Jahrhundert von der Legion auf den heiligen Mauritius. Besonders die Ottonen verehrten den heiligen Moritz mit seiner heiligen Lanze, einem der Siegeszeichen der Schlacht auf dem Lechfeld 955, die zu den Reichskleinodien gehörte. Bischof Ulrich reiste eigens nach Rom, um für Augsburg Reliquien zu erwerben: der Ursprung der Moritzkirche in der Augsburger Innenstadt. In Allmannshofen findet eine kleinere Wallfahrt statt. Darstellung: als römischer Offizier oder Ritter mit Lanze und Fahne, seit 1250 auch als dunkelhäutiger „Maure“ Patron: der Kantone Wallis und Appenzell, von Coburg und Wiesbaden, Ingolstadt, des Klosters Niederaltaich, Mitpatron des Bistums Magdeburg, Patron der Färber, Glasmaler, Hutmacher, Kaufleute, Messerschmiede, Soldaten, Tuchmacher, Wäscher, Waffenschmiede, Pferde und Weinstöcke, als Helfer in Kämpfen, bei Gicht und Besessenheit   Weitere Heilige des Tages:
Emmeram, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 7. Januar 1894 in Zduńska Wola, Polen, gestorben am 14. August 1941 in Auschwitz Lebensgeschichte: Das deutschstämmige Arbeiterkind Rajmund Kolbe schwankte zwischen Militär und Naturwissenschaften, als er 1910 eine Marienvision hatte und mit dem Ordensnamen Maksymilian Maria in den Franziskanerorden in Lemberg eintrat. Der hochtalentierte junge Mann wurde nach Rom zum Studium geschickt, zum Priester geweiht und zum Doktor der Philosophie und Theologie promoviert. 1917 gründete er unter dem Eindruck kirchenfeindlicher Demonstrationen der Freimaurer die „Miliz der Unbefleckten“ (Militia Immaculatae), die er 1927 als Funk- und Pressemissionszentrum in seiner Klostergründung Niepokalanów („Stadt der Unbefleckten“) bei Warschau unterbrachte. Kaum von einer Tuberkuloseerkrankung genesen, reiste er 1930 nach Japan, wo er bei Nagasaki ein Kloster errichtete und mit Verlagsgründungen die katholische Medienarbeit des Landes begründete. Von 1936 bis zum Einfall der deutschen Wehrmacht in Polen baute er sein Missionszentrum in Niepokalanów weiter aus. Kolbes Arbeit wurde Ende 1939 durch seine Verhaftung und die zahlreicher Mitbrüder unterbrochen und Anfang 1941 beendet, nachdem sein Kloster über 3000 Juden und anderen Flüchtlingen Zuflucht geboten hatte. Im Mai 1941 kam Maximilian Kolbe ins Vernichtungslager Auschwitz. Als zehn willkürlich ausgewählte Häftlinge zur Vergeltung einer KZ-Flucht in den Hungerbunker gesperrt wurden, meldete sich Pater Kolbe freiwillig für einen verzweifelten Familienvater. Vom 31. Juli bis zum 14. August waren Gebete und Lieder aus dem Hungerbunker zu hören, bis die Nazischergen Kolbe und drei weitere Gefangene, die noch nicht verhungert waren, durch eine Giftspritze töteten und anschließend im Krematorium verbrannten. Verehrung: 1971 seliggesprochen, wurde Maximilian Kolbe 1982 in Rom in Gegenwart von Franciszek Gajowniczek, für den er sich geopfert hatte, heiliggesprochen. Patron: der Amateurfunker und Journalisten, der Internationalen Katholischen Esperanto-Vereinigung   Weitere Heilige des Tages:
Eberhard von Einsiedeln, Abt
Eusebius von Rom, Priester, Märtyrer
Lebensdaten: geboren in Celje, Slowenien, gestorben um 284 ebendort Lebensgeschichte: Der Überlieferung nach war Maximilian aus wohlhabender Familie und wurde von einem Priester namens Oranius erzogen. Nach dem Tod seiner Eltern verteilte er sein Vermögen an die Armen und schenkte den Sklaven die Freiheit. Er pilgerte nach Rom, wo ihn Papst Sixtus II. im Jahr 257 als Glaubensboten nach Norikum sandte. Maximilian ließ sich nach Jahren als Wanderbischof in Lorch an der Enns nieder, wo er 20 Jahre lang wirkte. Als die Christen in seiner Heimat Verfolgung litten, reiste er hin, um seinen Landsleuten beizustehen, und stellte den Statthalter Ejulasius zur Rede. Als dieser seine Autorität hinterfragt sah, befahl er, Maximilian zum Opfer in den Marstempel zu bringen. Dort aber äußerte der Bischof so leidenschaftlich seine Abscheu gegen die Verehrung der Götzen, dass er zum Tod durch das Schwert verurteilt und enthauptet wurde. Verehrung/Brauchtum: Historisch gesichert ist die Übertragung seiner Gebeine durch den heiligen Rupert nach Bischofshofen im Pongau, wo eine Kirche zur Verehrung seiner Reliquien erbaut wurde. Von dort gelangten Reliquien im 9. Jahrhundert nach Altötting und im 10. Jahrhundert nach Passau, wo sie in einem Silberschrein im Seitenschiff des Doms ruhen und jeden 12. Oktober ausgestellt werden. Maximilian ist Namenspatron zahlreicher österreichischer Erzherzöge. Im steirischen Niederwölz findet zu Ehren des Kirchenpatrons jedes Jahr der viertägige Maxlaunmarkt mit über 70.000 Besuchern statt. Darstellung: als Bischof mit Buch und Schwert Patron: der Diözesen Passau und Linz   Weitere Heilige des Tages:
Jakob Rem, Ordenspriester, Mystiker
Lebensdaten: geboren um 580 in Konstantinopel, gestorben am 13. August 662 in Georgien Lebensgeschichte: Der hochgebildete Aristokrat Maximus war mit 30 Jahren Protosekretär des Kaisers Heraklius und damit einer der einflussreichsten Männer Ostroms. 613 zog er sich aus unbekannten Gründen aus dem öffentlichen Leben zurück und wurde Mönch und später Abt des Klosters Chrysopolis am Bosporus. Vor dem Ansturm des Islam floh er 626 über Kreta und Zypern nach Karthago, wo er eingehend die Schriften der neuplatonisch inspirierten Kirchenväter studierte und in einem berühmt gewordenen Streitgespräch die Auffassung widerlegte, Jesus Christus habe trotz der in seiner Person vereinten menschlichen und göttlichen Naturen nur einen einzigen, nämlich göttlichen Willen gehabt (Monotheletismus). Bedauerlicherweise hatte gerade Heraklius diese extravagante Meinung vertreten, um die von der Kirche ausgeschlossenen Monophysiten („Ein-Naturen-Gläubige“) wieder einzubinden, und dessen Nachfolger Konstans II. verbot in einem kaiserlichen Erlass jede Diskussion über das Thema, um die Einheit des Reichs angesichts der islamischen Eroberungswelle nicht zu gefährden. Maximus hielt sich kein bisschen an das Verbot, sondern setzte mit Hilfe der Päpste und der eigens einberufenen Lateransynode von 649 eine strenge Verurteilung der Irrlehren inklusive Absetzung und Exkommunikation häretischer Bischöfe und Patriarchen durch. Maximus wurde deswegen 653 von einem kaiserlichen Gericht zu Kerkerhaft und Verbannung verurteilt. 655 freigelassen, wurde er 658 vom gefälligen Patriarchen von Konstantinopel als Ketzer verurteilt und für weitere vier Jahre verbannt. Auch 662 weigerte sich Maximus, dem Kaiser zu gehorchen und den Monotheletismus anzuerkennen. Darauf schnitt man ihm die Zunge heraus und hackte ihm die rechte Hand ab, um ihn am Reden und Schreiben zu hindern, und verbannte ihn an die Schwarzmeerküste, wo er bald darauf an seinen Verletzungen starb. Verehrung: Der schon zu Lebzeiten hochverehrte Maximus wurde vom Dritten Konzil von Konstantinopel 680 völlig rehabilitiert, seine Zwei-Willen-Lehre fand uneingeschränkte Anerkennung. Maximus, der 90, teils ungeheuer einflussreiche Werke hinterließ, ist der letzte Kirchenvater, den die orthodoxe und die katholische Kirche gemeinsam verehren.   Weitere Heilige des Tages:
Hippolyt, Priester, und Pontianus, Papst, Märtyrer
Gertrud von Altenberg, Mystikerin
Jan Berchmans, Ordensmann
Lebensdaten: geboren um 1125 in Andechs, gestorben am 31. Mai 1160 in Dießen am Ammersee Lebensgeschichte: Mechthild war die Tochter des Grafen von Dießen-Andechs. Ihr Bruder Otto wurde Bischof von Bamberg, ihre Schwester Euphemia Äbtissin in Altomünster, und von ihrem Bruder Berthold stammen Hedwig von Schlesien und Elisabeth von Thüringen direkt ab. Sie trat mit 14 Jahren ins Kanonissenstift St. Stephan in St. Georgen (Dießen) ein, in dem sie erzogen worden war. Ihr selbstbewusstes Auftreten, das klösterlichen Gehorsam nicht ausschloss, ihre Güte sowie nicht zuletzt ihre Gabe der Krankenheilung machten sie zu einem Vorbild und ließen sie schließlich zur Priorin werden. 1153 zwang sie Papst Anastasius IV., der Bitte des Augsburger Bischofs Konrad zu entsprechen und als Äbtissin das Kloster Edelstetten bei Krumbach innerlich wie äußerlich wieder aufzubauen und die Augustinerregel dort einzuführen. Dies war kein leichtes Unterfangen, denn die adeligen Stiftsdamen sträubten sich gegen Mechthilds Reformen. Nach sechs aufreibenden Jahren spürte sie ihre Kräfte schwinden und kehrte nach Dießen zurück. Dort starb sie am 31. Mai 1160. Verehrung/Brauchtum: 1468 erhoben, wurden Mechthilds Gebeine 1488 in der Dießener Stiftskirche beigesetzt. Seit 1698 liegen sie in einem Glasschrein in einer Seitenkapelle des heutigen Marienmünsters. Die vielen Wallfahrten an ihr Grab sollten vor allem die Aussaat und Ernte vor Gewitter schützen. Im Vorraum der Kirche wird der sogenannte Mechtildisstein gegen Kopfschmerzen berührt. Darstellung: als Äbtissin mit Kelch und Hostie Patronin: gegen Gewitter und Kopfschmerzen   Weitere Heilige des Tages:
Felix von Nikosia, Mystiker
Petronella, Märtyrin
Lebensdaten: geboren um 1207 im Magdeburger Raum, gestorben 1282 in Helfta Lebensgeschichte: Mechthild stammte aus einer vornehmen Familie und zeigt sich in ihren Schriften mit der ritterlichen Kultur gut vertraut. Mit etwa zwölf Jahren setzten erste mystische Erfahrungen und das Verlangen ein, „in elender Niedrigkeit“ zu leben. Mit 20 Jahren verließ sie ihre Familie und lebte in einer Beginengemeinschaft in Magdeburg, wo sie auch Umgang mit den dort ansässigen Dominikanern hatte. Ihr Bruder Balduin wurde Subprior der Dominikaner in Halle, und ein anderer Dominikaner, Heinrich von Halle, wurde ihr Beichtvater und Förderer wie Kritiker ihrer mystischen Werke, die sie ab etwa 1250 aufzuzeichnen begann. Mechthild war in Magdeburg bekannt und als Ratgeberin gesucht sowie als Kritikerin besonders kirchlicher Missstände gefürchtet. Weil in ihrem Fließenden Licht der Gottheit neben solchen kritischen Äußerungen erotische Metaphern aus dem Hohenlied zu finden sind und vor allem, weil Mechthild theologische Autorität beanspruchte (in ihrem Werk fanden zahlreiche Gedanken großer Lehrer wie Augustinus, Gregorius Magnus, Bernhard von Clairvaux, Hugo von St. Victor und Dionysius Areopagita Eingang) und deswegen nicht nur Anerkennung, sondern auch Ablehnung erfuhr, zog sie sich um 1270 ins Zisterzienserinnenkloster Helfta bei Eisleben zurück, wo die bedeutenden Mystikerinnen Gertrud von Helfta und Mechthild von Hackeborn noch von ihr Anregung erfuhren. Am Ende ihres Lebens schwerkrank und fast blind, verstarb sie 1282 hochbetagt und hatte die insgesamt sieben Bücher des Fließenden Lichts der Gottheit vollendet, die ersten deutschsprachigen mystischen Aufzeichnungen und einer der Höhepunkte der Frauenmystik. Darstellung: als Nonne, schreibend, mit Gnadenstrahl ins Herz eindringend    Weitere Heilige und Feste des Tages:
Mariä Aufnahme in den Himmel
Alypius von Thagaste, Bischof
Lluís Masferrer Vila, Ordenspriester, und Gefährten, Märtyrer
Rupert von Ottobeuren, Abt
Tarsicius, Märtyrer
Lebensdaten: geboren um 797 bei Rottenburg, gestorben am 21. Januar 861 in Einsiedeln Lebensgeschichte: Meinrad stammte vielleicht aus alemannischem Adel und kam im Sülichgau zwischen Rottenburg und Tübingen auf die Welt. Er wurde mit fünf Jahren zur Erziehung auf die Klosterschule der Insel Reichenau gebracht, wo sein Onkel Erlebald Lehrer und später Abt war. Nach der Diakonats- und Priesterweihe mit 25 Jahren trat er selbst ins Kloster ein und wurde als Lehrer in ein zur Reichenau gehörendes Klösterchen am Zürichsee gesandt. Etwa fünf Jahre darauf zog sich Meinrad als Einsiedler auf den „Etzel“ am Südufer des Sees zurück; nach sieben weiteren Jahren suchte er nach noch mehr Einsamkeit und Zeit fürs Gebet und tauchte in den unzugänglichen „Finstern Wald“. Mit Unterstützung einer Äbtissin namens Heilwiga und einiger frommer Männer errichtete er eine feste Zelle, wo er 26 Jahre lang lebte. Seine Gastfreundschaft wurde ihm zum Verhängnis. Am 21. Januar 861 erschlugen ihn zwei Räuber, die er gerade noch mit Wein und Brot bewirtet hatte. In der Legende heißt es, zwei Raben, die Meinrad aufgezogen hatte, verfolgten die Mörder bis nach Zürich, wo diese erkannt, verurteilt und hingerichtet wurden. Verehrung: Meinrad wurde auf der Reichenau bestattet und sein Herz auf dem Etzel begraben, was von Anfang an für seine Verehrung spricht. 934 wurde bei seiner ehemaligen Zelle das Kloster Einsiedeln gegründet. 1039 wurden seine Reliquien nach Einsiedeln übertragen. Meinrads Verehrung wurde durch die des Gnadenbilds der Schwarzen Madonna verdrängt, zu der seit dem 14. Jahrhundert Wallfahrten führen. Seit 1984 ruht Meinrads Hauptreliquie im Hauptaltar der Klosterkirche. Darstellung: mit den Raben, Weinkrug und Brot Mitpatron: des Klosters Einsiedeln   Weitere Heilige des Tages:
Agnes, Märtyrin
Josepha Maria von der hl. Agnes, Mystikerin
Lebensdaten: lebte und starb in Moreschet – heute Kirjat Gat südwestlich von Jerusalem Lebensgeschichte: Den Bauern und Ortsältesten Micha nahm der Herr um die Jahre 722 bis etwa 712 vor Christi Geburt als Prophet in seinen Dienst. Im alttestamentlichen Buch Micha sind Anklagen gegen die Jerusalemer Oberschicht erhalten, die sich der Landbevölkerung gegenüber nachteilig verhielt, sowie Gerichtsankündigungen, die sich auf die Eroberung Judas und Jerusalems durch die Assyrer beziehen. Berühmt sind vor allem die Verheißungen über das kommende Friedensreich („Schwerter zu Pflugscharen“, Mi 4,3) und über das Kommen des Messias („Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll“, Mi 5,1), das im Matthäusevangelium aufgegriffen wird: „Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel“ (Mt 2,6). Darstellung: als Prophet mit dem Schriftzug der Messiasankündigung    Weitere Heilige des Tages:
Peter Friedhofen, Ordensgründer