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Pfarrei St. Clemens vergnügt sich mit einem Mundartquiz

27.04.2011 16:00

Ein heiteres und unterhaltsames bayerisch-schwäbisches Mundartquiz stand im Mittelpunkt einer mehrstündigen Nachmittagsunterhaltung beim Seniorentreff im Pfarrheim.
Organisatorin Wilma Jenuwein freute sich über ein volles Haus und dankte bereits vorab ihren Mitgestaltern und Helferinnen, vor allem den Ministranten und Firmkindern, bei der Verteilung von Kaffee, Kuchen und Getränken.

Dann wurde gesungen und gelacht im besonderen bei lustigen Geschichtsvorträgen und Witzen von Wilma Jenuwein, einer inzwischen perfekten „schwäbischen Hamburgerin“, die nicht nur die schwäbische, sondern auch die Mundart von der Alster „Klein Erna“ hochleben ließ. Auch „Heimatdichter“ Franz Schenk begeisterte mit seinem Beitrag eines selbstverfassten Mundartgedichts „Der April macht was er will“ unter Bezugnahme auf die Natur und die Menschen.

Köstliche Wissensauffrischung früherer Mundartgebräuche

Höhepunkt des Nachmittags war zweifellos das bayerisch-schwäbische Mundartquiz unter dem Motto „G`schwätzt und g`redt“. Barbara Kempter gab eine Einführung in die köstliche Wissensauffrischung für die anwesenden Altschwaben und die Neubürger. Die Fragen stammten aus dem kleinen Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben von Autor Prof. Werner König und seinem Mitarbeiter Manfred Renn vom Lehrstuhl für Sprachwissenschaften der Universität Augsburg. Interessant waren auch die bei der Einführung durch Frau Kempter vorgestellten Abgrenzungen der schwäbischen Bereiche, vor allem die „scharfe Sprachgrenze“ zwischen der linken und rechten Lechseite in der Nordregion von Augsburg und dass die rechte Lechseite von der linken Flussseite besiedelt wurde.

Hoigarta in Hermadshofa

Hätten Sie`s gewusst, dass Herbertshofen früher als „Hermadshofa“ ausgesprochen wurde, ein Rosenkranz ein „Boddr“ war, oder eine Dampfnudelkruste als „Scherre“ bezeichnet wurde? Bei zehn ausgelosten fehlerfreien Quizsiegern (von 23 richtigen) waren auch der „Aftermeede“ richtig als Dienstag, ein geselliges Beisammensein als „Hoigarta“, oder eine „Dockl“ als Puppe erkannt worden. Verwirrungen gab es bei den Wörtern Brotanschnitt, nämlich das „Giggele“, oder Wäscheklammern = „Glufa“. Natürlich wussten die Seniorenschwaben, dass Heureihen auf dem Feld als „Schlauen“, die Getreideernte als „Ärat“ und Tannenzapfen als „Butzakia“ bezeichnet wurden, oder eine „Gähwinda“ eine Schneewehe war.

Die Quizsieger wurden mit einer Tafel Schokolade belohnt. Über den „verschobenen Cholesterinspiegel“ unterhielten sich abschließend in einem lustigen Sketch Wilma Jenuwein und Gertrud Häusler. Auch Pfarrer Johnson Puthuva, der dem gesamten Team für die aufmunternden Nachmittag dankte, hatte aus seinem vorausgegangenen Aufenthalt im Allgäu ein paar schwäbische Witze auf Lager.

(gp)