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Heilige

Lebensdaten: geboren am 30. September 1898 in Niederwenigern an der Ruhr, gestorben am 23. Januar 1945 in Berlin Lebensgeschichte: Nikolaus Groß, der Sohn eines Zechenschmieds, wurde nach dem Besuch der Volksschule selber Arbeiter in einer Kohlegrube. Nach intensiver Fortbildung in Abendschulen wurde er mit 22 Jahren Jugendsekretär der christlichen Bergarbeitergewerkschaft und Hilfsredakteur der Zeitung „Bergknappe“. Mit seiner Frau Elisabeth, die er 1923 heiratete, hatte er sieben Kinder – seiner Familie ist das Büchlein „Sieben um einen Tisch“ gewidmet. 1927 wurde er Chefredakteur der „Westdeutschen Arbeiterzeitung“, der Zeitschrift des größten katholischen Gewerkschaftsverbandes „Katholische Arbeitnehmer-Bewegung“ mit einer wöchentlichen Auflage von 170.000 Exemplaren. Er erkannte im aufkommenden Nationalsozialismus die größte Bedrohung für Staat und Kirche und ergriff leidenschaftlich dagegen Partei. Nach der Machtübernahme durch die Nazis wurde die Zeitschrift deswegen mehrmals eingestellt und zensiert. 1938 wurde die Zeitschrift endgültig verboten. Von da an wirkte Nikolaus Groß in der Männerseelsorge des Bistums Fulda. Er unterstützte dabei verschiedene Widerstandskreise als Kurier, weswegen er nach dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat auf Hitler verhaftet und am 12. Januar 1945 schließlich zum Tode verurteilt wurde. Er wurde in der Haftanstalt Berlin-Plötzensee gehängt. Verehrung: Am 7. Oktober 2001 wurde Nikolaus Groß von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. In Bochum-Grumme trägt eine Kirchengemeinde seinen Namen.    Weitere Heilige des Tages:
Hartmut, Abt
Heinrich Seuse, Ordenspriester, Mystiker
Lebensdaten: geboren um 280 in Patara, gestorben am 6. Dezember um 345 in Myra, heute Demre (Türkei) Lebensgeschichte und Legende: Nikolaus wurde um 280 in Patara (im antiken Lykien an der Mittelmeerküste) geboren und wurde infolge einer Pestepidemie früh Waise. Der junge reiche Mann verteilte nach dem Vorbild seiner Eltern sein Vermögen unter den Armen. Nikolaus’ Ruf als Wohltäter und Geber guter Gaben geht darauf zurück, dass er drei jungen Frauen heimlich Goldklumpen („Äpfel“) durchs Fenster zuwarf, um sie vor der Prostitution zu bewahren. Weiteren Legenden nach bewahrte er drei Schüler vor den kannibalischen Anwandlungen eines Gastwirts und errettete ein Schiff aus Seenot, dessen Besatzung ihn um Hilfe angerufen hatte. Gesicherten Überlieferungen nach war Nikolaus Mönchspriester im Kloster seines Onkels und unternahm nach dessen Tod eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Bei seiner Rückkehr wurde er zum Bischof von Myra gewählt. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Galerius wurde er grausam gefoltert, kam aber wieder frei. Gezeichnet nahm er 325 am Konzil von Nicaea teil, wo er sich wortgewaltig, Augenzeugenberichten nach sogar handgreiflich gegen die Arianer einsetzte, die die Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater leugneten. Nikolaus starb an einem 6. Dezember um das Jahr 345. Verehrung/Brauchtum: Seit dem 6. Jahrhundert ist der Kult um den heiligen Nikolaus belegt. Vor allem im Osten hat er sich zum meistverehrten Heiligen nach der Gottesmutter Maria entwickelt. Ursprünglich in Myra beigesetzt, dem heutigen Demre in der Türkei, raubten italienische Seefahrer 1087 seine Gebeine und brachten sie nach Bari in Apulien, wo ihm zu Ehren die Basilika San Nicola gebaut wurde und am 8. Mai, dem Tag der Übertragung seiner Gebeine, ein Fest auf dem Meer stattfindet. Der Brauch der Bescherung am Vorabend des Nikolaustags stammt vielleicht vom sogenannten Bischofsspiel, bei dem ein Schüler für einen Tag die Herrschaft über die Klosterschule ausübte und seine Mitschüler beschenkte. Nikolaus’ spätere Umwandlung zum Weihnachtsmann mit weißem Bart und Kapuzenmantel geht vermutlich auf Moritz von Schwinds Illustrationen zu „Herrn Winter“ (1847) zurück. Darstellung: meist als älterer Bischof mit weißem Bart, oft mit drei goldenen Kugeln und Buch Patron: von Russland und Lothringen, der Ministranten, Kinder, Seeleute und Fischer, sowie der zahlreichen Legenden wegen vieler weiterer Berufe     Weitere Heilige des Tages:
Asella, Bekennerin
Henrika Faßbender und Gefährtinnen, Ordensfrauen, Märtyrinnen
Lebensdaten: geboren um 1245 in Sant’Angelo in Pontano (Marken), gestorben am 10. September 1305 in Tolentino Lebensgeschichte und Legende: Nicola Gurrutti kam nach einer Wallfahrt seiner lange kinderlosen Eltern zum Grab des heiligen Nikolaus von Myra in Bari zur Welt, weshalb er auch dessen Namen trug. Mit 16 Jahren wurde er Augustinereremit und 1270 zum Priester geweiht. 1275 zog Nikolaus ins moralisch und religiös heruntergekommene Städtchen Tolentino, wo er unter anderem auch an der Klosterpforte Essen an die Armen ausgab. Er soll so freigebig gewesen sein, dass ihn die Ordensoberen misstrauisch überwachten, und von ihm wird ein Rosenwunder wie das der heiligen Elisabeth von Thüringen berichtet. Auf eine seiner Visionen geht der Brauch der Augustiner zurück, Nikolausbrot zu verteilen: Die Jungfrau Maria und der heilige Augustinus hatten ihm gegen seine Schwäche infolge des vielen Fastens eingegeben, Brot mit einem Kreuz zu bezeichnen und in Wasser eingeweicht zu verzehren. Im Traum erschien ihm ein verstorbener Mitbruder aus dem Fegefeuer, der ihn um eine heilige Messe für sich und andere Arme Seelen bat und nach sieben solchen Messen wieder erschien, um ihm zu danken. Zwei gebratene Rebhühner, die seine Oberen ihm zu essen befohlen hatten, flogen lebendig davon. Nikolaus war ein begnadeter Prediger und Seelsorger, der die zwischen päpstlichen Guelfen und kaiserlichen Ghibellinen zerrissene Stadt befriedete, Bedürftigen half und Gefangene besuchte. Von ganz Tolentino als wundertätiger Heiliger verehrt, führte er auch in seinen von Krankheit gezeichneten letzten Lebensjahren ein Leben der Buße und Entsagung.  Verehrung: Schon bald nach Nikolaus’ Tod baute man über seinem Grab eine Basilika. Auf seine Fürsprache sollen sich innerhalb von 20 Jahren um die 300 Wunderheilungen ereignet haben. 1446 heiliggesprochen, ruht er heute in der Krypta der Basilika S. Nicola in einem Glasschrein. Zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert war Nikolaus einer der meistverehrten Heiligen in Europa und Amerika und besonders auf den Philippinen. 1884 erklärte ihn Papst Leo XIII. zum Patron der Armen Seelen im Fegefeuer. Darstellung: im schwarzen Ordenshabit mit Stern, Lilie, Buch, mit gebratenen Vögeln, Kelch, Kreuz, Geißel oder Teufel Patron: von Rom, Tolentino, Venedig, Genua, Antwerpen, Córdoba, Lima, Mitpatron von Bayern, der Armen Seelen, der Schiffbrüchigen, für das tägliche Brot und Freiheit   Weitere Heilige des Tages:
Aelia Pulcheria, Kaiserin
Lebensdaten: um 1082 in Gennep, gestorben am 6. Juni 1134 in Magdeburg Lebensgeschichte: Schon als Kind kam der Edelfreie Norbert ans Stift St. Viktor in Xanten und schlug eine bequeme, ja unbekümmerte kirchliche Karriere ein. Er stand zeitweise in Diensten des Kölner Erzbischofs und begleitete Heinrich V. nach Rom, wo dieser den Papst und die Kardinäle fast zwei Jahre gefangenhielt, um seine Kaiserkrönung zu erzwingen. Als der Kaiser ihn zum Bischof erheben wollte, lehnte er allerdings ab. Hatte er sich 1115 vom Kaiser entfremdet, oder war er tatsächlich nach einem Blitzschlag vom Pferd gestürzt und hatte sich darauf zu einem anderen Lebenswandel bekehrt – jedenfalls verzichtete Norbert auf sein Vermögen, lernte das Ordensleben in Siegburg sowie im strengen Kloster Kerkrade kennen und kehrte als Priester nach Xanten zurück, um sein Stift zu reformieren. Norbert lebte als Eremit und Wanderprediger und erregte durch seine Bußpredigten solchen Anstoß, dass er sich des Häresievorwurfs erwehren und Xanten schließlich verlassen musste. Er zog durch Frankreich, bis die Päpste und Bischöfe den ungebundenen Prediger endlich einfangen konnten und ihn veranlassten, im abgelegenen Prémontré mit einigen Schülern und Freunden eine Klostergemeinschaft zu gründen: die Prämonstratenser. Norbert reiste weiter als Prediger umher, bis er 1126 zum Erzbischof von Magdeburg ernannt wurde, wo er sehr zum Unmut seines Klerus endlich seine Reformvorstellungen durchsetzen konnte. 1133 begleitete er König Lothar III. nach Rom, wo dieser zum Kaiser und Innozenz II. zum Papst gekrönt wurden, wobei Norbert zeitweise als Reichserzkanzler fungierte. In Rom erkrankte er jedoch an einer Infektion, der er zurück in Magdeburg bald erlag. Verehrung: Norbert wurde in der Kreuzkapelle des Magdeburger Liebfrauenklosters bestattet und ruht heute in der Prämonstratenserabtei Strahov bei Prag, wohin seine Gebeine während des Dreißigjährigen Krieges verbracht wurden. Er wurde 1582 selig- und 1621 heiliggesprochen. Seine Verehrung breitete sich vor allem im Prämonstratenserorden aus sowie in Belgien, wo Norbert 1124 gewirkt hatte und seit der Gegenreformation als Maßstab des rechten Glaubens gilt. Darstellung: im weißen Prämonstratenserhabit oder als Bischof, mit Kelch und Spinne oder Monstranz, zu Füßen den gefesselten Teufel Patron: des Bistums und des Landes Magdeburg, der Prämonstratenser, von Böhmen, für eine glückliche Entbindung   Weitere Heilige des Tages:
Bertrand, Patriarch, Märtyrer
Claudius, Abt
Laurentius de Maschi, Mystiker
Philippus von Jerusalem, Diakon
Rafael Guizar Valencia, Bischof, Volksmissionar
Lebensdaten: geboren um 1265 in Rattenberg bei Kufstein, gestorben am 14. September 1313 auf der Rottenburg bei Buch in Tirol Lebensgeschichte und Legende: Notburga war die Tochter eines Hutmachers und trat mit 18 Jahren als Magd in den Dienst der Herren von Rottenburg, den Hofmeistern der Grafen von Tirol. Sie war in allen ihren Tätigkeiten so vorbildlich, dass sie als „Schafferin“ allen anderen Mägden vorgesetzt wurde und die Schlüssel zu allen Truhen ausgehändigt bekam. Ihr wurde auch gestattet, die Speisereste an die Armen, Behinderten und Kranken vor der Burg auszuteilen. Als der alte Schlossherr starb, untersagte man ihr diese Mildtätigkeit, worauf sie den Bedürftigen hinausbrachte, was sie sich selber vom Mund absparte – einmal zur Rede gestellt, was sie da in ihrem Korb trage, antwortete sie: „Holzspäne und Lauge“, was sich beim Aufdecken des Tuchs als wahr erwies. Trotzdem wurde sie vor die Tür gesetzt. Eine neue Anstellung fand sie, als sie in der Rupertikirche in Eben am Achensee betete und ein Bauer sie als Magd engagierte. Dieser Bauer verlangte einmal, dass die Leute trotz des sonnabendlichen Feiertagläutens weiter das Getreide einholten, worauf Notburga „Feierabend!“ rief, ihre Sichel hochwarf und sie am darauffolgenden Montag vom Himmel wiedererhielt. Nach fünf Jahren in Eben wurde Notburga von den Rottenburger Herren aufs Schloss zurückgeholt, wo sie ihre alte Stellung wieder einnahm und die Zusicherung erhielt, uneingeschränkt für die Armen tätig sein zu dürfen. Nach ihrem Tod wollte Notburga dort begraben werden, wo ein Ochsengespann mit ihrem Leichnam anhalten werde. Natürlich brachten die Tiere sie zum Rupertikirchlein in Eben. Verehrung und Brauchtum: Notburga, die einzige Tiroler Heilige, wird seit dem 15. Jahrhundert mit einer Wallfahrt zu ihrem Grab verehrt. Seit 1735 steht ihr Skelett aufrecht am Hochaltar der Kirche, wofür ein besonderes Privileg erforderlich war. In Eben am Achensee findet an ihrem Gedenktag die feierliche Notburgaprozession statt. Am zweiten Septembersonntag wird österreichweit der Dirndlgwandsonntag in Verbindung mit Notburga als Patronin der Trachten- und Heimatverbände gefeiert. Darstellung: mit Sichel, Schlüsselbund, Getreidegarben, Heugabel oder beim Austeilen von „Holzspänen und Lauge“ Patronin: der Bauern und Dienstmägde, des Feierabends, der Trachten- und Heimatverbände   Weitere Heilige des Tages:
Johannes Chrysostomus, Patriarch, Kirchenlehrer
Tobias, Sohn des Tobit
Lebensdaten: geboren um 710, gestorben am 18. Januar 748 in Osterhofen, Niederbayern Lebensgeschichte und Bedeutung: Der Alemanne Odilo aus dem Geschlecht der Agilolfinger wurde 736 Herzog von Bayern. Während seiner Regierungszeit wurden für Jahrhunderte kirchenpolitische Weichen gestellt. Er wirkte eng mit Bonifatius zusammen und teilte das Herzogtum in vier Bistümer ein: Salzburg, wo er Virgil als Bischof einsetzte, Regensburg, Freising und Passau. Odilo gilt auch als Gründer der Klöster Benediktbeuern, Niederaltaich und Mondsee sowie weiterer Klöster, für die er teilweise Mönche von der Reichenau holte. Das Kloster Eichstätt ließ er durch Willibald gründen. Wegen der mit diesen Gründungen verbundenen Gebietsfestlegungen brach ein Aufstand gegen ihn aus, vor dem er an den Hof der fränkischen Hausmeier flüchten musste. Ab 742 mit einer Tochter Karl Martells verheiratet, geriet Herzog Odilo nach kriegerischen Auseinandersetzungen in Abhängigkeit von den Franken und musste die bayerischen Gebiete nördlich der Donau an sie abgeben. Dafür gelang es Odilo, seine Herrschaft über das slawische Fürstentum Karantanien (auf dem Gebiet des heutigen Kärnten) auszudehnen, nachdem er die Awaren zurückgedrängt hatte. Herzog Odilo leitete damit die Christianisierung dieser Region ein. Er starb am 18. Januar 748 im niederbayerischen Osterhofen und liegt im Kloster Gengenbach im Ortenaukreis (Baden-Württemberg) begraben.   Weitere Heilige des Tages:
Maria Teresa Fasce, Äbtissin
Margareta von Ungarn, Ordensfrau
Prisca, Märtyrin
Lebensdaten: geboren um 995 in der Provinz Vestfold, Norwegen, gestorben am 29. Juli 1030 bei Stiklestad, Norwegen Lebensgeschichte: Olav Haraldsson stammte aus dem Haus eines südnorwegischen Kleinkönigs und nahm ab dem Alter von zwölf Jahren an zahlreichen Wikingerzügen teil, die durchs ganze Baltikum, nach Dänemark, Südfinnland und bis nach Südostengland reichten. Ein weiterer Raubzug führte ihn gemeinsam mit Normannen die französische und spanische Atlantikküste entlang bis zum Mittelmeereingang bei Gibraltar. Dort erfuhr er der Legende nach im Traum den Auftrag, nach Hause zurückzukehren, Norwegen zu einen und als ewiger König zu beherrschen. 1014 überwinterte er am Hof des Normannenherzogs Richard in Rouen, nahm den entschiedenen Glauben seiner Gastgeber an und ließ sich taufen. Ab Herbst 1015 setzte sich Olav mit List, Überredung und einer stets wachsenden Hausmacht nach und nach als Oberkönig in Norwegen durch, englische Bischöfe und Geistliche im Gefolge. Gewaltsam verbreite er das Christentum von den bereits weitgehend christianisierten Küsten ins Landesinnere und organisierte sein Reich durch die Errichtung kirchlicher Strukturen, die er dem Erzbistum Bremen anschloss. Um 1025 führte er unter dem Vorsitz seines Ratgebers Bischof Grimkjell eine Kirchenversammlung durch, auf der das Land auf ein „Christenrecht“ verpflichtet wurde, das als „St. Olavs Gesetz“ bis zur Reformation Gültigkeit hatte. Er beseitigte die Sippenherrschaften und die Raubzüge im Inneren und nach außen und bestrafte Taufverweigerer und Gesetzesbrecher mit Härte und Sippenhaft. Als König Knut von Dänemark und England Anspruch auf Norwegen erhob, kündigten etliche Häuptlinge Olav sofort die Gefolgschaft auf und revoltierten gegen ihren König, der über Schweden bis nach Nowgorod flüchtete. Von dort kehrte er im Sommer 1030 mit einer Handvoll Getreuer nach Norwegen zurück, stellte sich bei Stiklestad einem weit überlegenen Bauernheer, erhielt in der Schlacht einen Axthieb ins linke Bein und erlag einem Speerstoß in den Bauch sowie einem Schwerthieb in den Hals – aus Sippenrache. Verehrung: König Olavs Leichnam wurde an Ort und Stelle verscharrt. Nach einer Hungersnot und weil der neue Dänenherrscher noch strengere Gesetze erließ und Bischof Grimkjell Olav zum Märtyrer erklärte, wurde er ein Jahr nach seinem Tod in der Klemenskirche von Trondheim bestattet und ruht seit dessen Fertigstellung 1300 im Nidarosdom. Olavs Grab wurde sofort zur Pilgerstätte, hunderte von Kirche und Kapellen in ganz Skandinavien trugen bald seinen Namen. Als „ewiger König von Norwegen“ wurde er zu einer Symbolfigur der Herrscherdynastie. Als Schutzpatron der Warägergarde der byzantinischen Kaiser erreichte seine Verehrung auch die orthodoxe Kirche. Sein Gedenktag am 29. Juli wanderte mit der Liturgiereform auf den Todestag des dänischen Königs Knut, ebenso wie der des schwedischen Königs Erik. Darstellung: als König mit Ziborium und Axt, einen Menschen- oder Drachenkopf zu Füßen Patron: von Norwegen und der Färöer   Weitere Heilige des Tages:
Anton Kowalczyk, Ordensmann, Missionar
Engelbert Kolland, Ordenspriester, Märtyrer
Erik von Schweden, König, Märtyrer
Knut von Dänemark, König, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 1. November 1625 in Loughcrew, County Meath, Irland, gestorben am 11. Juli 1681 in Tyburn (London) Lebensgeschichte: Oliver Plunkett stammte aus einer großen anglo-irisch-normannischen Familie und wurde von seinem Vetter, dem Zisterzienserabt und späteren Bischof Patrick Plunkett erzogen, der ihn 1647 nach Rom ans Irische Kolleg schickte. Oliver studierte am Collegium Romanum der Jesuiten sowie am Kolleg der Glaubensverbreitungsbehörde Propaganda fide und wurde 1654 zum Priester geweiht. Vom studentischen Gelübde entbunden, sofort nach Irland zur Mission zurückzukehren, studierte er bis 1657 die Rechte an der Universität Sapienzia und trat dann eine Professorenstelle am Kolleg der Propaganda fide an. Der junge Gelehrte wurde als Konsultor an die Indexkongregation berufen und wirkte in Rom als Beauftragter seines bischöflichen Cousins sowie des Erzbischofs von Dublin. 1669 bewarb er sich erfolgreich auf den Erzbischofssitz von Armagh und zog über Gent, wo er die Bischofsweihe empfing, und London in seine Diözese, die sich vom Jahrzehnt der Terrorherrschaft des Katholikenhassers Oliver Cromwell noch nicht erholt hatte. Während seiner offiziellen Amtszeit von fast zehn Jahren stellte Plunkett als Primas von Irland die katholische Kirche des Landes wieder her. Er spendete über 10.000 Katholiken die Firmung und weihte 200 Männer zu Priestern, gründete zwei Knabenseminare, hielt alle zwei Jahre Synoden für seinen Klerus ab und befriedete zahlreiche Konflikte in seinem Jurisdiktionsbereich. Ab 1674 nahm die Verfolgung der Katholiken wieder zu, worauf Plunkett mehr im Verborgenen wirken musste. Im Zuge der Aufdeckung der erlogenen „Papisten-Verschwörung“ des Titus Oates zur Ermordung des englischen Monarchen und aller führenden Protestanten wurde er Ende 1679 verhaftet und wegen Landesverrats und der Ausübung päpstlicher, das heißt fremder Jurisdiktion angeklagt: Er hätte eine französische Invasion Irlands vorbereitet. Als der Prozess in Dublin wegen mangelnder Zeugen platzte, wurde er nach London verlegt, wo Erzbischof Plunkett wegen Hochverrats zum Tode durch Hängen, Ausweiden und Vierteilen verurteilt wurde – aufgrund falscher Zeugenaussagen und obwohl bis hin zum König die meisten Zeitgenossen von seiner Unschuld überzeugt war. Plunkett nahm sein Todesurteil mit den Worten „Deo gratias – Dank sei Gott!“ entgegen. Verehrung: Plunkett hatte seinen Leib seinem Londoner Mitgefangenen Dom Maurus Corker OSB vermacht, durch den seine Reliquien in die Benediktinerabtei Lamspringe bei Hildesheim gelangten. Seine Hauptreliquie wanderte 1883 von dort über Rom und Armagh nach Drogheda, wo sie seit 1921 in der St Peterʼs Church als dem Nationalheiligtum von Oliver Plunkett verehrt wird. Plunkett war der letzte katholische Märtyrer, der in England hingerichtet wurde, und 1920 der erste Ire seit 700 Jahren, der seliggesprochen wurde. Heiliggesprochen wurde er 1975 durch Papst Paul VI. Jeweils am letzten Samstag im August wird der Schrein mit Plunketts Reliquien während einer Prozession durch Lamspringe getragen.    Weitere Heilige des Tages:
Benedikt von Nursia, Vater des abendländischen Mönchtums
Olga, Großfürstin
Rahel, Frau Jakobs
Lebensdaten: geboren um 604 in Südschottland, gestorben am 5. August 642 bei Oswestry Lebensgeschichte: Oswald war ein Sohn des Königs Æthelfrith, der 604 aus zwei kleineren Fürstentümern das Königreich Northumbrien (Norþhymbra Rīce) schuf. Als das Reich 614 erobert wurde und Æthelfrith in der Schlacht fiel, wurde Oswald in die Obhut der Mönche von Hy auf der Hebrideninsel Iona gegeben, wo er auch getauft wurde. Als Erwachsener nahm er an Feldzügen eines Verwandten in Irland teil. Von einer irischen Frau hatte er einen Sohn namens Æthelwald, später heiratete er die Königstochter Cyneburg von Wessex. 634 gelang ihm mit einem zahlenmäßig unterlegenen christlichen Heer die Rückeroberung Northumbriens, das er zur Vormacht der ganzen Insel ausbaute und zu christianisieren begann. Er unterstützte Bistumsgründungen, überzeugte Nachbarfürsten von der Taufe und errichtete 635 mit dem heiligen Aidan und zwölf weiteren Mönchen aus Iona ein Kloster auf der Gezeiteninsel Lindisfarne, das sich zum Zentrum der Glaubensverbreitung entwickelte. Anderen Klostergründungen half er durch Landschenkungen. Am 5. August 642 kam er im Kampf gegen das letzte heidnische Reich nahe der walisischen Grenze ums Leben. Sein Körper wurde zerstückelt und von den Feinden zur Schau gestellt. Verehrung/Brauchtum: Oswalds Leichenteile wurden geborgen und gerieten schließlich nach Gloucester und Durham. Teilreliquien des Schädels werden in Echternach, Hildesheim und Paderborn verehrt. Eine Wallfahrt zu einer Schädelreliquie führt nach Boßweiler in Rheinland-Pfalz. Seinen Märtyrerkult verbreiteten iroschottische Mönche wie Willibrord auf dem Kontinent. Im Alpenraum, wo zahlreiche Gemeinden seinen Namen tragen, gehört Oswald zu den 14 Nothelfern. Darstellung: als König mit Rabe und Salböl aus Rom Patron: der englischen Könige, der Stadt und des Kantons Zug, der Kreuzfahrer, Schnitter, des Viehs, Helfer gegen die Pest   Weitere Heilige und Feste des Tages:
Stanislaus Hosius, Bischof
Nonna, Mutter, Ordensfrau
Maria Schnee – Weihetag der Basilika Santa Maria Maggiore
Lebensdaten: geboren um 660 im Elsass, gestorben 720 in Niedermünster, Elsass Lebensgeschichte und Legende: Odilia war das älteste Kind des elsässischen Herzogs Eticho und seiner Gemahlin Berswinda, auf die zum Beispiel die Dynastie der Habsburger zurückgeht. 680 errichtete Eticho zur Sühne seiner zahlreichen Gewalttaten die Abtei Hohenburg auf dem Grund seiner Herzogsresidenz auf dem heutigen Odilienberg und stattete diese mit einer Kirche und einem Konventsgebäude aus. Das Männerkloster wandelte sich unter der Leitung seiner Tochter Odilia zu einem Frauenkonvent. Sie selber starb im Krankenhospiz, das sie um 710 am Fuß des Odilienbergs gegründet hatte und das ihre Nichte Gundelinde dann zum Kloster Niedermünster ausbaute. Dort fließt noch heute eine Quelle, die bei Augenkrankheiten hilft. Der Legende aus dem 12. Jahrhundert nach wollte Eticho seine blindgeborene Tochter aus Schmach ermorden, doch die Mutter gab sie in die Obhut von Klosterschwestern. Als Odilia vom durchreisenden Bischof Erhard von Regensburg getauft wurde, erlangte sie das Augenlicht wieder. Von ihrem Bruder heimgeholt, der darüber aus der Hand des Vaters sein Leben verlor, überwand sie mit Liebe die Raserei des Herzogs und erhielt von ihm das Kloster auf der Hohenburg. Dort ruhen sie selbst sowie ihre Eltern. Ihren Gedenktag am 13. Dezember hat sie von der legendarischen Erwähnung der hl. Luzia während ihrer Sterbestunde. Verehrung: Odilia erscheint 1050 auf einer Urkunde Papst Leos IX., einem Nachkommen der Etichonen. Ab dem 12. Jahrhundert waren ihre Legende voll ausgebildet und das Kloster reich beschenkt. Der Odilienberg wurde zum zentralen Wallfahrtsort des Elsass mit heute zwei Millionen Besuchern im Jahr. Odilia wurde 1807 von Papst Pius VII. zur Patronin des Elsass erklärt. 1887 entstand auf dem Herrensitz Emming mit seiner Ottilienkapelle die Missionsbenediktiner-Erzabtei Sankt Ottilien unweit des Ammersees. Darstellung: als Äbtissin mit Augen auf einem Buch, beim Gebet vor dem Altar, mit Kelch Patronin: des Elsass und Schutzpatronin des Augenlichts   Weitere Heilige des Tages:
Anna Speckhahn, Märtyrin
Benno Koglbauer, Ordensmann
Hariolf von Ellwangen, Abt
Lucia, Märtyrin