500 Jahre Martinsmünster - Eröffnung des Jubiläumsjahres

13.12.2020 10:49

In einem Festgottesdienst am 13. Dezember 2020 eröffnete die Pfarrgemeinde St. Martin Lauingen das Jubiläumsjahr zum 500jährigen Bestehen des Martinsmünsters. In einer Bauzeit von nur fünf Jahren wurde das Münster 1521 in der Lauinger Stadtmitte fertiggestellt; ein Datum der Kirchweihe ist leider nicht überliefert. Der Generalvikar des Bistums Augsburg, Monsignore Harald Heinrich und Stadtpfarrer Raffaele De Blasi zelebrierten den Gottesdienst, bei dem auch der heilige Albertus Magnus geehrt wurde, dessen Heiligsprechung sich im kommenden Jahr zum 90. Mal jährt.

Das Martinsmünster in seiner großen Pracht kann als architektonisches Meisterwerk bezeichnet werden, mit denen die Menschen des Mittelalters ihren Glauben Ausdruck verleihen wollten, sagte Monsignore Harald Heinrich. In einer Bauzeit von nur fünf Jahren wurde das Münster 1521 in der Lauinger Stadtmitte fertiggestellt; ein Datum der Kirchweihe ist leider nicht überliefert. Zu betonen ist, dass sich die konfessionelle Zugehörigkeit des Martinsmünsters im Laufe der Geschichte mehrmals änderte, bis es im 17. Jahrhundert endgültig katholisch wurde.

 

In seiner Predigt stellte Generalvikar Heinrich die Pracht und Erhabenheit des Münsters heraus. Er betonte, dass man die Kirche im allgemeinen nicht auf Ihre Skandale und Verfehlungen reduzieren solle, sondern vielmehr die Menschen in den Blickwinkel nehmen müsse, die durch ihr segensreiches Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen Zeugnis geben von der Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes. Auch der Stadtheilige der Stadt Lauingen, Albert der Große, gilt als ein außergewöhnlicher Glaubenszeuge. Mit der Albertusreliquie erteilte Monsignore Heinrich den anwesenden Gläubigen den Segen Gottes.

 

Bürgermeisterin Katja Müller sprach, auch im Namen des Landrates Leo Schrell, Herrn Stadpfarrer De Blasi und seinen Mitarbeitern ihre Anerkennung für das vielfältige Programm während des Jubiläumsjahres aus. Sie betonte, dass das imposante spätgotisches Gotteshaus das Stadtbild seit bereits 500 Jahren präge und dass man dazu dem damaligen Bürgermeister Mathis Reiser und dem Baumeister Stephan Weyrer gratulieren möchte.Die Heiligsprechung Alberts des Großen jährt sich am 16. Dezember 2021 zum 90. Mal. Bürgermeisterin Müller betonte, welche Ehre es für Lauingen sei, Geburtsstadt dieses großen Gelehrten zu sein; seit 2006 dürfe sich Lauingen als "Albert-Magnus-Stadt" bezeichnen.

 

Nach dem Gottesdienst trugen sich der Generalvikar und der Landrat in das Goldene Buch der Stadt Lauingen ein. Das Agapeteam der Pfarrgemeinde St. Martin bereitete Flammkuchen und Pizza zu, die die Gottesdienstteilnehmer mit nach Hause nehmen konnten.