Kirchenverwaltung schließt Vertrag mit Orgelbauwerkstätte ab

Endlich: Sanierung der Orgel im Münster beginnt

26.03.2017 22:02

Gotteshaus erhält bis Herbst 2018 eine generalüberholte Orgel

Nach über zehn Jahren Wartezeit kann nun endlich das Großprojekt „Restaurierung der großen Orgel in St. Martin“ angegangen werden; die Kirchenverwaltung hat in ihrer letzten Sitzung dieser von vielen schon lange ersehnten Maßnahme zugestimmt und einen Vertrag mit der Fa. Schmid aus Knottenried bei Immenstadt unterschrieben.

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde unsere Orgel, die in ihren Ursprüngen von der Firma Steinmayer aus Öttingen stammt, von der Firma Gebr. Sandtner aus Dillingen- Steinheim erweitert und umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Fresken an der Westinnenwand entdeckt und freigelegt worden. Um den Blick auf diese kunsthistorisch wertvollen Bilder möglich zu machen, wurde die Orgel entsprechend eingepasst. Dabei ordnete man der freien Sicht auf die Fresken die Werksanordnung und die technische Begehbarkeit der Orgel unter. Dies hatte zur Folge, dass man die Orgel seit der damaligen Sanierung weder richtig stimmen konnte noch wichtige Wartungsarbeiten hätte durchführen können.

Thomas Wechs, ein damals sehr angesehener und vielbeschäftigter Architekt, übernahm die Planung des Orgelprospekts, der bis heute erhalten ist und unter Denkmalschutz steht.

Die angedachte Komplettsanierung der Orgel sieht vor, die einzelnen Werke künftig so im Gehäuse unterzubringen, dass verschiedene Stimmgänge angelegt werden; das Schwellwerk soll in einem geeigneten Kasten unterkommen, die Spielanlage wird neu gebaut, die Elektronik wird neu installiert. Das jetzige baufällige Gehäuse wird neu aufgebaut und statisch auf den neuesten Stand gebracht. Die Windanlage kommt aus dem Gehäuse heraus, um innen Platz zu schaffen, wird neu beledert, abgedichtet und dann neben der Orgel untergebracht. Die ca. 3000 Pfeifen werden gesäubert und, wenn nötig, restauriert. Abschließend wird jede einzelne Pfeife für den Kirchenraum neu intoniert; dies hat zur Folge, dass die Orgel ein verbessertes Gesamtklangbild erhält.

Bereits im Mai wird mit dem Abbau der Orgel begonnen, im Sommer startet die eigentliche Sanierung in der Orgelbauwerkstatt Schmid in Immenstadt, im kommenden Jahr erfolgt dann der Wiedereinbau.

Pünktlich zum Albertusfest 2018 kann dann die sanierte Orgel geweiht werden.

Das Projekt „Orgelsanierung“ ist eine kostspielige Angelegenheit: Auf 500.000,-- Euro lautet das Angebot. Auch wenn bereits in der Vergangenheit eine stattliche Summe angesammelt werden konnte und uns die Bischöfliche Finanzkammer Augsburg den überaus großzügigen Betrag von Euro 200.000,-- zur finanziellen Unterstützung zugesagt hat, sind wir dennoch auf Ihre Hilfe angewiesen, um das epochale Projekt glücklich abschließen zu können; hierzu wird Ihnen die Kirchenverwaltung aber noch in ausführlicherer Weise Informationen zukommen lassen.

Momentan dürfen wir schlicht und ergreifend nur froh und dankbar sein, dass unser Gotteshaus auf absehbare Zeit wieder eine Orgel erhält, die für die gewaltige Raumgröße geeignet ist.

Vergelt`s Gott, wenn Sie in der Vergangenheit das Orgelprojekt bereits unterstützt haben! Vergelt`s Gott, wenn Sie dies in der Zukunft tun wollen. Für die Orgelsanierung besteht ein Spendenkonto:

IBAN DE79722515200000241482 Stichwort „Orgel“. Helfen Sie mit, freuen Sie sich mit!