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Pfarrer Johnson Puthuva berichtete aus seiner Heimat

15.05.2013 18:00

Impressionen über Indien, dem dortigen Glauben, dem Kastensystem und von Land und Leuten präsentierten vor einer großen interessierten Besucherschar am Seniorennachmittag der Pfarrei St. Clemens Ortspfarrer Johnson Puthuva, Pfarrsekretärin Gertrud Häusler und ihr Mann Klaus im Herbertshofer Pfarrheim.

Während Mitglieder des Pfarrgemeinderats, unterstützt von Firmkindern für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen sorgten, erzählte Organisatorin Wilma Jenuwein heitere Witze aus ihrem vielseitigen Repertoire in schwäbischer und hamburgischer Mundart. Ihr besonderer Dank galt den drei Vortragenden.

Indien mit rund 1,3 Millarden Einwohner auf einer Gesamtfläche von cirka 3,3 Millionen Quadratkilometern ist der zweitbevölkerungsreichste Staat der Erde. Davon sind rund 80,5 Prozent Hindus, circa 13,4 Prozent Moslems und etwa 4 Prozent Christen. Es liegt zwischen dem Himalajagebirge im Norden und dem Indischen Ozean im Süden. Zunächst erläuterte Pfarrer Puthuva den Glauben und verschiedene christliche Glaubenszeremonien von seiner Heimat Kerala im Süden Indiens. Der Geistliche zeigte in anschaulichen Bildern die herrlichen Kirchengebäude der St. Thomas Christen, sowie von Taufen, der Erstkommunion und von Hochzeiten mit ihren anschließenden mehrtägigen Feierlichkeiten, die von den Brauteltern teils unter großen Opfern bezahlt werden müssen. Auch feierliche Prozessionen und das Sitzen der Gläubigen auf dem Boden, sowie das den heiligen Thomas verehrende Thomaskreuz wurden bildlich dargestellt.

Anschließend berichtete das Ehepaar Häusler in farbenprächtigen, herrlichen _ Moscheen. Auffallend die Gegensätze zwischen den Prachtbauten mit viel Prunk und dem Elend in den Armenvierteln. „Abenteuerlich ist dort der Verkehr. Ein chaotisches Durcheinander das erstaunlicherweise funktioniert“, so die beeindruckten schwäbischen Touristen. Neben zahlreichen Fahrrädern, Mopeds und Rikschas bewegen sich moderne Autos, Ochsen- und Kamelkarren. Dazwischen immer wieder heilige Kühe, manchmal auch freilaufende Schweine.

Höhepunkte der Reise waren unter vielem anderen der Besuch des Rattentempels (Karni-Mata Tempel), sowie des wohl bekanntesten Mausoleums, dem berühmten Wunderbauwerk „Taj Mahal“ in Agra.

Bild: Im Gewand einer Inderin (Sari) zeigten sich (von rechts) Gertrud Häusler und Wilma Jenuwein, sowie mit einem Kalender mit indischen Sehenswürdigkeiten Klaus Häusler und Pfarrer Johnson Puthuva.
(Franz Gump)